Umzugswagen mieten – das richtige Unternehmen finden

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Umzugstransporter© iStock/majorosl

Die neue Traumwohnung wartet auf Sie, die Kartons sind gepackt und Sie müssen nur noch den passenden Transporter mieten? Immonet hat für Sie eine Reihe von Tipps zusammengestellt, worauf Sie beim Transporter mieten achten sollten und was Sie im Hinblick auf die Versicherung wissen müssen.

Transporter mieten: Angebotsübersicht

Ganz egal, ob Sie für Ihren Umzug einen Kleintransporter, einen Anhänger oder einen LKW mieten wollen – Vergleichen Sie auf jeden Fall mehrere Anbieter und verschaffen Sie sich einen Überblick über die verschiedenen Angebote. Einige Fahrzeug-Vermietungen bieten zusätzliche Services und Leistungen für einen geringen Aufschlag oder sogar gleiches Geld. Auf diese Punkte sollten Sie achten:

    • Vergleichen Sie die angegebenen Preise für Tagespauschalen, zusätzliche Kilometerkosten und Versicherungen. Gerade wenn Sie in eine neue Stadt ziehen, kann es Sie sogar günstiger kommen, den ganzen Umzug von einem Umzugsunternehmen durchführen zu lassen.

    • Achten Sie auf Spezialangebote oder Vergünstigungen. Manch eine Transporter-Vermietung bietet beispielsweise Rabatte für ADAC-Mitglieder oder Immonet-Nutzer an.

    • Vergleichen Sie die Anbieter in Bezug auf die Service-Leistungen im Notfall. Was geschieht bei einer Panne oder einem kompletten Ausfall des Fahrzeugs? Sorgt die Vermietung für einen Ersatzwagen, gibt es einen internen Abschleppdienst und wer organisiert den Werkstattaufenthalt?

    • Erkundigen Sie sich bei der Transporter-Vermietung auch nach der Möglichkeit der Einzelfahrt. Verfügt das Unternehmen über ein breites Filialnetz, können Sie den Transporter an einem Ort abholen und an einem anderen abgeben. Dadurch sparen Sie Zeit und Geld. Dieses Sparprinzip steckt auch hinter der Umzugsauktion.

Transporter-Arten und Voraussetzungen

    • Sprinter: Die Sprinter-Klasse bietet je nach Modell eine Ladefläche von bis zu ca. 15 Kubikmeter. Es gibt diese Fahrzeuge mit fest umbauter Ladefläche und mit Planen. Die Sprinter-Klasse bis 3,5 Tonnen erfordert den Führerschein Klasse B.

    • Anhänger: Für einen PKW mit Anhänger bis zu 3,5 Tonnen benötigt der Fahrer Klasse BE.

    • LKW: Transporter zwischen 3,51 und 7,49 Tonnen können um die 35 Kubikmeter aufnehmen. Sie haben meist eine Hebebühne, die das Ein- und Ausladen erheblich erleichtert. LKW zwischen 3,51 Tonnen bis 7,49 Tonnen dürfen mit der Führerscheinklasse C1 bewegt werden, wenn der Fahrer zuvor im Besitz der Führerscheinklasse B war. Größere LKW werden meist nicht zur Vermietung an Selbstfahrer angeboten.

Was muss ich beim Anmieten eines Umzugswagens beachten?

    • Zur Abholung des Umzugswagens müssen Personalausweis und Führerschein aller Fahrer mitgebracht werden, die den Wagen fahren sollen. Denn wird ein Fahrer nicht eingetragen, ist er im Schadensfall nicht versichert. Achtung: Für jeden im Vertrag eingetragenen Fahrer müssen Gebühren gezahlt werden.

    • Kontrollieren Sie das Umzugsauto vor der Abfahrt auf etwaige Vorschäden wie Beulen oder Kratzer. Falls Sie innen oder außen Schäden finden, melden Sie diese sofort und lassen einen Vermerk anbringen. Wenn Sie die Prüfung versäumen, können Ihnen die Schäden später angelastet werden.

    • Notieren Sie sich den Kilometerstand. Dies ist besonders wichtig, wenn die Kosten per Kilometerpauschale berechnet werden.

    • Prüfen Sie die Tankanzeige. Bei den meisten Anbietern haben Sie Anspruch auf einen vollgetankten Wagen.

    • Lassen Sie sich den Transporter genau erklären. Wichtig ist zum Beispiel zu wissen, wo genau sich der Tank befindet, mit welchem Benzin er befüllt werden muss und wie sich die Gangschaltung (vor allem der Rückwärtsgang) bedienen lässt.

    • Wenn Sie einen LKW mieten, der über eine Hebebühne verfügt, lassen Sie sich genau die Funktionsweise erklären. Dann müssen Sie nicht in der Bedienungsanleitung nachlesen.

    • Nehmen Sie sich die Zeit und machen eine kurze Probefahrt an der Station. Transporter, Anhänger und LKWs sind schwergängiger als PKWs und haben einen wesentlich größeren Wendekreis, den es zum Beispiel auch beim Abbiegen zu berücksichtigen gilt.

    • Wichtig ist zudem, dass Sie die Höhe des LKWs kennen, damit Sie an Einfahrten und bei der Durchfahrt von Überführungen keine Experimente machen müssen.

    • Teens und Twens aufgepasst: Einige Transporter-Vermietungen verlangen von Mietern unter 23 Jahren oder von Mietern, die erst seit kurzer Zeit (unter einem Jahr) eine Fahrerlaubnis besitzen, zusätzliche Gebühren. Manche Vermietungen geben Fahrzeuge an unter 21-Jährige und LKWs an unter 25-Jährige gar nicht heraus.

Was muss ich bei der Rückgabe des Umzugswagens beachten?

    • Denken Sie daran, den Umzugswagen vollzutanken, bevor Sie ihn abgeben.

    • Achten Sie darauf, dass nichts im Umzugswagen liegen gelassen wurde.

    • Lassen Sie sich zum Abschluss schriftlich bestätigen, dass der Umzugswagen unversehrt zurückgebracht wurde.

Transportergröße bestimmen

Vor dem Anmieten des Fahrzeugs steht die Überlegung, wie viel Kubikmeter Ladefläche für den Möbeltransport benötigt werden. Grob unterschieden wird zwischen LKW mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 3,5 Tonnen und Transportfahrzeugen mit unter 3,5 Tonnen, der sogenannten Sprinter-Klasse. Welche Art Umzugswagen Sie benötigen, lässt sich meist anhand der Größe Ihrer alten Wohnung abschätzen. Generell gilt dafür:

    • bis 25 Quadratmeter: etwa 25 Kubikmeter

    • bis 50 Quadratmeter: etwa 40 Kubikmeter

    • bis 70 Quadratmeter: etwa 50 Kubikmeter

    • bis 100 Quadratmeter: etwa 70 Kubikmeter

    • über 100 Quadratmeter: 80 Kubikmeter und mehr

Planungs-Tipp: Besitzen Sie umfangreiche Sammlungen, etwa an Büchern, Schallplatten oder auch Schuhen? Oder wohnen Sie zu viert in einer Zwei-Zimmer-Wohnung? Dann kalkulieren Sie ein höheres Volumen ein. Sind Sie dagegen eher minimalistisch eingerichtet, kann sich das Volumen verringern.

Transporter mieten und richtig versichert sein

Eine Haftpflichtversicherung ist Bestandteil des Mietvertrages. Diese Versicherung deckt Schäden an Personen und Gegenständen ab, nicht aber Schäden am Leihfahrzeug, die durch Mieter oder eingetragene Fahrer verursacht werden. Hierfür empfiehlt sich eine gesonderte Versicherung, die Teil- oder Vollkaskoversicherung mit oder ohne Selbstbeteiligung. Die Höhe der Selbstbeteiligung oder der Verzicht darauf muss im Vertrag vereinbart werden. Erwägen Sie auch eine erweiterte Versicherung für Insassen. Eine Insassenunfallversicherung beinhaltet meist eine Absicherung für Invalidität, Tod und Heilkosten. Überlegen Sie bereits vor der Anmietung, wer den Umzugswagen fahren soll und stellen Sie sicher, dass diese Person eine gültige Fahrerlaubnis besitzt. Wenn eine unberechtigte Person das gemietete Umzugsauto fährt, entfällt nämlich der Versicherungsschutz.

Achtung: Die meisten Autovermietungen verlangen eine Kaution, deren Höhe in den AGB festgelegt ist.

Tipps für den Möbeltransport

Große, sperrige Möbel sollten Sie zerlegen. Beim Transport kompletter, nicht zerlegter Möbel benötigen Sie einen großen Umzugswagen, Sackkarren oder Hebebühnen und starke Umzugshelfer zum Tragen. Außerdem lassen räumliche Gegebenheiten wie enge Treppenhäuser oft einen Transport im Ganzen nicht zu. In jedem Fall müssen die Möbel im Umzugswagen mit Zurrgurten gesichert werden. Das gilt auch für Teile von großen Möbeln wie etwa Schrankwände. Möbelstücke und Möbelteile sollten mit Decken oder Folien vor Kratzern geschützt werden. Spanngurte helfen dabei, dass Folien oder Decken nicht verrutschen.

Tipp: In unseren Umzugs-Tipps und -Tricks erklären wir Ihnen, wie Sie Möbel, Elektrogeräte und Sonderposten am besten transportieren.

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