Umzugskosten – womit muss ich rechnen, wie kann ich sparen?

Keine Frage: Ein Umzug kann ganz schön teuer werden. Am besten verschaffen Sie sich schon vor dem Umzug einen Überblick darüber, welche Kosten auf Sie zukommen werden und wo Sie vielleicht den ein oder anderen Euro einsparen können. So kommen später keine unschönen Überraschungen auf Sie zu. Immonet gibt hilfreiche Tipps, worauf Sie achten sollten, wie Sie bares Geld sparen können und wo versteckte Kostenfallen lauern.

Was kostet ein Umzug? Diese Kosten sollten Sie einplanen:

  • Maklerkosten: Gerade in beliebten Wohngegenden lässt sich eine Makler-Courtage kaum vermeiden. Während es bei Kaufimmobilien häufig einen Verhandlungsspielraum gibt, war die Maklergebühr bislang auf zwei Monatskaltmieten plus Mehrwertsteuer festgesetzt. Seit Inkrafttreten des Bestellerprinzips im Juni 2015 müssen Mietinteressen keine Maklergebühr mehr bezahlen. 

  • Mietkaution: Mit der Kaution oder Mietsicherheit sichert sich der Vermieter gegen mögliche Mietausfälle oder Schäden ab. Als Mieter können Sie aber dafür sorgen, dass Ihr Kapital sicher und sogar gewinnbringend angelegt wird. Welche Kautions-Arten es gibt und was Sie tun können, wenn Sie aktuell nicht genug Barvermögen zur Verfügung haben, erfahren Sie hier.

  • Renovierung: Sowohl in der alten als auch in der neuen Wohnung können Renovierungskosten anfallen. Überlegen Sie bereits bei der Besichtigung, was in der neuen Wohnung noch zu tun ist und lassen Sie sich von verschiedenen Handwerkern Kostenvoranschläge machen. Klären Sie außerdem, in welchem Zustand Sie Ihre alte Wohnung übergeben müssen und kalkulieren Sie auch hier die anfallenden Kosten. Mehr Informationen zur Wohnungsübergabe und Ihren Rechten finden Sie hier

  • Umzugskosten: Wenn Sie ein Umzugsunternehmen beauftragen, lohnt es sich auf jeden Fall, Anbieter zu vergleichen. Die Leistungen und Kosten der Firmen unterscheiden sich teils deutlich. Unseriöse Unternehmen lassen ihre Kunden auch mal am Umzugstag stehen. Wenn Sie den Umzug privat durchführen, sollten Sie folgende Kosten einplanen: Mietwagen, Benzin, Kartons, Verpflegung für Helfer und gegebenfalls Kosten für die Parkplatzabsperrung. Achten Sie darauf, dass Sie die nötige Fahrerlaubnis für den Transporter oder Anhänger haben und dass Sie genügend Freunde finden, die Ihnen helfen. Wie teuer Ihr Umzug in etwa wird, können Sie sich auch ganz einfach von unserem Umzugsrechner ausrechnen lassen (siehe oben).

  • Meldekosten: Bei einem Wohnungswechsel muss viel umgemeldet werden. Sie müssen sich beim Einwohnermeldeamt, der GEZ und beim Finanzamt ummelden und auch Ihr Auto muss umgemeldet werden. Überlegen Sie sich, ob Sie Ihre bisherigen Telefon- / Strom- und TV-Anbieter mitnehmen oder wechseln wollen. Beachten Sie dabei, dass viele Anbieter nicht überall zur Verfügung stehen und ein Wechsel manchmal unumgänglich ist. In diesem Fall müssen Sie ihren alten Anbieter rechtzeitig kündigen.

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Spar-Tipps: so können Sie beim Umzug Geld sparen:

  • Steuern sparen: Wenn Sie aus beruflichen Gründen umziehen, können Sie viele Kosten von der Steuer absetzen. Unter bestimmten Umständen geht das auch bei einem privaten Umzug. Voraussetzung ist, dass Sie sich alles quittieren lassen und die Belege aufbewahren. Was Sie beachten müssen und welche Umzugskosten steuerlich absetzbar sind, erfahren Sie hier.

  • Kündigungsfristen beachten: Wenn Sie Ihren Wohnungswechsel frühzeitig planen, können Sie viel Geld sparen, indem Sie den alten Mietvertrag rechtzeitig kündigen. So vermeiden Sie doppelte Miete. Geht die Kündigung bis zum dritten Werktag des Monats beim Vermieter ein, endet das Mietverhältnis zum Ende des übernächsten Monats. Können Sie die Fristen nicht einhalten, sollten Sie versuchen, einen Nachmieter zu finden. Suchen Sie das Gespräch mit dem Vermieter. Unter Umständen ist es auch in seinem Interesse, dass das Vertragsverhältnis vorzeitig beendet wird. Achtung: Auch Strom- und Telefonanbieter haben zum Teil mehrmonatige Kündigungsfristen.

  • Unnötige Schönheitsreparaturen vermeiden: Der Mietvertrag regelt üblicherweise, welche Schönheitsreparaturen Sie erledigen müssen. Allzu starre Regeln sind nicht zulässig. Wenn Sie zum Beispiel noch vor Ablauf der Renovierungsfrist ausziehen, darf der Vermieter nicht grundsätzlich eine anteilige Kostenübernahme von Renovierungsarbeiten verlangen. Auch die Vereinbarung, dass eine Wohnung unabhängig von der Wohndauer grundsätzlich beim Auszug renoviert werden muss, ist unzulässig. Ebenso darf ein Vermieter nicht verlangen, dass beim Auszug in jedem Fall die Tapeten entfernt werden müssen. Informieren Sie sich im Zweifelsfall beim Mieterbund. Welche Reparaturen Ihr Vermieter fordern kann und welche Rechte Sie haben, erfahren Sie hier

  • Umzugsunternehmen vergleichen: Wollen Sie mit einem professionellen Unternehmen umziehen, lohnt sich ein Kostenvergleich. Manche Firmen lassen sich zum Beispiel auf eine Mischkalkulation ein, in der Sie bestimmte Aufgaben selbst übernehmen. Auch Umzugsauktionen versprechen lukrative Rabatte: Wer sich hier ein Angebot einholt, kann bis zu 40 Prozent der Umzugskosten sparen, indem zum Beispiel Umzüge so koordiniert werden, dass Kosten für An- oder Abfahrt wegfallen.
  • Stromanbieter vergleichen: Bei einem Ortswechsel bietet sich der Wechsel von Stromanbietern (aber auch von Telefon- oder Fernsehanbietern) an, wenn zum Beispiel ein günstiger Anbieter regional agiert und an ihrem alten Wohnort nicht zur Verfügung stand. Fragen Sie doch einfach Ihre neuen Nachbarn, ob sie Anbieter empfehlen können.

  • Tipp für Empfänger des ALG II: Beziehen Sie Hartz IV, unterstützt Sie der Staat bei Umzug und Wohnungssuche. Hier erfahren Sie, worauf Sie beim Umzug mit Hartz IV achten müssen und mit welcher Unterstützung Sie rechnen können.

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