Die Umzugscheckliste – Daran müssen Sie denken, wenn Sie den Umzug planen

Umzugscheckliste
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Bei einem Umzug kommen zahlreiche Aufgaben auf Sie zu, die viel Zeit in Anspruch nehmen. Sie müssen beispielsweise entscheiden, ob Sie den Umzug privat stemmen oder ein Unternehmen beauftragen, den Umzug planen und ausmisten. Mit unseren Tipps und unserer praktischen Umzugscheckliste zeigen wir Ihnen, wie Sie Zeit und Stress sparen können. So behalten Sie den Überblick und wissen genau, welche Aufgaben Sie wann zu erledigen haben.

Umzug planen: Welche sind die wichtigsten Schritte?

Damit Ihr Umzug möglichst reibungslos und stressfrei abläuft, sollten Sie bereits einige Wochen vor dem Umzugstermin einen konkreten Plan ausarbeiten. Dieser Plan gibt den zeitlichen Rahmen vor und ist sozusagen die Basis Ihrer Umzugsorganisation. Folgende Punkte sollten Sie in dem Plan berücksichtigen:

  1. Entrümpeln und aussortieren
    Ihr Umzugsplaner sollte neben dem konkreten Umzugsdatum auch die Aufgabe „Entrümpeln“ beinhalten. Planen Sie für diesen Schritt genügend Puffer ein, denn im Laufe der Zeit sammelt sich fast in jedem Haushalt (viel) unnötiger Ballast an. Ein Umzug ist somit auch eine Chance für einen unbeschwerten Neubeginn. Nehmen Sie nur mit, was Sie wirklich brauchen und woran Ihr Herz hängt. Kümmern Sie sich bereits im Vorfeld um eine Abstellmöglichkeit, wenn Sie ein paar Ihrer Schätze oder Möbel einlagern möchten. Überflüssiges sollten Sie verkaufen, indem Sie beispielsweise einen Hausflohmarkt organisieren – so füllen Sie gleichzeitig die Umzugskasse etwas auf. Wenn Sie nicht mehr benötigte Besitztümer und Möbel über das Internet verkaufen wollen, sollten Sie erfahrungsgemäß etwas mehr Zeit einplanen.
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  3. Umzugsgut: Was soll mit ins neue Zuhause?
    Ein weiterer wichtiger Punkt auf Ihrer Umzugscheckliste betrifft die richtige Kalkulation Ihrer Umzugsfracht: Welche Möbel nehmen Sie mit? Wie viele Kartons werden für das Umzugsgut gebraucht? Planen Sie diesen Schritt möglichst konkret und nutzen Sie beispielsweise unseren Umzugskartonrechner. Wenn Sie die passende Menge an Umzugskisten ermittelt haben, können Sie auch den Bedarf an potenziellen Helfern besser schätzen. Notieren Sie diese Daten sorgfältig und exakt, denn das erleichtert Ihnen bei der späteren Koordination die Arbeit um ein Vielfaches. Beziehen Sie Ihre Familie bereits zu diesem Zeitpunkt in die Planung ein, falls Sie nicht alleine umziehen, denn ein Umzug bedeutet Stress für alle Beteiligten.
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  5. Budgetplanung: Umzugsfirma oder private Helfer?
    Bezüglich Ihrer Budgetplanung für den Umzug ist eine Frage von zentraler Bedeutung: Wie viel Geld und Zeit steht Ihnen zur Verfügung? Ausgehend von diesen beiden Faktoren können Sie entscheiden, ob Sie Ihren Umzug durch ein Umzugsunternehmen durchführen lassen oder in Eigenregie erledigen wollen. Eine Umzugsfirma kostet Sie mehr, erspart Ihnen jedoch eine Menge Arbeit und Stress.
    Wollen Sie ein Umzugsunternehmen beauftragen, sollten Sie vorab verbindliche Angebote einholen und die Bewertungen der verschiedenen Dienstleister vergleichen. Achten Sie darauf, dass die Anbieter seriös auftreten und Ihre Leistung von Beginn an klar kommunizieren. Alternativ sollten Sie sich um einen geeigneten Transporter kümmern, damit Ihr Umzugsgut mit einer Fahrt im neuen Zuhause ankommt. Fragen Sie auch rechtzeitig (genügend) Verwandte und Freunde nach einer helfenden Hand und rechnen Sie mit kurzfristigen Absagen.
    Tipp: Engagieren Sie lieber „zu viele“ Helfer, damit Sie einen gewissen Puffer haben und sich die Unterstützer nicht überanstrengen müssen. Andernfalls riskieren Sie eine schlechte Stimmung und der Umzug wird noch stressiger, als er ohnehin schon ist.
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  7. Urlaub nehmen und Kinderbetreuung sichern
    Sobald der Umzugstermin feststeht, sollten Sie Ihren Arbeitgeber informieren und sich nach einem Sonderurlaub für die Umzugstage erkundigen – in manchen Firmen besteht diese Möglichkeit. Ansonsten empfehlen wir Ihnen, ein paar Tage regulären Urlaub zu nehmen, damit Sie sich voll und ganz auf den Umzug konzentrieren können. Ziehen Sie mit einer Familie mit Kindern um, sollten Sie frühzeitig die Betreuung der Kinder während des Umzugs organisieren. Im Idealfall können sich die Großeltern oder Freunde um den Nachwuchs kümmern.
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  9. Nachsendeauftrag beantragen
    Bei einem Umzug sollten Sie einerseits rechtzeitig einen Nachsendeauftrag bei der Post stellen und sich andererseits fristgerecht bei Ihrem Telefonanbieter, Ihrer Versicherung, Ihrem Stromanbieter und Ihrer Bank (sowie anderen wichtigen Dienstleistern) ummelden. Nur so stellen Sie sicher, dass Sie keine wichtigen Informationen verpassen.
    Sie sollten außerdem sichergehen, dass Sie Ihren Mietvertrag schriftlich und fristgerecht gekündigt haben. Lassen Sie sich dies auch von Ihrem Vermieter bestätigen, um unnötigen Ärger wie doppelte Mietzahlungen zu vermeiden.

Umzugscheckliste: Exakter Plan hilft beim Ablauf

Ihren Umzug zu planen wird Ihnen deutlich leichter fallen, wenn Sie eine passgenaue Umzugscheckliste abarbeiten können. Ein exakter Plan hilft Ihnen dabei, den zeitlichen Ablauf und Ihr Budget auf Kurs zu halten. Mit unseren Eckpunkten für Ihre Umzugscheckliste behalten Sie auch in stressigen Situationen den Überblick. Mithilfe eines eingeplanten Zeitpuffers können Sie zudem gelassener mit unerwarteten Problemen umgehen.

Sonderfälle bei speziellen Umzügen

Jährlich ziehen in Deutschland statistisch betrachtet über acht Millionen Menschen um. Ein guter Teil davon betrifft Singles, die vergleichsweise wenig planen und transportieren müssen. Doch falls Sie Kinder und Haustiere haben oder ins Ausland umziehen, sollten Sie auf jeden Fall einen Umzugsplaner anlegen, in dem Sie alles Wichtige vermerken können. Andernfalls kann der Umzug schnell stressig werden. Wir haben Listen mit hilfreichen Tipps für komplexere Umzugsfälle zusammengestellt.

Umzug ins Ausland

  • Bereits vorher alle Dokumente vorbereiten, Visum-Fragen klären, Arbeitserlaubnis prüfen, Arbeitsvertrag checken
  • Flugtickets bestellen
  • Container mit Eigentum rechtzeitig losschicken
  • Bei kürzerem Aufenthalt Einlagerung organisieren

Umzug mit Kindern

  • Betreuung klären
  • Für Kinder erreichbar sein
  • Zimmerfrage vor dem Umzug klären
  • Bei Schwangerschaft: Genügend Helfer organisieren, nicht schwer heben, Ruheplätze einrichten, mehr Zeit einplanen
  • Speziell für die Kinder Verpflegung klären, auch für die ersten Tage nach dem Umzug

Umzug mit Haustieren

  • Transportbox
  • Futter
  • Eventuell während des Umzuges extern bei Freunden oder Verwandten unterbringen
  • Bei Schwangerschaft: Genügend Helfer organisieren, nicht schwer heben, Ruheplätze einrichten, mehr Zeit einplanen
  • In der neuen Wohnung: Gegenstände für Haustiere schnell parat haben

Tipp: Für jeden Umzug gilt, dass Sie auch in stressigen Phasen die Ruhe bewahren. Mit der Umzugscheckliste sind Sie prinzipiell gut vorbereitet, aber es kann immer etwas Unvorhergesehenes passieren. Wenn Sie gelassen reagieren, wird der Umzug für alle Beteiligten wesentlich entspannter.

Leider arbeiten nicht alle Umzugsunternehmen professionell, es gibt auch schwarze Schafe in der Branche. In einigen Fällen werden Kunden am Umzugstag von ihren Umzugsunternehmen stehen gelassen. In solchen Fällen heißt es: schnell reagieren und Ersatz organisieren. Hier erfahren Sie, wie ein neues Umzugsunternehmen finden.