Die Umzugscheckliste – Daran müssen Sie denken, wenn Sie den Umzug planen

Umzugscheckliste
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Ein Umzug beginnt nicht erst an dem Tag, an dem der Transporter vor der Tür hält, sondern im besten Fall schon einige Wochen vorher. Für den reibungslosen Ablauf ist eine gute Umzugsplanung Grundvoraussetzung. Immonet hat für Sie zusammengefasst, woran Sie denken müssen.

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Optimale Umzugsplanung: Die ersten Schritte

Bei einem Umzug gibt es viel zu beachten und schnell verliert man den Überblick. Wenn Sie aber alles gut organisieren, bewältigen Sie den Umzug stressfrei. Immonet hat eine Checkliste für den Umzug mit den wichtigsten Punkten angefertigt. So können Sie sich schnell einen Überblick über die zehn wichtigsten Schritte verschaffen. Als Extra-Service gibt es die detaillierte Umzugscheckliste mit Zeitplan auch als Download.

  1. Checkliste: Wenn Sie anfangen, Ihren Umzug zu planen, fertigen Sie am besten eine Umzugscheckliste an, auf der Sie notieren, zu welchem Zeitpunkt Sie die einzelnen Schritte erledigen müssen. So gehen Sie sicher, dass Sie nichts vergessen. Tipp: Fordern Sie hier die ausführliche Immonet Umzugscheckliste an.

  2. Kostenplanung: Überschlagen Sie bereits im Vorfeld, welche Kosten auf Sie zukommen. Bedenken Sie die Renovierung, die Maklercourtage, die Kaution etc. Unter dem Punkt Umzugskosten hat Immonet zusammengefasst, was finanziell auf Sie zukommt.

  3. Urlaub: Wenn Sie wissen, wann der Umzug stattfindet, beantragen Sie als erstes Ihren Urlaub. Viele Arbeitgeber genehmigen für Umzüge auch Sonderurlaub. Hier finden Sie mehr Informationen zum Urlaub für den Umzug.

  4. Wohnungsübergabe: Vereinbaren Sie mit dem Vermieter einen Termin für die Wohnungsübergabe und überlegen Sie, welche Reparaturen und Renovierungen Sie durchführen müssen. Prüfen Sie, ob Schäden schon vor Ihrem Einzug vorhanden waren, oder ob sie durch die Hausratversicherung gedeckt sind. Achtung: Der Vermieter kann nicht ausgeführte Reparaturen von Ihrer Kaution abziehen.

  5. Entrümpeln: Bevor Sie mit dem Packen beginnen, sollten Sie Ihren Keller und andere Abstellräume entrümpeln. Ein Umzug ist die perfekte Gelegenheit, um sich endlich von angesammeltem Krempel zu befreien.

  6. Umzugsservice oder Do-It-Yourself: Wollen Sie den Umzug selbst in die Hand nehmen oder lieber ein Umzugsunternehmen beauftragen? Wenn Sie sich unsicher sind, finden Sie hier Tipps zur Entscheidungsfindung. Sollten Sie sich für die zweite Variante entscheiden, ist es ratsam, mehrere Angebote einzuholen und zu vergleichen. Mit einer Umzugsauktion können Sie hier viel Geld sparen. Falls Sie auf eigene Faust umziehen möchten, sollten Sie frühzeitig einen Transporter mieten und sich im Bekanntenkreis nach Helfern umsehen.

  7. Ummelden: Denken Sie bereits im Vorfeld daran, sich bei Ämtern, ihrem Stromversorger usw. umzumelden und bei der Post einen Nachsendeantrag zu stellen. Ausführliche Informationen zu allen Ummeldungen finden Sie in unserer Ummeldungs-Übersicht.

  8. Ablauf: Sagen Sie etwa zwei Wochen vor dem Umzugstermin alten und neuen Nachbarn Bescheid, damit sie sich nicht gestört fühlen. Jetzt sollten Sie auch den Parkplatz für den Umzugswagen bei der Straßenverkehrsbehörde beantragen (sofern Ihr Umzugsunternehmen dies nicht für Sie übernimmt).

  9. Kisten packen: Beginnen Sie hiermit schon einige Wochen im Voraus. Es gibt immer Dinge, die Sie schon jetzt nicht mehr unbedingt brauchen – Winter- oder Sommerkleidung zum Beispiel. Sortieren Sie gut aus. Wie viele Umzugskartons Sie brauchen, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Der Umzugskartonrechner ermittelt Ihren Bedarf. Worauf Sie beim Packen achten sollten, hat Immonet in der Umzugskarton-Übersicht zusammengefasst.

  10. Material: Besorgen Sie rechtzeitig die Materialien, die Sie für den Umzug benötigen. Zum Beispiel: Klebeband, Schnur, Transportdecken, Werkzeug (auch zum Ab- und Aufbau der Möbel), Verlängerungskabel, etc. Die ausführliche Checkliste für Umzugsmaterialien können Sie hier herunterladen.

Nicht vergessen: Denken Sie am Umzugstag unbedingt an folgende Dinge:

  • Putzzeug, sowohl in der alten als auch in der neuen Wohnung
  • Schematischer Grundriss für die neue Wohnung, in den Sie einzeichnen, welche Möbel in welchen Raum kommen
  • Bargeld für kurzfristige Besorgungen
  • Verpflegung für die Umzugshelfer

Sonderfall: Elektrogeräte – ausräumen, abtauen, transportieren

Kümmern Sie sich rechtzeitig um die Demontage ihrer Elektrogeräte wie Geschirrspüler, Waschmaschine oder Kühlschrank. Falls Sie die Geräte nicht selbst abbauen können, beauftragen Sie rechtzeitig einen Fachmann. Beginnen Sie damit, Ihre Vorräte aufzubrauchen. Das spart Platz beim Transport und Sie können rechtzeitig Ihre Tiefkühltruhe und den Kühlschrank abtauen.

Achtung: Kühlgeräte müssen rechtzeitig abgeschaltet werden, bevor Sie diese gekippen. Transportieren Sie den Kühlschrank aufrecht. Sollten Sie ihn liegend befördern, lassen Sie ihn nach dem Aufstellen 12 Stunden stehen, bevor Sie ihn in Betrieb nehmen, damit die Kühlflüssigkeit in den Kompressor zurücklaufen kann.

Sonderfall: Umzug mit Haustieren

Kleintiere wie Zierfische oder Meerschweinchen darf der Vermieter nicht kategorisch verbieten. Ausnahmen gelten für giftige Schlangen oder exotische Echsen, die eine Gefahr für andere Mieter darstellen. Wollen Sie sich einen Hund oder eine Katze anschaffen, sollten Sie vorher unbedingt mit dem Vermieter sprechen.

Auch darf die Tierliebe nicht überhand nehmen, allein das übliche Maß an Vierbeinern ist erlaubt. Ein Beispiel: Fünf Hunde in einer 50-Quadratmeter-Wohnung sind zu viel. Ebenso sollte der Vermieter darüber informiert werden, wenn mehrere große Aquarien in der Wohnung stehen, da das Gewicht die Statik des Hauses beeinflussen kann. Rechtliche Rahmenbedingungen für Tierliebhaber in Mietwohnungen finden Sie hier

Oft befürchten Vermieter, dass Tiere in der Wohnung Schaden anrichten oder andere Bewohner durch Geruch und laute Geräusche stören. Versuchen Sie, dem zukünftigen Vermieter Ängste zu nehmen. Wenn Sie das neue Zuhause besichtigen, können Sie beispielsweise Ihren Hund mitbringen, damit sich der Vermieter  überzeugen kann, wie gut erzogen und harmlos das Tier ist. Auch eine Haftpflichtversicherung, die für Schäden haftet, die das Tier verursacht, kann den Vermieter beruhigen.

Achtung: Wer glaubt, dass der eigene Hund mit einziehen darf, nur weil andere Mieter einen Hund halten, irrt. Bei der Haltung von Hunden oder Katzen gibt es kein Recht auf Gleichbehandlung, das hat das Landgericht Köln entschieden (Aktenzeichen: 6 S 269/09).

Sonderfall: Vom Umzugsunternehmen stehen gelassen

Leider arbeiten nicht alle Umzugsunternehmen professionell, es gibt auch schwarze Schafe in der Branche. In einigen Fällen werden Kunden am Umzugstag von ihren Umzugsunternehmen stehen gelassen. In solchen Fällen heißt es: schnell reagieren. Wie Sie den Umzug doch noch gemeistert bekommen, erfahren Sie hier.