Strom anmelden, Strom ummelden und Stromanbieter wechseln

Strom anmelden, Strom ummelden
und Stromanbieter wechseln

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Wenn Sie umziehen, haben Sie in Bezug auf Ihren Stromanschluss grundsätzlich drei Möglichkeiten. Haben Sie keinen laufenden Stromvertrag, können Sie sich frei für einen Anbieter entscheiden. Besteht bereits ein Vertrag mit einem Stromanbieter, können Sie den Vertrag entweder anpassen und die Adresse aktualisieren oder Sie nutzen die Gelegenheit und wechseln zu einem günstigeren Stromlieferanten. Zu einem Wechsel gezwungen sind Sie, wenn Ihr bisheriger Anbieter am neuen Wohnort keinen Strom liefern kann. Worauf Sie bei einem Wechsel und generell bei Ihrem Stromanschluss achten sollten, erfahren Sie hier.

Wer das Elternhaus verlässt oder aus einer Wohngemeinschaft auszieht, hat meist keinen laufenden Stromvertrag, der auf das neues Zuhause übertragen und sozusagen mitgenommen werden müsste. Sie können Ihren Stromanbieter in diesem Fall frei wählen und sollten die unterschiedlichen Tarife im Detail miteinander vergleichen, um das für Sie passende Angebot auswählen zu können.

Worauf Sie bei der Auswahl Ihres Stromanbieters achten sollten:

  • Grundversorgung
    Die gute Nachricht vorweg: Selbst wenn Sie es nicht schaffen, sich vor dem Umzug um einen Stromanbieter zu kümmern, sitzen Sie nicht im Dunkeln. In diesem Fall wird Ihre Wohnung automatisch vom regionalen Grundversorger beliefert. Sie müssen sich also nicht unbedingt um die Auswahl eines Stromlieferanten kümmern. Allerdings ist der Grundversorgungstarif häufig die teuerste Variante.
  • Strompreise vergleichen
    Erkundigen Sie sich bei den Vormietern, wie viel Strom in etwa verbraucht wurde. Ihr eigener Verbrauch kann davon zwar abweichen, die Angabe sollte Ihnen aber zumindest als Richtwert dienen. Im Internet können Sie leicht mit einem Stromvergleichsrechner ermitteln, wie viel Sie der Stromvertrag monatlich kosten wird. Die meisten Stromlieferanten bieten auf ihren Websites eigene Rechner an. Achten Sie darauf, dass die Wärmeversorgung per Nachtspeicher oder Durchlauferhitzer sehr viel Strom verbraucht. Viele elektrische Geräte wie zum Beispiel Computer oder eine große Heimkinoanlage erhöhen Ihren Stromverbrauch ebenfalls. Kalkulieren Sie Ihren Stromverbrauch besser großzügig, um später nicht hohe Nachzahlungen leisten zu müssen.
  • Kostenzusammensetzung
    Folgende Kosten sollte ein Angebot unbedingt berücksichtigen bzw. abdecken: Grundpreis, Verbrauchspreis (mit realistischer Verbrauchseinschätzung), Netzentgelte, Stromsteuer und Mehrwertsteuer.
  • Ökostrom 
    Wenn Ihnen die Belieferung mit Strom aus nachhaltiger Erzeugung wichtig ist, müssen Sie mit etwas höheren Kosten rechnen. Neben den reinen Ökostromanbietern haben inzwischen fast alle bekannten Stromanbieter eigene Ökostrom-Angebote.
  • Vorsicht bei Sparangeboten
    Die meisten Stromanbieter haben ähnliche Tarife. Wenn Ihnen ein deutlich günstigeres Angebot unterbreitet wird, sollten Sie zumindest vorsichtig sein und die Konditionen im Detail prüfen. Verbraucherschützern zufolge wird in den Abschlagszahlungen teilweise ein zu geringer Verbrauch kalkuliert, sodass hohe Nachzahlungen auf Sie zukommen können.


Sobald Sie sich für einen Anbieter entschieden haben, können Sie die Anmeldung online durchführen. Sollten Sie erst nach dem Einzug dazu kommen, übernimmt der neue Stromversorger für Sie die Abmeldung beim Grundversorger.

Ist ein elektronischer Durchlauferhitzer vorhanden?

Geschätzter Stromverbrauch


pro Jahr

Wenn Sie in eine neue Wohnung ziehen und Ihren bisherigen Stromanbieter behalten wollen, müssen Sie in der Regel lediglich Ihren Vertrag anpassen lassen. Folgende Schritte sind dabei zu beachten:

  • Verfügbarkeit 
    Erkundigen Sie sich rechtzeitig, ob Ihr derzeitiger Stromanbieter auch an Ihre neue Adresse liefern kann. Manche Stromlieferanten operieren nur in einem regional begrenzten Gebiet, daher kann ein Anbieterwechsel nötig werden.
  • Strompreise vergleichen 
    Auch wenn Sie mit Ihrem bisherigen Stromanbieter zufrieden sind, kann sich der Strompreisvergleich lohnen. Gerade wenn es regionale Anbieter gibt, die an Ihrem vorherigen Wohnort nicht zur Verfügung standen, sollten Sie sich die Angebote im Detail ansehen.
  • Strom ummelden
    Haben Sie sich dafür entschieden, bei Ihrem Stromanbieter zu bleiben, können Sie die Ummeldung ganz einfach im Internet durchführen. Die meisten Stromanbieter bieten dafür ein Online-Formular an. In das Formular tragen Sie einfach Ihre Vertragsnummer ein und teilen dem Anbieter die neue Anschrift mit. Auch den Zählerstand können Sie für gewöhnlich online übermitteln. Ihr Anbieter kümmert sich dann um alles Weitere wie beispielsweise um die eventuell nötige Abmeldung beim Grundversorger, falls Sie Ihren Strom erst ein paar Tage nach dem Einzug ummelden.
  • Stromverbrauch kalkulieren
    Auch wenn Ihre neue Wohnung größer oder kleiner als Ihre alte Wohnung ist, können Sie sich bei der Einschätzung Ihres Stromverbrauchs an Ihrer letzten Jahresabrechnung orientieren. Deutlich mehr oder weniger Strom werden Sie nur verbrauchen, wenn Geräte hinzukommen oder wegfallen. Schaffen Sie sich beispielsweise für die neue Wohnung eine Waschmaschine und einen Geschirrspüler an, erhöht sich Ihr Stromverbrauch. Gleiches gilt bei einer Änderung der Wärmeversorgung: Ist im neuen Zuhause kein Durchlauferhitzer nötig, wird sich Ihr Stromverbrauch verringern.
  • Zählerstand 
    Notieren Sie sich sowohl beim Auszug aus der alten als auch beim Einzug in die neue Wohnung jeweils den Zählerstand. So vermeiden Sie, dass Ihr Stromverbrauch geschätzt werden muss. Da solche Schätzungen meist zu hoch angesetzt werden, umgehen Sie unnötig hohe Abschlagszahlungen zu Beginn.

Wenn Sie in eine neue Stadt ziehen, kann der Wechsel des Stromanbieters unumgänglich sein, falls Ihr bisheriger (lokaler) Anbieter am neuen Wohnort nicht operiert. Doch unabhängig davon kann es sich nach einem Umzug grundsätzlich lohnen, regionale Stromanbieter zu vergleichen und den günstigsten Tarif zu wählen. Bei einem Wechsel des Stromlieferanten sollten Sie vor allem die Kündigungsfrist beachten.

  • Kündigungsfrist:
    Beziehen Sie Ihren Strom über den Grundversorger, beträgt die Kündigungsfrist laut Gesetz zwei Wochen. Bei einem Anbieterwechsel beträgt die gesetzliche Kündigungsfrist drei Wochen. Allerdings kann die die Kündigungsfrist in Ihren Vertragskonditionen auch individuell vereinbart worden sein. Einige Stromanbieter operieren mit Mindestvertragslaufzeiten, die eine frühzeitige Kündigung ausschließen. Ein Sonderkündigungsrecht im Falle eines Umzugs wird längst nicht von allen Stromlieferanten gewährt – achten Sie am besten bereits bei Vertragsabschluss auf eine entsprechende Klausel. Ziehen Sie innerhalb des Netzgebietes Ihres Stromanbieters um, sind Sie häufig zur Mitnahme Ihres Stromversorgers verpflichtet.

    Tipp: Achten Sie bei Ihrem neuen Stromvertrag auf eine kurze Kündigungsfrist.
     
  • Abmeldung beim alten Stromversorger:
    Das Abmelden beim alten Stromversorger übernimmt Ihr neuer Stromanbieter für Sie. Wenn Sie sich rechtzeitig um den Anbieterwechsel gekümmert haben, ist dieser Vorgang für Sie ab dem Tag des Einzugs erledigt. Kurz vor Ihrem Auszug erhalten Sie von Ihrem alten Stromanbieter eine Aufforderung, Ihren Zählerstand zu übermitteln. Häufig können Sie den Zählerstand bequem online mitteilen. Und keine Panik: Sollte Ihr neuer Stromanbieter aus irgendeinem Grund doch nicht gleich liefern, beziehen Sie Ihren Strom zunächst über den Grundversorger. Das kann zwar etwas teurer sein, doch Sie müssen keine Angst davor haben, ohne Strom auskommen zu müssen.

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