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Tipps für den Umzug nach Frankfurt

Tipps für den Umzug nach Frankfurt

© Igor Flek / Unsplash

Frankfurt am Main ist die fünftgrößte Stadt Deutschlands und steht vordergründig für eine imposante Skyline, eine moderne Architektur und zahlreiche Glasbauten. Der Spitzname „Mainhattan“ und der Vergleich mit New York ist sicherlich übertrieben, doch nirgendwo sonst in Deutschland gibt es eine vergleichbare Hochhausdichte. Aber auch Altstadt-Fans werden in Frankfurt glücklich, beispielsweise im Westend und neuerdings auch im lange vernachlässigten Bahnhofsviertel. Die Hessenmetropole hat zudem erstaunlich viele Grünflächen und eine beeindruckende Museumsdichte zu bieten, hinzu kommen eine erstklassige internationale Küche, zahlreiche Ausgehmöglichkeiten, urige Kneipen und natürlich der Main. Was Sie bei einem Umzug nach Frankfurt beachten sollten und welcher Stadtteil zu Ihnen passt, erfahren Sie hier.

Frankfurt ist zwar noch weit von Münchner Mietpreisen entfernt, doch wo sich der Großteil von Deutschlands Kapital befindet – mehr als 200 Banken und die EZB haben hier ihren Sitz –, da muss man mit hohen Lebenshaltungskosten rechnen. Und so liegt Frankfurt am Main auf dem zweiten Platz der teuersten Städte der Bundesrepublik. Rund zwölf Euro zahlt man hier durchschnittlich für den Quadratmeter. Am teuersten sind dabei kleine Single-Wohnungen, wo die Durchschnittsmieten bei knapp 18 Euro pro Quadratmeter liegen (siehe Tabelle unten).

Besonders der Innenstadtbereich zwischen Nordend und Sachsenhausen ist aus Mietersicht extrem teuer. Deutlich günstiger wird es, wenn man die Stadtgrenze Richtung Osten überschreitet. Wer zum Beispiel nach Offenbach, Mühlheim oder Hanau zieht, kann seine Mietkosten teilweise halbieren.

Wenig überraschend gilt Frankfurt deshalb auch als Deutschlands Pendler-Hauptstadt. Doch nicht nur die Mieten verlangen den Frankfurtern viel ab, auch die Kosten für Lebensmittel und Freizeitgestaltung sind hier deutlich höher als in anderen Städten Deutschlands.


Daten zu Frankfurt

  • Fläche: 248,3 km²
  • Einwohner: 758.574
  • Bevölkerungsdichte pro km²: 3.033
  • Frauenanteil: 50,6 Prozent
  • Ausländeranteil: 29,3 Prozent


Quelle: Bürgeramt Frankfurt, Statistik und Wahlen / Stand: Dezember 2018

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Frankfurt am Main wurde erstmals im Jahr 794 urkundlich erwähnt. Seit 1875 zählte die Stadt über 100.000 Einwohner, seit 1928 mehr als 500.000, seit 2013 mehr als 700.000. Heute ist Frankfurt am Main einer der wichtigsten internationalen Finanzplätze sowie ein bedeutendes Industrie-, Dienstleistungs- und Messezentrum.

Frankfurt am Main ist in 16 Ortsbezirke aufgeteilt, die jeweils einen Ortsbeirat mit einem Ortsvorsteher als Vorsitzenden haben. Statistisch und administrativ ist die Stadt in 46 Stadtteile unterteilt, die sich in 124 Stadtbezirke und 448 Wahlbezirke aufteilen lassen.

Welcher Bezirk und welcher Stadtteil zu Ihnen passt, hängt in erster Linie von Ihren Präferenzen ab. Wünschen Sie eher eine ruhige Wohngegend im Grünen oder soll es in der Nähe viele Clubs und Bars geben? Benötigen Sie einen Supermarkt nebenan oder können Sie Ihre Einkäufe mit dem Auto erledigen? Wünschen Sie sich Familien und Senioren oder Singles und Studenten als Nachbarn? Um Ihnen einen kleinen Einblick zu geben, stellen wir Ihnen im Folgenden die beliebten Stadtteile Westend (Nord und Süd), Gallus, Bornheim, Bockenheim, Sachsenhausen (Nord und Süd) und Ostend vor.

Umzug nach Frankfurt-Westend

Das Westend gilt als schickes Nobelviertel und liegt sowohl bei den Miet- als auch bei den Kaufpreisen an der Spitze in Frankfurt. Das Viertel ist geprägt von vielen Altbauten, breiten Alleen, ruhigen Wohngegenden und viel Grünfläche. 

In einem der gehobenen und exklusiven Restaurants ist es durchaus möglich, auf den ein oder anderen Prominenten zu treffen. Für Normalverdiener allerdings dürften die Mieten nahezu unerschwinglich sein. 

Besonders das Gebiet um den Palmengarten und den Grüneburgpark gilt als Hochburg der Reichen. Für größere Familien ist ein Haus oder eine Wohnung im Westend kaum zu finanzieren, in der Bevölkerungsstruktur überwiegen die 30- bis 45-Jährigen, häufig Singles.

Auf den Punkt gebracht: Im Westend leben die berühmten Schönen und Reichen, hier gibt es imposante Gründerzeitfassaden, Bankentürme, wunderschön gepflegte Parks und luxuriöse Sterne-Restaurants. Kulturelles Wahrzeichen ist die Westendsynagoge, zudem befindet sich auf dem Gelände des Poelzig-Baus der sicher schönste Hochschul-Campus des Landes. 

Ein besonderes Highlight im Westend: Am Grüneburgweg gibt es eine berühmte Currywurstbude, die mit dem selbstbewussten Slogan „Best Worscht in Town“ wirbt und wo wochentags zur Mittagszeit die Hölle los ist. Ob Banker oder Bauarbeiter, Schüler oder Student – jeder will hier eine Currywurst mit extra scharfer Soße. 

Der frühere Animateur Lars Obendorfer hat die Wurstbude seiner Mutter übernommen und ist neben Uli Hoeneß der wohl einzige Wurstverkäufer Deutschlands, der einen eigenen Fanclub hat und regelmäßig im Fernsehen zu sehen ist. Mittlerweile hat er „Best Worscht in Town“ zu einem kleinen Imperium ausgebaut, rund 25 Filialen gibt es in ganz Deutschland.


Daten zu Frankfurt-Westend (Nord)

  • Fläche: 163,2 Hektar
  • Einwohner: Rund 10.200
  • Frauenanteil: 52,2 Prozent
  • Anteil an Ausländern: 29,3 Prozent
  • Durchschnittsalter: 39,1 Jahre


Daten zu Frankfurt-Westend (Süd)

  • Fläche: 249,7 Hektar
  • Einwohner: Rund 18.800
  • Frauenanteil: 51 Prozent
  • Anteil an Ausländern: 27,5 Prozent
  • Durchschnittsalter: 40,1 Jahre


Quelle: Bürgeramt Frankfurt, Statistik und Wahlen / Stand: Dezember 2018

Umzug nach Frankfurt-Gallus

Der Name „Gallus“ stammt von der 1903 gegründeten St.-Gallus-Gemeinde, die sich nach einem Heiligen benannte. Das Wahrzeichen des Stadtteils ist die Galluswarte, die vor der Umbenennung 1903 Galgenwarte hieß, weil hier der Frankfurter Galgen stand. Die Galluswarte ist einer der vier mittelalterlichen Warttürme der Stadt.

Das Gallus verändert sich gerade stark, in den vergangenen Jahren wurden große Wohnungsbauprojekte angestoßen. Durch die „Lahn’schen Höfe“ beispielsweise entstehen 113 Eigentums-, 237 Mietwohnungen und 220 Studenten-Appartements. Das Gallus gilt als typisches Multikulti-Viertel: Höchste Ausländerquote in Frankfurt, die meisten Arbeitslosen, jüngster Stadtteil im Altersdurchschnitt.

Das Gallus war das typische Arbeiterviertel, dessen Stadtbild bis heute durch die Backsteinpaläste der Fabriken geprägt ist. Mit dem Zusammenbruch der Industrie in den 1980er- und 1990er-Jahren fielen dann viele Arbeitsplätze weg, zu den Integrationsschwierigkeiten mancher Bewohner gesellten sich plötzlich auch Existenzängste. 

Die Bewohner des Viertels haben eine sehr ausgeprägte lokale Identität: Ausländische Jugendliche ohne Abschluss und Perspektive, die sich ausgegrenzt fühlen und nicht als Deutsche definieren, verstehen sich zumindest als Gallus-Bewohner. Integrationsprojekte sind aufgrund des hohen Ausländeranteils an der Tagesordnung – mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg. 

Heute zeigt sich das Gallus bunt und kreativ. Beispielsweise haben hier die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Frankfurter Neue Presse, der Deutsche Fachverlag und der Frankfurter Societätsverlag ihren Sitz, sodass sich das Gallus ohne Übertreibung als Medienhochburg bezeichnen kann.

Der zweifelhafte Ruf, den das Gallus lange „genossen“ hat, wird nach und nach revidiert. Heute zeigt sich der Stadtteil facettenreich und widersprüchlich. Durch das neu entstandene Europaviertel etwa entstehen Hochhäuser und modern-futuristische Gebäude im alten Industrieviertel. Es scheint fast so, als würde die City ein wenig heranwachsen – das Gallus wächst sowohl in die Höhe als auch in die Breite. 

Das Gute dabei: Im Europaviertel wird endlich ein Park angelegt. So etwas fehlte im Gallus bislang völlig. Rar sieht es auch mit Kinderspielplätzen und Bolzplätzen aus, obwohl der Kinderanteil an der Bevölkerung groß ist. Sperrmüll, der einfach vor den Häusern abgeladen wird, gibt es dafür reichlich. 

Generell ist das Viertel dicht bebaut und in fester Hand der Autos. Schön ist wahrscheinlich anders – aber in Frankfurt gibt es kein anderes Viertel, das sich so rasant im Wandel befindet. Das Gallus ist auf jeden Fall einer der spannendsten Stadtteile der Hessenmetropole.


Daten zu Frankfurt-Gallus

  • Fläche: 451,7 Hektar
  • Einwohner: Rund 40.250
  • Frauenanteil: 46,9 Prozent
  • Anteil an Ausländern: 41,5 Prozent
  • Durchschnittsalter: 36,9 Jahre


Quelle: Bürgeramt Frankfurt, Statistik und Wahlen / Stand: Dezember 2018

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Umzug nach Frankfurt-Bornheim

„Bernem“, wie der Stadtteil in Frankfurt genannt wird, wurde erstmalig 1194 urkundlich erwähnt. Schon lange vor der Eingemeindung 1877 war es bekannt als „das lustige Dorf“ und ein sehr beliebtes Ausflugsziel. Man ging nach Bernem, um sich einen Apfelwein zu genehmigen und das „Bernemer Kerb“ (Bornheimer Kirchweihfest) zu genießen. 

Diese Tradition gibt es bis heute, in den Straßen Bornheims finden sich zahlreiche Apfelweinkneipen. Im alten Dorfkern von Bornheim fällt die evangelische Johanniskirche durch ihren Zwiebelturm schon von weitem auf. Von den Bornheimern wird sie liebevoll „Zwiwwelkerch“ (Zwiebelkirche) genannt.

Das Herzstück von Bornheim ist die „Bernemer Zeil“, wie die Bewohner die drei Kilometer lange Berger Straße liebevoll nennen. Sie ist zugleich Einkaufs- und Flaniermeile. Im Süden reihen sich ausgefallene Läden an Straßencafés und Szenetreffs, der mittlere Teil ist dem Shoppen und Schlemmen vorbehalten und im Norden wird die Berger Straße zur urigen Dorfstraße mit Bausünden aus den 1950er- und 1960er-Jahren und einigen erhaltenen Fachwerkhäusern wie dem „Alten Bornheimer Rathaus“. Insgesamt ist das Straßenbild in Bornheim von urigen Kneipen, multinationalen Restaurants, Straßencafés und den traditionellen Apfelweinwirtschaften geprägt.

Alt-Bornheim im Süden war schon immer bekannt für seine alternative Szene. Seit einigen Jahren verändert sich jedoch das Bild, immer mehr junge Leute und Familien fühlen sich von der besonderen Kneipen- und Lebenskultur angesprochen. Bornheim wirkt auf die Bewohner erholsam, was nicht zuletzt am sehr beliebten Günthersburgpark liegt. Im Sommer riecht es dort nach Gras und Bratwürsten, man vernimmt lautes Kinderlachen und sieht sowohl Großmütter als auch Studenten auf ihren Picknickdecken.

Die Kneipen auf der oberen Berger Straße, die neben den Traditionslokalen existieren, ziehen meist ein jüngeres Publikum an. Den Bornheimern geht es auf den Straßen und in den Bars und Restaurants aber nicht ums Sehen und Gesehen-Werden, besonders hip muss hier niemand sein. Dadurch erzeugt der Stadtteil eine sehr familiäre Atmosphäre. Laut wird es in Bornheim höchstens während der Sommermonate in den Biergärten auf der oberen Berger Straße. Dann beginnt wieder die traditionelle Beschwerdezeit für genervte Anwohner mit Schlafmangel.


Daten zu Frankfurt-Bornheim

  • Fläche: 278,6 Hektar
  • Einwohner: Rund 30.500
  • Frauenanteil: 52,8 Prozent
  • Anteil an Ausländern: 24 Prozent
  • Durchschnittsalter: 42,7 Jahre


Quelle: Bürgeramt Frankfurt, Statistik und Wahlen / Stand: Dezember 2018

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Umzug nach Frankfurt-Bockenheim

Der Stadtteil Bockenheim war früher ein Industrieviertel und entwickelte sich später durch die Johann Wolfgang Goethe-Universität zum Studentenviertel. Durch die Auflösung des Campus-Standortes Bockenheim und die Umzüge zum Campus Westend und Campus Riedberg in den 2010er-Jahren haben jedoch viele Studenten den Stadtteil verlassen, Bockenheim befindet sich aktuell im Wandel.

Der Stadtteil hat von seiner direkten Nähe zum Messegelände und zum Bankenviertel profitiert und sich in den vergangenen 20 Jahren zu einem großen Wirtschaftsstandort entwickelt. Das hat sich auch auf die Bewohner ausgewirkt. Im multikulturellen Bockenheim haben sich die Reste der alternativen Szene längst mit dem Kommerz angefreundet. 

Hier leben viele Alt-Achtundsechziger, Studenten und Migranten unterschiedlichster Nationalität friedlich zusammen. In der kopfsteingepflasterten Leipziger Straße, Bockenheims geschäftigem Zentrum, reihen sich türkische Gemüsehändler, Dönerbuden, Schnäppchenläden und ehemalige Sponti-Kneipen (linke Szene-Kneipen) an Buchhandlungen, schicke Bistros, gehobene Restaurants und Boutiquen.

In diesem Teil von Bockenheim prägen die dröhnenden Stimmen der Obsthändler, die ihre Waren lautstark anpreisen, die Geräuschkulisse. Reizüberflutung gehört in der Leipziger Straße zum Alltag, hier findet außerdem ein jährliches Straßenfest statt.

In den Seitenstraßen der Leipziger Straße gibt es viele exotische Läden, die sich auf kleine Bereiche spezialisiert haben. Da wäre beispielsweise der kleine Schmuckladen „Gesamtmetall“, der witzige Posten wie den „Kerbholz“-Trauring anbietet, in den für jedes bestandene Ehejahr ein neuer Strich eingraviert wird. Oder der „Vespenstich“, wo man alte, kultige Vespas kaufen kann.

Bockenheim ist zudem eine Kultur-Hochburg mit vielen Theatern wie der Dramatischen Bühne im ExZess oder dem Titania-Theater in der Basaltstraße. Wahrzeichen des Stadtteils ist die Bockenheimer Warte, eine der vier Frankfurter Warttürme.

Zur Erholung laden insbesondere der 1,5 Hektar große Von-Bernus-Park mit original historischer Brücke und exotischem Baumbestand sowie der Rebstockpark mit großem Weiher, Spielflächen und Liegewiesen im Südwesten von Bockenheim ein.

Generell gilt Bockenheim als grüner Stadtteil, denn es gibt hier viele kleinere Erholungsflächen, die zentral liegen. Dazu gehört beispielsweise das Ginnheimer Wäldchen, das nur fünf Minuten von der Leipziger Straße entfernt liegt.


Daten zu Frankfurt-Bockenheim

  • Fläche: 803,1 Hektar
  • Einwohner: Rund 40.800
  • Frauenanteil: 50,2 Prozent
  • Anteil an Ausländern: 32,7 Prozent
  • Durchschnittsalter: 38,3 Jahre


Quelle: Bürgeramt Frankfurt, Statistik und Wahlen / Stand: Dezember 2018

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Umzug nach Frankfurt-Sachsenhausen

Sachsenhausen ist ein sehr vielfältiger Stadtteil, in dem sowohl zahlreiche urige Kneipen als auch schicke Designerläden ihren Platz haben. In Sachsenhausen lässt es sich einerseits gut feiern, andererseits findet man hier aber auch viele Kulturbetriebe.

Sachsenhausen liegt am südlichen Mainufer und damit „dribbdebach“, wie der Frankfurter sagt. Durch das Ebbelwoi-Viertel und das Museumsufer ist der Stadtteil weit über die Grenzen Frankfurts hinaus bekannt. Zwischen Kunst- und Kulturmeile, Apfelweinkneipen und kreativen Shoppingmöglichkeiten lässt es sich gut leben, immer mehr Wahl-Frankfurter wollen in den Süden ziehen. 

Der echte Frankfurter allerdings verpönt die Partymeile in Alt-Sachsenhausen, weil Lokalkolorit zelebriert wird, obwohl nichts mehr lokal ist: Was die Gäste bestellen, kommt irgendwo her, nur nicht aus Frankfurt. Auf Partyspaß spezialisierte Gastronomen drohen den traditionellen Apfelweinkneipen den Rang abzulaufen, geködert wird mit dem Meter-Bier (2,2 Liter) für 9,90 Euro, Shots für einen Euro und günstigen Cocktails. 

Zum Glück existieren aber auch noch einige Kultkneipen wie der „Apfelwein Dax“, „Zum Gemalten Haus“ oder „Zum Feuerrädchen“. Hier trifft man auf alteingesessene Sachsenhäuser – und sollte möglichst keinen Süßgespritzten bestellen. Man fliegt zwar nicht mehr wie früher hochkant aus dem Lokal, gern gesehen wird die „verweichlichte“ Variante des Apfelweins trotzdem nicht.

Wer in Sachsenhausen entspannen will, der fährt in den Süden Richtung Stadtwald. Dort ist der berühmte Goetheturm zu bestaunen, ein 43 Meter hoher und vollständig aus Holz gebauter Aussichtsturm. Zum Sachsenhäuser Mainufer im Norden zieht es indes nicht nur die Touristen wegen der 13 Museen, die sich aneinanderreihen, sondern auch die Bewohner des Stadtteils. Zum einen lässt es sich auf den Grünflächen am Wasser gut liegen oder gut daran vorbei joggen und zum anderen findet jeden zweiten Samstag ein großer Flohmarkt statt –den lassen sich auch viele Frankfurter aus anderen Stadtteilen nicht entgehen. 

Vom Flussufer aus genießt man außerdem den besten Blick auf die Wolkenkratzer, deshalb ist dieser Ort auch für Fernsehaufnahmen bestens geeignet. Besonders hochrangige Politiker lassen sich gerne am Mainufer ablichten. Richtig eng wird es dort nur während des Museumsuferfestes, wenn Millionen Frankfurter und Besucher an den Fluss strömen.

Die bekannteste Einkaufsmeile in Sachsenhausen zum Shoppen und Schlemmen ist die Schweizer Straße. Sie ist zugleich Stolz und Sorgenkind der Sachsenhäuser, denn vor allem die Besitzer von kleineren Läden können sich die hohen Mieten nicht mehr leisten. Das betrifft nicht nur die Gewerbeflächen, günstiger Wohnraum ist ebenfalls Mangelware – und das, obwohl der Fluglärm nicht nur ein Ärgernis, sondern ein echtes Problem für Sachsenhausen ist.

Das Wahrzeichen des Stadtteils ist der Henninger Turm, einst das höchste Gebäude der Stadt. Rund um den Turm wurde das Henninger-Bier gebraut, bis die Brauerei von einem Konkurrenten übernommen und schließlich stillgelegt wurde. Der Henninger Turm ist der einzige Bestandteil, der von der Brauerei heute noch übrig ist. 

Weil Sachsenhausen als Wohnort so begehrt ist, nutzen Bauinvestoren jede Lücke, die sich bietet. So ist vor knapp 20 Jahren das Deutschherrnviertel komplett neu gebaut worden und so soll in Zukunft ein neues Wohnquartier am alten Güterbahnhof zwischen Stresemannallee, Holbein- und Burnitzstraße entstehen. So steht in Sachsenhausen häufig Alt neben Neu, Tradition trifft auf Moderne.


Daten zu Frankfurt-Sachsenhausen (Nord)

  • Fläche: 423,5 Hektar
  • Einwohner: Rund 32.500
  • Frauenanteil: 51,2 Prozent
  • Anteil an Ausländern: 24,9 Prozent
  • Durchschnittsalter: 40,2 Jahre


Daten zu Frankfurt-Sachsenhausen (Süd)

  • Fläche: 5.471,1 Hektar
  • Einwohner: Rund 28.400
  • Frauenanteil: 51,6 Prozent
  • Anteil an Ausländern: 24,7 Prozent
  • Durchschnittsalter: 43,5 Jahre


Quelle: Bürgeramt Frankfurt, Statistik und Wahlen / Stand: Dezember 2018

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Umzug nach Frankfurt-Ostend

Das Ostend galt durch die Nähe zum Osthafen und zur Großmarkthalle lange als Arbeiterviertel. Doch mit dem Bau des 185 Meter hohen Hochhauses der Europäischen Zentralbank (EZB) und dem Einzug in das Gebäudeensemble 2014 wandelt sich der Stadtteil immer zum Szeneviertel. 

Das Ostend gilt aktuell als eines der spannendsten Gebiete von Frankfurt und ist geprägt durch die Mischung sanierter Industriedenkmäler und postmoderner Architektur. Entlang des Osthafens hat sich auf den Industriebrachen vor allem der Dienstleistungssektor breitgemacht.

Das berühmteste Markenzeichen des Stadtteils ist der Zoo, wo es nicht nur Tiere, sondern auch das Fritz Rémond Theater gibt. Überhaupt hat das Ostend in kultureller Hinsicht viel zu bieten: Die Internationale Ensemble Modern Akademie, das Künstlerhaus Mousonturm, die Romanfabrik und das Dr. Hoch's Konservatorium, wo einst Klara Schumann als Lehrerin tätig war, sind hier beheimatet. Zum Entspannen und Erholen laden besonders der neue Hafenpark und der Ostpark ein.

Richtig laut kann es im Ostend aber ebenso werden – insbesondere in den Clubs längs der Hanauer Landstraße, die sich von der hässlichen Industriezone zur angesagten Kreativmeile entwickelt hat. Ausgehend von der Umgestaltung des stillgelegten Union-Brauhauses, um das sich heute Büros, Restaurants, Bars und Clubs gruppieren, wurde das ganze Viertel lebendig gemacht.

In die begehrten Lofts der ehemaligen Produktionshallen sind etwa Möbel-Designläden, Werbeagenturen, IT-Unternehmen und Filmemacher eingezogen. Besonders an den Wochenenden können sich hier die Partygänger dank einer sehr großen Auswahl an Clubs und Discos austoben.

Auch die Frankfurt School of Finance & Management hat ihren Sitz im Ostend. Ein weiteres Highlight ist die Gegend rund um die neue EZB, in direkter Nachbarschaft ist ein schickes neues Quartier mit teuren Wohnung entstanden, Mainblick inklusive.


Daten zu Frankfurt-Ostend

  • Fläche: 556,4 Hektar
  • Einwohner: Rund 29.200
  • Frauenanteil: 51,4 Prozent
  • Anteil an Ausländern: 28,7 Prozent
  • Durchschnittsalter: 41,8 Jahre


Quelle: Bürgeramt Frankfurt, Statistik und Wahlen / Stand: Dezember 2018

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