Wohnungsgeberbestätigung: Bei uns erhalten Sie eine kostenlose PDF-Vorlage

Wohnungsgeberbestätigung:
Kostenlose Vorlage

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Die Wohnungsgeberbestätigung ist eine Bescheinigung des Vermieters für das Einwohnermeldeamt über den Ein- und Auszug seiner Mieter. Die Wohnungsgeberbestätigung – im Volksmund auch Wohnungsgeberbescheinigung oder Vermieterbescheinigung – muss bei der Anmeldung im Einwohnermeldeamt vorliegen. Ihre Ausstellung erfolgt formlos und schriftlich. Formlos bedeutet, dass kein einheitliches Formular vorgegeben ist. Wir beantworten die wichtigsten Fragen rund um die Wohnungsgeberbestätigung und bieten Ihnen eine kostenlose PDF-Vorlage zum Download an.

Wer in Deutschland eine Wohnung bezieht, muss sich beim Einwohnermeldeamt anmelden. Für die Anmeldung ist neben dem Personalausweis auch die Wohnungsgeberbestätigung notwendig. Die Wohnungsgeberbestätigung wird entweder dem Mieter schriftlich ausgehändigt oder dem Einwohnermeldeamt elektronisch übermittelt. Hier bieten wir Ihnen einen kostenlosen Download der Vorlage an.

Der Wohnungsgeber kann die Bestätigung entweder gegenüber dem Mieter oder der Meldebehörde abgeben. Er hat laut Bundesmeldegesetz (BMG) zudem das Recht, von der Meldebehörde Auskunft darüber zu verlangen, ob sich die meldepflichtige Person auch tatsächlich an- bzw. abgemeldet hat (§ 19 Abs. 1 Satz 3). Zudem ist der Eigentümer der Wohnung der Meldebehörde gegenüber zur Auskunft verpflichtet, wer in der Wohnung wohnt oder bisher wohnte.

Als Wohnungsgeber gilt, wer einer anderen Person eine Wohnung zur Nutzung überlässt. Dies ist in der Regel der Vermieter. Es gibt jedoch auch Sonderfälle, die weiter unten erklärt werden. Ein wirksamer Mietvertrag ist für die Einstufung als Wohnungsgeber nicht notwendig.

Wer in Deutschland eine Wohnung bezieht, muss sich beim Einwohnermeldeamt anmelden. Für die Anmeldung ist neben der Wohnungsgeberbescheinigung auch der Personalausweis notwendig. Beim Einwohnermeldeamt abmelden muss sich nur, wer aus einer Wohnung aus- und ins Ausland umzieht.

In Deutschland ist man nach § 17 Abs. 1 BMG dazu verpflichtet, sich innerhalb von zwei Wochen nach dem Einzug in die neue Wohnung bei der zuständigen Meldebehörde anzumelden. Die Frist beginnt mit dem Tag des Einzugs. Eine Abmeldung muss spätestens zwei Wochen nach dem Auszug erfolgen. Sie ist frühestens eine Woche vor dem Tag des Auszugs möglich. In der Praxis sind die Meldeämter besonders in Großstädten oft überlastet. Hier gilt: Wer sich innerhalb von zwei Wochen online einen Termin geben lässt, hält die Frist auch dann ein, wenn der vereinbarte Termin erst zu einem späteren Zeitpunkt stattfindet.

Wohnen Familienmitglieder oder der Partner des Wohnungsmieters im gleichen Haushalt, ohne dass diese Personen Partei des Mietvertrags sind, so gilt der Mieter diesen Personen gegenüber als Wohnungsgeber.

Der Wohnungseigentümer ist nicht verpflichtet, einem Untermieter seines Mieters den Ein- oder Auszug zu bestätigen. Vielmehr ist der Mieter zur Abgabe der Bestätigung an den Untervermieter verpflichtet, da er in diesem Fall als Wohnungsgeber fungiert.

Die Wohnungsgeberbestätigung (umgangssprachlich auch Wohnungsgeberbescheinigung oder Vermieterbescheinigung) ist formlos und wird entweder dem Mieter schriftlich ausgehändigt oder dem Einwohnermeldeamt elektronisch übermittelt. Formlos bedeutet, dass für die Bescheinigung kein offiziell vorgegebenes Formular benötigt wird.

Folgende Inhalte müssen in der Wohnungsgeberbestätigung aufgeführt sein:

  • Name und Anschrift des Wohnungsgebers
  • Datum vom Einzug/Auszug
  • Anschrift der Mietwohnung
  • Namen der meldepflichtigen Personen

§ 19 BMG: Was steht im Gesetz?

Das Bundesmeldegesetz beschreibt in Paragraf 19 die Pflicht des Wohnungsgebers, den Einzug des Mieters schriftlich zu bestätigen. Weiterhin wird erläutert, welche Frist einzuhalten ist, welche Punkte enthalten sein müssen und was untersagt ist.

Mit dem Gesetz sollen Scheinanmeldungen unterbunden werden, die besonders in Ballungsräumen häufig ausgenutzt wurden, um beispielsweise Zusagen für Kitaplätze in einem beliebten Einzugsgebiet zu bekommen oder bei der Autoversicherung zu sparen.

Hohe Bußgelder

Achtung: Bei unvollständig oder fehlerhaft ausgefüllten Formularen droht Vermietern ein Bußgeld in Höhe von bis zu 1.000 Euro. Wer seine Mieter zum Schein anmeldet, kann mit einem Bußgeld in Höhe von bis zu 50.000 Euro bestraft werden.

Mustervorlagen & Checklisten

Unterlagen für Ihren Umzug

  • Mieterselbstauskunft
  • Wohnungsübergabeprotokoll
  • Wohnungsgeberbestätigung
  • Umzugscheckliste
  • und viele mehr …

Hier finden Sie alle Formulare für einen reibungslosen Umzug.

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