Umzugsunternehmen: Vor- und Nachteile von professionellen Umzügen

Umzugsunternehmen:
Umziehen mit Profis

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Wer seinen Umzug mit einer Umzugsfirma plant, muss im Vergleich zum privaten Umzug mit höheren Kosten rechnen. Die Beauftragung eines professionellen Umzugsunternehmens kann für Sie jedoch vorteilhaft sein, denn sowohl der Stressfaktor als auch der Organisationsaufwand fallen deutlich geringer aus. Geschulte Facharbeiter transportieren Ihre Möbel bei einem professionellen Umzug schnell und schonend, die Handgriffe sitzen – für Sie hingegen stellt der Umzug eine Ausnahmesituation dar und kann sehr belastend sein. Bei uns erfahren Sie, woran Sie seriöse Umzugsfirmen erkennen, wie Sie das passende Umzugsunternehmen finden und was Sie tun können, wenn Ihr geplanter Umzug kurzfristig ausfällt.

Wir geben Ihnen einen Überblick der Vor- und Nachteile eines Umzugs mit einem professionellen Umzugsunternehmen im Vergleich zum privaten Umzug. So können Sie schnell entscheiden, ob das Beauftragen einer Umzugsfirma für Sie infrage kommt oder ob Sie lieber private Umzugshelfer wie Freunde und Verwandte „engagieren“ möchten.

Pro

  • Weniger Stress

  • Möbel sind gegen Transportschäden​​​​​​​ versichert

  • Festpreis: Klare Kalkulation

  • Kürzere Umzugsdauer

Contra

  • Weniger Kontrolle über den Ablauf

  • Anonyme Facharbeiter

  • Fixer Termin, weniger Flexibilität

  • Evtl. fallen Zusatzkosten bei Festpreis an (z.B. Überstunden der Spediteure)

Pro

  • Niedrigere Umzugskosten

  • Umzug mit Freunden und Verwandten ist persönlicher

  • Flexiblere Planung möglich

  • Ablauf liegt in den eigenen Händen

Contra

  • (Meist) längere Umzugsdauer

  • Komplette Verantwortung liegt bei Ihnen

  • Eventuelle Schäden sind nicht versichert

  • Organisation erfordert mehr Zeit

Fazit

Wenn es Ihnen wichtig ist, die Umzugsorganisation und den Ablauf selbst in der Hand zu haben und Sie Kosten sparen möchten, sollten Sie den Umzug besser mit privaten Helfern organisieren. Wollen Sie jedoch den Umzugsstress reduzieren und einen Teil der Arbeit und Verantwortung in fremde Hände legen, empfiehlt sich die Beauftragung einer professionellen Umzugsfirma.

Wesentliche Faktoren bei Ihrer Entscheidung sollten der Umfang Ihres Umzugsgutes und die Distanz zwischen dem alten und neuen Wohnort sein: Ein Umzug mit einer überschaubaren Anzahl an Möbeln und Kartons in der gleichen Stadt lässt sich in der Regel gut mit privaten Umzugshelfern realisieren. Ziehen Sie hingegen mit viel Hab und Gut in eine andere Stadt, stellt sich die Frage, ob Sie Ihren Freunden und Verwandten so viel Aufwand zumuten möchten. Ein Umzugsunternehmen ist bei dieser Variante häufig die bessere Lösung.

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Ein Umzugsunternehmen kann Ihren Stress beim Umzug erheblich verringern, da Sie einen Teil der Organisation und Arbeit abgeben können. Bei einer professionellen Umzugsfirma haben Sie in der Regel einen festen Ansprechpartner, der sich um Ihre Fragen und Wünsche kümmert. So können Sie sich auf andere Aspekte Ihrer Umzugscheckliste fokussieren. Wenn Sie beispielsweise kleine Kinder haben und es Ihnen daher an Zeit mangelt, nimmt Ihnen eine professionelle Umzugsfirma viele Sorgen ab. Auch bei Umzügen über größere Distanzen oder ins Ausland kann sich das Know-how von Umzugsunternehmen rentieren.

Umzugsunternehmen bieten zusätzlichen Service an

Neben dem Transport bieten seriöse Anbieter in der Regel auch Möglichkeiten zur Einlagerung an, falls Sie Ihr Umzugsgut nicht in einem Schwung in der neuen Wohnung unterbringen. Zusätzliche Leistungen – beispielsweise eine besenreine Übergabe der alten Wohnung – können Sie mit professionellen Umzugsfirmen für gewöhnlich problemlos vereinbaren.

Tipp:

Sie sollten sich bereits im Vorfeld Gedanken darüber machen, welchen Service der Umzugsunternehmen Sie in Anspruch nehmen möchten und die Anbieter entsprechend filtern. So finden Sie schneller das für Sie passende Angebot.

Umzugsunternehmen suchen: Was sollte ich beachten?

Bevor Sie sich für ein Umzugsunternehmen entscheiden, sollten Sie die verschiedenen Firmen hinsichtlich der Preise und Leistungen unter die Lupe nehmen. Vergleichen Sie die einzelnen Leistungen, die in einem Festpreis angeboten werden, ganz genau und klären Sie bereits im Vorfeld, wie Überstunden abgerechnet werden. So ersparen Sie sich unangenehme Überraschungen.

Über Kleinanzeigen-Inserate finden Sie zwar schnell viele Anbieter, aber diese sind oftmals nicht seriös und teilweise auch nicht gegen Transportschäden versichert. Achten Sie daher auf eine seriöse Präsentation seitens des Dienstleisters – eine professionelle Beratung und die Vereinbarung eines Besichtigungstermins bei Ihnen zu Hause gehören zum guten Ton. Im Anschluss kann die Umzugsfirma Ihnen viel leichter ein auf Ihre Situation zugeschnittenes Angebot unterbreiten.

Im Internet finden Sie in der Regel zu allen (größeren) Umzugsunternehmen ausführliche Informationen mitsamt Erfahrungsberichten und Kundenbewertungen. Hilfreich sind häufig auch Empfehlung aus Ihrem Freundeskreis, um gefälschte Bewertungen der Firmen auszuschließen.

Wichtig:

Umzugsfirmen mit der Rechtsform einer GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) und einer langen Expertise am Markt gelten als seriös. Kleinunternehmern mit hohen Versprechungen sollten Sie zumindest mit Vorsicht begegnen. Wichtiger ist jedoch der persönliche Eindruck des Dienstleisters, deshalb sollten Sie vor der Auftragserteilung stets einen Beratungstermin vereinbaren.

Was kann ich selbst erledigen, um Kosten zu sparen?

Durch Eigenleistungen können Sie bei einem Umzug in der Regel einen Teil der Kosten sparen. Klären Sie deshalb mit der Umzugsfirma, welche Aufgaben Sie selbst erledigen können und wollen. Dazu gehören zum Beispiel das Packen und Stapeln der Umzugskartons zum Abtransport. Möbel können Sie ebenfalls selbst auseinandernehmen und transportfertig aufreihen. Tipp: Mit einem klaren Plan für den Möbel- und Kartontransport erleichtern Sie sich und auch den Umzugsprofis die Arbeit erheblich.

Übernehmen Sie diese Aufgaben in Eigenregie, haben Sie einen guten Überblick über Ihr Umzugsgut und vermeiden durch die sorgfältige Planung teure Überstunden seitens des Umzugsfirma. Besonders schwere oder empfindliche Stücke sollten allerdings professionelle Fachkräfte für Sie verpacken, sichern und transportieren. Generell bieten Umzugsfirmen auch den Ab- und Aufbau von Möbeln an – dieser Service ist allerdings häufig recht teuer.

Zu welchem Zeitpunkt sollte ich die Umzugsfirma beauftragen?

Ein (professioneller) Umzug ist im Normalfall an ein festes Datum gebunden. Das kann ein bestimmter Tag oder auch ein ganzes Wochenende sein. Für Sie ist es daher sinnvoll, das Umzugsunternehmen so früh wie möglich zu buchen – den finalen Auftrag sollten Sie mindestens vier Wochen vor Ihrem Umzug erteilen. So können sich alle Beteiligten (z.B. private Umzugshelfer, Familienmitglieder, Aufpasser für Kinder oder Haustiere etc.) mit genügend Vorlauf auf den Umzug einstellen und ihren Part vorbereiten.

Woran erkenne ich ein gutes und seriöses Umzugsunternehmen?

Folgende Faktoren sollten Sie bei Ihrer Entscheidung für ein Umzugsunternehmen berücksichtigen:
 

  • Preis (nicht immer ist das günstigste Angebot die beste Lösung)
  • Transparenz (konkrete Angebotsgestaltung nach einem Besichtigungstermin)
  • Beratung, Service und Planung
  • Versicherung (Umzugsprofis sind gegen Transportschäden versichert)
  • Qualifizierung der Mitarbeiter
  • Offene und kollegiale Gesprächskultur
  • Professionelle Verpackung und Umzugstransporter.


Einige Verbände – beispielsweise der Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ) – bieten in Deutschland Standards, denen sich die Verbandsmitglieder verpflichtet haben. Das sind zusätzliche Qualitätsmerkmale für die Wahl Ihrer Umzugsfirma. Bei der Suche nach einem seriösen Umzugsunternehmen ist immer der persönliche Kontakt im Gespräch das entscheidende Kriterium. Sie müssen sich gut aufgehoben fühlen und der Dienstleister sollte Ihre Fragen kompetent beantworten können.

Lohnt sich ein Umzugsunternehmen für den Umzug innerhalb einer Stadt?

Auch innerhalb einer Stadt kann sich ein Umzugsunternehmen lohnen. Bei Familien oder einem großen Haus sammeln sich erfahrungsgemäß große Mengen an Umzugsgütern an, die entrümpelt oder transportiert werden müssen. Ein Umzugsunternehmen kann die Organisation übernehmen und Ihnen einen weitgehend reibungslosen Ablauf garantieren. Generell sind private Umzüge mit Freunden und Verwandten innerhalb einer Region oder Stadt aber keine Seltenheit, denn Sie können durch den Verzicht auf ein Unternehmen erhebliche Kosten einsparen. Falls Sie jedoch beruflich sehr eingespannt sind, können Ihnen die Umzugsprofis Luft verschaffen – das gilt insbesondere auch für den Fall, dass Sie mit kleinen Kindern umziehen.

Tipps für Ihren Umzugstag
© immonet

Wenn ein Umzug bevorsteht, ist viel zu tun: Kartons packen, Möbel verladen, Umzugsgut zum neuen Zuhause transportieren. Um Kosten zu sparen, werden häufig Freunde und Familienmitglieder gebeten, mit anzupacken. Doch wer haftet, wenn während des Umzugs ein Schaden entsteht?

Transport von Umzugsgut: Wer haftet im Schadensfall?

Wer einen Schaden verursacht, haftet normalerweise selbst dafür. Bei Umzügen ist die Situation jedoch anders. Freiwillige Umzugshelfer, die aus reiner Gefälligkeit bei einem Umzug helfen, können im Schadensfall nicht haftbar gemacht werden – es sei denn, es handelt sich um grobe Fahrlässigkeit, bei der die Sorgfaltspflicht vorsätzlich verletzt wird. Das ist beispielsweise der Fall, wenn durch den alkoholisierten Zustand eines Helfers etwas zu Bruch geht.

Wenn ein Helfer jedoch versehentlich Umzugsgut fallen lässt, kann er für den entstandenen Schaden nicht haftbar gemacht werden. Das hat zur Folge, dass dem Geschädigten der Schaden nicht ersetzt wird – es sei denn, die Haftpflichtversicherung des Helfers deckt auch sogenannte Gefälligkeitsschäden ab. Weigert sich der Verursacher, den Schaden anzuerkennen oder besitzt er keine Haftpflichtversicherung, bleibt der Umziehende auf dem Schaden sitzen.

Tipp:

Wertvolle Gegenstände wie Computer oder Gemälde sollten Sie grundsätzlich selbst transportieren.

Sonderfall: Wenn Dritte betroffen sind

Wird bei einem Umzug eine unbeteiligte dritte Person geschädigt, muss die Haftpflichtversicherung des Verursachers nach dem Urteil des Amtsgerichts Plettenberg (Az. 1 C 345/05) für den entstandenen Schaden aufkommen. In dem Rechtsstreit fielen an einen Lkw angelehnte Bretter auf einen vorbeifahrenden Pkw und beschädigten diesen. Der Richter hat entschieden, dass ein aus Fahrlässigkeit entstandener Schaden ersetzt werden müsse, da sonst niemand mehr zu Freundschaftsdiensten bereit wäre. Hilfreich ist es daher, wenn Umzugshelfer ihre Haftpflichtversicherung im Voraus hinsichtlich der Gefälligkeitsklausel überprüfen.

Umzug mit der Spedition: Die sichere Variante

Wenn Sie ein Umzugsunternehmen beauftragen und den All-Inclusive-Service wählen, haftet die Spedition normalerweise in vollem Umfang für verursachte Schäden. Diese Klausel beinhaltet allerdings, dass die beauftragte Firma die Kartons eigenhändig verpackt hat. Haben Sie Ihr Umzugsgut hingegen selbst verpackt, kommt das Umzugsunternehmen unter Umständen nicht für entstandene Schäden auf.

Überprüfen Sie den Vertrag daher auf mögliche Ausschlusskriterien: Für Elektrogeräte, Tiere, Pflanzen und wetterbedingte Schäden wird häufig keine Haftung übernommen. Die ausgeschlossenen Gegenstände und Ihre Haustiere sollten Sie daher vielleicht besser selbst transportieren. Möglicherweise kommt für Sie – abhängig von den Kosten – auch eine zusätzliche Transportversicherung infrage.

Wichtig:

Nach der Ankunft in der neuen Wohnung sollte das Umzugsgut möglichst sofort hinsichtlich seiner Unversehrtheit überprüft werden, da Schäden dem Transport- oder Umzugsunternehmen noch am selben Tag gemeldet werden müssen. Bei verdeckten Schäden, die nicht auf den ersten Blick zu erkennen sind, ist eine Reklamationspflicht innerhalb von zehn Tagen üblich.

Der Umzug ist lange geplant und das Umzugsunternehmen sagt plötzlich ab – für viele Betroffene ist das ein Albtraum. Doch mit ruhigen Nerven und ein wenig Unterstützung ist auch solch eine Situation zu meistern. Wir erklären Ihnen, wie Sie in diesem Fall am besten vorgehen.

Mit einer Umzugscheckliste den Überblick behalten

Generell gilt: Wer einen Umzug plant, legt sich zuvor am besten eine Umzugscheckliste mit allen wichtigen Aufgaben an. Auf diese Weise vergisst man nichts, kann alle notwendigen Punkte in sinnvoller Reihenfolge und zum richtigen Zeitpunkt abarbeiten und vermeidet am Ende Zeitnot. Auch wer von einem Umzugsunternehmen im Stich gelassen wurde, profitiert von solch einer Liste. Gerade in stressigen Situationen behält man damit den Überblick. Wir stellen Ihnen drei Möglichkeiten vor, um einen kurzfristigen Ausfall des Umzugs zu kompensieren.

Möglichkeit 1: umzugsauktion.de

Die Hektik ist groß und die Zeit knapp. Angebote von mehreren Firmen einzuholen ist aufwendig, schließlich müssen die Anbieter angerufen oder angeschrieben werden. Wer sich das sparen möchte, kann seinen Umzug bei umzugsauktion.de online einstellen. In einem Fragebogen werden alle den Umzug betreffenden Daten abgefragt, um den Aufwand einschätzen zu können. Zu diesen Informationen gehören beispielsweise die alte und neue Adresse mit Stockwerk und Wohnungsgröße, der mögliche Zeitraum des Umzugs und der Wunsch nach einer Möbeleinlagerung. Anschließend erhalten Sie Angebote von verschiedenen Firmen.
 
Umzugsaktion.de bietet für dringende Fälle einen kostenlosen Telefonservice an. Die Mitarbeiter fragen alle wichtigen Eckpunkte ab und kümmern sich um eine schnelle Abwicklung. Das große Netzwerk von umzugsauktion.de ermöglicht Angebote für den Kunden noch am selben Tag. Auch wenn sehr kurzfristige Umzüge immer unter erschwerten Bedingungen stehen, setzten die Mitarbeiter des Umzugsportals alles daran, dass ein Umzug mit professioneller Hilfe stattfinden kann.

Falls es mit einem Voll- oder Teilumzug am Wunschtag nicht klappt, wird ein Alternativangebot erarbeitet. So informieren die Mitarbeiter von umzugsauktion.de die Kunden, wenn Firmen einen Umzug einen oder zwei Tage später anbieten können. Auch wenn lediglich ein Wagen und Fahrer oder kein Wagen, aber Möbelpacker gestellt werden können, leiten die Mitarbeiter das weiter und besprechen mit den Kunden die Optionen. Im Zweifel kann professionelle Hilfe schon bei einem Teil der Umzugsorganisation und -durchführung die Betroffenen stark entlasten.

Die Vermittlung  bei umzugsauktion.de kostet nichts – auch dann nicht, wenn es sich um einen heiklen und eiligen Fall handelt. Die Vertragsabwicklung läuft folgendermaßen ab: Die Kunden erhalten ein unverbindliches, schriftliches Angebot der Umzugsfirma. Auf Wunsch informieren Sie die Mitarbeiter von umzugsauktion.de zuvor telefonisch und beraten Sie.

Möglichkeit 2: Sie finden selbst ein Umzugsunternehmen

Gründe, mit einem Unternehmen umzuziehen, gibt es zur Genüge: Sie sparen Zeit, schonen Ihre Nerven, müssen wenig organisieren und vor allem Ihre Freunde nicht zum Schleppen verpflichten. Wer mit einem professionellen Unternehmen umziehen möchte und nicht auf ein Portal wie umzugsauktion.de zurückgreift, muss selbst telefonieren. Schildern Sie den Umzugsunternehmen in Ihrer Nähe möglichst konkret Ihr Anliegen. Die wichtigsten Daten – Adressen, Umzugsvolumen und mögliche Umzugstermine – sollten Sie parat haben.

Tipp:

Lassen Sie sich nicht vertrösten, sondern fragen Sie konkret nach, ob das Unternehmen zu den in Frage kommenden Terminen genügend Kapazitäten bereitstellen kann. Diese Information sollte die Sekretärin Ihnen geben können. Sonst warten Sie vielleicht vergebens auf ein schriftliches Angebot, obwohl die Zeit drängt. Fragen Sie alternativ auch bei Unternehmen in der Stadt oder Gemeinde nach, in die Sie ziehen wollen – je größer die Auswahl, desto besser die Preise.

Möglichkeit 3: Umzugsorganisation in Eigenregie

Wer mit seinem Umzugsunternehmen Pech hatte, kann jetzt alles in die eigene Hand nehmen. Dabei ist es egal, ob man einen kompletten Umzug gebucht hat oder nur einzelne Leistungen wie den Transport mit einem Umzugswagen. Wer ohnehin einen Teil selbst organisieren wollte und eine Umzugscheckliste erstellt hat, ist dabei klar im Vorteil: Die  Arbeitsschritte sind bereits aufeinander abgestimmt und mit einem guten Zeitmanagement zügig erledigt.

Erster Schritt: Umzugswagen besorgen

Zunächst gilt es, einen Umzugswagen zu besorgen. Handelt es sich um eine lange Fahrtstrecke, sollte dieser den gesamten Hausrat aufnehmen können. Bei Umzügen innerhalb einer Stadt darf der Wagen kleiner sein, zur Not fährt man mehrfach. Erkundigen Sie sich nicht nur bei klassischen Autoverleihern – auch beispielsweise Hochschulen verleihen Bullis, meist über den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA). Eventuell kann auch der eigene Arbeitgeber mit einem Transporter aushelfen.

Wichtig:

Mindestens ein Umzugshelfer muss die entsprechende Fahrerlaubnis für das Gefährt besitzen. Falls sich tatsächlich kein Wagen im gewünschten Zeitraum finden lässt oder kein Umzugshelfer den Transporter fahren darf, lässt sich ein Umzug zur Not auch mit einem oder mehreren Pkw bewerkstelligen – fragen Sie in Ihrem Freundeskreis nach. Solch ein Umzug funktioniert aber nur mit einem zusätzlichen Zeitaufwand, zudem sollten keine großen Möbel transportiert werden müssen oder sich alle großen Stücke auseinanderbauen lassen. Sie sollten daher frühzeitig die Maße aller Möbelstücke notieren und sichergehen, dass das Transportauto genügend Platz bietet.

Zweiter Schritt: Helfer aktivieren

„Alarmieren“ Sie ihren Verwandten- und Freundeskreis bezüglich Ihres Umzugs, besonders soziale Netzwerke eignen sich dafür sehr gut. Auch ein Notfall-Aufruf in der Facebook-Gruppe des Sportvereins kann für zahlreiche Unterstützer sorgen. Ein Aufruf an die Nachbarn, sei es persönlich oder per offenem Brief im Hausflur, kann ebenfalls Früchte tragen. In solchen Situationen zahlt sich ein gutes Verhältnis zu den Hausbewohnern aus.

Findet man kurzfristig nicht genügend helfende Hände und starke Arme, ist es sinnvoll, Umzugshelfer gegen Bezahlung zu engagieren. Arbeitslose und Studenten freuen sich über eine zusätzliche Einnahmequelle. Umzugshelfer findet man auch kurzfristig über Online-Jobbörsen oder dem schwarzen Brett von Hochschulen und Supermärkten.

Am schnellsten und unkompliziertesten funktioniert die Suche online. Es ist ratsam, lieber ein paar Helfer zu viel als zu wenig zu engagieren, um mögliche Ausfälle kompensieren zu können. Wer in eine fremde Stadt zieht, benötigt Umzugshelfer an beiden Orten.

Dritter Schritt: Halteverbotszone einrichten

Wird man von seinem Umzugsunternehmen im Stich gelassen, sollte man in Erfahrung bringen, ob sich die Firma bereits um eventuell notwendige Halteverbote vor dem alten und neuen Zuhause gekümmert hat, damit der Umzugswagen möglichst nah an der Haustür parken kann. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, ruft selbst bei der Gemeindeverwaltung an, nutzt Online-Formulare oder beauftragt Agenturen – die Optionen hängen von der Stadt ab.

Hat die ursprünglich beauftragte Umzugsfirma das Halteverbot beantragt, sollten Sie nachhaken, wer das Aufstellen der Schilder übernimmt. Auch wenn es hektisch wird: Verzichten Sie nicht auf diesen Arbeitsschritt. Die Organisation der Halteverbotszone erspart Ihnen viel Kraft und Zeit, schließlich müssen die Helfer den Weg zwischen Wagen und Wohnung meist mehrmals gehen. Vor allem bei knapper Helferzahl sind Parkplatzprobleme und weite Wege ein großes Ärgernis.

Vierter Schritt: Verpackungsmaterial besorgen

Wenn Sie noch kein Verpackungsmaterial haben, sollten Sie es schnellstmöglich besorgen und mit dem Packen beginnen. Sinnvoll sind Umzugskartons in verschiedenen Größen für leichte und schwere Gegenstände. Bücher sollten Sie unbedingt in kleinere Kisten packen, die Kartons werden sonst schnell zu schwer. Daneben benötigen Sie Decken, Gurtspanner und Polsterfolien sowie Packpapier.

Tipp:

Kaufen Sie mehr Umzugskartons, als Sie zu benötigen scheinen. Erfahrungsgemäß mangelt es bei Umzügen nicht selten an Umzugskisten und durch falsches Packen oder spitze Gegenstände können Kartons leicht reißen. In diesen Fällen ist es gut, Ersatz zu haben.

Auch wenn der Umzug viel stressiger ist als erwartet und Sie alles selbst machen müssen: Verlieren Sie nicht den Kopf. Je strukturierter Sie vorgehen, desto weniger Zeit benötigen Sie insgesamt und umso leichter wird der Umzug. Zu einer guten Organisation gehört ein Lageplan der Wohnung. Notieren Sie auf den Umzugkartons, in welche Zimmer diese in der neuen Wohnung gestellt werden sollen.

Flexibilität zahlt sich aus

Je kurzfristiger ein Umzug geplant wird, umso schwieriger ist es, ein Unternehmen zu finden, das genügend Kapazitäten frei hat. Und die geringere Auswahl führt meist zu weniger günstigen Angeboten. Bei einem Umzug in der Mitte des Monats ist es oft leichter, auch sehr kurzfristig ein Umzugsunternehmen zu finden. Denn die meisten Menschen ziehen am Monatsanfang oder –ende um. Speditionen sind in diesem Zeitraum häufig ausgebucht und der Großteil der Mietwagen ist verliehen. Wer den Umzug flexibel gestaltet, ihn also um einige Tage verschieben kann, erhöht daher seine Chancen auf professionelle Hilfe. Sprechen Sie gegebenenfalls mit dem Vermieter oder den neuen Mietern.

Wer einen Full-Service-Umzug geplant hat und Schwierigkeiten bekommt, ein Unternehmen zu finden, das diese Leistung kurzfristig anbieten kann, sollte ebenfalls flexibel sein. Oft ist es besser, eine Firma zu engagieren, die lediglich die Umzugskartons und Möbel transportiert, als gar kein professionelles Unternehmen an seiner Seite zu wissen. In diesem Fall braucht man noch separate Helfer für das Packen der Kisten und das Zerlegen der Möbel. Fragen Sie am besten in Ihrem Freundeskreis nach. Manche Menschen können vielleicht keine Kisten schleppen, sind aber bereit, Dinge einzupacken. Motivierend wirkt es, nicht gleich zu viel zu verlangen – kurzfristig einen Tag für einen fremden Umzug freizunehmen ist ein sehr großer Gefallen. Wer hingegen gebeten wird, für zwei Stunden anzupacken, sagt eher zu. Für den Umziehenden sind das zwei wertvolle Stunden weniger Arbeit.

Mustervorlagen & Checklisten

Unterlagen für Ihren Umzug

  • Mieterselbstauskunft
  • Wohnungsübergabeprotokoll
  • Wohnungsgeberbestätigung
  • Umzugscheckliste
  • und viele mehr …

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