Umzug nach Hamburg – Hamburg, meine Perle

Umzug nach Hamburg
© istock / Fabian Wentzel

Hamburg, die zweitgrößte Stadt Deutschlands, erlebte in den letzten Jahren einen wahren Boom. Viele Menschen zieht es in die Metropole im Norden. Kein Wunder, denn neben einer vielfältigen Industrie- und Firmen-Landschaft kann das „Tor zur Welt“ auch mit großer Lebensqualität aufwarten und ist zudem Uni-Stadt.

Die Beliebtheit der Hafenstadt schlägt sich aber auch in rapide steigenden Mieten nieder. Was Sie bei einem Umzug in die Hansestadt an der Elbe beachten sollten und wo der Mietenwahnsinn noch nicht um sich gegriffen hat, hat Immonet für Sie recherchiert.

Der Hamburger Mietenspiegel

Hamburg ist schön – fragen Sie nur mal einen der zirka 1,8 Mio. Einwohner. Der wird Ihnen auch sagen, dass es kein falsches Wetter gibt, sondern nur die falsche Kleidung. Denn als Hamburger muss man eine steife Brise und fast 130 Regentage im Jahr wegstecken können. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, dem hat Hamburg viel zu bieten. Es ist nicht nur eine der grünsten und (Achtung, da sind die Hamburger besonders stolz drauf) brückenreichsten Städte Europas, sie weist auch ein hohes kulturelles Angebot sowie ein legendäres Nachtleben auf.

Eine schöne Stadt bedeutet aber leider unschöne Mieten. Von 2003 bis 2013 ist die Durchschnittsmiete (nettokalt) um fast 25 Prozent von 6,13 Euro/qm auf 7,56 Euro/qm gestiegen (Quelle: Mieterverein Hamburg). Spitzenreiter sind dabei Blankenese/Othmarschen, Eppendorf, die HafenCity, Harvestehude, Hoheluft Ost und West, Rotherbaum und Uhlenhorst. Dort belaufen sich die durchschnittlichen Mieten auf über 12 Euro/qm. 

Beliebte Stadtteile mit Elbblick

Zwei große Gewässer teilen Hamburg. Die Elbe in Nord und Süd, die Alster in West und Ost. Ganz pauschal lässt sich sagen, dass Sie mehr Miete zahlen werden, je dichter Sie an einem dieser Gewässer wohnen. Natürlich gibt es aber auch dabei Unterschiede. Das Prestige-Wohnungsbauprojekt HafenCity gehört zu den teuersten Wohngegenden der Stadt. Seit 2001 werden hier ehemals industriegeprägte Elbinseln mit hanseatischen Luxus-Wohnungen bebaut. Viele Unternehmen haben seitdem ihren Sitz hierhin verlegt, sodass das noch neue Quartier bereits rege belebt wird.

Wer die Hafennähe schätzt, sich die Immobilienpreise der HafenCity aber nicht leisten kann, der kann einen Sprung auf die Südseite der Elbe wagen. Dort liegt Wilhelmsburg, ein Stadtteil, der spätestens seit Fatih Akins Hommage-Film „Soul Kitchen“ Kult geworden ist. Der Senat selbst tut in den letzten Jahren sein Bestes, um die südlichen Stadtteile Harburg, Veddel und eben Wilhelmsburg attraktiver zu machen. Aufgrund der noch günstigen Mieten ist gerade Wilhelmsburg bei Studenten und Künstlern beliebt. Doch die Gentrifizierung ist auch hier stark auf dem Vormarsch. 

Schöner wohnen an der Alster

Wer Wasserblick mag, aber auf Containerschiffe verzichten kann, der siedelt sich besser an den Ufern der Alster an. Entlang der Ost- und Westufer winken dort Villen mit freiem Blick auf dümpelnde Schwäne und kurzen Wegen zum nächsten Bootssteg. Wer den direkten Zugang nicht braucht, der kann für etwas weniger Geld in den Südosten nach St. Georg oder Hohenfelde ziehen. Die Wohngegenden bestehen hier aus Mehrfamilienhäusern statt Villen und sind durch die mehrspurige Straße An der Alster von der Alster getrennt, die Innenstadtnähe hat aber andere Vorteile und auf einer der designierten Grillwiesen direkt am Wasser ist man trotzdem in Windeseile. 

Ich ziehe in meinen neuen Lieblings-Stadtteil

Wasser ist Ihnen egal, aber Sie wollen dort wohnen, wo das Leben tobt? Dann ab nach Altona, St. Georg, St. Pauli oder in die Sternschanze – hier steppt der Nachtleben-Bär. Café-Idylle finden Sie in Eimsbüttel und Winterhude. Studenten haben die Auswahl zwischen vielen dezidierten Studentenwohnheimen. Sie können aber auch eine schöne Wohnung oder WG suchen. Mit seinen zwei großen Universitäten (Uni Hamburg und TU Harburg) sowie vielen Fachhochschulen ist Hamburg nach wie vor eine Studentenstadt und wer sucht, der findet auch noch angemessenen Wohnraum.

Wilhelmsburg, Barmbek-Nord und -Süd, Altona-Nord, Borgfelde und andere Stadtteile sind aufgrund ihrer guten Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln und der trotzdem vergleichsweise niedrigen Mieten gerade für Studenten und Geringverdiener, die auf City-Nähe nicht verzichten wollen, attraktiv. Gerade bei Wohnraum, der ohne Marklercourtage angeboten wird, können Sie sich aber auf Schlangestehen einstellen. Hilfreich kann eine Bewerbungsmappe mit Lebenslauf, Mieterselbstauskunft sowie persönlichem Anschreiben mit Bild sein. So heben Sie sich bei Massenbesichtigungen ab und bleiben im Kopf.

Wie komme ich nach Hause? Busse, Bahnen, Schiffverkehr

Wer in der Nähe einer U- oder S-Bahn-Station oder einer Metrobuslinie lebt, der muss sich ums Nachhausekommen keine Gedanken machen. All diese Verkehrsmittel fahren am Wochenende die ganze Nacht durch. Pendler haben die Auswahl zwischen vier Fernbahnhöfen. Vom Hauptbahnhof, dem Bahnhof Dammtor in Uni-Nähe, dem Bahnhof in Harburg und dem Altonaer Bahnhof können Sie mit der Fernbahn pendeln. Achtung, der Bahnhof Altona soll innerhalb der nächsten zehn Jahre nach Diebsteich verlegt werden, um Platz für neue Wohnungen zu schaffen. Und eine Besonderheit hat Hamburg noch: Auch Schiffe gehören zum Öffentlichen Nahverkehr – und zwar die Hafenfähren. Sie verbinden die Wohnviertel der Innenstadt mit den Industriegebieten im Süden.

Autofahrer haben es in Hamburg hingegen nicht leicht. Wer in einer Gegend mit schönem Altbau wohnen will, der muss sich auf langes Parkplatzsuchen gefasst machen. Tiefgaragen-Stellplätzen können hier zu lohnenden Immobilien-Anlagen werden. Wer gerne mit dem Fahrrad unterwegs ist, der hat schon mehr Glück. Fast überall sind Radwege bestens ausgebaut und seit 2009 stellt die Stadt die StadtRAD-Mieträder zur Verfügung, mit denen Sie inzwischen fast das gesamte Stadtgebiet kostengünstig beradeln können.

Umziehen nach Hamburg

Wenn Sie aus der Ferne nach Hamburg ziehen und noch keine Freunde vor Ort haben, die beim Kistenschleppen helfen, empfiehlt sich das Engagement einer Umzugsfirma. Lassen Sie sich dabei nicht von günstigen Lockangeboten unprofessioneller Umzugshelfer ködern, denn was billig ist, kann nicht die gewünschte Qualität liefern. Und bei Ihren Lieblingssachen sollten Sie kein Risiko eingehen. Doch auch wenn Sie ein professionelles Umzugsunternehmen beschäftigen, gibt es gute Möglichkeiten zu sparen, zum Beispiel mit einer Umzugsauktion. Hier erfahren Sie mehr darüber, wie Sie günstig nach Hamburg umziehen können.

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