Die SCHUFA-Auskunft für Vermieter - Was Mieter wissen sollten

Was steht eigentlich in der Schufa-Auskunft drin?
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Die SCHUFA-Auskunft für Vermieter ist ein Standard-Dokument, welches Wohnungssuchende spätestens bei Vertragsunterzeichnung beim Makler oder Vermieter vorlegen müssen. Das Unternehmen SCHUFA gibt Auskunft über die Bonität von Privatpersonen und Unternehmen und ist damit eine wichtige Instanz bei Geschäften aller Art.

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Im Folgenden finden Sie wichtige Informationen rund um die SCHUFA-Auskunft für Vermieter und welche Daten der Vermieter erhält.

1. Was ist eine SCHUFA-Auskunft für Wohnungssuchende?

 

Eine SCHUFA-Auskunft ist eine Auskunft der Schufa Holding AG über Identität, Bonität, Zahlungsfähigkeit und Zahlungswille einer Privatperson (Verbraucher) oder eines Unternehmens. Deshalb wird sie auch gerne als Bonitätsauskunft bezeichnet. SCHUFA-Auskünfte werden an Verbraucher (Eigenauskunft) sowie Geschäftspartner (Gewerbeauskunft) ausgegeben. Für die Wohnungssuche wird oft eine SCHUFA-Auskunft (auch SCHUFA-Selbstauskunft genannt) vom künftigen Vermieter erwartet.

 

Hinweis: Die SCHUFA-Auskunft, auch gerne Selbstauskunft genannt, ist nicht mit der Mieterselbstauskunft zu verwechseln. Die Mieterselbstauskunft ist eine freiwillige Auskunft über Ihre persönliche Lebenssituation. Die SCHUFA-Auskunft ist eine Bonitätsauskunft und häufig (wenn verlangt) Bestandteil einer Mieterselbstauskunft.

2. Welchen Vorteil bringt die SCHUFA-Bonitätsauskunft für Wohnungssuchende?

 

In beliebten Städten und Regionen mit geringem Wohnungsangebot steht es für Mieter an der Tagesordnung, sich bei einem potenziellen Vermieter zu bewerben. Wie bei einer Job-Bewerbung erstellen die Mietinteressenten bereits für den Besichtigungstermin eine Mappe, die umfangreiche Informationen über sie enthält. Die SCHUFA-Bonitätsauskunft für den Vermieter ist hier ein wichtiges Element.

Viele Vermieter verlangen eine SCHUFA-Auskunft von Wohnungsbewerbern, um sicherzugehen, dass sie sich nur zahlungsfähige Mieter ins Haus holen. Doch achten Sie als Mietinteressent in jedem Fall darauf, keine Daten weiterzugeben, die rein privater Natur sind. Überlassen Sie ihrem künftigen Vermieter oder Makler nur relevante Informationen, aber keine persönlichen Daten wie die Bankverbindung oder Kreditkartennummern.

Für professionelle Immobilienmakler ist das Einholen einer Bonitätsauskunft der Mietinteressenten Teil des standardisierten Ablaufs. Auch private Vermieter sollten diese Auskunft in jedem Fall und bei jeder Vermietung zu ihrer eigenen Sicherheit einholen. Sollte diese also nicht bereits freiwilliger Bestandteil einer schriftlichen Bewerbungsmappe sein, so wird sie spätestens vor Unterzeichnen des Mietvertrages erforderlich.  

Wichtig: Achten Sie als Mietinteressent in jedem Fall darauf, keine Daten weiterzugeben, die rein privater Natur sind. Überlassen Sie ihrem künftigen Vermieter oder Makler nur relevante Informationen, aber keine persönlichen Daten wie die Bankverbindung oder Kreditkartennummern. Dies wird sichergestellt, indem Sie die SCHUFA-Bonitätsauskunft für Vermieter nutzen und nicht Ihre persönliche Ausfertigung der SCHUFA-Auskunft weitergeben. 

 

3. Darf der Vermieter eine SCHUFA-Auskunft des Mieters verlangen?

 

Der Vermieter ist nicht dazu berechtigt, vor Zusage der Wohnung eine SCHUFA-Auskunft der Mietinteressenten einzufordern. Wer jedoch auf Wohnungssuche in beliebten Metropolen wie Berlin, Hamburg oder München ist, wird eventuell aufgrund der Wettbewerbssituation als Interessent mit einer SCHUFA-Auskunft freiwillig in Vorleistung gehen, um Vertrauen beim Vermieter oder Makler aufzubauen.

4. Was steht in der SCHUFA-Auskunft für den Vermieter? Was erfährt der Vermieter von mir?

 

Die kostenpflichtige SCHUFA-Auskunft enthält neben einer Auskunft für die persönliche Verwendung auch eine Auskunft für Geschäftspartner. Diese weniger umfangreiche Ausführung der Auskunft ist für die Weitergabe an Vermieter oder Makler vorgesehen, da sie nur die für die Geschäftsbeziehung notwendigen Daten enthält.

In der für den Geschäftspartner bzw. Vermieter oder Makler ausgefertigten Variante der SCHUFA-Auskunft sind die Angaben zur Person enthalten, also Name, Vorname, Anschrift und Geburtsdatum sowie eine Einschätzung der Zahlungsfähigkeit bzw. Zahlungsmoral des Mietinteressenten. Es wird erwähnt, ob ausschließlich positive oder ob auch negative Einträge hinterlegt sind, jedoch keine konkreten Einträge benannt.

 

5. SCHUFA Auskunft für Vermieter: welche SCHUFA-Auskunft sollte man beantragen?

 

Zur Weitergabe an den Vermieter sollte die SCHUFA-Bonitätsauskunft beantragt werden. Diese ist um zahlreiche Daten bereinigt und es wird dem Vermieter nur weitergegeben, was für ihn wichtig ist.

 

 

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6. Reicht dem Vermieter im Regelfall eine online beantragte SCHUFA-Auskunft?

 

Die online beantragte bzw. bestellte SCHUFA-Auskunft ist für den Vermieter in der Regel absolut ausreichend. Vorteil für den Mieter: Das PDF-Dokument kann beliebig oft ausgedruckt bzw. per E-Mail versendet werden und ist somit für mehrere Wohnungsbewerbungen einsetzbar.

 

7. SCHUFA-Auskunft für Vermieter – Wer zahlt?


Beantragt der Mieter die SCHUFA-Auskunft, so zahlt er auch hierfür. In einigen Fällen fordert der Vermieter vom Mietinteressenten die Erlaubnis, über diesen eine Bonitätsauskunft einzuholen. Dann zahlt der Vermieter. 

8. Haben Vermieter Einsicht in die SCHUFA-Einträge der Mieter?

 

Vermieter dürfen nur mit Einverständnis des Mieters eine SCHUFA-Auskunft über diese einholen. Sie erhalten dann nur eine generelle Einschätzung über die Zahlungsmoral bzw. Zahlungsfähigkeit der Mieter. Auch wenn der Mieter selbst eine SCHUFA-Bonitätsauskunft für den Vermieter liefert, sind in dieser Version keine konkreten Einträge enthalten. 

 

9. Welcher SCHUFA-Score ist für Vermieter gut?

 

Ein 100%-iger SCHUFA-Score wäre der beste erzielbare Wert. Bis 95% gilt ein Mieter bzw. Kunde als sehr sicher, in der Spanne von 90%-95% als wenig riskant, bei unter 90% als risikoreich.

 

10. Negative SCHUFA: Was tun bei Wohnungsbesichtigung?

 

Wer eine Wohnung mieten möchte, sollte zunächst einmal vorab seine eigene SCHUFA-Bonitätseinschätzung überprüfen. So kann bösen Überraschungen vorgebeugt werden und falls falsche Einträge vorhanden sind, können diese vom SCHUFA-Kundenservice bearbeitet werden.

Wer einen negativen SCHUFA-Score hat, kann entweder darauf hoffen, dass der Vermieter oder Makler keine SCHUFA-Auskunft einholt oder versuchen, die negative Auskunft im persönlichen Gespräch zu erklären. Eventuell hilft es hier, die für den privaten Gebrauch ausgefertigte SCHUFA-Auskunft zur Hilfe zu nehmen, wenn die negativen Einträge so besser gerechtfertigt werden können.

In Regionen mit angespanntem Wohnungsmarkt ist es sehr schwierig mit negativer SCHUFA bei einem privaten Vermieter eine Wohnung anzumieten. Genossenschaften und städtische Wohnungsbaugesellschaften sind hier toleranter und ggf. eine Alternative. 

Wie ruft man seine Daten kostenlos bei der SCHUFA ab?

 

Die kostengünstigste Möglichkeit, Einblick zu erhalten: Man beantragt die sogenannte Datenübersicht nach Art. 15 DSGVO. In dieser kostenlosen SCHUFA-Auskunft ist auch festgehalten, woher die Daten stammen und an wen sie bisher weitergeleitet wurden. Diese Auskunft ist zur Weitergabe an den Vermieter nicht geeignet, da sie umfangreiche privat Daten enthält.