Umziehen nach Berlin – Dickes B, Home an der Spree

Umzug nach Berlin
© Fotolia / Jörg Engel

"Im Sommer tust Du gut, und im Winter tut's weh" – das kann man wohl sagen. Kaum etwas ist schöner als im Sommer durch Berlin zu laufen, wenn die Linden blühen und die ganze Stadt nach Schulferien duftet. Im Winter hingegen beißt die trockene Kälte schon mal ganz schön in der Nase.

Zum Glück gibt es in unserer Hauptstadt ja zu jeder Jahreszeit genug zu erleben. Und wenn der Winter doch allzu düster werden sollte, kuscheln wir uns einfach zu Hause ein. „Cocooning“ nennt sich dieser Trend, bei dem man lieber gemütlich zu Hause bleibt als das Nachtleben unsicher zu machen. Wie Sie in Berlin Ihre Traumwohnung zum Einkapseln finden und worauf Sie beim Umzug achten sollten, das hat Immonet für Sie zusammengefasst.

Die Berliner Mietpreise steigen drastisch an

Aufgrund seiner Geschichte als geteilte Stadt und der Renovierungsbedürftigkeit vieler Viertel war Berlin lange die mit Abstand günstigste Hauptstadt Westeuropas. Nirgends konnte man für so wenig Geld so zentral leben wie hier. Während in anderen Ländern die Hauptstädte andere Ballungsräume kostentechnisch weit hinter sich zurücklassen, konnte man bei Berliner Immobilien reihenweise Schnäppchen schlagen und über die horrenden Mieten in München, Hamburg und Stuttgart schmunzeln.

Natürlich lässt sich dieses Level nicht endlos halten. Gerade auch weil die Stadt in den letzten Jahren viel in die Sanierung von Häusern und Infrastruktur investiert hat, sind die Neumieten hier schneller angezogen als irgendwo sonst – um satte 40 Prozent zwischen 2007 und 2012. Mit um die neun Euro zahlen Sie bei einem Umzug nach Berlin zwar immer noch weit weniger als Münchner, dort stiegen die Mieten im selben Zeitraum aber nur halb so stark. Dass Berlin sich also in die Reihe der hochpreisigen Metropolen einreiht, ist nur eine Frage der Zeit. Daher lohnt es sich, jetzt in Immobilien zu investieren, denn noch immer gibt es hier günstigen Wohnraum. Und dass die Preise in den nächsten Jahren weiter steigen werden, gilt als garantiert.

Wo kann ich in Berlin noch günstig wohnen?

Wer nach Berlin ziehen will, der hat im bundesweiten Großstadtvergleich noch Glück. Tatsächlich liegt der Durchschnittsmietpreis nur im Bezirk Grunewald bei über 10 Euro pro Quadratmeter. Überall sonst, sogar in gehypten Vierteln wie Mitte oder Kreuzberg, findet man noch günstigen Wohnraum. Wer geschickt ist, sucht in angrenzenden Quartieren. Zieht es Sie nach Friedrichshain, können Sie rund ums Sana Klinikum in Lichtenberg für zwei Euro weniger pro Quadratmeter wohnen und sind trotzdem fix in der Boxhagener Straße. Wer die Nähe zum Stadtzentrum Mitte sucht, der findet günstige Alternativen in Wedding und Moabit. Sowohl schöne Altbauwohnungen als auch innovative Neubauprojekte gibt es in der ganzen Stadt genug.

Welcher Stadtteil passt zu mir?

Anders als in vielen anderen Städten konzentriert sich Berlin nicht um einen festen Stadtkern, was auch der jahrelangen Zweiteilung zuzuschreiben ist. Zwar gruppiert sich viel im zentralgelegenen Mitte, wo am Alexanderplatz geshoppt, am Hackeschen Markt Cappuccino geschlürft und auf der Museumsinsel Kultur getankt werden kann. Doch auch auf dem Kurfürstendamm im Westen Berlins werden Shopaholic-Träume wahr. Und für seine Kaffeekultur ist vor allem Prenzlauer Berg bekannt.

Hier gibt es übrigens auch die besten Waffeln der Stadt: bei „Kauf Dich Glücklich“ in der Oderberger Straße. Kaum eine Stadt Deutschlands ist so kleinteilig wie Berlin. Jeder „Kiez“ bietet seinen Anwohnern alles, was man zum Leben braucht. Die Herausforderung liegt also nicht darin, eine gute Bar oder einen leckeren Libanesen zu finden, sondern vielmehr darin, seine Freunde aus anderen Stadtteilen zur weiten Reise ins eigene Viertel zu motivieren.

So kann es passieren, dass man Kollegen aus Kreuzberg wochenlang nicht sieht, weil man sich selbst nicht aus Charlottenburg wegbewegt. Die Frage, in welchen Stadtteil Sie ziehen sollten, hängt also von ihrem Geschmack ab. Am besten nehmen Sie sich vor dem Umzug ein Wochenende Zeit und gehen spazieren. Über die Oberbaumbrücke und dann die Skalitzer Straße runter, durch den Monbijoupark und am Ufer der Spree entlang. Flanieren Sie Unter den Linden und bewundern Sie die Prachtbauten.

Tipp: Die Buslinie 100 fährt die meisten Sehenswürdigkeiten der Stadt ab. Steigen Sie einfach am Alexanderplatz ein und machen Sie eine Stadtrundfahrt bis zum Zoo – für den Preis eines Bustickets.

Berlin ist groß – mit öffentlichen Verkehrsmitteln von A nach B

Zusätzlich zu S- und U-Bahn gibt es in Berlin ein gut ausgebautes Straßenbahnnetz. Dank dieser „M“-Linien und den vielen Bussen kann man beim Fahren also gut die Stadt besichtigen. Zu beachten ist dabei, dass die Fahrkarten vor der Fahrt abgestempelt werden müssen, sonst sind sie nicht gültig. Und Achtung! Die Ausrede, man sei Tourist, zieht bei den Kontrolleuren in der Regel nicht. Noch komplizierter wird es bei den Straßenbahnen. Hier muss man die Fahrt sogar passend zahlen. Wer lieber mit dem Auto unterwegs ist, trifft in Berlin auf erstaunlich breite Straßen und somit auf verhältnismäßig wenig Stau.

Aufgrund überdurchschnittlich vieler Baustellen kann es aber immer wieder zeitweise zu Behinderungen kommen. Und gerade in den Wohngebieten ist die Parkplatzsuche eine echte Herausforderung. Eine Alternative kann der Umstieg aufs Rad sein. Die Deutsche Bahn stellt hier, wie in vielen deutschen Städten, Leihräder zur Verfügung. „Call a Bike“ heißt das Prinzip. Und dank der Radweg-Offensive, die die Stadt 2011 gestartet hat, kommt man inzwischen bequem und sicher auf zwei Rädern durch die Spreemetropole.

Allerdings muss man Ausdauer mitbringen. Berlin ist die flächengrößte Kommune Deutschlands und Fahrtwege von einer Stunde sind keine Seltenheit. Wenn man nicht umsteigen muss, ist eine Fahrt mit der U-Bahn häufig die bei Weitem schnellste Option.

Umziehen nach Berlin

Sie haben Ihren Stadtteil ausgemacht, dort Ihre Traumwohnung gefunden und müssen jetzt nur noch ihre Möbel dorthin verfrachten? Am schnellsten und sorglosesten geht das mit einem professionellen Umzugsunternehmen.

Seien Sie jedoch vorsichtig bei Billigangeboten, denn oft sparen zu günstige Umzugsfirmen am falschen Ende und Ihr Hab und Gut wird nicht unbedingt sicher transportiert. Die Investition in professionelle Umzugshelfer lohnt sich. Und zum Glück lässt sich auch da zum Beispiel mit einer Umzugsauktion Geld sparen.

  • Wie genau Sie günstig nach Berlin umziehen können, erklären wir Ihnen hier

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