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Tipps für den Umzug nach Berlin

Tipps für den Umzug nach Berlin

© Claudio Schwarz / Unsplash

Berlin gilt aufgrund der bedeutungsvollen Historie, der Größe, der vielfältigen beruflichen Möglichkeiten, des Freizeitangebotes und des Nachtlebens als die interessanteste Stadt Deutschlands. Zudem ist sie der sprichwörtliche Schmelztiegel der Kulturen, fast jeder vierte Bürger besitzt keinen deutschen Pass. Die Beliebtheit lässt sich gut am Zuzug ablesen, Berlin wächst jedes Jahr und die Bauunternehmen kommen der großen Nachfrage nach Wohnraum kaum hinterher. Wie hoch die Mieten in Berlin sind und welcher Bezirk zu Ihnen passt, erfahren Sie hier.

Aufgrund der Renovierungsbedürftigkeit vieler Viertel nach dem Kalten Krieg war Berlin lange Zeit die mit Abstand günstigste Hauptstadt Westeuropas. Nirgends konnte man für so wenig Geld so zentral leben wie hier. Während die Hauptstädte Europas andere Metropolregionen der Länder kostentechnisch weit hinter sich zurückließen, konnte man in Berlin im Vergleich zu München oder Hamburg bei Immobilien echte Schnäppchen machen. Mittlerweile hat Berlin jedoch aufgeholt, günstig sind heute weder die Mieten noch die Kaufpreise.


Daten zu Berlin (Statistisches Bundesamt)

  • Einwohner: Rund 3,63 Millionen (September 2019)
  • Durchschnittsalter: 42,7 Jahre
  • Durchschnittsgehalt: 41.184 € brutto pro Jahr
  • Arbeitslosenquote: 7,8 Prozent
  • Ausländeranteil: Knapp 25 Prozent

Wohnen in Berlin wird jedes Jahr teurer

In der Hauptstadt steigen die Mietpreise seit einigen Jahren rasant. Die Mietpreisbremse erzielt zwar einen nachweisbaren Effekt, doch über ihre Rechtsgültigkeit wird noch gestritten. Manche Vermieter geben in den Mietverträgen daher zwei unterschiedliche Höhen an – die aktuell gültige Höhe im Rahmen der Mietpreisbremse und die sogenannte (deutlich teurere) Schattenmiete, die fällig wird, falls die Mitpreisbremse rechtlich noch gestoppt werden sollte. 

Lagen die Kosten für eine Wohnung mit 40 Quadratmetern 2017 noch bei durchschnittlich 11,70 Euro pro Quadratmeter, zahlten Mieter ein Jahr später schon 14,20 Euro. Allgemein gilt: Je größer die Wohnung, desto geringer fällt die Miete pro Quadratmeter aus. Die Mietpreise variieren von Stadtteil zu Stadtteil, im Zentrum und damit in der Nähe der Sehenswürdigkeiten zu wohnen ist deutlich teurer als in den Außenbezirken.

Besonders Berlin Mitte, Charlottenburg, Prenzlauer Berg, Friedrichshain, Kreuzberg und Neukölln gelten als teuer. Aber auch in Grunewald, Zehlendorf und Wannsee fallen die Mieten hoch aus. Vergleichsweise erschwinglich sind Mietwohnungen in Spandau und in Köpenick.

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Berlin gliedert sich in zwölf Bezirke, die sich wiederum in rund 100 Ortsteile aufteilen. Im Gegensatz zu anderen Hauptstädten gibt es in Berlin kein klares Zentrum, jeder Bezirk wirkt wie eine eigene kleine Stadt, jeder Ortsteil hat eine eigene Szene. Dabei ist die Stadt stets im Wandel. Orte, die früher eher gemieden wurden, sind heute sehr begehrt bei Mietern. Im Prenzlauer Berg (Bezirk Pankow), einst das alternative Szeneviertel der Stadt, sind die Wohnungspreise und die Mieten in den letzten Jahren drastisch gestiegen, daher können sich mittlerweile größtenteils nur noch Gutverdiener den Ortsteil leisten. Eine ähnliche Situation entsteht seit einiger Zeit in Kreuzberg.

Welcher Bezirk und welcher Ortsteil zu Ihnen passt, hängt in erster Linie von Ihren Präferenzen ab. Wünschen Sie eher eine ruhige Wohngegend im Grünen oder soll es in der Nähe viele Clubs und Bars geben? Benötigen Sie einen Supermarkt nebenan oder können Sie Ihre Einkäufe mit dem Auto erledigen? Wünschen Sie sich Familien und Senioren oder Singles und Studenten als Nachbarn? Um Ihnen einen kleinen Einblick zu geben, stellen wir Ihnen im Folgenden die beliebten Ortsteile Friedrichshain, Kreuzberg, Mitte, Neukölln, Prenzlauer Berg, Charlottenburg und Tiergarten vor.

Umzug nach Berlin-Friedrichshain

Das ehemalige DDR-Arbeiter- und Industrieviertel Friedrichshain hat sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten zu einem äußerst beliebten Szene-Ortsteil entwickelt. Einst ziemlich heruntergekommen, wird heutzutage immer irgendwo gebaut, renoviert, saniert und verändert. „Schuld“ daran ist die kontinuierliche Zuwanderung von Neu-Berlinern, vor allem Jung-Akademiker zieht es nach Friedrichshain. 

Friedrichshain ist und war so etwas wie die Keimzelle des linken Widerstandes gegen Abriss und Neubau – so verzögerte die Bürgerinitiative „Mediaspree versenken“ etwa den Bau des geplanten Mediahafens Ender der 90er Jahre um mehrere Monate. Die gleiche Gruppe protestierte 2017 auch gegen einen geplanten Wohnturm am längsten verbliebenen Mauerstück („East Side Gallery“) und reichte eine Petition ein. Am Ende konnte der Iniativkreis den Neubau zwar nicht stoppen (2021 soll die Einweihung stattfinden), dennoch gilt Friedrichshain als politisch engagierter Ortsteil.

Friedrichshain ist eher arm an klassischen Sehenswürdigkeiten, bietet dafür aber zahlreiche Bars und Clubs. Der Ortsteil zwischen dem Volkspark im Norden und der Spree im Süden ist definitiv kein Ort der Ruhe. Hier gibt es die auch bei Promis sehr beliebte „Bar 25“ und das „Berghain“ (Mischung aus den Ortsteilen Kreuzberg und Friedrichshain), einen der bekanntesten Technoclubs der Welt. Außerdem sorgt die Kneipen- und Flaniermeile Simon-Dach-Straße für viel Ärger zwischen den Anwohnern und den Barbesitzern, weil es dort zwischenzeitlich so laut wie auf dem Ballermann zuging.

Der Nordkiez ist nach wie vor fest in der Hand der alternativen Szene, zwischen der Frankfurter Allee und dem U-Bahnhof Warschauer Straße herrscht besonders an den Wochenenden viel Trubel. Das Herz von Friedrichshain ist der Boxhagener Platz, wo sich zwischen den Imbiss- und Marktständen Trommler, Hunde und spielende Kinder tummeln.

Zur Regeneration und Erholung dient der große Volkspark Friedrichshain, der auf 49 Hektar zum Joggen, Grillen und Kicken einlädt. Insgesamt ist der Ortsteil spannend und facettenreich, viele Bewohner sprechen von einem „heimeligen Kiez“, den sie nicht verlassen wollen – müssen sie auch nicht unbedingt, denn mit etwa 120.000 Einwohnern ist Friedrichshain inoffiziell schon eine Großstadt.


Daten und Fakten zu Berlin-Friedrichshain

  • Fläche: Rund 978 Hektar
  • Einwohner: Rund 120.000
  • Frauenanteil: 49,2 Prozent
  • Durchschnittsalter: 37,4 Jahre (Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg)
  • Single-Haushalte: 60,4 Prozent (Bezirk)
  • Anteil an Ausländern: 13,3 Prozent
  • Menschen mit Migrationshintergrund: 20,3 Prozent
  • Arbeitslosenquote: 13,3 Prozent (Bezirk)

Umzug nach Berlin-Kreuzberg

In den 1980er-Jahren war Kreuzberg der landesweit bekannte Hotspot in Berlin: Die deutsche Punkszene lieferte mit den Einstürzenden Neubauten und den Ärzten die passende musikalische Untermalung zur Hausbesetzerbewegung und zur Etablierung der Demonstrationen am 1. Mai. Im Vergleich zu damals geht es heute in Kreuzberg fast schon beschaulich zu. Doch schon in den 1980er-Jahren gab es im Ortsteil eine friedliche Koexistenz der Extreme und der verschiedenen Szenen. Die typische Toleranz eines Multikulti-Viertels prägte und prägt Kreuzberg bis heute.

Die Bevölkerung ist bunt gemischt, über 180 Nationalitäten leben in Berlin-Kreuzberg. Es gibt sowohl sehr teure Gegenden als auch Straßenzüge mit bezahlbaren Mieten. Rund um den Mariannenplatz und im multikulturellen Wrangelkiez etwa sind die Preise noch erschwinglich, die hübsch sanierten Ecken im Graefe- und Bergmannkiez sowie am Paul-Lincke-Ufer hingegen erfordern schon eine gewisse Finanzkraft. Gerade der Wrangelkiez wird aber immer beliebter, weil sich in unmittelbarer Nähe die Schlesische Straße, eine beliebte Szenemeile, befindet.

Das Kreuzberger Nachtleben zeigt sich wie der ganze Ortsteil durch eine Mischung aus Ewigdagewesenem und Frischeröffnetem. Die offensichtlichen Widersprüche machen diesen Kiez zu einem der beliebtesten Ausgehmeilen Berlins. Auch Cafés findet man an jeder Ecke. Dennoch wirkt in Kreuzberg alles etwas gelassener, weniger hip als im Prenzlauer Berg oder Friedrichshain.

Zum Grillen und Feiern bietet sich der Görlitzer Park an, der sowohl bei arabischen Großfamilien als auch bei Studenten sehr beliebt ist. Mediale Berühmtheit hat der „Görli“ zudem als Drogenumschlagplatz erlangt. Im Süden von Kreuzberg gibt es den auch viel besuchten Viktoriapark: Hier ist der 66 Meter hohe Kreuzberg beheimatet, der dem Ortsteil seinen Namen gab. Wer die Ruhe dem Trubel vorzieht, findet eher am Urbanufer oder am Landwehrkanal ein entspanntes Plätzchen. Kreuzberg ist ein bisschen wie Berlin in klein: Jeder findet hier seine Nische.


Daten und Fakten zu Berlin-Kreuzberg

  • Fläche: Rund 104 Hektar
  • Einwohner: Rund 150.000
  • Frauenanteil: 49,1 Prozent
  • Durchschnittsalter: 37,4 Jahre (Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg)
  • Single-Haushalte: 60,4 Prozent (Bezirk)
  • Anteil an Ausländern: 28,4 Prozent
  • Menschen mit Migrationshintergrund: 49,7 Prozent
  • Arbeitslosenquote: 13,3 Prozent (Bezirk)

Umzug nach Berlin-Mitte

Seit dem Fall der Mauer und der Wiedervereinigung ist der Ortsteil Mitte das neue Zentrum Berlins. In Berlin-Mitte siedeln sich vor allem junge Unternehmen (z.B. aus der IT-Branche), Agenturen und Exklusivläden an. Mitte ist sozusagen der Kreativpool der Stadt. Der Ortsteil ist zudem ein Touristenmagnet, weil hier zahlreiche Wahrzeichen und Sehenswürdigkeiten stehen. Dazu gehören etwas das Brandenburger Tor, die Straße „Unter den Linden“, die Museumsinsel und der Fernsehturm. Wer in Berlin-Mitte feiern möchte, wird besonders in der Gegend rund um die Oranienburger Straße fündig. Das Zentrum von Mitte ist der Alexanderplatz, im Volksmund meist nur Alex genannt.

Die Mietpreise in Mitte sind jedoch nur für Gutverdiener zu stemmen, sie liegen fast doppelt so hoch wie der Berliner Durchschnitt. Bestandswohnungen mussten in den vergangenen Jahren häufig Geschäften und Büros weichen, doch in vielen Baulücken entstehen gerade Luxuswohnungen, die zwischen 14 bis 20 Euro (und mehr) pro Quadratmeter vermietet werden. Selbst in den alten Hochhäusern entlang der Leipziger Straße sind Mieten zwischen 10 und 14 Euro fällig. Denn auch wenn es der Zustand der Wohnung nicht immer hergibt – für die Nähe zur beliebten Friedrichstraße und dem Gendarmenmarkt bezahlen Mieter stets mit. 

Ein Manko in Berlin-Mitte: Es mangelt an Grünflächen. Zum Picknicken im Sommer laden zwar der Weinbergs- und der Monbijoupark ein, aber viel Platz und Abgeschiedenheit kann der Einzelne für sich nicht beanspruchen. Das Bild, das sich dem Beobachter im Sommer bietet, erinnert eher an die berühmt-berüchtigte Sardinendose. Um dem entgegenzuwirken, hat die Stadt viele Straßen mit Platanen, Kastanien und Linden bepflanzt. Zudem hat sich die Bevölkerung dem „Guerilla Gardening“ verschrieben – viele Anwohner, Café- und Ladenbesitzer verschönern mit viel Hingabe die Gehwege und verwahrlosten Blumenbeete.

In Mitte gibt es zahlreiche Restaurants für jeden Geschmack und auch an Bars und Clubs fehlt es nicht. Die Architektur ist so abwechslungsreich wie in keinem anderen Ortsteil. So reiht sich das beschauliche Nikolaiviertel an den prachtvollen Gendarmenmarkt und neben sanierten Altbauten ragen mausgraue Plattenbauten und die Doppelhochhäuser der Leipziger Straße in den Himmel. Mitte gilt ähnlich wie Kreuzberg als ein Viertel der Kreativen, was an den zahlreichen Modelabels und Galerien unschwer zu erkennen ist. Zu Hause kann man seine Ruhe haben, aber direkt vor der Haustür beginnt das tägliche Gewusel der Arbeitstätigen und Touristen.


Daten und Fakten zu Berlin-Mitte

  • Fläche: Rund 107 Hektar
  • Einwohner: Rund 83.000
  • Frauenanteil: 49,5 Prozent
  • Durchschnittsalter: 39,3 Jahre (gesamter Bezirk Mitte)
  • Single-Haushalte: 62,6 Prozent (Bezirk)
  • Anteil an Ausländern: 19,3 Prozent
  • Menschen mit Migrationshintergrund: 29,9 Prozent
  • Arbeitslosenquote: 14,1 Prozent (Bezirk)

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Umzug nach Berlin-Neukölln

Nach wie vor assoziieren viele Menschen mit dem Ortsteil Neukölln prügelnde Jugendliche, asoziales Gebaren und die einst chaotische Rütli-Schule. Damals hatten Lehrer in einem Brandbrief an den Berliner Bildungssenat gefordert, die Schule zu schließen, weil sie der Gewalt durch Schüler nicht mehr standhalten könnten. Das Vorurteil, ein Westberliner Problemkiez mit hoher Kriminalitätsrate und niedrigem Bildungsstandard zu sein, ist noch nicht gänzlich verschwunden. Doch in der öffentlichen Wahrnehmung von Neukölln hat sich im vergangenen Jahrzehnt viel verändert.

Denn Neukölln bietet etwas, das es in vielen anderen Ortsteilen Berlins nicht mehr gibt: Raum zur Selbstverwirklichung. Mit vergleichsweise niedrigen Mieten hat Neukölln in den letzten Jahren eine kleine Flut von Künstlern, Kreativen und Kulturschaffenden angelockt, die traditionell dem kleinen Geld folgen, um ihre Ateliers, Galerien, Cafés und Geschäfte betreiben zu können. Im Gegensatz zu anderen Ortsteilen verzichtet man in Neukölln jedoch auf jegliche Szene-Posen, die beispielsweise den Prenzlauer Berg in Verruf gebracht haben. Besonders der Reuterkiez, das nachts mit zahlreichen Bars zum Leben erwacht, ist ein gutes Beispiel für diese Entwicklung. 

Trotz der Veränderung der vergangenen Jahre ist Neukölln mehr als andere Ortsteile noch ein Stück „altes Berlin“, das dem Motto „arm aber sexy“ treu bleibt. Alles wirkt ein wenig trist und schäbig, ist aber stets im Wandel und bleibt spannend. Dazu kommen verschrobene Einzelwarenhändler, türkische Minisupermärkte und skurrile Futschi-Tanken (Altberliner Eckkneipen). Architektonisch gibt es in Neukölln viele Altbauten mit wunderschönem Stuck. Die Mietpreise sind in den letzten Jahren allerdings drastisch gestiegen – günstig wohnen Neuankömmlinge auch in Berlin-Neukölln nur noch selten.

Fast jeder Kiez in Neukölln hat mittlerweile ein eigenes Quartiersmanagement, das mit der Verbesserung der Lebensqualität beauftragt ist – auch das ist ein deutliches Zeichen des Wandels. Als „Deutschlands größtes Sozialamt“ bezeichnete der SPIEGEL den Ortsteil Neukölln in einem Artikel von 1997, heute stellt sich der einstige soziale Brennpunkt deutlich ambivalenter dar. Vor allem Bauinvestoren haben das Potenzial dieses Ortsteils frühzeitig erkannt und beispielsweise neue Wohnungen im Grenzgebiet zu Kreuzberg gebaut. „Kreuzkölln“ heißt das Gebiet Nord-Neuköllns im Volksmund, das nur durch den Landwehrkanal vom Ortsteil Kreuzberg getrennt ist.


Daten und Fakten zu Berlin-Neukölln

  • Fläche: Rund 117 Hektar
  • Einwohner: Rund 163.000
  • Frauenanteil: 48,6 Prozent
  • Durchschnittsalter: 41,3 Jahre (gesamter Bezirk Neukölln)
  • Single-Haushalte: 55,2 Prozent (Bezirk)
  • Anteil an Ausländern: 31,9 Prozent
  • Menschen mit Migrationshintergrund: 51,4 Prozent
  • Arbeitslosenquote: 17,1 Prozent (Bezirk)

Umzug nach Prenzlauer Berg

Der Ortsteil Prenzlauer Berg – im Volksmund nur „Prenzlberg“ genannt – gehört zum Bezirk Pankow und gilt als gutsituierter und oft als „Schwaben“ verschmähter Szenebezirk. Schwaben deshalb, weil sich im Prenzlberg besonders viele Neubürger aus Baden-Württemberg angesiedelt haben. Die durchschnittlichen Mietpreise liegen hier mittlerweile so hoch, dass sich nur noch Gutverdiener Prenzlauer Berg leisten können.

Auf junge Leute, die nach Berlin ziehen möchten, wirkt der Prenzlberg wie ein Magnet. Der Ortsteil gilt als Vorreiter aller Szenebezirke, weil die Besiedelung hier gleich nach der Wende begann – und bis heute im Gange ist. Hier gibt es alles, was das Großstadt-Herz begehrt: Viele gemütliche Cafés, zahlreiche Kneipen und Wochenmärkte, die Nähe zur beliebten Einkaufsmeile Friedrichstraße, top sanierte Häuser, malerische Plätze und Straßenzüge.

Und diese tolle Kulisse zieht anscheinend besonders Menschen aus Süddeutschland an, weswegen sich vor ein paar Jahren sogar Ex-Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) brüskierte, weil der Berliner Dialekt zu verschwinden drohe. So schreiben etwa viele Bäcker in Prenzlauer Berg „Wecken“ (schwäbisch) auf die Karte, wenn sie von Brötchen sprechen – der Berliner würde dazu „Schrippen“ sagen.

Schwaben hin oder her, die Nachfrage nach Wohnungen in diesem Ortsteil ist ungebrochen. Die Preise sind dementsprechend hoch. In der Gegend rund um den Kollwitzplatz und im Süden des Prenzlbergs befinden sich die Mietpreise klar oberhalb des Berliner Durchschnitts. Die hübsch sanierten Gründerzeithäuser sind sehr begehrt und so verwundert es nicht, dass sich Promis wie Heike Makatsch, Matthias Schweighöfer und Daniel Brühl hier niedergelassen haben. Generell trifft man auf den Straßen auch viele Studenten und Künstler an, gewisse Kieze sind aber nur noch für Besserverdiener erschwinglich.

Der Grünen-Politiker und Stadtentwicklungsexperte Jens-Holger Kirchner setzt sich schon seit vielen Jahren für ein zukünftiges Verbot der Vermietung von Wohnungen für Feriengäste ein. Nicht wenige private Investoren hatten in der Vergangenheit Wohnungen nur deshalb gekauft, um sie tageweise teuer an zahlungswillige Touristen zu vermieten. Um die Parkplatzsituation in den Griff zu bekommen, führte Kirchner zudem vor einigen Jahren Parkautomaten ein: Anwohner erhalten eine Vignette, Besucher müssen ein Ticket ziehen.

Berühmt-berüchtigt ist Prenzlauer Berg außerdem für die hohe Kinderquote. Das Klischee von Prenzlberg als Ort der tausend Mütter mit Kinderwagen und Väter mit Tragetasche trifft tatsächlich zu, wie jeder bestätigen kann, der hier ein paar Stunden lang durch die Straßen zieht. Der Kinderwagen ist hier das, was anderswo das Auto ist: soziales Prestigeobjekt. Je teurer, desto höher der Status. Auf dem Spielplatz am Kollwitzplatz werden regelrechte Wettbewerbe ausgetragen, wessen Kind am meisten kann und wessen Kind jetzt aber wirklich lange genug auf der Schaukel saß. Insgesamt gibt es rund 100 Spielplätze im Kiez, die das Klischee von Prenzlauer Berg als Kinderhort bestätigen.

Bis auf gestohlene Kinderwägen (ernsthaft) ist Prenzlauer Berg aus krimineller Sicht eine ruhige Gegend, normalerweise geht es hier gesittet und gediegen zu. Außerdem bietet der Ortsteil viele Erholungsräume und grüne Oasen wie den Mauerpark, den Volkspark Prenzlauer Berg und den Leisepark. Diese Vorzüge haben sich herumgesprochen, es herrscht kein Mangel an Touristen. Die Kastanienmeile beispielsweise gilt als eine der beliebtesten Bummel- und Kneipenmeilen von ganz Berlin. Internationales Flair erzeugen neben den Touristen vor allem Franzosen, Amerikaner und Spanier – arabische und asiatische Migranten sind hier im Vergleich zu anderen Berliner Ortsteilen weniger vertreten.


Daten und Fakten zu Prenzlauer Berg

  • Fläche: Rund 1.100 Hektar
  • Einwohner: Rund 152.000
  • Frauenanteil: 51,2 Prozent
  • Durchschnittsalter: 40,8 Jahre (Bezirk Pankow)
  • Single-Haushalte: 58,9 Prozent (Bezirk)
  • Anteil an Ausländern: 12,5 Prozent
  • Menschen mit Migrationshintergrund: 19,5 Prozent
  • Arbeitslosenquote: 10 Prozent (Bezirk)

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Umzug nach Berlin-Charlottenburg

Charlottenburg-Wilmersdorf gilt als Bezirk der Alteingesessenen, der Politiker, der Diplomaten, der etablierten Künstler und nicht zuletzt der Prominenten aus Film und Fernsehen. Der Bezirk beherbergt die City West, den Grunewald und das Olympiastadion. Der Ortsteil Charlottenburg gilt als gutbürgerlich und zuweilen auch als spießig – im Vergleich zu anderen Ortsteilen ist es in Charlottenburg eher ruhig. Die Mietpreise befinden schon lange auf einem hohem Niveau. Dafür wird aber auch etwas geboten: Die Räume sind wesentlich größer als etwa im Bezirk Mitte, sie haben hohe Decken, Stuck und Parkett.

Charlottenburg-Wilmersdorf ist ein sehr grüner Bezirk: Neben dem Grunewald, der ein beliebtes Ausflugsziel aller Berliner ist, zieht sich der Volkspark Wilmersdorf wie eine grüne Lunge durch verschiedene Ortsteile. Außerdem laden der barocke Schlossgarten, der Lietzenseepark und die Gartendenkmäler rund um den Brix- und Sauvignyplatz zum Erholen ein.

Architektonisch handelt es sich bei den meisten Häusern um Altbauten, die bereits vor dem Ersten Weltkrieg entstanden sind. Hier und da entdeckt man in den Seitenstraßen auch die ein oder andere Nachkriegssünde aus den 50er- und 60er-Jahren – und dazwischen kann auch mal ein Neubau stehen. Besonders schöne Häuser findet man zwischen dem Savignyplatz und der Technischer Universität, etwas schlichter erscheinen die Bauten im Westend in direkter Umgebung zum Kaiserdamm und zur Stadtautobahn. Charlottenburg-Nord hat architektonisch eher weniger zu bieten.

Im Ortsteil Charlottenburg wohnen sowohl Studenten als auch gutsituierte Familien und Paare (homo und hetero). Die soziale Mischung aus Alteingesessenen und Neu-Berlinern funktioniert recht gut, es geht meist recht beschaulich zu. Eine Partymeile jedenfalls ist Charlottenburg ganz sicher nicht. Anstatt Discos und Clubs stehen hier Feinkostgeschäfte und Restaurants, besonders um den Stuttgarter Platz und den Savignyplatz.

Zum Shoppen geht man in die Wilmersdorfer Straße, zum Bummeln über die Märkte am Karl-August-Platz und Lehniner Platz und zum Entdecken exotischer Waren und Restaurants nach Chinatown in die Kantstraße. Wer sehen und gesehen werden möchte, geht in der beliebten Einkaufsmeile Kurfürstendamm (im Volksmund „Ku‘damm“) flanieren. In Charlottenburg liegt zudem die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, eines der meistfotografierten Wahrzeichen der Stadt.


Daten und Fakten zu Berlin-Charlottenburg

  • Fläche: Rund 106 Hektar
  • Einwohner: Rund 122.000
  • Frauenanteil: 51,2 Prozent
  • Durchschnittsalter: 45,8 Jahre (Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf)
  • Single-Haushalte: 58,6 Prozent (Bezirk)
  • Anteil an Ausländern: 24,1 Prozent
  • Menschen mit Migrationshintergrund: 41,3 Prozent
  • Arbeitslosenquote: 10,7 Prozent (Bezirk)

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Umzug nach Berlin-Tiergarten

Der Ortsteil Tiergarten gehört zum Bezirk Mitte und ist vor allem durch das Regierungsviertel rund um den Reichstag bekannt. Der Ortsteil beherbergt viele Kultureinrichtungen wie die Philharmonie und die Neue Nationalgalerie sowie zahlreiche Botschaften. Der bekannteste Touristen-Hotspot dürfte aber der Potsdamer Platz sein, quasi das Manhattan Berlins. Berlin-Tiergarten hat viel Erholungsfläche und die durchfließende Spree schafft ein gemütliches Klima. Mit dem Großen Tiergarten in seiner Mitte zählt der Ortsteil zu den „grünen Lungen“ der Stadt. Verkehrstechnisch ist Tiergarten durch ein engmaschiges öffentliches Verkehrsnetz optimal an die umliegenden Ortsteile und den Fernverkehr angebunden.

Der Große Tiergarten ist der größte Park Berlins und erstreckt sich auf 210 Hektar. Die riesige Grünfläche ist bei allen Berlinern ein beliebtes Naherholungszentrum. Durch den Großen Tiergarten führt die Straße des 17. Juni, an der auch die Siegessäule liegt. Die Fanmeile zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule wurde bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 zum größten Public-Viewing-Event Deutschlands. Die Straße des 17. Juni ist außerdem Berlins Ost-West-Achse. Jedes Wochenende gibt es hier einen großen Trödel-, Kunst und Flohmarkt, der die Massen anzieht.

In Tiergarten haben zudem zwei große Universitäten ihren Standort, die Technische Universität (TU) und die Universität der Künste (UdK). Folgerichtig leben überdurchschnittlich viele Studenten in Tiergarten. Ansonsten sind aber alle gesellschaftlichen Schichten vertreten, Berlin-Tiergarten ist vielseitig: Nördlich vom Großen Tiergarten liegen die sozial schwächeren Gebiete, südlich dagegen wird rund um den Potsdamer Platz und im Hansaviertel  eher gehobenes Wohnen geboten. Zum Stadtteilbild gehört insbesondere auch das Regierungsviertel: Reichstag, Kuppel, Schloss Bellevue, Bundeskanzleramt. Tiergarten ist facettenreich und sowohl zentrumsnah als auch grün.


Daten und Fakten zu Berlin-Tiergarten

  • Fläche: Rund 517 Hektar
  • Einwohner: Rund 13.000
  • Frauenanteil: 46,5 Prozent
  • Durchschnittsalter: 39,3 Jahre (gesamter Bezirk Mitte)
  • Single-Haushalte: 62,6 Prozent (Bezirk)
  • Anteil an Ausländern: 31,5 Prozent
  • Menschen mit Migrationshintergrund: 54,6 Prozent
  • Arbeitslosenquote: 14,1 Prozent (Bezirk)

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