Umzugswagen: So finden Sie den passenden Transporter

Umzugswagen: Den passenden Transporter finden

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Wenn Sie Ihre Traumwohnung gefunden haben, steht der Umzug an – und damit auch die Frage nach dem passenden Transporter, falls Sie privat umziehen. Welcher Umzugswagen die richtige Wahl für Sie ist, wie Sie die optimale Größe des Fahrzeugs bestimmen und worauf Sie beim Transport und der Versicherung von Möbeln achten sollten, erfahren Sie hier.

Unabhängig davon, ob Sie für Ihren Umzug einen Kleintransporter, einen Anhänger oder einen LKW mieten wollen – vergleichen Sie auf jeden Fall mehrere Anbieter und verschaffen Sie sich einen Überblick über die verschiedenen Angebote. Einige Autoverleiher bieten zusätzliche Services und Leistungen für einen geringen Aufschlag oder sogar den gleichen Preis.

Auf die folgenden Details sollten Sie beim Mieten eines Umzugswagens achten:

  • Vergleichen Sie die angegebenen Preise für Tagespauschalen, zusätzliche Kilometerkosten und Versicherungen. Gerade bei einem Umzug in eine neue Stadt kann es sogar günstiger sein, ein Umzugsunternehmen zu beauftragen.
  • Achten Sie auf Spezialangebote oder Vergünstigungen. Manche Autoverleiher bietet beispielsweise Rabatte für ADAC-Mitglieder oder Immonet-Nutzer an.
  • Vergleichen Sie die Anbieter bezüglich der Service-Leistungen im Notfall. Was geschieht bei einer Panne oder einem kompletten Ausfall des Fahrzeugs? Sorgt die Verleihfirma für einen Ersatzwagen, gibt es einen internen Abschleppdienst und wer organisiert den Werkstattaufenthalt?
  • Erkundigen Sie sich auch nach der Möglichkeit der Einzelfahrt. Verfügt der Autoverleiher über ein breites Filialnetz, können Sie den Transporter an einem Ort abholen und an einem anderen abgeben. Dadurch sparen Sie Zeit und Geld.

Umzugswagen: Typen und notwendige Fahrerlaubnis

  • Sprinter: Die Sprinter-Klasse bietet je nach Modell eine Lade­fläche von bis zu 15 Kubikmeter. Es gibt diese Fahrzeuge mit fest umbauter Ladefläche und mit Planen. Die Sprinter-Klasse bis 3,5 Tonnen erfordert einen Führerschein Klasse B.
  • Anhänger: Für einen Pkw mit Anhänger bis zu 3,5 Tonnen benötigt der Fahrer die Klasse BE.
  • Transporter: Transporter zwischen 3,51 und 7,49 Tonnen können bis zu 35 Kubikmeter aufnehmen. Sie haben meist eine Hebebühne, die das Ein- und Ausladen erheblich erleichtert. Fahrzeuge zwischen 3,51 Tonnen bis 7,49 Tonnen dürfen mit der Führer­­schein­­klasse C1 bewegt werden, wenn der Fahrer zuvor im Besitz der Führerscheinklasse B war. Größere Transporter werden meist nicht zur Vermietung an Selbstfahrer angeboten.

Was muss ich beim Anmieten eines Umzugswagens beachten?

  • Zur Abholung des Umzugswagens müssen Personalausweis und Führerschein aller Fahrer mitgebracht werden, die fahren sollen – wird ein Fahrer nicht eingetragen, ist er im Schadensfall nicht versichert. Achtung: Für jeden im Vertrag eingetragenen Fahrer müssen Gebühren bezahlt werden.
  • Kontrollieren Sie das Umzugsauto vor der Abfahrt auf etwaige Vorschäden wie Beulen oder Kratzer. Falls Sie innen oder außen Schäden finden, melden Sie diese sofort und lassen Sie einen Vermerk anbringen. Wenn Sie die Prüfung versäumen, können Ihnen die Schäden später angelastet werden.
  • Notieren Sie sich den Kilometerstand. Das ist besonders wichtig, wenn die Kosten per Kilometerpauschale berechnet werden.
  • Prüfen Sie die Tankanzeige. Bei den meisten Anbietern haben Sie Anspruch auf einen vollgetankten Wagen.
  • Lassen Sie sich den Transporter genau erklären. Wichtig ist zum Beispiel zu wissen, wo genau sich der Tank befindet, mit welchem Benzin er befüllt werden muss und wie sich die Gangschaltung (vor allem der Rückwärtsgang) bedienen lässt.
  • Wenn Sie einen Transporter mieten, der über eine Hebebühne verfügt, lassen Sie sich genau die Funktionsweise erklären. Dann müssen Sie den Mechanismus später nicht mühsam in der Bedienungsanleitung nachlesen.
  • Nehmen Sie sich Zeit und machen Sie eine kurze Probefahrt an der Station. Transporter, Anhänger und Lkw sind schwer­gängiger als ein Pkw. Zudem haben diese Fahrzeuge einen wesentlich größeren Wendekreis, den es zum Beispiel auch beim Abbiegen zu berücksichtigen gilt.
  • Wichtig ist zudem, die Höhe des Umzugswagens kennen, damit Sie an Einfahrten und bei der Durchfahrt von Überführungen keine Experimente machen müssen.
  • Wichtig für junge Fahrer: Einige Autoverleiher verlangen von Mietern unter 23 Jahren oder von Mietern, die erst seit kurzer Zeit (unter einem Jahr) eine Fahrerlaubnis besitzen, zusätzliche Gebühren. Manche Verleiher geben Fahrzeuge an unter 21-Jährige und Transporter an unter 25-Jährige gar nicht heraus. Informieren Sie sich diesbezüglich frühzeitig.

Was muss ich bei der Rückgabe des Umzugswagens beachten?

  • Denken Sie daran, den Umzugswagen vollzutanken, bevor Sie ihn abgeben.
  • Achten Sie darauf, nichts im Umzugswagen liegen zu lassen.
  • Lassen Sie sich zum Abschluss schriftlich bestätigen, dass der Umzugswagen unversehrt zurückgebracht wurde.

Welche Transportergröße passt zu meinem Umzug?

Vor dem Anmieten des Fahrzeugs steht die Überlegung, wie viel Kubikmeter Ladefläche für den Möbeltransport benötigt werden. Grob unterschieden wird zwischen Transportern mit einem zulässigen Gesamtgewicht über 3,5 Tonnen und Umzugswagen der sogenannten Sprinter-Klasse mit einem zulässigen Gesamtgewicht unter 3,5 Tonnen. Welchen Umzugswagen Sie benötigen, lässt sich meist anhand der Größe Ihrer alten Wohnung abschätzen. Grob orientieren können Sie sich an den folgenden Richtzahlen:

  • Eine Wohnung bis 25 Quadratmeter entspricht etwa 25 Kubikmeter Ladefläche für den Transporter.
  • Eine Wohnung bis 50 Quadratmeter Wohnfläche entspricht etwa 40 Kubikmeter Ladefläche.
  • Eine Wohnung bis 70 Quadratmeter Wohnfläche entspricht etwa 50 Kubikmeter Ladefläche.
  • Eine Wohnung bis 100 Quadratmeter Wohnfläche entspricht etwa 70 Kubikmeter Ladefläche.
  • Eine Wohnung über 100 Quadratmeter Wohnfläche entspricht mindestens 80 Kubikmeter Ladeflläche.

Tipp:

Besitzen Sie umfangreiche Sammlungen, etwa an Büchern, Schallplatten oder auch Schuhen? Oder wohnen Sie zu viert in einer Zwei-Zimmer-Wohnung? Dann kalkulieren Sie mit einem höheren Bedarf an Ladefläche beim Transporter. Sind Sie dagegen eher minimalistisch eingerichtet, könnte schon ein Fahrzeug der Sprinter-Klasse für Ihren Umzug ausreichen. Wenden Sie sich im Zweifel an einen Experten, beispielsweise einen Mitarbeiter eines Umzugsunternehmens.

Transporter mieten und richtig versichert sein

Eine Haftpflichtversicherung ist Bestandteil des Mietvertrages. Diese Versicherung deckt Schäden an Personen und Gegenständen ab, nicht aber Schäden am Leihfahrzeug, die durch Mieter oder eingetragene Fahrer verursacht werden. Hierfür empfiehlt sich eine gesonderte Versicherung, die Teil- oder Vollkaskoversicherung mit oder ohne Selbstbeteiligung. Die Höhe der Selbstbeteiligung oder der Verzicht darauf muss im Vertrag vereinbart werden.

Erwägen Sie auch eine erweiterte Versicherung für Insassen. Eine Insassenunfallversicherung beinhaltet meist eine Absicherung bei Invalidität (oder im schlimmsten Fall für Angehörige bei einem Todesfall) und für nötige Heilkosten. Überlegen Sie bereits vor der Anmietung, wer den Umzugswagen fahren soll und stellen Sie sicher, dass diese Person eine gültige Fahrerlaubnis besitzt. Achtung: Wenn eine unberechtigte Person das gemietete Umzugsauto fährt, entfällt der Versicherungsschutz.

Hinweis:

Die meisten Autovermieter verlangen eine Kaution, deren Höhe in den AGB festgelegt ist.

Tipps für den Möbeltransport

Große oder sperrige Möbel sollten Sie zerlegen. Beim Transport kompletter Möbel benötigen Sie einen großen Umzugswagen, Sackkarren oder Hebebühnen und starke Umzugshelfer zum Tragen. Außerdem lassen räumliche Gegebenheiten wie enge Treppenhäuser einen Transport von Möbeln im Ganzen häufig nicht zu.

Die Möbel im Umzugswagen sollten mit Zurrgurten gesichert werden. Das gilt auch für Teile von großen Möbeln wie etwa Schrankwände. Möbelstücke und Möbelteile sollten mit Decken oder Folien vor Kratzern geschützt werden. Spanngurte helfen dabei, dass Folien oder Decken nicht verrutschen.

Angebote für Ihren Umzug anfordern

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Sie wollen Ihren Umzug privat stemmen, haben aber ein oder zwei sperrige Möbel? Mit einer sogenannten Beiladung können Sie schwer zu transportierendes Umzugsgut kostengünstig und stressfrei in die neue Wohnung liefern lassen.

Was ist eine Beiladung?

Wenn Sie aus einer kleinen Wohnung ausziehen oder einen Großteil Ihrer Möbel nicht mit in die neue Wohnung nehmen, lohnt es sich häufig nicht, ein Umzugsunternehmen zu beauftragen. Vielleicht reicht Ihnen sogar der Platz in einem Kombi-Fahrzeug aus, dann würde sich nicht einmal die Anmietung eines Transporters lohnen.

Falls Ihnen nur ein Schrank oder ein paar Kartons mit Winterkleidung einen Strich durch die Rechnung machen, ist die sogenannte Beiladung eine günstige Alternative. Mit einer Beiladung kann man – ähnlich dem Prinzip der Mitfahrzentrale – Leerräume in bereits gebuchten Transportern mieten. Ihr Schrank fährt sozusagen beim Umzug einer anderen Person mit. Da die Fahrt sowieso geplant war, sind solche Beiladungen meist sehr günstig.

Tipp:

Wenn Sie in eine andere Stadt ziehen, fragen Sie auch bei Umzugsunternehmen am Zielort nach. Häufig ist das noch günstiger, da sie Ihre Beiladung auf dem Rückweg eines bereits durchgeführten Umzugs transportieren lassen und dem Unternehmen somit eine Leerfahrt ersparen.

Nachteil: Beiladungen richten sich nicht nach Ihrem Zeitplan

Beiladungen sind zwar kostengünstig, erfordern aber ein gewisses Maß an Flexibilität auf Ihrer Seite. Wollen Sie innerhalb einer Stadt oder zwischen zwei Großstädten (etwa zwischen Hamburg und Berlin) umziehen, finden Sie wahrscheinlich leicht eine Umzugsfirma, die zeitnah noch freien Platz anbieten kann. Bei ungewöhnlichen Umzugsrouten oder wenn Sie Wert auf eine besondere Spedition legen, kann es aber sein, dass Sie mit einer Wartezeit rechnen müssen. Planen Sie also Beiladungen rechtzeitig und transportieren Sie nur Umzugsgut, das Sie nicht dringend benötigen.Auf diese Weise können Sie auch bei einem kompletten Umzug bis zu 40 Prozent der üblichen Kosten sparen.

Mustervorlagen & Checklisten

Unterlagen für Ihren Umzug

  • Mieterselbstauskunft
  • Wohnungsübergabeprotokoll
  • Wohnungsgeberbestätigung
  • Umzugscheckliste
  • und viele mehr …

Hier finden Sie alle Formulare für einen reibungslosen Umzug.

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