Fertighaus - schnell und günstig aufgebaut

Fertighäuser sind schnell gebaut und relativ günstig zu haben. Als Niedrigenergie- oder Passivhaus schonen sie die Umwelt und sparen Energiekosten ein. Bei allen Vorteilen haben die Bauten aber auch einige Nachteile.

Seinen Namen trägt das Fertighaus, weil es aus vorgefertigten Bauelementen besteht. Der Hersteller produziert die Elemente, wie etwa vollständige Außenwände, in Werkshallen vor. Auf der Baustelle werden diese dann in kurzer Zeit zusammengesetzt.

In den 1970er Jahren noch als „Billigbauten“ verschrien, haben sich die Fertighäuser zu qualitativ hochwertigen und durchaus interessanten Bauten entwickelt. Inzwischen gibt es eine Fülle an Modellen mit vielen Extras und auch individuelle Kundenwünsche können berücksichtigt werden. Deshalb ist ein Fertighaus nicht zwangsläufig günstiger als ein herkömmlich gebautes Einfamilienhaus: Je mehr man vom Standard abweicht, umso teurer wird das Eigenheim.

Schnell, präzise und günstig

Die Vorteile der Bauweise sind die präzise Herstellung, eine bessere Kostenkontrolle sowie der schnelle Aufbau. Dadurch werden Lohnkosten gespart, die in Deutschland ein wesentlicher Kostenfaktor sind. Da das Haus schnell aufgestellt wird, kann nur wenig Feuchtigkeit in den Bau eindringen. Die Fertighäuser in Holztafelbauweise sind häufig zudem deutlich günstiger als Massivhäuser. Ein weiterer Vorteil im Vergleich zum Massivbau ist die bessere Raumausnutzung durch dünnere Wände.

Die Auswahl an Fertighäusern ist mittlerweile riesig: Moderner Bungalow oder gemütliches Friesenhaus – ob ein Modell den Vorstellungen entspricht, lässt sich in Musterhausparks im Maßstab 1:1 begutachten. Auch bundesweite Hausausstellungen geben einen guten Überblick. Viele Haushersteller bieten zudem persönliche Werksführungen an. Ein Qualitätsstandard ist zum Beispiel durch Mitgliedschaft von Herstellern beim Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF) gewährleistet.

Energieeffizienz

Der Anteil an Fertighäusern an den gesamten Neubauvorhaben im Bereich der Ein- bis Zweifamilienhäuser liegt im Jahr 2011 bei 15,1 Prozent. Rund die Hälfte aller neuen Fertighäuser ist mit Solaranlagen, Erdwärmepumpen oder Biomasse-Heizungen ausgestattet. Führende Hersteller haben sich zu Konstruktionen verpflichtet, deren Wärmeverluste sogar 25 Prozent geringer sind, als in der Energieeinsparverordnung festgeschrieben. Mit Hilfe öffentlicher Fördermittel können Bauherren die teils hohen Investitionskosten auffangen – zum Beispiel durch vergünstigte Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau.

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