Das steht im Grundbuch

Grundbuch – was darin steht
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Das Grundbuch ist ein öffentliches Verzeichnis, in dem die Eigentumsverhältnisse von Grundstücken geregelt sind. Das Grundbuch nennt den oder die jeweiligen Besitzer und enthält alle wesentlichen Inhalte zu Rechten und Lasten des Grundstücks. Seit Oktober 2009 kann das Grundbuchverfahren auch elektronisch abgewickelt werden.

Wesentliche Inhalte des Grundbuchs

Das Grundbuch enthält ein Bestandsverzeichnis, das Auskunft über die genaue Lage und Größe des jeweiligen Grundstücks gibt. Dabei richtet sich das Grundbuch nach den Bezeichnungen im Kataster (nach Gemarkung, Flur und Flurstück). Außerdem finden sich im Grundbuch Angaben über Erbbaurecht oder Wohnungseigentum.

Grundbuch Abteilungen

1. Abteilung

Die erste Abteilung im Grundbuch enthält Angaben zu den Eigentümern oder Erbbauberechtigten eines Grundstücks.

2. Abteilung

Die zweite Abteilung im Grundbuch enthält alle Lasten und Beschränkungen, die nicht der dritten Abteilung angehören. Dazu gehört beispielsweise die Auflassungsvormerkung, die zur Sicherung des Anspruchs auf Eigentumsumschreibung im Grundbuch vermerkt wird.

3. Abteilung

Die dritte Abteilung im Grundbuch enthält mögliche Grundpfandrechte: dazu gehören Hypotheken, Grundschulden und Rentenschulden.

Eintragungen

Ein Eigentümerwechsel gilt erst mit der Eintragung ins Grundbuch als vollzogen. Sie findet etwa ein halbes Jahr nach der notariellen Beurkundung statt. Sie können sich den künftigen Erwerb mit dem Eintrag einer Auflassungsvormerkung im Grundbuch sichern lassen.

Änderungen im Grundbuch

Die Besonderheit bei Änderungen im Grundbuch besteht darin, dass alle Änderungen nachvollzogen werden. So werden Teile im Grundbuch nicht einfach gelöscht, sondern lediglich rot unterstrichen, was die Löschung verdeutlicht.

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