Tipps zum Energiesparen

Tipps zum Energiesparen

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Mit dem Beherzigen einiger kleiner Verhaltensregeln im Haushalt lassen sich mehrere Hundert Euro im Jahr sparen. Wir haben zehn Tipps gesammelt, die sich leicht umsetzen lassen. Außerdem erfahren Sie hier, wie Sie durch kleine Tricks und Kniffe die Energieeffizienz Ihres Zuhauses verbessern können und welches Energiesparpotenzial in Split-Klimaanlagen und modernen Lüftungen steckt.

Wer es schafft, den Energieverbrauch im eigenen Haushalt zu senken, kann viel Geld sparen. Schon das Befolgen eines kleinen Maßnahmen-Katalogs kann für eine Ersparnis von mehreren hundert Euro im Jahr sorgen. Immonet hat 10 Tipps zum Energiesparen gesammelt, die leicht umzusetzen sind.

Energiesparen leicht gemacht: 10 Tipps
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1. Licht

Energiesparlampen verbrauchen nur 20 Prozent der Energie, die normale Glühlampen benötigen. Zusätzlich halten sie bis zu 15 Mal länger. Ein Austausch lohnt sich folglich.

2. Stand-by

Schalten Sie Elektrogeräte wie den Fernseher oder die HiFi-Anlage nach der Benutzung ganz aus. Wollen Sie auf Nummer sicher gehen, dass das Gerät keinen Strom mehr zieht, kaufen Sie Steckerleisten mit Schalter. Ein Klick und alle Geräte, die an der Leiste hängen, sind komplett ausgeschaltet.

3. Richtig heizen

Heizkörper sollten nicht zugestellt oder abgedeckt werden, sonst kann sich die warme Luft nicht im Raum verteilen. Faustregel: Wer die Heizung ein Grad herunterdreht, spart sechs Prozent der Heizkosten. Profis stellen außerdem die Temperatur im Schlafzimmer und in der Küche niedriger ein als in Wohnräumen.

4. Clever lüften

Stoßlüften ist vor allem während der Heizperiode das A und O, um Energie zu sparen. Das bedeutet konkret: Drehen Sie die Heizung für wenige Minuten runter und öffnen Sie die Fenster während dieser Zeit. Wer Fenster häufig gekippt lässt, verschenkt viel Heizenergie.

5. Dämmen lohnt sich

Für Haus- und Wohnungseigentümer lohnt sich eine Extradämmung häufig. Für die Finanzierung gibt es zahlreiche Hilfen vom Staat oder der KfW-Förderbank.

6. Energiesparen beim Kochen

Den Deckel auf den Topf beim Kochen zu setzen senkt den Energieverbrauch um über die Hälfte. Wer auf einem Elektroherd kocht, sollte zudem die Nachwärme der Herdplatte nutzen.

7. Wassersparen beim Duschen

Drehen Sie den Wasserhahn für die Zeit beim Duschen aus, in der sie gerade kein Wasser benötigen. Das Wasser aus Bequemlichkeit auch dann laufen zu lassen, wenn man sich gerade einseift, ist überflüssig und teuer. Mehr als die Hälfte des Wasserverbrauchs lässt sich so beim Duschen einsparen.

8. Energieeffiziente Haushaltsgeräte

Achten Sie beim Kauf von Haushaltsgeräten auf die Energieeffizienzklasse. Geräte mit einer hohen Energieeffizienzklasse sind in der Anschaffung zwar etwas teurer, lohnen sich aber meist schon nach relativ kurzer Zeit, da sie nur einen Bruchteil der Energie der alten Geräte benötigen.

9. Waschmaschine: Mit niedrigeren Temperaturen waschen

Mit der richtigen Temperatureinstellung der Waschmaschine lässt sich viel Energie sparen. Denn hohe Temperaturen ziehen viel Energie. Je nach Verschmutzungsgrad müssen es aber häufig nicht 95 Grad sein, mit denen gewaschen wird. Jedes Grad weniger, welches die Waschmaschine nicht heizen muss, spart Energie. Der Stromverbrauch sinkt so beispielsweise um satte 40 Prozent, wenn anstatt mit 40 nur mit 30 Grad gewaschen wird. Die Wäsche wird trotzdem sauber, denn neue Waschmittel auf dem Markt entfalten auch bei niedrigen Temperaturen ihre Reinigungskraft.

10. Wechsel des Stromanbieters

Fahnden Sie im Internet nach dem günstigen Stromtarif. Dazu benötigen Sie lediglich ihren Verbrauch aus der letzten Rechnung und ihre Postleitzahl – schon kann die Suche beginnen. Ein Wechsel des Stromanbieters ist sehr einfach und in wenigen Klicks erledigt, zumal der neue Anbieter beim Wechsel hilft. Das Sparpotenzial ist je nach Region unterschiedlich groß, aber prinzipiell lohnt sich ein Wechsel häufig.

Baumaßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz im Haus oder der Wohnung sind meist kostspielig, lohnen sich aber auf lange Sicht. Neben größeren Investitionen gibt es jedoch auch kleine Maßnahmen, mit denen Energie gespart werden kann. Aus Sicht von Mietern gilt dabei: Sind die Veränderungen ohne großen Aufwand rückgängig zu machen und zusätzlich keine Substanzschäden zu erwarten, muss nicht zwingend eine Erlaubnis des Vermieters eingeholt werden. Immonet hat 10 Tipps gesammelt, mit denen Mieter die Energieeffizienz ihres Zuhauses verbessern können.

10 Tipps: So gestalten Mieter ihr Zuhause energieeffizient
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1. Verbrauch kontrollieren

Wer sparen möchte, muss zunächst einmal wissen, in welchen Bereichen überhaupt Sparpotenzial vorhanden ist. Deshalb ist es wichtig, die Verbräuche und Verluste zu kontrollieren. Nur wer seine Verbrauchsdaten regelmäßig checkt, kann beurteilen, ob die höheren Heizkosten an dem vermehrten Verbrauch oder an den generell steigenden Energiepreisen liegen.

Um den Verbrauch zu kontrollieren haben Mieter zwei Möglichkeiten. Sie können ein Strommessgerät zwischen Steckdose und Gerät schalten und so zum Beispiel feststellen, wie viel eine Waschmaschine verbraucht. Die Strommessegeräte gibt es in jedem Baumarkt zu kaufen, die Anschaffung ist nicht teuer. Alternativ kann man sich so ein Gerät bei der Verbraucherzentrale leihen oder die Messungen direkt durch die dortigen Mitarbeiter durchführen lassen. Die Beratung ist dann inklusive.

Ob es Einsparpotenziale gibt und wie hoch diese sind, können Mieter feststellen, indem sie die ermittelten Werte mit Durchschnitts- und Bestwerten anderer Geräte vergleichen. Mit dieser Methode lassen sich auch Elektrogeräte identifizieren, die selbst im ausgeschalteten Zustand noch Strom verbrauchen. Zu diesen Stromdieben können beispielsweise der Wasserkocher, der Toaster, das Handyladegerät, der Drucker oder die Waschmaschine zählen.

2. Verluste ausschalten

Da immer mehr Elektrogeräte mit konventionellen Netzschaltern auch im ausgeschalteten Zustand noch Strom verbrauchen, ist es sinnvoll, Zwischenschalter zu benutzen. So lassen sich die Verbräuche kontrollieren. Die Anschaffung moderner und effizienter Haushaltsgeräte rechnet sich in vielen Fällen ebenfalls.

3. Gegen Zugluft schützen

Am meisten Energie geht in der Wohnung aufgrund von Wärmeverlusten flöten. Deshalb ist wichtig zu wissen, wo der größte Schwund lauert. Mit Hilfe einer Wärmebild-Kamera können Energieverluste optisch erfasst werden. Doch oft wissen Mieter auch ohne einen solchen Aufwand, welche Stellen mangelhaft abgedichtet sind: Zugluft ist ein deutliches Zeichen für Wärmeverluste. Dieses Problem ist jedoch vergleichsweise einfach zu beheben. Im Baumarkt gibt es für wenige Euro Dichtungsbänder und Bürstendichtungen. Diese können auch handwerkliche Laien selbst anbringen und dadurch schnell Energie sparen.

4. Fensterfolie verstärkt Dämmung

Auch einfach verglaste oder schlecht isolierende Fensterscheiben geben viel Wärmeenergie ab. Fenster-Isolierfolie ist die schnelle Alternative zum Austausch der Fenster, der Eingriff kann ebenfalls von Laien durchgeführt werden. Die Folie wird dabei einfach von innen auf die Scheibe geklebt. Zwischen Folie und Glas bildet sich anschließend eine dünne Luftschicht, welche die Dämmwirkung der Fenster verstärkt. Die Folie ist recht günstig, geht aber auch leicht kaputt und muss dann ausgetauscht werden.

5. Vorhänge bewusst einsetzen

Wer seine Rollläden in der Heizperiode bei Einbruch der Dämmerung frühzeitig herunter fährt, kann viel Energie sparen. Schwieriger gestaltet sich das in Wohnungen ohne solche Vorrichtungen. Der nachträgliche Einbau von Klapp- oder Rollläden durch den Mieter kann strittig und aufwendig sein. Schwere Vorhänge erfüllen jedoch eine ähnliche Funktion und sehen zudem optisch ansprechend aus. Mieter sollten aber immer darauf achten, dass die Stoffe lediglich die Fenster, nicht aber die laufende Heizung abdecken. Grade nachts, wenn die Heizung ohnehin auf Null steht, sind Vorhänge  eine gute Möglichkeit der zusätzlichen Isolierung.

6. Heizverluste minimieren

Wo Heizkörper durch Möbel, Verkleidungen oder Vorhänge abgedeckt sind, kann die Wärmeleistung nicht voll genutzt werden. Auch Thermostate arbeiten unter solchen Bedingungen nicht optimal. Sorgen Sie dafür, dass die Heizung frei ist und die Luft zirkulieren kann.

Wer es nicht mag, dass die Wohnung tagsüber auskühlt, kann programmierbare Thermostatventile einbauen. Sie ermöglichen die individuelle Steuerung der Heizzeiten – unabhängig von der Zentralheizung und unterschiedlich einstellbar für jeden einzelnen Raum. Mit sogenannten smarten Thermostaten kann man die Heizungswärme sogar per App und Mobiltelefon von unterwegs aus steuern, Stichwort Smart Home. Die alten Thermostate sollte man aber aufbewahren, da sie bei einem Auszug wieder angebaut werden müssen.

7. Heizkörpernischen dämmen

Eine weitere Verlustquelle von Energie sind Heizkörpernischen. Die Heizung erwärmt die Außenwand stark, die in der Folge jedoch einen guten Teil der Wärmeenergie nach außen abgibt. Dagegen helfen Dämmstoffplatten. Sie reduzieren den Wärmeverlust und können von den Mietern selbst angebracht werden, wenn genügend Raum zwischen Wand und Heizkörper vorhanden ist.

Muss der Heizkörper abgebaut werden, kann man sich von einem Handwerker helfen lassen. Zur Sicherheit sollte man diesen Eingriff jedoch mit dem Vermieter absprechen. Wichtig ist dabei, die Platten lückenlos über die gesamt Fläche zu verkleben. Eine etwas einfachere Lösung bietet Reflektorfolie, die ebenfalls Heizkosten spart. Sie strahlt die abgegebene Wärme zurück und lässt sich in der Regel einfacher als Platten verbauen.

8. Heizung entlüften und kontrollieren

Ein gluckerndes Geräusch oder die fehlende Erwärmung der Heizkörper deuten darauf hin, dass der Wasserdruck in der Heizung nicht stimmt. Ergo kann die Heizung nicht richtig arbeiten. Um das Problem zu lösen, muss die Heizung entlüftet werden. Diese Aufgabe kann man problemlos selbst übernehmen oder den Hausmeister damit beauftragen. Auch die Druckkontrolle können Mieter regelmäßig selbst durchführen.

9. Warmwasserverluste vermeiden

Nach dem Heizen ist die Warmwassererwärmung der zweitgrößte Energieverbraucher im Haushalt. Besonders stark macht sich das bemerkbar, wenn Strom zur Wassererwärmung genutzt wird. Deshalb sollten Mieter darauf achten, dass der Boiler auf aktuellem Stand ist und gegebenenfalls ihre Vermieter auf Missstände hinweisen.

Wer Energie sparen möchte, muss folglich Wasser sparen. Mit Einhebel-Mischarmaturen lässt sich die Wassertemperatur einfacher regeln als mit zwei getrennten Armaturen, dadurch läuft weniger Wasser durch. Verbraucher sollten jedoch darauf achten, dass sie die Mischbatterie nach dem Gebrauch „auf kalt“ stellen.

Ebenfalls lohnend ist der Einbau von Sparbrausen. Durch sie fließen nur etwa sechs Liter Wasser in der Minute, bei alten Duschköpfen ist es das Doppelte. Ein Wannenbad verbraucht übrigens etwa 100 Liter Wasser mehr als das Duschen. Für die Warmwasseraufbereitung für ein Bad benötigt man daher viermal mehr Energie als beim Duschen.

10. Das eigene Verhalten ändern

Nicht nur die Wohnung kann energieeffizienter gestaltet werden, besonders das eigene Verhalten hat einen großen Einfluss auf den Energieverbrauch. Mieter können eine ganze Reihe von Tipps beherzigen, die dabei helfen, weniger Strom und Energie zu verbrauchen:

  • Wer die Zimmertemperatur nur um ein Grad absenkt, kann bereits sechs Prozent der Heizkosten sparen.
  • Die Wahl kleinerer Geräte hilft ebenfalls: Brötchen können auch auf dem Toaster statt im Backofen aufgebacken werden, das spart Energie.
  • Ebenso energiesparend ist die Benutzung eines Topfdeckels: Das Erhitzen von 1,5 Liter Wasser mit Deckel geht dreimal so schnell wie das Erhitzen ohne Deckel.

Eine Klimaanlage sollte stromsparend arbeiten, leise sein und dabei möglichst viel Leistung bringen. Eine sogenannte Split-Klimaanlage verspricht zusätzlich wohlige Wärme im Winter. Eine Split-Klimaanlage besteht aus zwei Komponenten, die in der Regel von innen und außen an der Hauswand montiert werden. Frische Luft wird von außen in den Raum geführt, während die Anlage verbrauchte Luft aus dem Raum ableitet. Immonet fasst die wichtigsten Informationen über Split-Klimaanlagen zusammen.

Die Vorteile einer Split-Klimaanlage
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Gute Anlagen filtern Pollen

Eine gute Anlage ist in der Lage, Pollen zu filtern und so die allergische Reaktion zu mindern. Meist gibt es die Möglichkeit, zwischen den Funktionsweisen Luft/Luft und Luft/Wasser zu wählen. Das Luft/Luft-System führt das bei der Abkühlung entstehende Kondenswasser nach außen ab oder sammelt es in einem Behälter. Bei Luft/Wasser-Systemen wird das Kondenswasser zurückgeführt und zum Kühlen des Verflüssigers verwendet. Der restliche Wasserdampf wird über den Abluftschlauch nach außen geführt. Ein Luft/Wasser-System besitzt mehr Leistungskraft und kann dadurch auch größere Räume oder offene Etagen kühlen. Wer nur einen kleinen Raum temperieren möchte, für den reicht ein Luft/Luft-System völlig aus.

Wichtige Voraussetzungen für den Einbau

Eine Split-Klimaanlage sollte von einem Fachmann eingebaut werden. Da die Größe des Gerätes vom Verwendungszweck und der Leistung abhängt, müssen vor dem Kauf folgende Fragen geklärt sein: Kann das Außengerät im Schatten angebracht werden oder ist es häufiger Sonneneinstrahlung ausgesetzt? Wie groß ist der zu kühlende Raum? Welches Zubehör wird zusätzlich benötigt? Als Faustregel gilt: Je größer das Volumen des zu kühlenden Raumes, desto größer sollte auch die Klimaanlage sein.

Vor- und Nachteile der Split-Klimaanlage

Split-Klimaanlagen gibt es schon für relativ wenig Geld. Zudem sind die Geräte relativ leicht einzubauen und vergleichsweise klein und kompakt. Im Gegensatz zur zentralen Klimaanlage kann man den Platz an der Außenwand bei Split-Klimaanlagen allerdings nicht frei wählen. Die Anlage verbraucht obendrein mehr Energie als ein zentrales Gerät. Für Kellerräumen kann man Split-Klimaanlagen nur verwenden, wenn eine freiliegende Außenwand existiert – häufig ist das nicht der Fall.

Eine gute Lüftungsanlage sorgt nicht nur für Frischluft. Sie reinigt die Luft auch von Pollen und Feinstaub, vermindert das Risiko von Schimmelbildung im Haus und kann helfen, Energie und damit Kosten zu sparen. Immonet gibt einen Überblick.

Energiesparen mit einer modernen Lüftung
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Zentrale Lüftungsanlagen

Plant man die Belüftung für ein ganzes Gebäude, unterscheidet man in Zuluftbereiche und Abluftbereiche. Zuluftbereiche sind die Räume, in denen ein frisches Klima besonders wichtig ist, vor allem Wohn-, Schlaf- und Kinderzimmer. Abluftbereiche sind Räume, in denen Feuchtigkeit oder Gerüche entstehen, die man absaugen will, also Badezimmer und Küche oder ein Wäscheraum. Die Installation einer zentralen Lüftungsanlage ist relativ einfach. Es wird ein Kanalsystem eingebaut und zusätzlich ein Ventilator für die Ablufträume.

Dezentrale Lüftungsanlagen

Bei der Modernisierung oder Sanierung von Altbauten kommt die Installation einer zentralen Lüftungsanlage häufig nicht infrage. Dann kommen dezentrale Lüftungsanlagen zum Einsatz, die die Zu- und Abluft der einzelnen Räume regeln. Es kommen kurze Kanalsysteme und einzelne Ventilatoren zum Einsatz. Wichtig ist aber auch bei Altbauten eine luftdichte Bauweise oder eine nachträgliche Dämmung.

Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung

Wer eine zentrale Lüftungsanlage plant oder eine dezentrale Belüftung einbaut, hat die Wahl zwischen Anlagen mit oder ohne Wärmerückgewinnung. Denn zum Wohlfühlen in den eigenen vier Wänden gehören nicht nur frische Luft, sondern auch behagliche Temperaturen. Eine Belüftung mit Wärmerückgewinnung hilft bei der kontrollierten und konstanten Wärmeverteilung. Dabei spart sie Energie und damit Kosten.

Eine Lüftungsanlage nutzt aber nicht nur die Wärme der Abluft und führt sie zurück, sondern auch die Feuchtigkeit. Insgesamt steigert das die Behaglichkeit. Bei optimal gedämmten Gebäuden kann die Lüftung mit Wärmerückgewinnung sogar eine Heizung überflüssig machen.

Aufwand, Kosten und Förderung

Für welches Belüftungssystem man sich entscheidet, ist nicht nur eine Frage der baulichen Gegebenheiten, sondern auch des Budgets. Im Neubau ist die Installation recht einfach. Schwieriger wird die Verlegung des benötigten Kanalsystems im Altbau. Hier sollte man Modernisierungs- oder andere Baumaßnahmen als Gelegenheit nutzen. Auf jeden Fall sind ein kompetenter Planer und ein geschickter Installateur notwendig.

Die Kosten für ein einfaches Belüftungssystem liegen um die 15 Euro pro Quadratmeter. Wer eine Belüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung einbaut, muss pro Quadratmeter ein Drei- bis Vierfaches investieren, nämlich zwischen 40 und 60 Euro. Dafür spart diese Anlage langfristig Energiekosten. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert im Rahmen ihres Programms „Energieeffizient Sanieren“ Einzelmaßnahmen wie den Einbau einer modernen Lüftungsanlage mit einem Investitionszuschuss. Details dazu gibt es hier.