Fördermittel für die Baufinanzierung: Programme im Überblick

Fördermittel für die Baufinanzierung: Programme im Überblick

© Tijana Simic / iStock

Fördermittel von der staatlichen KfW-Bank, den Bundesländern, Städten und Gemeinden sowie anderen Stellen erleichtern den Hausbau oder den Immobilienkauf. Erfahren Sie hier, wie Sie zinsgünstige Förderdarlehen und Zuschüsse für Ihre Immobilienfinanzierung beantragen können, wie hoch diese ausfallen und wie Sie die Bauförderung geschickt einsetzen.

  • KfW: Fördermittel vom Bund laufen über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Dabei handelt es sich um die größte nationale Förderbank der Welt. Es gibt zahlreiche Förderprogramme fürs Bauen, Kaufen und Sanieren.
  • Bundesländer und Kommunen: Jedes Bundesland hat eigene Programme zur Kauf- und Bauförderung. Auch viele Städte und Gemeinden unterstützten Privatpersonen beim Hausbau bzw. Immobilienkauf.
  • BAFA: Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) fördert Energiespar-Maßnahmen mit Zuschüssen und Bonuszahlungen. Die Förderung gibt es vor allem für Umbauten und Modernisierungen, der Neubau ist in der Regel ausgenommen.
  • Kirche: Die Kirchen in Deutschland bieten ihren Mitgliedern ebenfalls oft eine Bauförderung – oft in Form günstiger Grundstücke nach dem Erbbaurecht.

Die meisten Fördermöglichkeiten gibt es der KfW-Bank. Da Sie diese im Normalfall mit einem Immobilienkredit kombinieren, übernimmt Ihr Kreditgeber die Beantragung.

Ob Sie darüber hinaus Fördermittel in Ihrem Bundesland erhalten, recherchieren Sie am besten auf der Website der jeweiligen Landesbank. Erkundigen Sie sich auch bei Ihrer Stadt oder Gemeinde über kommunale Förderprogramme.

Es gibt vor allem zwei Arten von Förderungen bei der Bau- und Immobilienfinanzierung:

  • Zinsgünstige Förderkredite: Wie jeden anderen Baukredit müssen Sie diese Fördergelder zurückzahlen – jedoch zu günstigeren Zinsen und attraktiveren Bedingungen. Sie zahlen zum Beispiel keine Bereitstellungszinsen und es gibt großzügige Angebote zur Sondertilgung oder tilgungsfreie Anfangsjahre.
  • Tilgungszuschüsse: Tilgungszuschüsse müssen Sie nicht zurückzahlen. Oft lassen sich Förderkredite (müssen Sie zurückzahlen) und Tilgungszuschüsse kombinieren.


Nutzen Sie unseren kostenlosen Finanzierungsrechner, um ideale Konditionen für Ihr Kauf- bzw. Bauvorhaben zu ermitteln. Sie können drei unverbindliche Angebote von ausgewählten Partnern wählen, die Sie auch zu den Fördermöglichkeiten beraten, diese in ihre Finanzierung mit einbeziehen und bei Bedarf den entsprechenden Antrag für Sie stellen.

Finanzierungsrechner

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Der Hauskauf oder Hausbau lässt sich in den seltensten Fällen allein mit einem KfW-Darlehen oder anderen Fördermitteln stemmen. Sie können ein klassisches Bankdarlehen allerdings mit der Förderung kombinieren.

  • Sie können die KfW-Förderung als Eigenkapital einsetzen: Banken erkennen vor allem Tilgungszuschüsse meist als Eigenkapital an. Der Vorteil: Sie kommen leichter an eine Immobilienfinanzierung und erhalten bessere Konditionen.
  • Sie benötigen eine geringere Darlehenssumme: Je größer die Summe ist, die Sie mit staatlicher Förderung selbst stemmen können, desto weniger Fremdkapital benötigen Sie für die Hausbaukosten bzw. den Kaufpreis.
  • Sie haben mehr Spielraum bei der Tilgung: Unverhofften Geldsegen können Sie leichter zur Tilgung Ihres Förderdarlehens einsetzen, da oft großzügige Sondertilgungsoptionen gewährt werden. Wenn Sie vorzeitig tilgen wollen, fällt oft keine Vorfälligkeitsentschädigung an. Tilgungsfreie Anlaufjahre entlasten Sie in den ersten Jahren nach dem Hausbau bzw. ermöglichen Ihnen, das meist teurere Bankdarlehen zuerst zu tilgen.
  • Sie zahlen weniger Zinsen: Bauzinsen sind aktuell ohnehin sehr niedrig. Die KfW unterschreitet die Zinssätze meist noch und bietet eine lange Zinsbindung. Auch von der Bank erhalten Sie bessere Konditionen, wenn Sie viel Eigenkapital und Fördermittel einbringen können.
  • Sie sind schneller wieder schuldenfrei: Da Sie mit dem Förderangebot weniger Kredit von Ihrer Hausbank benötigen und geringere Zinsen zahlen, haben Sie Ihre Baudarlehen in der Regel schneller abbezahlt. Falls Sie lieber Ihre Monatsrate geringhalten wollen, können Sie sich bei einem KfW-Darlehen mehr Zeit lassen: Die Laufzeit beträgt bis zu 30 Jahre.

Bis März 2021 gab es zudem Baukindergeld: Familien und Alleinerziehende konnten einen nicht rückzahlbaren Zuschuss von bis zu 1.200 Euro pro Kind und Jahr beantragen. Das Besondere an diesem Fördermittel: Baukindergeld konnte erst nach dem Einzug ins Eigenheim beantragt und somit nicht als Eigenkapital eingesetzt werden. 

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