Zusatzkosten nach dem Hauskauf

Unerwartete Kosten nach dem Hauskauf – Vorsicht bei der Kalkulation
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Neben den üblichen Nebenkosten sowie den Ausgaben für Renovierungs- und Erneuerungsmaßnahmen können Hausbesitzern zusätzlich enorme Kosten entstehen. Wurden diese nicht einkalkuliert, bringen sie so manchen Eigentümer in eine finanzielle Notlage. Immonet gibt eine kurze Übersicht über die Zusatzkosten, die in die Ausgabenberechnung für ein Haus einfließen sollten.

1. Kosten für den Winterdienst

Als Eigentümer sind Sie dazu verpflichtet, morgens den Gehweg vor Ihrem Grundstück bis zu einer amtlich festgelegten Uhrzeit von Schnee und Eis zu befreien. Können Sie dieser Pflicht aus beruflichen oder körperlichen Gründen nicht nachkommen, muss dafür eine Firma beauftragt werden. In Großstädten kann dies richtig teuer werden. In Berlin beispielsweise kostet eine Maschinenräumung rund 6,50 Euro pro Quadratmeter. Viele Unternehmen bieten auch Monats- oder gar Winterpauschalen an, die in kleineren Städten zwischen 20 und 60 Euro monatlich liegen.

2. Kommunale Gebühren

Kommunale Gebühren für die Abwasserentsorgung, die Müllbeseitigung und auch die Grundsteuer gehören zwar zu den klassischen Nebenkosten, die die meisten Menschen beim Kauf eines Hauses auf dem Schirm haben. Doch sind diese in den vergangenen Jahren stetig und teilweise gravierend gestiegen. Daher sollte bei diesen Posten ein großzügiger Puffer eingerechnet werden.

3. Beteiligung an den Straßenbaukosten

Viele Kommunen fordern von Grund- und Hauseigentümern eine Beteiligung an den Kosten für den Bau und die Sanierung von angrenzenden Straßen – sogenannte Straßenbaubeteiligungskosten. Die Höhe der Forderung ist abhängig von der Grundstücksgröße und der Geschosshöhe des Hauses und liegt meist zwischen 8 und 35 Euro pro Quadratmeter.

Je nach Größe des Besitzes kann so rasch eine fünfstellige Summe entstehen, die den Wenigsten kurzfristig zur Verfügung steht. Einige Städte wie Berlin, Hamburg oder München verzichten allerdings auf eine Beteiligung durch die Eigentümer und decken die Straßenbaukosten komplett durch ihre Steuereinnahmen. 

4. Vorschriften zur Energieeffizienz

Zur Schonung der Umwelt und ihrer Ressourcen ist energieeffizientes Bauen in den vergangenen Jahren ein wichtiges Thema geworden. Von der Bundesregierung werden dazu regelmäßig neue Gesetze erlassen, die bei älteren Häusern kostspielige Umbaumaßnahmen erfordern. Der Austausch von alten Heizkesseln beispielweise verursacht Kosten in Höhe von mehreren Tausend Euro.

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So sichern Sie sich ab

Bevor Sie sich endgültig für ein Objekt entscheiden, sollten Sie die Satzung der Kommune studieren, in der sich das Grundstück befindet. Prüfen Sie, welche zusätzlichen Gebühren – etwa für den Straßenbau oder für Wasser- und Bodenverbände – auf Sie zukommen und wie hoch die Grundsteuer ausfällt. Planen Sie monatlich außerdem einen ausreichend großen Betrag für die Bildung von Rücklagen ein. Anhand dieser Angaben sollten Sie final kalkulieren, ob die ausgewählte Immobilie samt aller Nebenkosten tatsächlich in Ihrem Budget liegt.

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