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Sanierungskredit: So finanzieren Sie Ihre Modernisierung

Sanierungskredit: So finanzieren Sie Ihre Modernisierung

© zazamaza / iStock

Ein neues Badezimmer, bessere Wärmedämmung oder barrierefrei umbauen: Mit einem Sanierungskredit erhalten Sie die nötigen finanziellen Mittel, um Ihre Immobilie zu modernisieren. Erfahren Sie hier, wie Sie am besten vorgehen und welche staatlichen Zuschüsse es gibt.

Welche Finanzierung sich für Ihr Vorhaben am besten eignet, hängt vor allem von den voraussichtlichen Kosten ab. Auch die Frage, inwieweit Ihr Haus bzw. Ihre Eigentumswohnung bereits abbezahlt ist, spielt eine Rolle.

1. Sanierungskredit: Zweckgebundenes Darlehen für Immobilienbesitzer

Ein Sanierungskredit ist zweckgebunden. Sie dürfen das Geld nur für die Modernisierung der Immobilie nutzen. Da Sie mit den Maßnahmen in der Regel den Immobilienwert steigern, erhalten Sie günstige Zinsen. Der Renovierungskredit eignet sich für Kosten von circa 5.000 bis 50.000 Euro. Sie können ihn mit einem zinsgünstigen Darlehen der KfW kombinieren.

Um einen Sanierungskredit zu erhalten, müssen Sie sich als Eigentümer ausweisen können. In der Regel verlangt die Bank einen Auszug aus dem Grundbuch.

Eine Grundschuldbestellung ist in der Regel nicht nötig. Damit sichert sich der Kreditgeber die Grundpfandrechte, könnte also zum Beispiel eine Zwangsversteigerung einleiten, wenn Sie den Kredit nicht mehr zurückzahlen.

Wenn Sie sanieren, um Ihr Haus bzw. Ihre Wohnung energieeffizienter oder barrierefrei zu gestalten bzw. den Einbruchschutz zu erhöhen, haben Sie Chancen auf ein staatlich gefördertes Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Je nach Vorhaben erhalten Sie bis zu 120.000 Euro Kredit zu besonders günstigen Konditionen. Zudem sind Tilgungszuschüsse möglich, die Sie nicht zurückzahlen müssen.

3. Ratenkredit: Flexibel aber mit höheren Zinsen

Für Sanierungsmaßnahmen bis zu einer Höhe von etwa 50.000 Euro können Sie einen klassischen Ratenkredit beantragen. Dabei handelt es sich um einen Konsumentenkredit ohne Zweckbindung: Er ist Er ist unabhängig von Ihrem Vorhaben und der Immobilie. Dafür sind die Zinsen mit circa 4 bis 5 Prozent deutlich höher als bei einem Immobilienkredit.

Ob Sie einen Ratenkredit erhalten oder nicht, hängt vor allem von Ihrer Bonität und Ihrem Einkommen ab.

4. Baufinanzierung: Günstige Zinsen für teure Sanierungen

Falls Sie eine umfassende Sanierung, einen Anbau oder Umbau planen und 50.000 Euro nicht ausreichen, ist eine klassische Baufinanzierung meist die sinnvollste Lösung. Dabei profitieren Sie von den aktuell niedrigen Bauzinsen, haben aber auch den meisten Aufwand.

Voraussetzung für einen Baukredit ist, dass die Immobilie, die Sie sanieren wollen, weitgehend schuldenfrei ist. Falls Sie das Sanierungsdarlehen bei der Bank aufnehmen, die bereits den Bau bzw. Kauf der Immobilie finanziert hat und die Grundschuld nicht aus dem Grundbuch gelöscht wurde, können Sie diese wieder aktivieren. Bei einem anderen Kreditgeber ist ein Grundbucheintrag nötig, wofür Sie einen Notar brauchen.

Nutzen Sie unseren Finanzierungsrechner, um Darlehenssumme, Laufzeit sowie weitere Kennwerte festzulegen und unverbindliche Angebote einzuholen.

Finanzierungsrechner

/mtl.

Bausparverträge können nicht nur für den Erwerb, sondern auch für die Modernisierung einer Immobilie geschlossen werden. Der Vorteil: Sie sichern sich bereits bei Vertragsabschluss niedrige Zinsen für den späteren Kredit. Die Nachteile: Sie können die Bausparsumme erst abrufen, wenn der Vertrag zuteilungsreif ist. Das ist in der Regel frühestens nach sieben Jahren der Fall. Zudem sind die Zinsen auf die Sparraten sehr gering, weshalb andere Kapitalanlagen oft lukrativer sind.

  1. Vorhaben planen und Kosten berechnen: Bei einem Umbau oder einer Komplettsanierung benötigen Sie oft Hilfe von Fachleuten wie Architekten oder Statikern, die die Planung übernehmen und die Kosten kalkulieren. Bei kleineren Maßnahmen reicht es meist, wenn Sie Kostenvoranschläge der entsprechenden Handwerker einholen.

    Achtung: Falls Sie eine energetische Sanierung planen und Förderungen in Anspruch nehmen, müssen Sie einen Energieexperten engagieren. Einen Teil der Kosten dafür übernimmt die KfW (siehe KfW-Programm 431).
     
  2. Finanzierungsangebote einholen und vergleichen: Kontaktieren Sie mehrere Kreditgeber, lassen Sie sich über sinnvolle Kreditarten beraten und Angebote erstellen. Tipp: Nutzen Sie unseren Haushaltsrechner, um einen Überblick Ihrer monatlichen Einnahmen und Ausgaben zu erhalten. So können Sie besser einschätzen, wie viel Sie für die monatliche Tilgung Ihres Sanierungskredits erübrigen können.
  3. Kreditvertrag abschließen bzw. Förderung beantragen: Kommt eine KfW-Förderung für Sie infrage? Falls ja, läuft die Beantragung über den Kreditgeber. Sprechen Sie Ihren Berater darauf an. Falls der Kredit der KfW ausreicht und Sie kein zusätzliches Darlehen benötigen, können Sie die Förderung selbst über das KfW-Zuschussportal beantragen.