Die Wohnungsübergabe: Worauf Sie achten müssen und was ins Übergabeprotokoll gehört

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Übergabeprotokoll Wohnung© Fotolia/goodluz

Worauf Sie bei der Wohnungsübergabe achten sollten und  welche Rechte und Pflichten Sie haben, hat Immonet zusammengefasst.

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Die Wohnungsübergabe beim Einzug: Das gehört ins Übergabeprotokoll

Lassen Sie sich für die Wohnungsübergabe einen Termin geben, zu dem der Vormieter bereits ausgezogen ist und alle geplanten Renovierungsarbeiten durchgeführt hat, Sie aber noch nicht eingezogen sind.

Bei der Wohnungsübergabe dokumentieren Sie Mängel und Schäden detailliert im Übergabeprotokoll. Für alle nicht aufgeführten Beschädigungen können Sie sonst bei Ihrem Auszug haftbar gemacht werden. Das Übergabeprotokoll muss in doppelter Ausführung vorliegen, wobei am Ende des Termins beide Exemplare von allen Parteien unterschrieben werden und sowohl Mieter als auch Vermieter eines ausgehändigt bekommen.

Folgendes sollten Sie bei der Wohnungsübergabe bei Einzug in eine neue Wohnung beachten:

  • Denken Sie daran, Zählerstände der Wasseruhren, Heizkörper und Stromzähler festzuhalten.
  • Einbauten und etwaige Mängel sollten für jeden Raum einzeln protokolliert werden. Dokumentieren Sie Mängel gegebenenfalls mit Fotos.
  • Notieren Sie die Anzahl der übergebenen Schlüssel sowie der noch nachzureichenden (Haustür, Wohnungstür, Briefkasten, Keller, gegebenenfalls Fahrradkeller, Dachboden, Waschküche, Gartentor, etc.). Hat Ihr Vermieter Ihnen nur einen Wohnungsschlüssel übergeben, sind Sie beim Auszug auch nur zur Rückgabe eines Schlüssels verpflichtet.
  • Kontrollieren Sie Farbanstriche und Tapeten in der Wohnung.
  • Überprüfen Sie die Funktionen aller elektrischen Geräte und Leitungen, Wasserhähne, Dusche und Toilettenspülung sowie der Heizkörper.
  • Überzeugen Sie sich vom Zustand der Fenster, Türen und Schlösser.
  • Achten Sie auf Schäden am Holzfußboden oder am Teppichboden.
  • Prüfen Sie den Zustand von Fliesen im Bad und in der Küche.
  • Achten Sie auf Schimmelbildung, vor allem im Bad und an den Wänden.
  • Lassen Sie sich Versprechen über noch anstehende Reparaturen oder Renovierungsarbeiten schriftlich geben.
  • Tipp: Es ist sinnvoll, einen Zeugen zur Wohnungsübergabe mitzunehmen.

Achten Sie auf triftige Mängel

Nehmen Sie sich Zeit bei der Wohnungsübergabe, auch wenn Makler oder Vermieter drängeln. Überprüfen Sie gewissenhaft alle Räume. Wenn Sie später Mängel melden, die nicht im Übergabeprotokoll festgehalten wurden, haben Sie keinen Beweis dafür, dass Sie den Schaden nicht selbst verursacht haben. Grundsätzlich muss die Wohnung sauber und geräumt übergeben werden. Schäden, die durch unsachgemäße Behandlung verursacht wurden, müssen beseitigt sein. Dazu gehören zum Beispiel gesprungene Fliesen, Löcher im Boden oder defekte Herdplatten.

Verdeckte Mängel korrekt beanstanden

Einige Mängel muss der Vermieter auch dann beheben, wenn sie bei der Übergabe nicht beanstandet wurden. Da nicht jeder Mangel während der Wohnungsübergabe ersichtlich ist, können sogenannte versteckte Mängel auch noch nachträglich angezeigt werden. Während des Sommers lässt sich beispielsweise nicht kontrollieren, ob die Heizung richtig funktioniert. Schimmel an den Wänden ist nicht immer auf den ersten Blick erkennbar.

Findet der Mieter einen verdeckten Mangel, muss dieser dem Vermieter unverzüglich schriftlich gemeldet werden. Dem Vermieter muss dabei ausreichend Zeit gegeben werden, den Schaden beheben zu lassen – beeinträchtigt dieser den Wohnwert, kann der Mieter die Miete mindern. Selbst wenn Sie mit dem Mangel leben können, sollten Sie die Beseitigung festgestellter Schäden umgehend und schriftlich fordern. Tun Sie dies nicht, können Sie beim Auszug dafür haftbar gemacht werden.

Die Wohnungsübergabe bei Auszug – Welche Schäden müssen Sie beseitigen?

Legen Sie auch für die Wohnungsübergabe einen Termin fest, zu dem Sie aus der Wohnung ausgezogen sind, Ihr Nachmieter aber noch nicht eingezogen ist. Am Ende dieses Termins übergeben Sie dem Vermieter die Schlüssel. Auch hier sollten Sie unbedingt auf die Anfertigung eines Wohnungsübergabeprotokolls bestehen, um sich vor späteren Forderungen Ihres Vermieters zu schützen.

Wie genau Sie die Wohnung zu hinterlassen haben, regelt der Mietvertrag. Formulierungen wie „bezugsfertig“ oder „im selben Zustand wie übernommen“ haben in der Regel keine Gültigkeit. Nur wenn im Mietvertrag die Übernahme von „Schönheitsreparaturen“ steht, müssen Sie bei Auszug aktiv werden. Auch starre Fristen sind nicht rechtens. So kann Ihr Vermieter Sie nicht zwingen, bei Auszug alle Wände zu streichen, wenn Sie dies bereits ein Jahr zuvor erledigt haben.

    • Achtung: Um Ihre Renovierungsarbeit nachweisen zu können, sollten Sie unbedingt Rechnungen von Handwerkern sowie Quittungen von gekauften Utensilien (zum Beispiel Farbe) aufbewahren.

Weiterlesen:

Schönheitsreparaturen – Hier lesen Sie, zu welchen Reparaturen Sie beim Auszug verpflichtet sind

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