Tipps fürs Reihenhaus

Tipps fürs Reihenhaus
© istock.com / Querbeet

Wer ein Eigenheim plant, stellt sich meist ein freistehendes Haus mit Garten vor. Jeder dritte Deutsche träumt davon – das ergab eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Forsa. Demnach will nur jeder zehnte in ein Reihenhaus ziehen, dem dennoch am häufigsten gebauten Haustyp in Deutschland. Und dafür gibt es einen guten Grund.

Hauskataloge für Reihenhäuser

Hauskataloge gratis bestellen

Was ist ein Reihenhaus?

Als Reihenhaus wird ein Einfamilienhaus bezeichnet, das mit gleichartigen Häusern eine Reihe bildet. Die Häuser können dabei exakt in einer Reihe stehen oder versetzt angelegt sein.

Reihenmittelhäuser werden im Gegensatz zu Reihenendhäusern seitlich bis an die Grundstücksgrenzen gebaut. Sie teilen sich die seitlichen Wände also mit den direkten Nachbarn. Weil die Wände feuerbeständig sein müssen, werden sie als Brandwände bezeichnet. Sie sollen verhindern, dass ein Brand in einem einzelnen Haus zu schnell auf anliegende Häuser übergreift.

Der Begriff Reihenhaus sagt nichts über die Größe des Hauses aus. Meist gehört ein Garten dazu, obligatorisch ist das jedoch nicht.

Vorteile von Reihenhäusern

Das beste Argument für ein Reihenhaus sind dessen verhältnismäßig geringe Kosten – sowohl beim Bau als auch im Unterhalt. Das liegt an folgenden Faktoren:

  • Ein Reihenhaus kann auf einem relativ kleinen Grundstück errichtet werden. Das senkt den Preis für den Baugrund. Während für ein freistehendes Einfamilienhaus mindestens 400 Quadratmeter Grundfläche nötig sind, reichen für ein Reihenhaus 160 bis 200 Quadratmeter.
  • Die Baukosten können gesenkt werden, wenn mehrere Reihenhäuser gleichzeitig und in Zusammenarbeit errichtet werden.
  • Die Baukosten fallen durch die Brandwände, also die gemeinsamen Seitenwände, geringer aus als bei einem freistehenden Haus.
  • Reihenhausbesitzer sparen bei den Heizkosten. Reihenhäuser haben schon dadurch eine gute Heizenergiebilanz, dass Wärme nur an zwei Seiten entweicht – sie profitieren von der Wärme der Nachbarhäuser.

Somit ist ein Reihenhaus je nach Lage und Ausstattung nicht unbedingt teurer als eine Etagenwohnung – bietet aber eine vollwertige abgeschlossene Wohneinheit für die ganze Familie mit eigenem Garten.

Reihenhäuser entsprechen zudem gerade in Ballungsgebieten dem Trend zur verdichteten Stadt. Der Bedarf nach Wohnraum ist groß und der vorhandene Platz wird von Reihenhäusern viel besser genutzt, als von freistehenden Gebäuden.

Nachteile von Reihenhäusern

Den ein oder anderen Haken gibt es bei Reihenhäusern. Vor allem ist es viel weniger individuell als andere Hausformen.

  • Grundriss, Fassadengestaltung und Größe stehen meist schon fest, können beim Bau also kaum individuell nach eigenen Wünschen geplant werden.
  • Naturgemäß sind die Räume eher schmal und es gibt viele Treppen.
  • Fenster gibt es nur auf der Vorder- und Rückseite des Hauses, also ist der Lichteinfall begrenzt.

Wahlmöglichkeiten bleiben nur beim Innenausbau: Böden, Wandgestaltung und Armaturen können selbstverständlich frei gestaltet werden.

Kein Thema ist bei modernen Neubauten der Schallschutz. Trotz gemeinsamer Außenwände mit den Nachbarn ist dieser lediglich bei älteren Bestandsbauten problematisch und muss womöglich nachgerüstet werden.

Für viele ist es ein großer Nachteil, Wand an Wand mit anderen Hausbesitzern zu wohnen. Der eigene Garten ist von mindestens zwei Seiten einsehbar – wer sich nicht hinter Hecken oder Zäunen verschanzen will, muss damit leben.

Für wen eignen sich Reihenhäuser?

Von den verhältnismäßig geringen Kosten profitieren vor allem junge Familien, für die das nahe Zusammenleben mit den Nachbarn in dieser Lebensphase keinen Nachteil darstellt. Im Gegenteil: Wer kleine Kinder hat, für den ist der Kontakt zu Nachbarfamilien meist sogar hilfreich.

Weiterlesen:

Doppelhaus - zusammen wohnen, gemeinsam sparen