Doppelhaus: Zusammen wohnen, gemeinsam sparen

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Doppelhäuser bieten oft eine sinnvolle Wohnlösung, wenn weder Reihenhaus noch ein freistehendes Einfamilienhaus passend oder zu realisieren sind: Doppelhäuser vereinen Vorteile und Einschränkungen beider Bauformen zu einer Art Mittelweg.

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Was ist ein Doppelhaus?

Ein Doppelhaus besteht aus zwei eigenständigen Häusern. Entscheidend ist, dass diese an einer Seite einen gemeinsamen Brandabschluss haben. Früher war dies eine gemeinsame Wand, die Brandwand, an die besondere Ansprüche für den Feuerschutz gestellt wurden. Heute sind es meist zwei speziell gedämmte Wände mit einer dazwischen liegenden Trennfuge. Der gemeinsame Abschluss kann sich an den Seiten der Häuser befinden oder, seltener, auch an den Rückwänden. Dann spricht man von Back-to-Back-Bebauung (Englisch für: Rücken an Rücken). Häufig sind die beiden Doppelhaushälften ähnlich gestaltet.

Vorteile, die Doppelhäuser mit Reihenhäusern gemeinsam haben

Da eine Doppelhaushälfte nur von drei Seiten zugänglich ist, kann der Bauherr bei der Größe des Grundstücks, konkret bei der benötigten Breite sparen. Es benötigt zwar etwas mehr Platz als ein Reihenhaus, beide Bauformen sparen aber bares Geld, weil ein kleineres Grundstück günstiger ist.

  • Durch die enge Bebauung der beiden Haushälften sparen die Bewohner Heizkosten.
  • Bauen mehrere (im Fall des Doppelhauses zwei) Parteien gemeinsam, spart das Baukosten.

Vorteile, die Doppelhäuser mit freistehenden Häusern gemeinsam haben

  • Wie bei einem freistehenden Haus gibt es die Möglichkeit, einen Garten anzulegen.
  • Die Grundrissgestaltung bietet viele Möglichkeiten für individuelle Wünsche und Ideen.
  • Der Wiederverkaufswert ist verhältnismäßig hoch.

Nachteile von Doppelhäusern

  • Wie beim Reihenhaus ist ein exzellenter Schallschutz zwischen den beiden Einzelhäusern sehr wichtig.
  • In die gemeinsame Wand können keine Fenster eingebaut werden.
  • Wer in einer Doppelhaushälfte wohnt, lebt sehr eng mit den Nachbarn zusammen. Das kann ein Nachteil sein, wenn die Familien einander nicht mögen oder es an Rücksichtnahme mangelt.

Tipps für den Bau eines Doppelhauses

  • Für beide Parteien ist es günstiger, wenn sich die künftigen Nachbarn den Erwerb des Baugrundes teilen.
  • Man muss für ein Doppelhaus eine etwas längere Bauzeit und vor allem Planungszeit kalkulieren. Denn es ist sinnvoll, dass die Bewohner beider Doppelhaushälften sich über einige grundlegende Dinge wie die Wahl der Heizung, die Aufteilung und die Dachform einigen. Es sollte besonderen Wert darauf gelegt werden, dass keine der beiden Parteien Nachteile in Bezug auf den Einfall von Sonnenlicht, Einsehbarkeit oder Zufahrtsmöglichkeiten auf das Grundstück hat.
  • Viele Anbieter haben Baukastensysteme für Doppelhäuser im Angebot. Dadurch entfallen viele Absprachen, die man sonst individuelle klären muss. Allerdings schränkt das auch den Gestaltungsspielraum ein.

Für wen eignet sich eine Doppelhaushälfte?

  • Für alle, die sich ein nicht zu großes Eigenheim mit Garten wünschen – solche gibt es selten als freistehende Häuser. Eine Doppelhaushälfte kommt dem aber nahe.
  • Wer sich ein freistehendes Haus mit großzügigem Garten wünscht, sich dies aber finanziell nicht leisten kann, sollte über eine Doppelhaushälfte als Alternative nachdenken.
  • Mehrere Generationen einer Familie können in einem Doppelhaus gemeinsam, aber doch mit eigenen Rückzugsbereichen leben. Wenn in einer Haushälfte eine junge Familie lebt, kann es ein Vorteil sein, wenn die Großeltern nur eine Tür entfernt sind. Trotzdem richtet sich jeder individuell ein und kann auf Abstand gehen, wenn er ihn braucht.

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