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Zweifamilienhaus bauen: Alle unter einem Dach

Zweifamilienhaus bauen:
Kosten, Aufteilung und Potenzial

© Katarzyna Bialasiewicz / iStock

Ein Zweifamilienhaus besteht aus zwei Wohneinheiten, die voneinander getrennt, aber dennoch in einem Gebäude untergebracht sind. Dadurch sind sich die beiden Parteien räumlich und akustisch näher als im Doppelhaus. Erfahren Sie hier, warum Sie beim Bau eines Zweifamilienhauses sparen, welche Grundrissplanung sinnvoll ist und lernen Sie die Vorteile und Nachteile von Zweifamilienhäusern kennen.

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Welche Bauweise bevorzugen Sie?

  • Im Zweifamilienhaus teilen sich zwei Parteien ein Gebäude. Anders als beim Doppelhaus gibt es keine trennende Außenwand.
  • Typisch ist eine Trennung der Wohneinheiten in oben und unten. Beide Haushälften sind daher nicht identisch und haben jeweils ihre eigenen Vor- und Nachteile.
  • Sie können Ihr Zweifamilienhaus auch mit einer Einliegerwohnung bauen und diese vermieten. Die Zweifamilienhaus-Regelung ermöglicht ein vereinfachtes Kündigungsrecht.
  • Falls der Flächennutzungsplan eine Mischnutzung erlaubt, können Sie auch Gewerberäume in Ihrem Eigenheim unterbringen und somit Wohnen und Arbeit unter einem Dach vereinen.  

Die Kosten für ein Zweifamilienhaus sind mit denen eines durchschnittlichen oder größeren Einfamilienhauses vergleichbar. Diese liegen im Schnitt bei etwa 320.000 Euro – bei 150 Quadratmetern Wohnfläche und einem 650 Quadratmeter großen Grundstück, wobei circa 60 Prozent auf den Hausbau und 40 Prozent auf den Grundstückskauf fallen. 

Beim Bau eines Zweifamilienhauses sparen Sie vor allem beim Grundstück. Dieses können Sie zusammen mit den Kaufnebenkosten – wie Grundbucheintrag, Notargebühren, Grunderwerbsteuern und ggf. Erschließungskosten – durch zwei teilen. Zweifamilienhäuser sind meist kleiner als Doppelhäuser, die viel Grundfläche beanspruchen.

Auch bei den laufenden Kosten können Sie im Zweifamilienhaus profitieren. Durch gemeinsame Anlagen wie Warmwasser und Heizung sind bis zu 60 Prozent weniger Betriebskosten möglich. Wenn Sie ein Zweifamilienhaus bauen, um einen Teil davon zu vermieten, müssen Sie alle Kosten erst einmal alleine stemmen. Durch die regelmäßige Miete erhalten Sie aber zusätzliche Einnahmen, die eine höhere Rate für die Tilgung des Hauskredits ermöglichen.

  • Geteilte Kosten: Grundstück, Hausbau, Betriebskosten und spätere Instandsetzung: All diese Kosten können Sie teilen, wenn Sie mit einer zweiten Partei ein Zweifamilienhaus bauen.  

  • Kurze Wege: Wenn Sie mit der Familie oder Freunden in ein Zweifamilienhaus ziehen, profitieren Sie von der räumlichen Nähe. Bauherren, die den zweiten Gebäudeteil als Büro oder andere Gewerbefläche nutzen, sparen sich den täglichen Weg zur Arbeit.

  • Zusätzliche Einnahmen: Zweifamilienhäuser mit Einliegerwohnung haben den Vorteil, dass Sie die Mieteinnahmen zum Abzahlen des Baudarlehens verwenden können. Das Haus trägt sich quasi von selbst. Kreditzinsen und die Abnutzung lassen sich zudem von der Steuer absetzen. Ein Zweifamilienhaus kann somit Eigenheim, Kapitalanlage und Altersvorsorge in einem sein.

  • Flexibilität: Wenn Sie einen Teil des Zweifamilienhauses barrierefrei gestalten, können Sie im Alter selbst dort einziehen und müssen Ihre vier Wände nicht verlassen. Bis dahin können Sie den Gebäudeteil vermieten. In den größeren Wohnbereich können später die erwachsenen Kinder ziehen oder Sie vermieten diesen und finanzieren sich damit Ihren Ruhestand. Vermietungen sind auch temporär möglich, sodass Sie Ihr Einkommen in finanziell schwierigen Zeiten aufstocken und den Bereich in guten Zeiten selbst nutzen können.

  • Nähe zum Nachbarn: Im Zweifamilienhaus leben Sie mit den Nachbarn unter einem Dach und können sich schwerer aus dem Weg gehen als im Doppelhaus, in dem eine gemeinsame Außenwand die beiden Gebäudeteile trennt. Diese räumliche und akustische Nähe kann schnell zu Konflikten führen. Tipp: Formulieren Sie wie in einem Mehrfamilienhaus Hausregeln, um Streit vorzubeugen.

  • Kompromiss bei Planung und Gestaltung: Das Leben im Zweifamilienhaus fordert viel Kompromissbereitschaft. Sie beginnt schon bei der Planung: Welche Dachform  soll es werden? Wer bekommt welchen Gebäudeteil? Wie wird der Garten gestaltet? Bei zwei gleichberechtigen Zweifamilienhaus-Parteien fehlt die Selbstbestimmtheit, die Sie in einem Einfamilienhaus genießen. Das betrifft auch die Renovierung, Umbauten und Modernisierungsmaßnahmen.  

  • Unterschiedliche Wohnqualität: Erschwerend kommt hinzu, dass die Wohnbereiche im Zweifamilienhaus nicht gleich gestaltet werden können. Beide Bereiche haben ihre Vor- und Nachteile. Eine Lösung könnte sein, dass die Partei in der „schlechteren“ Hälfte zum Ausgleich einen geringeren Teil der Kosten übernimmt. Welcher Wohnbereich besser oder schlechter ist, bleibt oft subjektives Empfinden.

  • Aufwand bei Vermietung: Die Vermietung eines Teils Ihres Zweifamilienhauses ist mit Aufwand verbunden: Sie müssen passende Mieter finden, sich um Reparaturen kümmern und sind auch bei anderen Problemen der erste Ansprechpartner. Bei der Finanzierung müssen Sie die Kosten für beide Bereiche aufteilen und auch die jährliche Steuererklärung gestaltet sich durch Mieteinnahmen und Abschreibungen komplexer.

Anders als die meisten Doppelhäuser sind Zweifamilienhäuser nicht in zwei identische Wohnbereiche aufgeteilt und nebeneinander angeordnet. Meist ist ein Wohnbereich deutlich größer als der andere. Folgende Aufteilungen sind möglich:

Aufteilung nach Etagen

Ein Zweifamilienhaus kann nach Etagen getrennt werden. Eine Wohneinheit befindet sich im Erdgeschoss, die zweite ein Stockwerk darüber. Hauseingang und Treppenhaus werden geteilt. Außerdem können Sie entscheiden, ob Sie Garten, Keller, Hauswirtschaftsraum und Dachgeschoss gemeinsam nutzen wollen.

Bei der Aufteilung eines Zweifamilienhauses in Etagen hat jede Partei Vor- und Nachteile. In der unteren Etage haben Sie direkten Zugang zum Garten, dafür aber ein höheres Einbruchsrisiko. Zudem kann es sein, dass Sie die Schritte aus dem Wohnbereich über sich hören. Wer im Obergeschoss wohnt, muss Treppen steigen, hat dafür aber unter Umständen mehr Privatsphäre. 

Zweifamilienhaus mit Einliegerwohnung

Ein Zweifamilienhaus wird oft mit Einliegerwohnung geplant. Der Vorteil: Sie können diese vermieten und die Einnahmen in die Tilgung Ihrer Baufinanzierung fließen lassen. Die Wohnung sollte einen separaten Eingang sowie eigene Wohnräume wie Küche, Gemeinschaftsraum und Badezimmer haben. Insgesamt nimmt eine Einliegerwohnung aber deutlich weniger Wohnfläche ein als der Hauptwohnbereich. Meist befindet sie sich im Erdgeschoss. Ob Garten, Keller oder andere Bereiche geteilt werden, können Sie frei bestimmen.

Vereinfachtes Kündigungsrecht im Zweifamilienhaus

Aufgrund der sogenannten Zweifamilienhaus-Regelung (§ 573a Abs.1 BGB) können Sie als Vermieter das Mietverhältnis ohne Begründung kündigen. Allerdings verlängert sich die Kündigungsfrist in solchen Fällen um drei Monate.

Zweifamilienhaus mit Arbeitstrakt

Sie können ein Zweifamilienhaus bauen, um Wohnen und Arbeiten unter einem Dach zu vereinen. Vor allem für Selbstständige ist das eine Möglichkeit, um Kosten zu reduzieren und den Arbeitsweg zu verkürzen. Büroräume, Praxis oder Beratungszimmer lassen sich in einem Bereich des Hauses unterbringen. Doch Achtung: Wenn Sie Ihr Eigenheim gewerblich nutzen wollen, ist eine entsprechende Genehmigung nötig. Im Flächennutzungsplan sollte das Gebiet als Mischgebiet ausgewiesen sein.

Zweifamilienhaus als Mehrgenerationenhaus

Ein Zweifamilienhaus ist ideal, um als Großfamilie darin zu leben. Die Großeltern oder erwachsenen Kinder haben im Mehrgenerationenhaus ihr eigenes Reich und sind trotzdem nah. So können Opa und Oma kurzfristig auf die Enkel aufpassen und erhalten bei Bedarf schnell Hilfe und Unterstützung. Man kann spontan zusammen Abendessen oder doch lieber für sich bleiben. Das Zusammenleben sind viele Familien gewohnt und Kompromisse werden – zumindest im Idealfall – leichter geschlossen.

Es bietet sich an, der älteren Generationen den Wohnbereich im Erdgeschoss zu überlassen und an die Bedürfnisse des Wohnens im Alter anzupassen. Dazu gehört ein barrierefreier ebenerdiger Eingang mit Türen, die mindestens 90 Zentimeter breit sind.

Mit wem sollte man sich ein Zweifamilienhaus teilen?

Die Bewohner sind sich im Zweifamilienhaus besonders nahe, weshalb Sie gut überlegen sollten, mit wem Sie sich ein Haus teilen wollen. Selbst in der Familie oder mit engen Freunden kann es zu Streit kommen, wenn man dauerhaft unter einem Dach wohnt. Der Vorteil, wenn Sie einen Teil des Zweifamilienhauses vermieten: Sie können die Regeln festlegen.

Ob Sie Ihr Zweifamilienhaus alleine oder zusammen mit einer weiteren Familie bauen: Bei der Finanzierung gibt es einiges zu beachten. Hier finden Sie Tipps sowie einen Überblick möglicher Förderungen.

Zweifamilienhaus gemeinsam finanzieren

Bilden die beiden Wohnparteien eine Finanzierungsgemeinschaft, sollten Sie vorab die Eigentumsverhältnisse sowie Rechte und Pflichten klären. Wenn Sie mit Familienmitgliedern oder Freunden gemeinsam einen Baukredit aufnehmen, können Sie höhere Raten stemmen und mehr Eigenkapital einbringen. Beides vergünstigt die Finanzierung. Doch ein gemeinsamer Kredit ist mit einem hohen Risiko verbunden. Gerät die zweite Partei in finanzielle Schwierigkeiten, bleiben Sie unter Umständen alleine auf den Ratenzahlungen sitzen und verlieren im schlimmsten Fall Ihr Eigenheim.

Die Finanzierung bei Vermietung: Das sollten Sie beachten

Wenn Sie eine Einheit Ihres Zweifamilienhauses vermieten, hat dies Einfluss auf die Finanzierung. Schließen Sie bei Ihrem Kreditgeber am besten zwei getrennte Kreditverträge für die beiden Einheiten. So sind die Kosten eindeutig zuzuordnen und Sie können die Zinsen für den vermieteten Teil von der Steuer absetzen. Ein weiterer Tipp zum Steuersparen: Lassen Sie Ihr Eigenkapital größtenteils in die Finanzierung des Hauptwohnbereichs fließen und setzen Sie auch die Tilgung für diesen Bereich höher an. 

Beachten Sie: Die geplanten Mieteinnahmen erhöhen zwar Ihren Spielraum für die Finanzierung des Zweifamilienhauses. Setzen Sie die monatliche Rate aber so an, dass Sie das Darlehen notfalls auch ohne Mieteinnahmen begleichen können. So kommen Sie bei einem Mietausfall nicht in Bedrängnis. Unser Haushaltsrechner hilft Ihnen dabei, eine realistische Höhe für die Monatsrate zu bestimmen.

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Förderungen wie vergünstigte Darlehen oder Zuschüsse sind vor allem dann möglich, wenn Sie als Familie ein Zweifamilienhaus bauen und einen Teil davon selbst nutzen. Hier ein Überblick:

  • Baukindergeld: Mit dieser Förderung will die Bundesregierung Familien mit Kindern unterstützen. Für jedes kindergeldberechtigte Kind unter 18 Jahre ist ein Zuschuss von 1.200 Euro pro Jahr möglich. Das Baukindergeld wird maximal zehn Jahre gewährt. Sie können diese staatliche Förderung allerdings erst nach dem Einzug beantragen.
  • Regionale Eigenheimförderung: Viele Bundesländer – und manchmal auch einzelne Kommunen – fördern den Bau von Häusern, die selbst genutzt werden. Ansprechpartner sind die Landesbanken und Gemeindeverwaltungen.
  • KfW-Wohneigentumsprogramm/KfW-Programm 124: Auch die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) erleichtert den Bau von Eigenheimen wie Zweifamilienhäusern. Sie vergibt zinsgünstige Kredite bis zu 100.000 Euro. Diese Förderung kann mit weiteren KfW-Mitteln kombiniert werden.
  • KfW-Förderung für energieeffizientes Bauen/KfW-Programm 153: Wenn Sie Ihr Zweifamilienheim besonders energiesparend gestalten, können Sie an diesem Programm teilnehmen. Für die KfW-Effizienzhäuser 55, 40 und 40plus gibt es Darlehen und Tilgungszuschüsse. Je besser der Standard – ein KfW-Haus 40 verbraucht nur 40 Prozent so viel Primärenergie wie ein vergleichbarer Neubau – desto höher die Förderung. 
  • Wohn-Riester: Da das Eigenheim eine Form der Altersvorsorge ist, hat die Bundesregierung Wohn-Riester ins Leben gerufen. Bei diesem Sparvertrag fließt ein Teil Ihres Gehalts direkt in einen Bausparvertrag oder die Tilgung eines Immobiliendarlehens. Der Staat legt einen Zuschuss oben drauf. Außerdem sind die Sparbeiträge steuerfrei.

Der ideale Grundriss hängt davon ab, wie und wo Sie die beiden Wohnbereiche planen. Folgende Punkte sollten Sie bei der Grundrissgestaltung eines Zweifamilienhauses beachten:

Raumaufteilung festlegen

Entscheidend für die Planung ist, wo die Grenzen der beiden Wohnbereiche verlaufen. Die entsprechenden Wände oder Decken sollten besonders gut schallisoliert werden. Achten Sie bei einer Unterteilung in oben vs. unten darauf, dass sich Badezimmer und Küche direkt unter- bzw. übereinander befinden. Das erleichtert das Verlegen von Rohren und Anschlüssen.

Zugänge zu den beiden Wohnbereichen

Wie gelangen die Bewohner in ihren jeweiligen Bereich? Typisch für Zweifamilienhäuser ist ein gemeinsames Treppenhaus mit zwei getrennten abschließbaren Wohnungstüren. Im Mehrgenerationenhaus kann darauf unter Umständen verzichtet werden. Falls Sie ein Zweifamilienhaus mit Einliegerwohnung oder Büro, Praxis beziehungsweise einer Ladenfläche planen, sind zwei separate Außeneingänge sinnvoll.

Gemeinsam genutzte Räume und Zugänge

Eine weitere Frage, die Sie im Zweifamilienhaus klären sollten: Welche Räume werden gemeinsam genutzt? Möglich ist zum Beispiel ein Hauswirtschaftsraum mit Waschmaschinen und Trocknern im Keller oder gemeinsamer Stauraum im Dachgeschoss. Klären Sie auch die Aufteilung des Gartens. Falls das Zweifamilienhaus nach Etagen getrennt ist, sollten Sie entscheiden, ob und wie die Partei im Obergeschoss Zugang zu Garten und Terrasse erhält. 

Clevere Raumnutzung

Für den Fall, dass Sie im Zweifamilienhaus auf Wohnfläche verzichten müssen (zum Beispiel, weil Sie zwischenzeitlich einen Mieter aufnehmen), sollten Sie den vorhandenen Platz optimal nutzen. Schaffen Sie zum Beispiel Stauraum durch Einbauschränke. Räume wie das Treppenhaus, die Diele, Flure und Abstellkammern können ruhig kleiner geschnitten sein. Eine offene Wohnküche – eventuell mit platzsparender Schiebetür – spart zusätzliche Quadratmeter.

Getrennte Verbrauchszähler

Damit es bei der Betriebskostenabrechnung nicht zu Streit kommt, sollten Sie auf getrennte Verbrauchszähler für Wasser und Strom achten. Besprechen Sie mit der zweiten Partei, wer für die Wartung der Anlagen zuständig ist und wie Sie Reparatur- und Instandsetzungskosten aufteilen. Wann soll die Heizung im Herbst an- und im Frühling wieder abgestellt werden? Auch das sollten Sie – im Idealfall schriftlich – festhalten.

Individuell geplant von einem Architekten, alles aus einer Hand von einem Generalunternehmen, ein fertiges Zweifamilienhaus vom Bauträger kaufen oder beim Hausbau selbst mit anpacken: Hier erfahren Sie, welche Baupartner zur Auswahl stehen.

Zweifamilienhaus von einem Architekten gestalten lassen

Wenn Sie ein individuelles Zweifamilienhaus bauen wollen oder Sonderwünsche haben, können Sie einen Architekten engagieren. Dieser verlangt zwar mitunter ein hohes Honorar, steht Ihnen aber während des gesamten Bauprozesses zur Seite: Auf der Baustelle hat er einen fachkundigen Blick auf alle Gewerke und steht Ihnen auch bei baurechtlichen Fragen Rede und Antwort.

Zweifamilienhaus mit einem Generalunternehmen bauen

Wenn Sie ein individuelles Zweifamilienhaus bauen wollen oder Sonderwünsche haben, können Sie einen Architekten engagieren. Dieser verlangt zwar mitunter ein hohes Honorar, steht Ihnen aber während des gesamten Bauprozesses zur Seite: Auf der Baustelle hat er einen fachkundigen Blick auf alle Gewerke und steht Ihnen auch bei baurechtlichen Fragen Rede und Antwort.

Zweifamilienhaus mit einem Generalunternehmen

Die Bauarbeiten können Sie von einzelnen Bauunternehmen und Handwerkern ausführen lassen. Einfacher ist es jedoch, ein Generalunternehmen zu engagieren, das alle Gewerke koordiniert. Sie haben so nur einen Ansprechpartner – auch für den Fall, dass Baumängel entstehen.

Zudem gibt es Hausbauanbieter, die nicht nur die Bauausführung, sondern bereits die Schritte davor übernehmen: von der Grundrissplanung über Bauanträge bis hin zur schlüsselfertigen Übergabe. Diese Unternehmen bieten meist Typenhäuser, die Sie zu einem gewissen Grad individuell anpassen lassen können.

Zweifamilienhaus von einem Bauträger kaufen

Die Grundstückssuche und alle weiteren Planungen rund um den Hausbau umgehen Sie, wenn Sie ein Zweifamilienhaus von einem Bauträger kaufen. Das Haus ist hier jedoch bereits fertig geplant, weshalb Sie bei der Gestaltung kaum oder gar nicht mitsprechen können. In diesem Fall sind Sie kein Bauherr, sondern vielmehr Käufer eines Neubaus.

Zweifamilienhaus selbst bauen

Mit viel handwerklichem Schritt und einer Menge Zeit können Sie einen Teil Ihres Zweifamilienhauses selbst bauen. So gibt es zum Beispiel Ausbauhäuser, bei denen Sie den Innenausbau übernehmen. Auch Bausatzhäuser sind üblich: Dabei handelt es sich um Fertighäuser, die Sie zum Teil selbst montieren. Beachten Sie, dass Sie als Laie bestimmte Arbeiten – vor allem im Bereich Elektro und Installation – rechtlich nicht selbst ausführen dürfen. Außerdem haben Sie niemanden, der bei Schäden und Mängeln haftet.  

Sie können Ihr Zweifamilienhaus als Massivhaus oder Fertighaus bauen lassen. Beide Bauweisen haben jeweils Vor- und Nachteile:

Zweifamilienhaus als Massivhaus

Massivhäuser werden Stein auf Stein auf dem Grundstück errichtet. Viele Wände und Decken haben eine tragende Funktion, was diese Häuser besonders robust macht. Die hochwertigen Baumaterialien nehmen Luftfeuchtigkeit auf und geben sie wieder ab. So sorgen sie für ein gesundes Raumklima und bieten natürliche Wärmedämmung. Da Massivhäuser darauf ausgelegt sind, mehrere Generationen zu überdauern, sind sie besonders wertstabil und haben einen hohen Wiederverkaufswert.

Die Nachteile: Zweifamilienhäuser in Massivbauweise sind in der Regel teurer und die Bauzeit ist länger als beim Fertighaus.

Zweifamilienhaus als Fertighaus

Mit einem Fertighaus kommen Sie oft schneller und günstiger ins Zweifamilienhaus als mit einem Massivhaus. Große Teile des Gebäudes werden vorab im Werk produziert und müssen auf der Baustelle nur noch montiert werden. So ist es möglich, ein Haus innerhalb weniger Tage zu errichten. Der Planungsprozess dauert allerdings ähnlich lange wie beim Massivhaus. Da es mittlerweile eine große Auswahl an Fertighausanbietern gibt, ist für so ziemlich jeden Geschmack etwas dabei und gestalterisch sind Ihnen nur wenige Grenzen gesetzt.

Zweifamilienhäuser als Energiesparvariante

Egal, für welche Bauweise Sie sich entscheiden ­– mit einer energieeffizienten Gestaltung können Sie Förderungen beanspruchen und sparen langfristig Energiekosten. Sogenannte Plusenergiehäuser und viele Passivhäuser produzieren sogar mehr Energie als sie benötigen. Der Überschuss kann ins öffentliche Netz eingespeist werden. Die Anlagen, die dafür nötig sind – zum Beispiel eine Photovoltaikanlage – sind ideal für Zweifamilienhäuser, da Sie sich die Kosten für Installation und Instandhaltung teilen können.

Bevor Sie ein Zweifamilienhaus bauen können, benötigen Sie ein passendes Grundstück und die Erlaubnis, das Haus dort nach Ihren Plänen zu errichten und zu nutzen. Folgendes sollten Sie wissen:

Ein passendes Grundstück für ein Zweifamilienhaus finden

Mit dem richtigen Grundstück legen Sie die Basis für den Bau Ihres Zweifamilienhauses. Der Standort lässt sich nicht mehr ändern. Legen Sie für sich selbst Kriterien fest, die ein Baugrundstück erfüllen sollte: Wollen Sie in einer Stadt oder auf dem Land leben? Ist Ihnen eine gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr wichtig oder haben Sie ein Auto und sind selbst mobil? Legen Sie mehr Wert auf ein buntes Kultur- und Freizeitangebot oder genießen Sie lieber Natur und Ruhe? Auch an das Grundstück selbst gibt es Anforderungen. So sollte die Bodenbeschaffenheit gut und die Fläche ausreichend groß sein. Für ein Zweifamilienhaus benötigen Sie mindestens 400 Quadratmeter.

9 Tipps zur Grundstückssuche

Grundstücke sind ähnlich begehrt wie Immobilien. Erfahren Sie hier, wie Sie den passenden Bauplatz finden.

Baugenehmigung: Welches Zweifamilienhaus dürfen Sie bauen?

Werfen Sie vor dem Grundstückskauf auch einen Blick in den Bebauungs- und Flächennutzungsplan. Dort ist festgelegt, was und wie Sie in einem bestimmten Gebiet bauen dürfen: 

  • Ist eine mehrstöckige Bauweise möglich?
  • Wie groß darf die maximale Grund- und Wohnfläche sein?
  • Ist die Ausrichtung des Hauses in eine bestimmte Himmelsrichtung vorgeschrieben? 
  • Gibt es Vorgaben zu Dachform, Fassade und weitere bauliche Besonderheiten?
  • Dürfen Sie einen Teil Ihres Zweifamilienhauses gewerblich nutzen, zum Beispiel als Büro, Praxis, Werkstatt oder Verkaufsfläche?

Das Thema Baurecht und Baugenehmigung ist für Laien nicht immer leicht zu verstehen. Ein Architekt oder ein Hausbauanbieter mit Rundum-Service helfen Ihnen bei diesen Fragen. Die Unterlagen für den Bauantrag dürfen sogar nur von Architekten oder Bauingenieuren eingereicht werden.

 

In ganz Deutschland gibt es Musterhausparks, in denen Anbieter ihre beliebtesten Haustypen vorstellen. Sie können die Musterhäuser von innen und außen besichtigen. Verschaffen Sie sich dort selbst einen Eindruck, wie verschiedene Aufteilungen und Grundrisse im Zweifamilienhaus wirken. Oft finden Sie vor Ort Ansprechpartner, die Sie beraten und über die Schritte der Hausbauplanung informieren. 

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Egal wie Ihr Traumhaus aussieht, in einem Musterhauspark können Sie Ihr künftiges Eigenheim schon vor Baubeginn erleben.

Ein Zweifamilienhaus ist genau der richtige Haustyp für Sie, wenn Sie:

  • Kosten beim Grundstückskauf und Hausbau sparen wollen und Sie die Nähe zu den Bewohnern der zweiten Haushälfte nicht stört
  • zusammen mit Verwandten oder engen Freunden unter einem Dach leben wollen
  • einen Teil Ihres Hauses vermieten wollen, um mit den Mieteinnahmen den Immobilienkredit zu finanzieren und im Alter damit die Rente aufstocken wollen
  • Wohnen und Arbeiten unter einem Dach vereinen wollen
  • flexibel bei der Nutzung zweier Wohnbereiche bleiben wollen

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