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Mehrgenerationenhaus: Jung und Alt unter einem Dach

Mehrgenerationenhaus:
Jung und Alt unter einem Dach

© AndreaAstes / iStock

Oma, Opa, Eltern und Kinder in einem Haus: Ein Mehrgenerationenhaus beschreibt mehr ein Wohnkonzept als einen Haustyp. Die Idee: Jung und Alt unterstützen sich gegenseitig, wie dies früher in der Großfamilie der Fall war. Generationenhäuser gibt es in Form großer Einfamilienhäuser oder ganzer Mehrfamilienhaus-Anlagen, hinter denen meist ein kommunaler Träger steht. Lesen Sie hier, welche Möglichkeiten es gibt, ein Mehrgenerationenhaus zu bauen, mit welchen Kosten Sie rechnen müssen und welche rechtlichen Fragen zu klären sind.

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Welche Bauweise bevorzugen Sie?

Bei Mehrgenerationenhäusern unterscheidet man zwei Varianten: Das private Mehrgenerationenhaus, in denen eine Familie mit der älteren Generation zusammenlebt, oder konzeptionelle Mehrgenerationenhäuser mit vielen Bewohnern, die von der Kommune gefördert und vom Bund bezuschusst werden. Je nach Größe und Konzept bieten sich folgende Haustypen an:

  • Mehrfamilienhaus: Öffentlich geförderte Mehrgenerationenhäuser befinden sich in der Regel in Mehrfamilienhäusern mit genügend Gemeinschaftsflächen und privaten Rückzugsmöglichkeiten. Meist gibt es vor Ort nicht nur Wohnraum, sondern auch Hilfs- und Dienstleistungen für alle Altersklassen.
  • Einfamilien- und Zweifamilienhäuser mit Einliegerwohnungen: Freistehende Häuser mit genügend Wohnfläche sind ideal, wenn Sie ein Mehrgenerationenhaus mit Ihren Eltern bauen wollen. Zwei voneinander getrennte Wohneinheiten bieten jeder Generation genügend Raum für sich. Falls sich die Großeltern viel Platz wünschen, sind auch Doppelhäuser oder Reihenhäuser eine Alternative.  
  • Bungalow: Das ebenerdige Gebäude ist per se barrierefrei und somit prädestiniert für das Wohnen im Alter. Nachteil: Ein Bungalow muss sehr weitläufig sein, damit zwei oder mehr Generationen auf einer Ebene Platz finden.  

Was die Bauweise betrifft, so kommen sowohl Massivhäuser als auch Fertighäuser als Mehrgenerationenhaus in Frage. Bei Gebäuden mit mehr als drei Stockwerken ist das Fertighaus in der Regel ungeeignet. Neubauten werden oft als Energiesparhaus gebaut, für die weitere staatliche Förderungen möglich sind.

Wie teuer der Bau eines Generationenhauses ist, hängt von seiner Größe und der Anzahl der Wohneinheiten ab. Als Richtwert können Sie bei einem Mehrfamilienhaus von 1.200 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche ausgehen. Zu den Kostenpunkten gehören:  

  • Hausbau
  • Grundstückskauf
  • Bau- und Kaufnebenkosten (Erschließungskosten, Planungskosten, Grunderwerbsteuer, Notargebühren etc.)
  • Laufende Betriebskosten

Mehrgenerationenhaus kaufen statt bauen

Um sich den Aufwand zu sparen, der mit dem Hausbau verbunden ist, können Sie Ihr Mehrgenerationenhaus auch kaufen statt bauen. Bedenken Sie, dass zum Kaufpreis noch weitere Nebenkosten hinzukommen. Der Nachteil: Sie können das Haus nicht nach Ihren eigenen Wünschen gestalten.

  • Gegenseitige Unterstützung: Die Großeltern springen zum Beispiel bei der Kinderbetreuung ein, erhalten dafür Unterstützung im Haushalt und bei der Gartenarbeit.

  • Investition in die Zukunft: Barrierefrei und modern gestaltet, ist ein Mehrgenerationenhaus eine solide Geldanlage und Altersvorsorge.

  • Flexible Nutzung: Häuser mit mehreren Wohnbereichen lassen sich an neue Lebenssituationen anpassen. Nach dem Tod der Großeltern können zum Beispiel erwachsene Kinder in die Einliegerwohnung ziehen oder Sie vermieten diese und generieren damit zusätzliche Einnahmen.

  • Mehr Kapital zur Verfügung: Die Großeltern können zum Beispiel Eigenkapital beisteuern oder sich mit ihrer Rente an der Rückzahlung des Baudarlehens beteiligen.

  • Förderungen in Anspruch nehmen: Für den Bau eines Mehrgenerationenhauses gibt es in vielen Fällen Zuschüsse und zinsgünstige Darlehen, welche die Baufinanzierung erleichtern.

  • Kurze Wege: Wenn die eigenen Eltern Hilfe im Alltag benötigen, ist es oft einfacher, wenn diese bereits im gleichen Haus leben. Gleiches gilt, wenn Oma oder Opa bei der Kinderbetreuung helfen sollen.

  • Höhere Baukosten: Ein großes Gebäude mit mehreren separaten Wohneinheiten ist mit höheren Kosten verbunden und erfordert mehr Grundstücksfläche als der Bau eines normalen Massiv- oder Fertighauses. Bauherren müssen deshalb einen höheren Kredit aufnehmen oder sich mit anderen Bauwilligen zusammentun.

  • Hohe Kompromissbereitschaft: Das nahe Zusammenleben und der Altersunterschied können auch zu Konflikten führen, ohne Kompromisse funktioniert es meist nicht.

  • Klärung rechtlicher Fragen: Für das Leben im Generationenhaus müssen zunächst viele rechtliche Fragen geklärt werden: Wer steht als Eigentümer im Grundbuch? Was passiert, wenn eine Partei stirbt? Wer sind die gesetzlichen Erben und wie wird mit ihren Ansprüchen umgegangen?

  • Komplizierte Finanzierung: Nicht immer ist es möglich, dass sich Großeltern an der Finanzierung beteiligen. Das Problem: Ab einem Alter von 50 Jahren wird es schwierig, einen Kredit mit langer Laufzeit zu erhalten.

Wenn Sie ein Mehrgenerationenhaus planen, stellt sich folgende Frage: Wollen Sie das Haus zusammen mit anderen bauen oder das Projekt alleine stemmen? Beides hat Vor- sowie Nachteile und führt zu unterschiedlichen Eigentumsverhältnissen.

Zusammen mit anderen ein Mehrgenerationenhaus bauen

Wenn Sie zusammen mit anderen ein Mehrgenerationenhaus bauen – das können Familienmitglieder oder andere Bauwillige sein – müssen zunächst die Eigentumsverhältnisse geklärt werden. Aus juristischer Sicht haben diejenigen Personen Anspruch auf eine Immobilie, die im Grundbuch stehen. Wie Sie den Besitz genau aufteilen und was mit Gemeinschaftsflächen passieren soll, können Sie in der Teilungserklärung festlegen.

Achtung:

Seien Sie sich bewusst, dass die Besitzanteile nach dem Tod eines Eigentümers an die gesetzlichen Erben übergehen (zum Beispiel weitere Geschwister) und diese so Mitglied der Eigentümergemeinschaft werden. Falls Sie dies nicht wollen, können Sie sich zum Beispiel als alleiniger Eigentümer eintragen lassen und Ihren Eltern ein lebenslanges Wohnrecht zusichern.

Alleine ein Mehrgenerationenhaus bauen

Falls Sie die nötigen finanziellen Mittel haben, können Sie das Mehrgenerationenhaus auch alleine realisieren und Senioren zur Miete darin wohnen lassen. Dies hat auch steuerliche Vorteile. So können Sie bei vermieteten Immobilien die Anschaffungsnebenkosten und Ausgaben zur Instandsetzung und Unterhaltung des Gebäudes wie Reparaturen etc. von der Steuer absetzen. Bei selbstgenutztem Wohneigentum ist das nicht möglich.

Bevor Sie ein Mehrgenerationenhaus im Detail planen können, benötigen Sie ein passendes Grundstück. Das Bauvorhaben sollte im Einklang mit dem örtlichen Bebauungsplan und Flächennutzungsplan stehen. Damit Senioren lange ein selbstbestimmtes Leben führen können, sollten Sie zudem auf folgende Punkte achten:

  • Das Grundstück ist gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden.
  • Die Wege zu Supermarkt, Arzt, Apotheke und anderen Versorgungseinrichtungen sind kurz.
  • Im Idealfall finden Senioren Freizeit- und Kulturangebote in der Nähe.
  • Das Grundstück ist nicht zu abschüssig und auch für Gehhilfen oder einen Rollstuhl geeignet.
  • Es ist Platz für einen zumindest kleinen Garten.

9 Tipps zur Grundstückssuche

Grundstücke sind ähnlich begehrt wie Immobilien. Erfahren Sie hier, wie Sie den passenden Bauplatz finden.

Ein Generationenhaus kann aus abgetrennten Wohnbereichen bestehen oder völlig offen sein. Typisch ist eine Mischung aus

  • Gemeinschaftsräumen wie Wohnzimmer und Esszimmer, oft auch die Küche,
  • privaten Rückzugsräumen/Wohnungen mit Schlafzimmer, eigenem Badezimmer, manchmal auch einer kleinen Küchenzeile und
  • gemeinsam genutzten Außenflächen, beispielsweise Garten und Terrasse mit Sitzmöglichkeiten.

Achten Sie bei der Grundrissplanung auf eine barrierefreie Gestaltung. Idealerweise befinden sich alle Räume, die Senioren nutzen, im Erdgeschoss. Bei größeren Mehrgenerationenhäusern ist dies in der Regel nicht möglich. Ein Aufzug oder Treppenlift sorgen dafür, dass ältere Menschen problemlos in die oberen Etagen gelangen. Achten Sie auf genügend breite Türen und einen Eingangsbereich ohne Schwellen.

In großen, von Gemeinden unterhalten Mehrgenerationenhäusern befinden sich im Erdgeschoss meist die Gemeinschaftsräume. Das Angebot reicht vom offenen Treff und Spielzimmer über eine eigene Kindertagesstätte bis hin zur ambulanten Tagespflege, Ärzten, einem Friseur oder sogar einem kleinen Lebensmittelgeschäft.

Wenn Sie als Familie ein Mehrgenerationenhaus planen, können Sie Förderungen für selbstgenutztes Wohneigentum oder Baukindergeld in Anspruch nehmen. Darüber hinaus stellen der Staat, die Bundesländer und die Gemeinden Mittel für generationenübergreifende Wohnkonzepte zur Verfügung.  

Am bekanntesten ist das Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus. Bis einschließlich 2019 hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Projekte mit bis zu 30.000 Euro pro Jahr gefördert. Weitere 10.000 Euro kamen jeweils von der Kommune, vom Landkreis oder dem Bundesland. 2020 sind sogar bis zu 50.000 Euro Zuschuss pro Generationenhaus möglich. Das Programm soll 2021 fortgesetzt werden. Das Förderprogramm setzt einen Beschluss der jeweiligen Stadt oder Gemeinde voraus und beruht auf zwei Säulen:

  • Gestaltung des domgrafischen Wandels (verpflichtend)
  • Integration von Menschen mit Migrations- und Fluchthintergrund (freiwillig)

Falls Sie Ihr Generationenhaus nicht komplett neu bauen, sondern eine bestehende Immobilie sanieren, können Sie das KfW Programm 159 (Altersgerecht Umbauen) beantragen. Es sieht einen zinsgünstigen Kredit in Höhe von bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit vor.

Weist einer der zukünftigen Bewohner bereits einen Pflegegrad auf, gibt es zudem Unterstützung von der Pflegekasse. Für Baumaßnahmen, die das Wohnumfeld verbessern, sind bis zu 4.000 Euro möglich.

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Ein Mehrgenerationenhaus ist das richtige Wohnkonzept, wenn Sie

  • mit Ihren Eltern oder anderen Senioren unter einem Dach leben wollen.
  • von der Erfahrung und teilweise noch tatkräftigen Unterstützung älterer Generationen profitieren möchten.
  • genügend finanzielle Mittel haben, um ein relativ großes Haus mit mindestens zwei getrennten Wohneinheiten bauen zu können.

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