Diese Hausbaumaterialien liegen im Trend

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© Fotolia / Jürgen Fälchle

Die meisten Häuser werden in Deutschland nach wie vor aus Steinen errichtet. Dabei sind drei Materialien am meisten verbreitet: Tonziegel, Steine aus Porenbeton und Kalksandstein.

Traditionelles Ausgangsmaterial für die Mauerziegelherstellung ist Ton. Die Vorteile dieser Ziegel sind ihre hohe Diffusionsfähigkeit und ihre guten schalldämmenden Eigenschaften. Die Wärme dämmenden Eigenschaften sind allerdings nur mäßig. Allerdings können sie bei der Herstellung so genannter „porosierter“ Mauerziegel deutlich verbessert werden, indem dem Ton Styroporkügelchen zugesetzt werden, die beim Brennvorgang vollständig verschwinden und eine Vielzahl kleiner Luftkammern hinterlassen.

Tonziegel kommen bei Außen- und Innenwänden und manchmal bei Zwischendecken und Böden zum Einsatz. Bei der Herstellung wird der Ton durch schwere Walzen zerkleinert und homogenisiert. Das aufbereitete Material wird dann durch eine Strangpresse gedrückt und die Mauerziegel mit einem Draht auf die gewünschte Größe geschnitten. Die feuchten Ziegel werden dann getrocknet und anschließend gebrannt.

Hervorragende Wärmedämmung

Porenbeton ist durch den hohen Anteil luftgefüllter Poren im Verhältnis zu anderen Massivbaustoffen sehr leicht. Dadurch weist Porenbeton auch eine sehr gute Wärmedämmung auf. Die geringe Dichte bringt auf der anderen Seite allerdings nur eine mäßige Schalldämmung mit sich. Obwohl Porenbeton leicht ist, besitzt er eine hohe Festigkeit und ist somit auch für höhere Belastungen geeignet.

Aus Porenbeton werden Mauersteine und fertige Bauelemente hergestellt. Durch die geringe Dichte lassen sich sehr große Mauersteine realisieren, die ein schnelles Arbeiten ermöglichen. Durch die gute Wärmedämmung kommt Porenbeton neben dem Mauerwerksbau für Innenwände grundsätzlich auch für Außenwände in Frage. Allerdings saugt Porenbeton sehr leicht Feuchtigkeit auf. Deshalb müssen Außenwände aus Porenbeton immer mit einer Putzschicht versehen werden.Um Spannungen aus dem Mauerwerk aufnehmen zu können, muss der Putz immer weicher sein, als der Stein darunter.

Porenbeton wird aus Kalk, Zement und fein gemahlenem Quarzsand hergestellt. Diese drei Rohstoffe werden unter Zugabe von Wasser zu einer Mörtelmischung verarbeitet und in große Formen gefüllt. Durch die Zugabe von Aluminiumpulver wird in der alkalischen Mörtelmischung Wasserstoffgas freigesetzt. Dieses führt zu einem Aufschäumen der Mörtelmasse, wodurch sich das Volumen deutlich vergrößert.

Kalksandsteine werden aus Kalk und Sand hergestellt. Beide Rohstoffe werden im Verhältnis von etwa 1:12 gemischt und mit Wasser vermengt. Weitere Zusätze sind nicht nötig. Kalksandsteine sind sehr schwer. Dadurch besitzen sie sehr gute Eigenschaften im Hinblick auf den Schallschutz. Da sie zugleich sehr druckbelastbar sind, lassen sich mit Kalksandsteinen dünne, hochbelastbare Wände mit einer sehr guten Schallschutzdämmung erstellen. Allerdings sind die Wärme dämmenden Eigenschaften schlecht, so dass immer eine zusätzliche Dämmung eingesetzt werden muss. Kalksandsteine werden als Voll-, Block-, Loch- und Hohlblocksteine angeboten. Sie eignen sich für Innen- und Außenwände.

Holzlehm-Stampftechnik zunehmend beliebter

Im Ökobau wird der Holzleichtlehm-Stampftechnik mittlerweile gegenüber dem Strohleichtlehm der Vorzug gegeben. Sie hat deutlich geringere Trocknungszeiten und weist ein besseres Schwundverhalten auf. Die Holzleichtlehm-Stampftechnik kommt insbesondere für die Erstellung von Außenwänden, Decken und für die Innendämmung von Fachwerksaußenwänden in Betracht.

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