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Rund ums Dach: Terrasse, Begrünung, Formen und Dämmung

Rund ums Dach: Terrasse, Begrünung, Formen und Dämmung

© b&m noskowski / iStock

Das Dach prägt den optischen Charakter entscheidend mit, ist aber auch in wohnlicher Hinsicht sehr wichtig. Da Baugrund immer teuerer wird, ist ein Dachausbau eine Alternative, um mehr Platz in den eigenen vier Wänden zu schaffen. Und auch beim Thema Energiesparen spielt das Dach eine Rolle: Durch eine optimale Dämmung lassen sich Heizkosten einsparen. Dieser Effekt lässt sich durch eine Dachbegrünung sogar noch verstärken. Wer einfach nur schöner wohnen möchte, ist vielleicht mit einer schicken Dachterrasse zufrieden. Immonet gibt einen Überblick über die verschiedenen Dacharten, Dachformen und Dämmungsmöglichkeiten. Zudem informiert das Immobilienportal über die Themen Dachausbau, Dachterrasse, Dachgarten, Glasdach und Schornsteinabdeckung.

Wenn Sie sich für den Bau oder Kauf eines Hauses entschieden haben, werden Sie sich früher oder später auch mit der Frage der Dachform beschäftigen. Als Laie ist es anfangs meist schwierig, den verschiedenen Namen wie Walmdach, Satteldach oder Pultdach die optisch korrekte Dachform zuzuordnen. Zur besseren Orientierung stellt Immonet die klassischen Dachformen vor.

Das Satteldach: Die häufigste Dachform
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Die am häufigsten vorkommende Dachform in Deutschland ist das Satteldach. Beim Satteldach ist die Form jedoch nicht starr vorgegeben, sondern kann in bestimmten Punkten variiert werden. So kann sowohl die Dachneigung unterschiedlich konstruiert als auch die Traufenhöhe individuell angepasst werden. Sollten Sie sich also für das Satteldach als Dachform entscheiden, erhalten Sie einen variablen Klassiker.

Moderne Häusern setzen häufig auf ein Pultdach
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Das Pultdach wurde früher überwiegend für landwirtschaftliche Hallen, Produktionsstätten oder Nebengebäude genutzt. Erst in den 1990ern mauserte sich diese Dachform zum Stilelement. Seitdem ist es aus dem Dach-Design moderner Häuser kaum mehr wegzudenken. Neben der interessanten Optik bietet diese Dachform einige weitere Vorteile: Bei intelligenter Planung dient das Pultdach mit seiner abfallenden Seite als guter Schutz vor Witterungseinflüssen und es bietet zudem viel Platz für die Implementierung von Solarkollektoren. Diese Dachform stellt eine gelungene Kombination von Funktion und Design dar.

Das Zeltdach: Dachform für Individualisten
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Das Zeltdach ist als Dachform relativ selten zu finden. Das liegt in erster Linie an seiner Voraussetzung: Um ein Zeltdach konstruieren zu können, muss der Grundriss nahezu quadratisch sein. Am häufigsten findet man diese auf perfekte Symmetrie ausgerichtete Dachform bei Turmhäusern oder Kirchtürmen. Doch insbesondere auf Individualisten übt das Zeltdach aufgrund seiner Seltenheit einen gewissen Charme aus.

Walmdach und Krüppelwalmdach
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Das Walmdach gehört ebenso wie das Satteldach zu den am häufigsten vorkommenden Dachformen. Beliebig variieren lässt sich diese Dachform mittels verschiedener Gauben. Eine spezielle Form des Walmdachs ist das Krüppelwalmdach, welches hauptsächlich dort eingesetzt wird, wo die Giebel vor rauen Witterungsverhältnissen geschützt werden sollen.

Der Dachausbau ist eine Möglichkeit, um mehr Platz in den eigenen vier Wänden zu schaffen. Denn Baugrund ist sehr teuer, ein Dachausbau hingegen kostet ungefähr 500 Euro pro Quadratmeter weniger als ein Neubau. Durch technische Neuerungen lassen sich die stillen Platzreserven unter der Dachschräge zudem leichter nutzen als bisher. Bevor es mit der Planung losgeht, sollten Sie sich im Klaren darüber sein, wie der neugewonnene Platz genutzt werden soll. Soll ein Gäste-, ein Kinder- oder ein Arbeitszimmer enstehen? Oder benötigen Sie eher eine neue Küche, ein zusätzliches Bad oder einen Hobbyraum? Immonet gibt einen Überblick zum Thema Dachausbau.

Tipps für den Dachausbau
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Individueller Wohnraum unter dem Dach

Je nach dem Neigungsgrad des Daches und möglichen Kostenrahmen für den Umbau lässt sich aus der ungenutzten Fläche im Bestfall eine komplette Dachgeschosswohnung zaubern. Doch zunächst muss man anhand der bestehenden Dachform und -neigung die maximale Raumkapazität berechnen.

Besitzt der Dachboden einen Neigungswinkel von 35 bis 50 Grad, lässt sich eine ganze Wohnebene gestalten, während sich bei weniger als 35 Grad nur kleine Projekte wie etwa ein zweites Schlafzimmer oder eine kleine Galerie verwirklichen lassen. Da die Gestaltung des Daches meist nicht durch tragende Bauteile eingeschränkt ist, kann der Bauherr seinen Vorstellungen freien Lauf lassen.

Besonders doppelstöckig konstruierte Böden eignen sich nach Entfernen der Zwischendecke zum Ausbau loftartiger Wohnungen. Achtung: Vor der Planung des Dachausbaus sollten sich Bauherren beim örtlichen Bauamt erkundigen, ob eine Baugenehmigung für das Bauvorhaben notwendig ist.

Dachstuhl zur Wohnung ausbauen

Wer auch ein Badezimmer und eine Küche einbauen möchte, sollte in der Planung die sanitären Anlagen direkt berücksichtigen. Auf diese Weise lassen sich Installationen in den Zwischenwänden bündeln, Abwassergeräusche räumlich besser planen und Leitungen kostengünstiger verlegen.

Ausbau in Eigenregie oder mit dem Profi?

Wer als Bauherr Kosten sparen möchte und handwerklich begabt ist, kann Arbeiten wie den Trockenausbau oder das Verlegen des Fußbodens selbst erledigen. Elektrische Arbeiten sowie Sanitär- und Heizungsinstallationen sollten aber dem Fachmann überlassen werden, weil dazu Expertenwissen notwendig ist und die Sicherheit im Vordergrund steht. Vor der Planung des Bauvorhabens ist unbedingt der Rat eines Sachverständigen einzuholen, da dem Ausbau manchmal eine teure Sanierung des Dachstuhls vorausgeht.

Auswahl der Dachfenster

Dachfenster oder Gauben sorgen für den nötigen Lichteinfall. Bis zum Boden verglaste Dachgauben oder Dachwohnfenster in den Dachschrägen lassen viel Tageslicht herein und sorgen so für ein positives Wohngefühl. Sie bestehen meist aus einem Pultdach und senkrecht darunter verlaufenden Fenstern. Kostengünstiger ist der Einbau von Dachwohnfenstern, durch die ebenfalls viel Licht in den Raum scheint. Tipp: Die Vorschriften für Dachneigungen sind häufig im Bebauungsplan vorgeschrieben.

Die richtige Dämmung

Eine ausreichende Dämmung ist beim Dachausbau nicht nur für ein ganzjährig angenehmes Wohnklima sowie die Regulierung von Hitze und Kälte wichtig, sondern auch vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Die Anforderungen der Energiesparverordnung zur Wärmedämmung besagen beispielsweise, dass die Dämmstoffe mindestens 16 Zentimeter dick sein müssen. Wird der Dachboden nicht als Wohnraum ausgebaut, genügt es, die Geschossdecke zu dämmen. Rollläden schützen zusätzlich vor Wärmeverlust über die Fensterflächen und zugleich vor sehr starker Sonneneinstrahlung im Sommer.

Schallschutz einplanen

Auch beim Schallschutz sollte bei alten und für ihre Hellhörigkeit bekannten Holzbalkendecken umsichtig geplant werden. Eine Zwischendecke mit Federbügeln oder ein auf zehn Millimeter dicken Filzbahnen verlegter Teppich schafft Abhilfe. Den besten Schallschutz bietet die Füllung des Leerraumes in der Decke mit Magerbeton oder Lehm.

Bau- und Brandvorschriften beachten

Gerade Dachwohnungen unterliegen strengen Brandschutzvorschriften, die den Einbau schwer entflammbarer Dämmstoffe notwendig machen. Weiterhin ist eine feststehende Treppe vorgeschrieben. Wendeltreppen sind zwar schön anzuschauen, erfordern jedoch viel freistehenden Raum in der unteren Wohnung.

Wenn Sie sich für Gauben entscheiden, verändern Sie die gesamte Optik Ihres Hauses. Gauben gibt es in vielen verschiedenen Formen, die Auswahl reicht von Schlepp- und Flach-Gauben, Spitz- und Dreieck-Gauben bis hin zu weit ausgebreiteten Fledermaus-Gauben. Bei einer einfachen Gaube müssen Sie mit Mehrkosten von mindestens 1.300 Euro rechnen. Bei Dreieck- oder Fledermaus-Gauben sind es sogar rund 3.000 Euro. Eine Gaube ist – anders als das einfache Dachfenster – genehmigungspflichtig. Soll ein Sonnenkollektor auf dem Dach angebracht werden, muss sichergestellt sein, dass trotz der Gaube genug Fläche für die Montage vorhanden ist.

Große Auswahl bei Dachfenstern
© Canetti / iStock

Die richtige Platzierung entscheidet

Häufig entsteht erst durch eine Gaube ein schöner, weil lichtdurchfluteter Wohnraum unterm dem Dach. Großzügige Dachfenster bieten zudem auch architektonische Vorteile: Als attraktives Gestaltungselement lockern sie die Dachfläche auf und bilden häufig eine harmonische Einheit mit dem Ziegeldach.

Im Gegensatz zu einer Gaube aus einer ebenen Fläche bildet eine Fledermaus-Gaube eine Dachwölbung. Diese kann mit dem Material der Dachfläche gedeckt werden. Die Platzierung spielt dabei eine wichtige Rolle. Die Gaube sollte weder zu nah am Dachrand, noch zu hoch am First gebaut werden. Am besten lassen Sie sich bei der Dachfenster-Planung von einem Fachmann beraten. Der Abstand zum nächsten Dachfenster sollte mindestens 80 Zentimeter betragen. So können die Gauben leicht eingedeckt und später einfacher gewartet werden. Auch der Abstand zu den Fassaden-Fenstern muss ausreichend gewählt sein.

Dachfenster sorgen für angenehmes Tageslicht

Der Tageslichteinfall einer verglasten Gaube ähnelt dem des Dachfensters. Bevor Sie jedoch eine Gaube einbauen, sollten Sie die Bausubstanz, den Dachstuhl sowie die Tragkraft des Dachbodens prüfen. Tipp: Allergiker sollten beim Einbau zusätzlich darauf achten, ein Pollenschutzgitter anbringen zu lassen.

Materialwahl für die Gaube

Die Schlepp-Gaube können Sie mit dem gleichen Material wie das restliche Dach decken. Für die Fledermaus-Gaube werden Holzbauteile verwendet, die mit Stroh, Reet oder Biberschwanzziegeln abgedeckt werden. Die Trapez-Gaube ist der Schlepp-Gaube zwar ähnlich, unterscheidet sich aber durch ihre schrägen Seitenwände. Doch auch diese können mit dem gleichen Dachmaterial gedeckt werden.

Im Winter kalt und zugig, im Sommer sehr heiß – ist ein Hausdach nicht gut gedämmt, wird es darunter für die Bewohner schnell unangenehm. Außerdem macht sich ein ungedämmtes Dach auch finanziell bemerkbar: Bis zu 30 Prozent der Heizwärme gehen so verloren. Wer mittelfristig sparen will, sollte daher für eine vernünftige Isolation des Daches sorgen. Welche Möglichkeiten Hausbesitzer haben, was sie selbst machen können und worauf sie dabei achten müssen, fasst Immonet zusammen.

So dämmen Sie Ihr Dach richtig
© Jürgen Fälchle / fotolia

Gedämmtes Dach hat viele Vorteile

Ein gedämmtes Dach ist für ein angenehmes Klima im Haus wichtig. Der finanzielle Aufwand zu Beginn zahlt sich zudem schnell über eingesparte Heizkosten aus. Weitere Vorteile einer Dämmung sind der verbesserte Schallschutz des Hauses und die verringerte Brandgefahr, so Wolf-Dieter Dötterer, Bausachverständiger und Vorstandsmitglied im Bundesverband der Gebäudeenergieberater.

Auf die vorgeschriebenen Höchstwerte achten

Das Gebäudeenergiegesetz GEG (vormals Energieeinsparverordnung EnEV) gibt Kennzahlen für eine Dachdämmung vor. Gemessen wird der Wärmedurchgangskoeffizient, auch bekannt als U-Wert. Je kleiner der Wert, umso besser die Dämmeigenschaften. „Für die Dämmung eines Steildachs gilt in der Regel der maximale Wärmedurchgangskoeffizient von 0,24 Watt pro Quadratmeter und Kelvin“, erklärt Dötterer. Für Flachdächer schreibt die Verordnung einen U-Wert von maximal 0,20 W/(m² K) vor. Ausnahmen gelten aber zum Beispiel für denkmalgeschützte Häuser. Wer in einem vor 1983 erbauten oder zuletzt renovierten Haus wohnt und sein Dach neu deckt, muss diese Mindestwerte erfüllen.

Arten der Dämmung

Für Steildächer existieren drei Arten der Dachdämmung, die sich bezüglich Effektivität, Aufwand und Kosten unterscheiden. Welche Variante zu Ihrem Haus passt, richtet sich nach dem baulichen Zustand, aber auch den individuellen Bedürfnissen und Möglichkeiten.

  • Die Aufsparrendämmung

    Die Aufsparrendämmung wird von außen am freigelegten Dach installiert. Dabei wird über die ganze Fläche eine geschlossene Haube aus Dämmelementen verlegt, die über den Sparren liegt. Sie schützt daher sowohl den Wohnraum als auch die Dachkonstruktion. Unter und über dem Dämmmaterial sind weitere Schichten notwendig: Eine sogenannte Dampfsperre auf der Unterseite sowie ein Unterdach über der Dämmung. Sie sorgen dafür, dass das Dämmmaterial trocken bleibt.

    Da das Dach für diese Methode neu gedeckt werden muss, bietet sich die Aufsparrendämmung vor allem dann an, wenn es ohnehin erneuert werden muss. Zudem sollten Hausbesitzer beachten: „Vor jeder Aufsparrendämmung muss ein Fachmann beurteilen, ob das Dach die Belastung statisch auch tragen kann. Vor allem bei älteren Häusern kann das ein Problem sein“, sagt Dötterer.

    Die Aufsparrendämmung gilt als bauphysikalisch beste Dämmmethode. Wärmebrücken können bei der Aufsparrendämmung leicht verhindert werden, schließlich wird das Dämmmaterial auf der ganzen Fläche verlegt. „Wichtig ist dabei ein luftdichter Abschluss der Dämmschicht, damit kein Kondensat entsteht, wo warme Innen- und kalte Außenluft aufeinandertreffen“, erklärt der Bausachverständige. Denn das hätte Schimmel und Wärmeverluste zur Folge und kann schnell alle Arbeit zunichtemachen.

  • Nachteil der Aufsparrendämmung

    Die Durchführung einer Aufsparrendämmung eignet sich nicht für Laien. „Nicht zuletzt, weil der Handwerker sich sicher auf dem Dach, also in luftiger Höhe, bewegen können muss“, sagt Dötterer. Zudem sei diese Dämmmethode handwerklich anspruchsvoll, da man Giebel und Mauerkrone abdichten müsse. Für die Aufsparrendämmung sollten folglich Fachleute engagiert werden – was diese Methode zur teuersten macht. „Pro Quadratmeter Dach muss man inklusive Arbeit und Materialien mit mindestens 100 Euro rechnen“, sagt Dötterer.

    Besonders geeignet ist die Aufsparrendämmung für Häuser, deren Dachgeschoss bewohnt ist oder künftig bewohnt werden soll. Ein Umzug oder Ausräumen der obersten Etage ist nicht nötig, der Schmutz bleibt draußen. Ein weiterer Vorteil: Die Dämmung nimmt keinen Wohnraum weg. Zudem kann die Dämmschicht problemlos etwas dicker ausfallen, schließlich ist nach oben hin Luft.

  • Die Zwischensparrendämmung

    Die Zwischensparrendämmung wird von der Innenseite des Gebäudes aus durchgeführt. Dazu wird das Dämmmaterial in die Zwischenräume der Sparren eingeklemmt. Hier ist allerdings Sorgfalt geboten: Fugen oder Lücken müssen auf jeden Fall vermieden werden, um Wärmebrücken zu verhindern. „Das ist nicht immer ganz einfach, denn die Sparren sind oft nicht ganz grade. Darauf muss man beim Zuschneiden und Einbringen achten“, erklärt Dötterer. Im Anschluss wird eine Dampfbremsfolie montiert und verklebt, auch hier ist genaues Arbeiten wichtig, damit Luftdichtigkeit erreicht wird. Wird das Dachgeschoss als Wohnraum genutzt, wird zusätzlich eine Verkleidung angebracht.

    Da das Dämmmaterial zwischen den Sparren liegt, gibt deren Höhe die Dicke des Materials vor. Sind sie zu flach, kann man eine ausreichende Dämmung erreichen, indem man die Sparren mit Kanthölzern verstärkt. So entsteht ein höherer Zwischenraum, in dem eine dickere Dämmschicht Platz findet. In solchen Fällen sollte man Material mit besonders niedriger Wärmeleitfähigkeit verwenden, weil sich dadurch mit einer dünnen Schicht Dämmmaterial der größtmögliche Effekt erzielen lässt.

    Eine Zwischensparrendämmung wird meist dann gewählt, wenn kein kompletter Austausch des Daches gewünscht wird, der Wärmeschutz aber schnell und unkompliziert verbessert werden soll. Diese Methode lässt sich zudem in Eigenleistung durchführen und ist günstiger. Die Kosten liegen im Schnitt bei rund 50 Euro pro Quadratmeter.

    Der Zeitaufwand ist für Laien allerdings größer als für Profis. „Für die Dachdämmung eines durchschnittlichen Einfamilienhauses muss man als Neuling mit rund zwei Arbeitstagen für das Anbringen der Dämmschicht rechnen. Weitere zwei bis drei Tage sollte man für die Luftdichtigkeitsschicht einplanen“, rät Dötterer – schließlich ist diese besonders wichtig. Passieren hier Fehler, kann das zu Wärmebrücken, Schimmel und Schäden an der Bausubstanz führen.

    Ein Nachteil der Zwischensparrendämmung ist die Verkleinerung des Wohnraumes, wenn die Sparren verstärkt werden müssen. „Will man den Mindestwärmeschutz nach EnEV 2014 erreichen, sind die Platten mindestens zehn bis 20 Zentimeter dick. Da geht oben und an den Seiten Raum verloren“, rechnet Dötterer vor. Der Innenausbau eignet sich daher besonders für die Fälle, in denen genug Platz vorhanden ist.

    Die Zwischensparrendämmung kann auch als Ergänzung zur Aufsparrendämmung durchgeführt werden, in der Praxis passiert das jedoch selten.

  • Die Untersparrendämmung

    Die Untersparrendämmung wird ebenfalls von innen durchgeführt. Sie eignet sich in erster Linie als Ergänzung zur Zwischensparrendämmung, vor allem dann, wenn die Höhe der Sparren zu niedrig ist. Es gibt grundsätzlich zwei Optionen, die Dämmung anzubringen.

    Die erste Option besteht darin, eine Lattung quer zu den Sparren zu befestigen. Die entstandenen Zwischenräume werden wie bei der Zwischensparrendämmung lückenlos mit dem Dämmstoff gefüllt. An die Latten kann zudem die Verkleidung gehangen werden.

    Die zweite Option beinhaltet Dämmplatten, die bereits mit Nut und Feder versehen sind und von unten an die Sparren geschraubt werden. So entsteht schnell eine durchgehende Dämmschicht.

    Die Untersparrendämmung bietet den Vorteil, dass sie die Wärmebrücken der Sparren reduziert. Deren Holz weist in der Regel nämlich eine drei- bis viermal höhere Wärmeleitfähigkeit auf als das Dämmmaterial dazwischen. Außerdem lässt sich mit der Untersparrendämmung auch nachträglich eine vorhandene Zwischensparrendämmung ergänzen und so die Energiebilanz verbessern. Zudem schafft die Untersparrendämmung eine zusätzliche Installationsebene, in der Elektroleitungen verlaufen können.

    Zu den Nachteilen zählt der Raumverlust, denn die Platten nehmen nicht gerade wenig Platz ein. Ergo geht mit dieser Dämmungsart Wohnraum verloren. Daher eignet sich diese Methode vor allem für Dachstühle, die wohnlich nicht genutzt werden sollen oder ohnehin viel Platz bieten.

Die Dämmung von Flachdächern

Flachdächer sind besonderen Belastungen und Anforderungen ausgesetzt. Dazu gehören etwa starke Temperaturschwankungen, Wind und Niederschläge. Außerdem soll das Dach begehbar sein. Daher muss die Dämmung eines Flachdachs hochwertig und widerstandfähig sein. Dabei stehen prinzipiell drei Arten der Dämmung zur Auswahl.

  • Kaltdach-Dämmung

    Das besondere Kennzeichen der Kaltdach-Dämmung ist eine Luftschicht zwischen der Außenseite des Daches und der Dämmschicht. In den Freiraum zwischen Raumdecke und Dachabdichtung wird zunächst eine Dampfsperrfolie von außen eingeblasen oder von innen angebracht. Sehr wichtig dabei ist eine lückenlose Verarbeitung, um Wärmebrücken zu vermeiden. Auf die Folie kommt das Dämmmaterial. Darüber verbleibt eine mindestens zehn Zentimeter hohe Lüftungsebene, die Dämmschicht und Dachkonstruktion voneinander trennt.

    Diese Form der Dämmung benötigt relativ viel Raum und eignet sich für Flachdächer mit einer geringen Neigung. „Diese Methode wird heute selten und nur noch bei Holzbalkendecken angewendet, da sie komplex ist und schnell bautechnische Probleme auftauchen können“, sagt Dötterer. Daher sollte die Ausführung unbedingt Fachleuten überlassen werden.

  • Die Warmdach-Dämmung

    Bei der Warmdachdämmung wird der Dämmstoff zwischen der Raumdecke und der Außenseite des Daches luftdicht eingeschlossen. Dafür wird zunächst eine Dampfsperrfolie luftdicht verlegt, obenauf liegen druckfeste Dämmplatten. Eine Holzschalung kann zusätzlich aufgebaut werden. Darüber wird wiederum die Dachabdichtung luftdicht aufgebracht. „In der Regel wird Bitumen geklebt. Es werden meistens mehrere Lagen verarbeitet“, erklärt Dötterer.

    Die Anforderungen an die Dichtigkeit des Daches sind hoch, schließlich kann durch Löcher eindringendes Wasser nicht ablaufen oder verdampfen. Das führt dann schnell zu Schimmel oder der Zerstörung der Dämmmaterialien.

    Eine Warmdach-Dämmung ist die heute gebräuchlichste Methode. Sie erfordert einerseits wenig Raum, ist aber andererseits ein komplexes Gebilde und nicht einfach zu installieren. Daher sollte sie nur von Fachleuten angebracht werden. Außerdem ist eine regelmäßige Wartung des Daches unerlässlich, um Schäden früh zu erkennen.

  • Die Umkehrdach-Dämmung

    Bei der Umkehrdach-Dämmung wird die Isolierung auf die bereits vorhandene Dachabdichtung aufgebracht. Zuvor sollte der Untergrund gründlich gereinigt werden. Nur so kann verhindert werden, dass Steinchen oder andere spitze Elemente die vorhandene Abdichtung beschädigen. Die Abdichtung selbst sollte vor den weiteren Arbeiten gründlich auf ihre Dichtigkeit geprüft werden. Bei Bedarf muss hier nachgebessert werden.

    Als Dämmmaterial eignen sich druckfeste Dämmplatten. Auf diese wird dann wiederum eine Abdichtungsschicht aus Bitumen aufgebracht. Will man zuoberst eine Kiesschicht auf das Dach aufbringen, sollte zuerst ein Schutzvlies verlegt werden, um Beschädigungen zu vermeiden. Auch eine Begrünung des Daches ist möglich, wenn die Gebäudestatik es zulässt. Dieses Vorhaben sollte jedoch frühzeitig mit einem Bausachverständigen abgeklärt werden.

    Die Umkehrdach-Methode ist die einfachste und günstigste Art der Flachdachdämmung. Sie kann auch von Laien durchgeführt werden. „Allerdings stellen Flachdächer immer eine große Herausforderung dar. Wenn da Fehler passieren, ist die Bautechnik schnell beeinträchtigt. Das sollte man zuvor gut abwägen“, rät Dötterer.

    Bei der Dämmung von Flachdächern ist es unumgänglich, ein Gefälle von mindestens zwei Grad zu erreichen. Dieses ist gesetzlich vorgeschrieben und soll das Abfließen von Regenwasser ermöglichen. Im Handel gibt es spezielle Dämmplatten, die diese Neigung bereits aufweisen.

Diese Materialien eignen sich für die Dachdämmung

Für die Dämmung von Dächern stehen eine ganze Reihe von Materialien zur Verfügung. Zu den organischen Dämmstoffen zählen Mineral- und Steinwolle. Sie sind die günstigsten Dämmmaterialien und kosten rund 20 Euro pro Quadratmeter. Da sie oft in Rollen oder als Mattenware verkauft werden und zudem flexibel sind, eignen sie sich besonders für die Zwischensparrendämmung, aber auch für die Kaltdach-Dämmung.

Polystyrol, auch bekannt unter dem Handelsnamen Styropor, und Polyuretan sind die am häufigsten eingesetzten künstlichen Dämmmaterialien. Sie sind zwar teurer als andere Materialien, aber die beste Wahl für Flachdächer.

Ökologische Baustoffe liegen im mittleren Preissegment. Zu ihnen zählen Hanf, Holzflex, Cellulose, Lehm und Holzspan. „Sie punkten vor allem aus ökologischer und gesundheitlicher Sicht“, erklärt Dötterer. Während sich die flexiblen Holzflex-Materialien besonders gut für die Zwischensparrendämmung eignen, sind Holzfaserdämmplatten eine gute Wahl bei der Aufsparrendämmung. „Ganz besonders überzeugen sie beim sommerlichen Hitzeschutz. Da sie eine sehr geringe Wärmeleitfähigkeit haben und erst nach zwölf Stunden Wärme abgeben, sorgen sie an den heißen Tagen für ein angenehmes Klima im Haus“, erklärt Dötterer.

Generell dürfen nur vom Deutschen Institut für Bautechnik zugelassene Materialien verwendet werden. Diese müssen mindestens den Brandschutz-Standard B2 aufweisen, das entspricht „normal entflammbar“. B1 gilt als schwer entflammbar, A-Klassen als nicht entflammbar.

Vorbereitung und Abschluss der Dachdämmung

Je nach Dachkonstruktion existieren verschiedene Varianten der Dämmung. Um die optimale Methode für das eigene Haus zu finden, ist es sinnvoll, sich vorher Rat von einem Bausachverständigen einzuholen. Dieser ist ohnehin notwendig, wenn man Fördergelder beantragen möchte. Sie werden von der KfW, Kreditanstalt für Wiederaufbau, für Baumaßnahmen vergeben, die zu einer Energieeinsparung beitragen.

Die Anforderungen der KfW sind strenger als die Mindestwerte, die das Gebäudeenergiegesetz vorsieht – zum Beispiel muss im Steildach ein U-Wert von 0,14 erreicht werden. Diese einzuhalten lohnt sich aber doppelt. Einerseits durch die eingesparte Wärmeenergie und andererseits durch die staatlichen Zuschüsse. Je nach erreichtem Standard können so einige Tausend Euro Förderung eingestrichen werden. Hausbesitzer können auch günstige Kredite beantragen, wenn die Dachdämmung zum Niedrigenergiehausstandard führt. So lassen sich die Ausgaben für die neue Dachdämmung deutlich senken.

Wer am Ende der Arbeiten sicher gehen möchte, dass in der Dachabdichtung keine Löcher sind, die zu Schäden an der Bausubstanz führen, kann dies mit einen Blower-Door-Test absichern. Mithilfe von Unterdruck und Infrarotkamera werden Lecks aufgespürt, die noch ausgebessert werden können.

Wenn der Dachboden in einem Haus nicht bewohnt wird, ist eine einfache Dämmung mittels Polyurethan-Schaumplatten möglich. Im Vergleich zu anderen Methoden ist diese Variante der Wärmedämmung recht günstig und zudem auch von Hobbyhandwerkern zu installieren.

Wärmedämmung durch PU-Schaumplatten
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Einfaches Verlegen von PU-Schaumplatten

Wenn der Dachboden als Trocken- oder Abstellraum genutzt und nicht bewohnt wird, reicht eine Dämmung mit Plattenelementen aus. Diese können sogar von Hobbyhandwerkern eingebaut werden. Die PU-Schaumplatten (PU steht für Polyurethan) sind in Stärken zwischen sieben und 13 Zentimetern erhältlich und auf der Oberseite mit einer Holzwerkstoffplatte versehen. Somit kann der Dachboden direkt nach der Verlegung betreten werden.

Die Verlegung selbst ist einfach. Durch eine umlaufende Nut- und Federtechnik verzahnen sich die Elemente und lassen so keine Wärmelücken frei. Besonders angenehm beim Verlegen sind das geringe Gewicht und die handliche Größe der Platten, die ca. 60 mal 120 Zentimeter groß sind. Ein Transport auch durch enge Bodentreppen ist somit kein Problem.

Energie sparen durch PU-Schaumplatten

Mit PU-Schaumplatten spart man bares Geld, weil keine Wärme mehr nach außen dringen kann, man also weniger heizen muss. Ein Quadratmeter des Dämmstoffs spart in der Stärke von zehn Zentimetern über 6.300 Kilogramm Kohlendioxid (CO2) ein – allein durch die Senkung des Brennstoffverbrauchs. Die Nutzungsdauer liegt dabei bei 50 Jahren. Wem die Umwelt wichtig ist, der sollte auch auf die Rohstoffgewinnung, die Herstellung, den Transport, den Einbau und die Entsorgung achten. Der Dämmstoff erzeugt laut Hersteller gerade mal 35 Kilogramm Kohlendioxid.

Eine grüne Oase mitten in der Stadt ist der Traum vieler Wohnungsbesitzer. Die perfekte Lösung dafür wäre eine Dachterrasse. Der Bau ist zwar nicht billig, dafür lohnt er sich aber, denn Gärten auf dem Dach bieten eine hervorragende Möglichkeit, dem Alltagsstress zu entfliehen. Dachterrassen sind zudem nicht allzu schwer zu realisieren. Aber was muss beim Bau beachtet werden? Immonet hat die Antworten.

Wohnung mit Dachterrasse
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Bautechnische Voraussetzungen

Um eine Terrasse zu bauen, ist eine Änderung am vorhandenen Dach fast unumgänglich. Für einen Garten auf dem Dach benötigen Sie eine ausreichend gute Statik. Die Decke muss gleichermaßen tragfähig und dicht sein. Ein wichtiges Kriterium für die Lage der Terrasse ist neben der Himmelsrichtung vor allem die Konstruktion des Dachstuhls. Und auch haustechnische Anlagen spielen bei der Bestimmung der Lage eine Rolle, beispielsweise kann der Schornstein einem Umbau im Weg stehen. Ebenfalls sollte vorab geklärt werden, ob die Deckenkonstruktion verstärkt werden muss. Am besten lassen Sie sich von einem Fachmann beraten.

Damit von der Dachterrasse kein Wasser in die anliegenden Wohnräume laufen kann, ist ein Höhenunterschied von 15 Zentimetern zwischen Terrasse und der Oberkante der Terrassentürschwelle vorgeschrieben. Der Dachbalkon sollte über mindestens zwei Abläufe zur Entwässerung verfügen, wenn er allseitig umschlossen ist und die Gefahr besteht, dass sich Wasser staut.

Dämmung und Dichtung

Durch den Bau der Dachterrasse müssen die Decken oft neu isoliert und gedämmt werden. Auf die Dämmung wird ein so genannter Flachdachaufbau gebracht, der sicherstellt, dass keine Feuchtigkeit in die darunter liegende Wohnung dringt.

So sorgen Sie für Sicherheit

Dachterrassen müssen immer mit einem Geländer oder eine Mauer gesichert werden. Ab einer Höhe von zwölf Metern über dem Erdboden muss das Geländer oder die Mauer mindestens 1,10 Meter hoch sein, tiefer liegende Dachterrassen werden durch 90 Zentimeter hohe Geländer geschützt. Um Kindern keinen Anreiz zum Klettern zu bieten, sollten die Stäbe nicht horizontal angebracht sein. Damit kein Kinderkopf hindurch passt, müssen vertikale Stäbe einen maximalen Abstand von 12 Zentimetern haben. Wichtig: Dachterrassen müssen von der örtlichen Baubehörde genehmigt werden.

Dachgärten sehen nicht nur toll aus, sondern helfen auch bei der Senkung der Betriebskosten. Lesen Sie hier, worauf Sie bei der Dachbegrünung achten müssen und wie Sie für ein bepflanztes Dach eine staatliche Förderung beantragen können.

Mit Dachbegrünung Heizkosten sparen
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Das spricht für einen Dachgarten

Ein Dachgarten bietet viele Vorteile für Ihr Haus und auch für die Umwelt: Durch eine Dachbegrünung wird der Schutz der Dachabdichtung und die Konstruktion des Daches verbessert, da es durch die Bepflanzung besser vor extremen Witterungsbedingungen geschützt wird. Die natürliche Wärmedämmung sorgt zudem dafür, dass Sie Heizkosten sparen können. Im Sommer kühlen durch die Verdunstung des Regenwassers die Räume unter dem Dach schneller ab, sodass Sie auf eine Klimaanlage verzichten können. Mit der Bepflanzung auf dem Dach speichern Sie Wasser, sodass Kanäle und Gewässer entlastet werden. Außerdem binden die Pflanzen Schadstoffe, nehmen Nährstoffe aus der Luft auf und verarbeiten sie. Und Sie schaffen einen neuen Lebensraum für Tiere, beispielsweise für Schmetterlinge und Singvögel.

Vorbereitung der Dachbegrünung

Haben Sie ein ein- oder zweischaliges Dach, Schräg- oder Flachdach? Um diese Fragen vor der Planung Ihrer Dachbegrünung zu beantworten, sollten Sie einen Statiker oder einen Dachdecker beauftragen. Nur Experten können die Tragfähigkeit des Daches bestimmen, denn je nach Pflanzen und Menge an Regenwasser kann eine hohe Last von bis zu 180 Kilogramm pro Quadratmeter entstehen. Für die bauliche Umsetzung gibt es zudem Richtlinien vom Gartenbauverband, die Sie unter www.fll.de nachlesen können.

Es gibt grundsätzlich zwei Arten der Bepflanzung, nämlich die extensive und die intensive Begrünung. Die extensive Methode eignet sich auch für Steildächer, ist weniger aufwendig und günstiger. Trockenresistente Pflanzen wie Margerite, Dachwurz, Felsennelke oder Thymian müssen nur zwei Mal im Jahr gedüngt werden. Die Kosten liegen bei rund 25 bis 40 Euro pro Quadratmeter. Die intensive Begrünung ist aufwendiger und bedeutet im Kern, einen vollwertigen Garten auf dem Dach anzupflanzen. Für diese Methode sollte man einen Gärtner beauftragen. Der Pflegeaufwand ist so hoch wie bei einem gewöhnlichen Garten.

Förderungsmittel und Sparmaßnahmen

Manche Städte fördern die Bepflanzung von Dächern mit finanziellen Zuschüssen oder einem Nachlass bei den Abwassergebühren. Die Förderung obliegt den Gemeinden und wird vom Garten-, Bau- oder Grünflächenamt geregelt. Die Höhe der Förderung ist in jeder Stadt anders. Vom Baureferat München zum Beispiel wird unter bestimmten Voraussetzungen die extensive Begrünung mit bis zu 15 Euro pro Quadratmeter und maximal 50 Prozent der Kosten gefördert. Erkunden Sie sich hier direkt bei Ihrer Stadtverwaltung nach Förderungsmöglichkeiten.

Als indirekte Förderung bieten manche Gemeinden eine gesplittete Abwassergebühr an. Hier ermittelt man Schmutz- und Niederschlagswasser getrennt, was Kosten spart, wenn Sie selbst Eigentümer des Gebäudes sind. Pro Jahr können Sie durchschnittlich 0,46 Euro pro Quadratmeter einsparen. Die KfW-Förderbank vergibt für energiesparende Sanierungsmaßnahmen, zu denen auch die Dachbegrünung zählt, zinsverbilligte Kredite von 50.000 bis 75.000 Euro.

Vorteile einer Dachbegrünung

  • Ein bepflanztes Dach ist drei- bis viermal langlebiger als ein unbegrüntes Dach

  • Die Wärmedämmung wird verbessert

  • Angenehm kühle Räume im Sommer

  • Verbesserung des Stadtklimas

  • Rückgang von Schmutzwasser

Nachteile

  • Hohe Anschaffungskosten

  • Hoher Pflegeaufwand je nach Bepflanzung

Das Grundstück im Grünen ist gekauft, der Neubau bis ins kleinste Detail geplant. Jetzt steht das Thema Dachdeckung an. Die Auswahl an Materialien ist groß, die Qualität von Ziegeln, Dachpappe, Schindeln und Co. aber völlig unterschiedlich. Immonet gibt Tipps, was am besten zu Ihrem Haus passt.

Dachdeckung: Was passt zu Ihrem Haus?
© alexis 84 / iStock

Dachpappe

Die mit dem Erdölgemisch Bitumen durchdrungene Pappe eignet sich nicht als Ersatz für Ziegel und Co., da sie zwar vor dem Eindringen von Feuchtigkeit schützt, aber kein Klimadämmer ist – und auch nicht besonders hübsch aussieht. Dachpappe wird ausschließlich als Klimamembran für die Dachdeckung von Wohnhäusern verwendet.

Dachsteine

Dachsteine bestehen aus einem Mix von Zement, Sand und Wasser und sind in der Anschaffung günstig. Allerdings haben sie ein hohes Eigengewicht. Da bei der Herstellung der Betonsteine der gewünschte Farbton beigemischt werden kann, sind sie in den unterschiedlichsten Farbvarianten erhältlich.

Dachziegel

Man unterscheidet bei Ziegeln zwischen Dachpfannen, die eine Hohlform aufweisen, und flach auf dem Dachgerüst aufliegenden Dachplatten. Ziegel bestehen aus einem gebrannten Ton-Lehm-Mix, sind leichter als Betonsteine und ebenfalls in vielen Farben erhältlich. Die feinen Poren des Tons geben Feuchtigkeit umgehend wieder ab und trocknen schnell. Dadurch bieten Tonziegel schlechte Lebensbedingungen für Moose, die sich gar nicht erst absetzen können.

Schiefer

Das historische Deckmaterial Schiefer ist ein wasserabweisendes Sedimentgestein, das sich als sehr robust erwiesen hat. Da sich der Stein gut spalten lässt, werden Schieferplatten in den unterschiedlichsten Formen angeboten. Im Vergleich zu Dachziegeln haben sie mit etwa 80 Jahren eine längere Nutzungszeit, bewegen sich in den meisten Fällen aber im selben Preissegment wie Ziegel.

Metalldach

Ein Metalldach kann aus Zink, Kupfer, Edelstahl oder Aluminium bestehen. Der Vorteil eines Matelldachs besteht vor allem darin, dass es kein kostenintensives Unterdach benötigt. Da Metall bei Wärme und Kälte zu arbeiten beginnt, muss das Deckmaterial mit flexiblen Schiebenähten ausgerüstet werden. Andernfalls können sich durch die Eigendynamik Verschraubungen in der Dachkonstruktion lösen und das Dach durchlässig machen. Des Weiteren kann arbeitendes Metall geräuschvolles Knacken verursachen. Im Gegenzug sind die metallenen Materialien korrosionsbeständig und wartungsfrei. Zudem lassen sie sich gut und großflächig verarbeiten und passen sich dadurch auch an ungewöhnlich geformten Dachkonstruktionen an.

Reetdach

Ein Dach aus gebündeltem Schilfrohr – dem sogenannten Reet – sieht romantisch aus. Allerdings ist es nicht die praktischste Art, sein Hausdach zu decken. Denn um Reet verwenden zu können, muss das Dach einen Neigungsgrad von mindestens 45 Grad aufweisen, damit Regenwasser ablaufen kann und nur die oberste Reetschicht nass wird. Andernfalls staut sich die Nässe, das Schilfrohr beginnt zu schimmeln und Algen bilden sich. Als Konsequenz daraus verrottet das Reet. Ein Dach aus Reet muss regelmäßig auf feuchte Stellen kontrolliert werden, zudem birgt es eine erhöhte Brandgefahr und ist sehr pflegeintensiv.

Glasdächer sorgen für natürliches Licht, lassen Räume größer wirken und sind aus der modernen Architektur nicht mehr wegzudenken. Einst als natürliche Lichtquelle in Industrieanlagen installiert, gewinnt das Glasdach in den eigenen vier Wänden immer mehr an Bedeutung. Es lässt sich in fast jedes Gebäude integrieren und sorgt durch die natürliche Helligkeit für ein angenehmes Wohngefühl.

Natürliches Licht durch Glasdächer
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Freie Sicht und Tageslicht-Atmosphäre

Dass Glas nicht nur für Fassaden-Fenster eingesetzt wird, sondern sich hervorragend als Werkstoff für ein witterungsbeständiges Dach eignet, ist nicht erst seit der Erfindung des Wintergartens bekannt. Durch den permanenten natürlichen Lichteinfall und die Wärmedurchlässigkeit entsteht unter einem Glasdach zu jeder Jahreszeit eine ganz besonders angenehme Tageslicht-Atmosphäre.

Glasdächer haben allerdings auch Nachteile: Die Räume heizen sich schneller auf, das Glasdach muss häufiger gereinigt werden, die Glasdichtungen müssen regelmäßig kontrolliert werden und die Installation ist sehr viel aufwendiger als eine Dacheindeckung.

Mittlerweile gibt es auch Glasdächer, die mit einer wasserabweisenden Schicht überzogen werden und sich den sogenannten Lotuseffekt zunutze machen: Als Lotoseffekt, wird die geringe Benetzbarkeit einer Oberfläche bezeichnet, wie sie bei der Lotospflanze beobachtet wurde. Wasser perlt in Tropfen ab und nimmt dabei auch alle Schmutzpartikel auf der Oberfläche mit. So entfällt das lästige Putzen, das – falls vom Profi durchgeführt – zusätzliche Kosten verursacht.

Glasdächer eröffnen neue Perspektiven

Ob Zwei- oder Dreifachwärmedämmglas, ob klares, leicht getöntes oder kräftig gefärbtes Glas – bei der Installation eines Glasdachs gibt es zahlreiche optische Varianten. Vor allem die neuen Schiebesysteme bei Glasdächern setzen innovative Maßstäbe, es entsteht ein „Cabrio-Feeling“ für zu Hause. Durch technisch ausgeklügelte Schiebesysteme kann das Glasdach ganz nach Belieben geöffnet und geschlossen werden. Doch selbstverständlich gibt es auch eine vollautomatische Lösung: Durch sensible Sensoren öffnen sich die Glas-Schiebe-Dächer bei Sonnenschein bis zu 70 Prozent und schließen sich bei den ersten Regentropfen von allein.

Sicherheit wird reglementiert und kontrolliert

Neben allen Raffinessen steht beim Glasdach die Sicherheit im Vordergrund, denn ein Dach muss einiges aushalten können und darf nicht zum Risiko werden. Moderne Glasdächer sind dem herkömmlichen Ziegeldach in puncto Sicherheit ebenbürtig, denn die Standards sind reglementiert und werden kontrolliert. So wird beispielsweise die mögliche Belastung durch Schnee bei der Konstruktion mit einberechnet. So können auch die widrigsten Witterungsumstände dem Glasdach nichts anhaben. Dafür lässt sich das Naturschauspiel eines Gewitters unter einem sicheren Glasdach viel eindrucksvoller beobachten als durch ein Fenster.

Der Blick über deutsche Häuserdächer zeigt ein uneinheitliches Bild bezüglich der Schornsteinabdeckung: Einige Häuser haben eine, andere wiederum nicht. Finden die Hausbesitzer die Abdeckung einfach schick und nutzen sie zur Zierde oder erfüllt sie einen wichtigen Zweck? Aus Sicht der Anbieter bestehen natürlich keine Zweifel, dass es sich bei der Abdeckung um ein Muss handelt. Schornsteinfeger haben diesbezüglich eine differenziertere Meinung.

Ist eine Schornsteinabdeckung sinnvoll?
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Schornsteinabdeckung wird kontrovers diskutiert

Hersteller von Schornsteinabdeckungen argumentieren, dass der Schornstein den Einflüssen von Wind und Wetter schutzlos ausgesetzt ist. Regne es beispielsweise häufig in den Schornstein, könne das nach einer gewissen Zeit zur Zerstörung des Schornsteins führen. Zudem würden die Abgastemperaturen im Schornstein durch modernen Heizanlagen immer niedriger werden. Dadurch können die Schornsteine nicht mehr trocknen. Wasser von oben verstärke diesen Effekt, so die Hersteller. Eine Schornsteinabdeckung könnte die Lebensdauer eines Schornsteins folglich deutlich erhöhen.

Tipp

Es ist in jedem Fall empfehlenswert, den jeweils zuständigen Bezirks-Schornsteinfeger zu fragen, ob eine Schornsteinabdeckung am eigenen Haus Sinn macht.

Die Frage, ob eine Schornsteinabdeckung sinnvoll ist, kann nicht pauschal beantwortet werden, meint der Bundesverband des Schornsteinfegerhandwerks. Ob eine Abdeckung tatsächlich benötigt wird, hängt laut den Experten von verschiedenen Faktoren wie dem Material und der Lage des Schornsteins ab. Ferner spielten auch die Feuerungsanlage und die klimatischen Verhältnissen eine Rolle. Eine Schornsteinabdeckung ist nach Ansicht des Verbandes, „dort sinnvoll, wo ungünstige Zugverhältnisse herrschen und der Einfall von Fallwinden diese beeinflussen oder sehr große Niederschlagsmengen einfallen.“ Entbehrlich sind die Abdeckungen nach Expertenmeinungen in der Regel, wenn es allein darum geht, die Lebensdauer des Schornsteins von 80 auf 120 Jahre zu erhöhen.

Eine Schornsteinabdeckung gibt es in unterschiedlichen Formen und Materialien. Besonders beliebt sind Abdeckungen aus Edelstahl oder Kupfer. Diese sind nicht nur schön anzusehen, sondern auch langlebig. Auf dem Markt werden aber auch Keramikabdeckungen angeboten. Je nach Bedarf kann man die Abdeckungen entweder direkt auf den Schornstein anbringen oder man verwendet eine Kaminhaube. Da der Schornsteinfeger in erster Linie für das Reinigen des Schornsteins zuständig ist, sollte bei Verdacht auf Rissbildung oder sonstige Schäden im Betonschornstein auch der Rat eines Dachdeckers eingeholt werden. Der Fachmann kann schnell feststellen, wo die Probleme liegen.