Großes wohnliches Bad mit Doppelwaschtisch, freistehender Badewanne und bodentiefen Fenstern

Trends im Badezimmer

© lookslike / iStock

Kurz duschen, fertig machen und dann schnell raus – das war einmal. Heute ist das Badezimmer ein Ort, an den man es gemütlich und schön haben will. Das Bad darf gerne geräumig sein und die Einrichtung soll einladend wirken. Wir geben einen Überblick der aktuellen Trends. Außerdem haben wir Einrichtungstipps für kleine Badezimmer und verraten Ihnen, wie Sie Ihr Bad optimal beleuchten können.

Die größte deutsche Sanitärmesse ISH (Internationale Sanitär- und Heizungsmesse) hat gezeigt, dass es aktuell einen großen Trend im Bad gibt, der die gesamte Branche beeinflusst. „Das Bad wird zum Wohnzimmer und damit immer mehr zum ebenbürtigen Bestandteil eines Hauses oder einer Wohnung“, sagt Uta Kurz, Trendanalystin aus Werne.

Die aktuell angesagten Farben, Formen und Möbel haben mit dem auf Funktionalität getrimmten Badezimmer früherer Jahre nicht mehr viel gemein. „Die Menschen räumen dem Bad mittlerweile einen höheren Stellenwert im Gefüge der Räume ein“, sagt Jens J. Wischmann, Geschäftsführer der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS). Die Folge: Das Badezimmer wird gemütlicher und individueller.

© in4mal - iStock
© asbe / iStock
© Badlösungen - www.kaldewei.de
© Montagne / Steuler-Fliesen GmbH
© Barrierefreies Badezimmer / HOESCH
© Dusche / www.kaldewei.de
© Milieu / www.kaldewei.de
© Largo Trapez / HOESCH
© Namur Lounge / HOESCH
© Philippe-Starck-Sonderedition / HOESCH
© Zero Whirlwanne / HOESCH

Natürlich wirkende Materialien sind angesagt

Natürlich wirkende Materialien liegen nicht nur im Wohnbereich, sondern auch im Bad im Trend. Zwar ist Keramik bei der Toilette, der Badewanne und dem Waschbecken nach wie vor sehr beliebt. Doch beispielsweise bei den Waschtischen sieht man vermehrt Flächen aus Glas oder Naturstein.

Sehr ansagt ist aktuell die Holzoptik im Bad, insbesondere beim Bodenbelag. Hier kommt der technische Fortschritt dem Holzliebhaber zugute: Musste man früher echtes Teak-Holz verlegen, das teuer und pflegebedürftig ist, gibt es heute Fliesen, die mittels Digitaldruck jede gewünschte Holzart imitieren können. „Die Technik ist mittlerweile so perfektioniert worden, dass man wirklich das Gefühl hat, Holz zu sehen und auch zu fühlen“, sagt Uta Kurz.

Der Vorteil beim Digitaldruck: Die Holzoptik verleiht dem Raum eine wohnliche Atmosphäre, doch im Gegensatz zu echtem Holz ist die Fliese auch praktisch, weil sie Wärme durchlässt. So kann eine Fußboden- oder Wandheizung ihre Wirkung optimal entfalten.

Trend zum Aufsatzwaschbecken

Einfach nur ein Waschbecken an die Wand zu schrauben ist mittlerweile aus der Mode gekommen. Expertin Kurz beobachtet schon seit Längerem den Trend zum sogenannten Aufsatzwaschbecken: Das Waschbecken steht dabei entweder auf einem Unterschrank oder auch einer Art Arbeitsplatte, wie man sie aus der Küche kennt. „Das sieht gefällig aus und wirkt eher wie eine Schale statt wie ein Sanitärobjekt.“ 

Am Waschtisch spiegelt sich Kurz zufolge der Wandel des Badezimmers vom Nutz- zum Wohnraum besonders gut wider: „Sie tarnen sich noch mehr als Möbel, zum Beispiel indem sie freistehen oder organisch geformt sind.“ Dank Innovationen im Bereich der Herstellungstechnik erinnern manche Modelle mittlerweile eher an filigranes Porzellan als an Badkeramik.

Badmöbel: Harmonische Formen mit weichen Kanten

Möbel spielen für die wohnliche Einrichtung des Bades die entscheidende Rolle. Im Gegensatz zu früheren Zeiten wirken moderne Badmöbel häufig nicht mehr funktional, sondern schick. „Sie könnten ebenso gut im Flur oder im Wohnzimmer stehen“, sagt VDS-Chef Wischmann. 

Auf dem Markt dominieren harmonische Formen mit weichen Kanten. Noch relativ jung ist der Trend zu transparenten Möbeln mit einer Glasfront, die häufig eingefärbt ist. Doch es gibt auch Modelle, die komplett aus Kunststoff gefertigt sind. Solche Stücke verleihen dem Bad eine außergewöhnliche Note. Positiver Nebeneffekt: Sie machen den Raum leichter und lassen ihn größer erscheinen. Denn das durchschnittliche deutsche Badezimmer ist mit neun Quadratmetern nicht gerade üppig bemessen.

Ein Spiegelschrank über dem Waschbecken passt auch gut in die moderne Variante des Badezimmers und ist bislang nicht aus der Mode gekommen. Denn ein Spiegelschrank ist vielseitig einsetzbar, etwa als Stauraum, Lichtquelle oder Designelement. Nur seine Optik hat sich verändert. War der Spiegelschrank früher häufig ein klobiger Kasten, gibt es heute eine elegante Vorwand-Installation, die sich kantenlos in die Wand des Badezimmers einfügt. Derzeit absolut im Trend liegen laut Uta Kurz auch runde Modelle.

Wasser statt Toilettenpapier

Im asiatischen Raum ist es schon lange Standard, nun erobert das Dusch-WC auch deutsche Badezimmer. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus Bidet und WC, welche den Benutzer nach dem „großen Geschäft“ mit warmem Wasser reinigt. „Das Dusch-WC ist ein deutlicher Komfort-Gewinn und mittlerweile auch bezahlbar“, sagt Uta Kurz.

Die Auswahl auf dem Markt ist sehr groß, einfache Modelle gibt es schon für wenige hundert Euro. Auch Jens J. Wischmann vom VDS ist vom Durchbruch überzeugt. Waren die ersten Dusch-WCs noch klobig, haben moderne Modelle eine schlanke Silhouette. „Die kann man vom normalen WC kaum noch unterscheiden“, sagt der Bad-Fachmann.

Bäder werden bunter

Die dominante Farbe bei den fest installierten Sanitärobjekten wie WC, Badewanne und Waschbecken ist weiterhin Weiß. Doch die farbliche Gestaltung aller anderen Bestandteile des Bads verändert sich in jüngerer Zeit, das Badezimmer wird bunter. „Die Deutschen sind in dieser Hinsicht mutiger geworden“, sagt Wischmann.

Farbliche Akzente setzen seiner Beobachtung zufolge insbesondere die Möbel, die Armaturen und die Accessoires. Aber auch die Wand wird häufig in einer frischen Farbe gestrichen. „Viele wollen dem Bad eine persönliche Note geben“, so Wischmann. „Fliesen zum Beispiel lassen sich heute ohne viel Aufwand übermalen, wenn sich der Geschmack ändert.“

Farbpsychologie im Badezimmer

Mehr Farbe im Badezimmer ist die logische Konsequenz aus der Suche vieler Menschen nach Gemütlichkeit und Geborgenheit. Aus Sicht der Farbpsychologie erzeugt Weiß keine Wohnlichkeit, sondern vermittelt im besten Fall Reinheit und im schlimmsten Fall das Gefühl von Sterilität. 

Mehr Farbe im Bad ist für Uta Kurz das Thema „mit dem größten Wow-Effekt“ auf den einschlägigen Messen gewesen. Aktuell erleben Braun- und Beige-Töne ein Comeback, kräftige Farben wie Rot und Grün sieht man besonders häufig an Möbeln. Beliebt ist auch die Kombination aus Schwarz und Weiß, zum Beispiel in der Verbindung einer dunklen Armatur mit weißer Keramik.

Eher feminin wirken die aktuell im Trend liegenden Pastelltöne, die sich als Wandfarbe eignen oder bei den Fliesen und Badmöbeln. Beliebt ist beispielsweise Hellblau oder Rosa in Verbindung mit Sandfarben – „das sind schöne Kombinationen, die gute Laune machen und Licht ins Bad bringen“, so Uta Kurz.

Armaturen: Weg vom Einheits-Chrom

Lange Zeit waren die Armaturen im Bad vornehmlich aus Chrom. Doch dieser Trend ist eher rückläufig. „Früher wirkten die Armaturen wie technische Objekte“, sagt Kurz. „Jetzt sind sie ein Dekorationselement im Bad.“ Möglich macht das ein neues Beschichtungsverfahren namens PVD (das steht für physikalische Gasphasenabscheidung). Es bietet bessere Oberflächeneigenschaften als Chrom. Darüber hinaus entsteht eine neue Farbenvielfalt bei Wasserhahn, Mischbatterie und Co.: Besonders beliebt sind die aktuellen Trendfarben Schwarz, Kupfer, Gold und Bronze.

Beleuchtung: Ganzheitlich planen

Mit der passenden Beleuchtung lässt sich im Badezimmer eine angenehme und wohnliche Stimmung erzeugen. Wie jeder andere Raum benötigt auch das Badezimmer Uta Kurz zufolge drei Lichtarten: Ein Grundlicht, das den Raum erhellt, ein Funktionslicht – etwa zum Schminken vor dem Spiegel – und ein emotionales Licht, das dem Raum eine gemütliche Atmosphäre verleiht. Letzteres kann etwa eine Kerze oder eine Designer-Leuchte sein. 

Auch bei der Beleuchtung sorgt moderne Technik für eine großen Gestaltungsspielraum. Durch LED (light emmitting diode) lassen sich deutlich mehr Szenarien hinsichtlich Farbe und Helligkeit realisieren als mit der Glühbirne. Ob als Deckenfluter, Lichtband, Spotbeleuchtung oder sparsames Orientierungslicht für die Nacht – was man wirklich braucht, hängt von der persönlichen Präferenz ab. „Badplanung“, sagt Wischmann, „schließt deshalb heute auch die Lichtplanung mit ein.“

Design von Heizkörpern verändert sich

Neuentwicklungen zeigen sich auch im Design von Heizkörpern. „Handtuchheizkörper sind mittlerweile in allen möglichen Varianten erhältlich“, sagt Innenarchitektin und Badexpertin Birgit Hansen. Röhrenheizkörper werden durch glatte Modelle verdrängt. „Sie sind großflächiger und glatter als früher. Manche haben noch ein oder zwei Handtuchstangen vor dem Heizkörper, die sich in ihrer Höhe verstellen lassen.“ Auch Röhrenheizkörper gibt es noch. „Diese werden immer verspielter und in vielen verschiedenen Formen angeboten“, so Hansen. Es gibt sie als gewundene Spirale oder in barocken Motiven. Erhältlich sind auch Bänke, Leitern oder gitterförmige Heizkörper.

Trend zum barrierefreien Bad

Das moderne Bad wird mehr und mehr barrierefrei. „Dabei kommt es aber nicht unbedingt nur darauf an, ein senioren- oder behindertengerechtes Bad zu schaffen. Vielmehr geht es um Komfort, der von allen Generationen genutzt und genossen werden will“, sagt Christian Wadsack vom Büro für Innenarchitektur Hofmann und Wadsack. Das Design darf dabei also nicht auf der Strecke bleiben, sondern erhält eine immer größere Bedeutung. Der Trend zeigt sich in Waschtischen, an die sich ein Stuhl stellen lässt, und an der zunehmenden Verdrängung der Badewanne durch geräumige Duschflächen.

Wannen weichen großen Duschen

„Duschen wird komfortabler, dafür wird die Badewanne oft geopfert. Das war schon in den vergangenen Jahren Trend und er hält ungebremst an“, beobachtet Wadsack. Vor allem in kleineren Bädern fällt die Wahl zugunsten der Dusche aus. „Sie darf dann gern auch 80 mal 180 Zentimeter groß sein“, sagt Hansen. Die Dusche ist ebenerdig, die Ausstattung wird abwechslungsreicher: „Wer möchte, kann neben einer normalen Brause eine Regendusche oder Körperbrausen integrieren, sich unter einen Wasserschwall stellen und einen Kneippschlauch anbringen“, so Hansen.

Neu im Angebot und vor allem auf Messen der Hingucker sind Liege- oder Sitzbänke für den Duschbereich. „Sie sind gefliest und gewärmt, über ihnen schweben verschiedene Duschköpfe“, so Hansen. Ob dieses Angebot bei den Kunden auf Interesse trifft, bleibt abzuwarten. Zusätzliche zur Dusche wird im Luxussegment gerne auch ein Dampfbad oder eine Sauna integriert. „Das ist immer leichter umsetzbar, da es heute auch kleine, kompakte Saunakabinen gibt“, so Hansen.

Wer Platz hat, muss sich nicht zwischen dem Duschen und Baden entscheiden. „Der Traum der Deutschen ist eine freistehende Badewanne mit viel Tageslicht“, zitiert Wadsack aus Studien des Verbands der Deutschen Sanitärwirtschaft. „Im höherwertigen Bereich wird tatsächlich sehr gern eine freistehende Badewanne eingesetzt. Diese braucht jedoch Platz, der in den meisten Bädern gar nicht da ist“, sagt Hansen. Ein weiteres Manko: „Bei freistehenden Wannen fehlen die Ablagemöglichkeiten. Wo stelle ich da das Shampoo oder mein Glas Sekt ab?“

Individualisierung im Badezimmer

Der wichtigste Trend im Badezimmer lautet Individualisierung. „Kein Bad darf mehr von der Stange sein“, sagt Wadsack. Das stellt auch Hansen fest: „Das Bad lässt sich nach den eigenen Wünschen gestalten und auf die persönlichen Bedürfnisse hin anpassen.“ Die Gestaltung der Dusche ist ein gutes Beispiel dafür. „Das Armaturensystem kann flexibel bestimmt werden. Hand- und Seitenbrausen lassen sich wie in einem Baukastensystem genau dort platzieren, wo man es möchte. Gleiches gilt für Ablagen, Beleuchtungselemente in der Dusche und Lautsprecher.“ 

Und auch die Auswahlmöglichkeiten bei Möbeln und Sanitätsausstattung sind immens gewachsen. Der Handel hat sich auf die Bedürfnisse der Kunden eingestellt und bietet Waschbecken und Unterschränke in den unterschiedlichsten Größen an.

Accessoires im Bad: Weniger ist mehr

„Die meisten Menschen wollen erfahrungsgemäß im Bad nicht viel herumstehen haben“, sagt Hansen. „Mit Handtüchern lassen sich Farben ins Bad bringen“. Das ist vor allem für dezent gehaltene Bäder eine gute Option, um dem Auge Abwechslung zu bieten. „Gute Dekoration heißt vor allem, sich zu bremsen“, sagt Wadsack. Eine reduzierte und gut gewählte Deko werte einen Raum auf. Sein Tipp: „Setzen Sie auf witzige oder hochwertige Einzelstücke.“ Dekoration wird in modernen Bädern auch architektonisch in Szene gesetzt: Nischen in Wänden und im Duschbereich schaffen Ablageflächen, die sich dank moderner Lichttechnik illuminieren und betonen lassen.

Badplanung: Unterstützung durch einen Experten

Wadsacks wichtigster Tipp für alle, die ihr Bad neu gestalten wollen: „Lassen Sie sich bei der Planung von einem Experten unterstützen, der qualifiziert planen und bauen kann.“ Nur so ließe sich die individuell beste Lösungen finden. Das gilt vor allem für kleine Bäder. „Die Vielfalt der Produkte ist groß. Daher macht es Sinn, sich vorher genau zu überlegen, was man im Bad macht und dort braucht.“

Mehr Technik im Bad

Die Technisierung des Wohnens schreitet voran – auch im Bad. „Das Interesse an der Technik steigt, doch die wenigsten wissen, was die Attraktivität eines Bades tatsächlich steigert“, beobachtet Wadsack. Vor allem die Digitalisierung und das Home-Entertainment werden künftig eine größere Rolle spielen: „Da kann man beim Rasieren mithilfe eines Monitors im Spiegel die Börsendaten checken“, sagt Hansen. TV-Monitore im Spiegel gibt es schon heute.

Ein anderes Szenario ist das Bad als Gesundheitszentrale. „Die Entwicklung geht dahin, dass eine Fitnessuhr die Daten weiterleitet und der Monitor im Badspiegel dem Nutzer Tipps zu Ernährung und Fitness gibt“, so Hansen. Auch Wadsack glaubt an ein enormes Entwicklungspotenzial: „In ein paar Jahren werden wir uns vielleicht gar nicht mehr vorstellen können, ohne Technik im Bad ausgekommen zu sein.“

Die Bedeutung des Badezimmers verändert sich seit geraumer Zeit deutlich: Den aktuellen Trends und Einrichtungsmessen zufolge entwickelt sich das Bad immer mehr zum Wohlfühlort. Und das spiegelt sich auch in der Einrichtung wider. Badezimmerschrank oder Sideboard im Wohnzimmer – Unterschiede sind heute kaum mehr auszumachen. Bei uns bekommen Sie einen Überblick darüber, welche Badezimmermöbel gerade im Trend liegen.

Moderne Badezimmer: Größer und schicker als früher

Moderne Badezimmer werden größer und wohnlicher, auch die Gestaltung der Badmöbel verändert sich deutlich. Der wichtigste Trend: „Die Möbel im Badezimmer sehen nicht mehr aus wie die typischen Badezimmermöbel von einst“, sagt Innenarchitektin und Badexpertin Birgit Hansen. Moderne Badmöbel sind deutlich schicker.

Dennoch seien aber alle bekannten Staumöglichkeiten wie Spiegelschränke, Waschtische und hohe Badezimmerschränke zu finden. „Stauräume sind sehr wichtig im Badezimmer“, so Christian Wadsack vom Büro für Innenarchitektur Hofmann und Wadsack. Der Badprofi diskutiert daher auch vor jeder Planung mit seinen Kunden, was im Bad gebraucht wird und wie es untergebracht werden soll – offen und sichtbar oder in geschlossenen Schränken. „Der Trend geht stark zu geschlossenen Schränken“, stellt er fest.

Holzmöbel und Doppelwaschtisch mit runden Spiegeln an einer Wand mit Fliesen von AGROB BUCHTAL
© Deutsche Steinzeug / AGROB BUCHTAL

Warmes Holz und glänzende Oberflächen

Die Optik der Badezimmerschränke unterscheidet sich heutzutage nicht mehr von denen der Wohnraummöbel. „Wertigkeit in der Optik ist ein sehr wichtiger Gesichtspunkt. Badezimmermöbel sollten auf jeden Fall Qualität zeigen. Deshalb sind im Bad auch edle Hölzer ein gesetzter Trend“, sagt Wadsack. Da in den Bädern derzeit eher kühle Farben – also Weiß, Schwarz und Grautöne – bei den Fliesen dominieren, werden Holzoptiken als Gegengewicht eingesetzt, um Wärme und Gemütlichkeit ins Bad zu bringen. „Angesagt sind dunkle Hölzer wie Eiche, Räuchereiche, Wenge und Nussbaum. Helle Hölzer sind eher wenig verbreitet. Wenn, dann handelt es sich um gekälkte Eiche. Das sieht aus, als läge ein weißer Schleier über dem Holz“, erklärt Hansen. Und Wadsack ergänzt: „Betonoptiken etwa leben von dem Kontrast zu warmem Holz.“

Ein zweiter Trend bei den Schrankoptiken ist Hochglanzlack, der ebenfalls recht oft  zu finden ist. „Die Oberflächen sind entweder hochglänzend oder supermatt, dazwischen gibt es eigentlich nichts. Bei den Lackoptiken dominieren klare Farben, vor allem Schwarz und Weiß“, sagt Hansen.

Geradliniges Design liegt im Trend

Der Trend zum Badezimmer als Lebensraum und zu hochwertigen Möbeln zeigt sich auch in den Formen und im Design der Möbel: „Sie sind meist sehr geradlinig gestaltet“, sagt Hansen. Teilweise fänden sich auch Möbel mit abgerundeten Ecken. „Das erinnert ein wenig an die Apple-Optik.“

Stark im Kommen ist auch der Vintage-Stil im Bad. Filigrane Waschmöglichkeiten, die an frühere Waschschüsseln erinnern, sind ebenso beliebt wie eckige Waschbecken auf filigranen Beinchen aus Metall. Erstaunlicherweise lassen sich diese Retromöbel sehr gut mit modernen Möbeln kombinieren.

Badmöbel müssen praktisch sein und Stauraum bieten

Auch hinsichtlich der Ausstattung von Badmöbeln gibt es neue Trends: „Grifflose Möglichkeiten, die Möbel zu öffnen, also push-to-open, ist Standard. Moderne Unterschränke bieten meistens mehrere Schubladen. Diese wiederum sind mit Innenschubladen oder kleinen Fächern  ausgestattet“, sagt Hansen. So lassen sich Lippenstifte und Kosmetikartikel geordnet und übersichtlich verstauen. Viele Schränke sind auch mit Steckdosen versehen. „So kann der Fön oder Lockenstab eingesteckt bleiben und direkt benutzt werden.“

Badezimmer werden individueller

Die Funktionalität der Möbel hat einen hohen Standard erreicht. Was neu ist: Die Gestaltungsmöglichkeiten im Bad sind enorm gewachsen. „Es sind Möbel in sehr unterschiedlichen Größenausführungen zu haben“, sagt Wadsack. Der große Einrichtungstrenddieser Zeit – die Individualisierung – setzt sich auch im Badezimmer durch. Die Hersteller kommen den Wünschen ihrer Kunden nach möglichst flexiblen Lösungen nach.

Dennoch brechen die Badexperten eine Lanze für die heimischen Handwerker und individuelle Lösungen. „Diese sind nicht teurer als hochwertige Handelsprodukte und erfüllen die individuellen Wünsche und Bedürfnisse garantiert“, sagt Wadsack.

Sitzmöglichkeiten im Bad

Wer genügend Platz im Bad hat und den Raum zu einem Ort umformen möchte, an dem man sich wohlfühlt, braucht passende Sitzmöglichkeiten wie eine Holzbank oder einen gemütlichen Rattansessel. Beliebt sind im Bad auch Möbel auf Rollen, die sich leicht mitnehmen lassen. „Mobile Hocker kann man dann an den Spiegel stellen, sich bequem im Sitzen schminken und ihn dann wieder in eine Ecke stellen“, so Hansen. Die kleinen Multifunktionsmöbel passten auch wunderbar zum Trend Mehrgenerationenbad. Vor allem der erhöhte Komfort steht hier im Fokus, das Bad soll für alle Altersgruppen leicht nutzbar sein.

Spiegel sind ein Muss im Bad

Spiegel sind im Bad ein Muss und können den Raum optisch sogar aufwerten – vor allem kleine Bäder lassen sie größer wirken. „Spiegelschränke hingegen kommen in unseren Planungen eher selten zum Einsatz. Wenn wir Spiegelschränke einsetzen, dann gerne in die Wand eingelassen“, sagt Wadsack. Denn: „Eine Bündigkeit des Spiegelschrankes in der Wand erzeugt eine harmonische und ruhige Optik.“

Wichtig sei es außerdem, dass Spiegel über eine sehr gute Beleuchtung verfügten. „Sie kommt am Spiegel immer von zwei Seiten, damit sie das Gesicht gut ausleuchtet“, erklärt Wadsack. 300 bis 400 Lux sollten es im Gesichtsbereich sein. Manche Modelle bieten sogar eine Beleuchtung an, die sich in Stärke und Wärmegrad verstellen lassen, passend zur Tageszeit. Solche Modelle können allerdings auch viel Geld kosten, 2.000 Euro sind keine Seltenheit. Wadsack zufolge müsse eine Sonderanfertigung vom Schreiner nicht teurer sein als ein Modell aus dem Handel, zudem sei das die passgenauere Lösung.

Möbel dienen auch der Raumgestaltung

Schränke dienen im Badezimmer nicht nur als Stauraum. Sie können auch dabei helfen, verschiedene Zonen im Bad zu schaffen. Denn wer möchte beim gemütlichen Baden auf das WC starren müssen? Mit der richtigen Aufteilung kann aus einer funktionalen Nasszelle ein gemütlicher Raum zur Entspannung werden.

Die Gestaltung ist letztlich immer eine individuelle Frage, denn jedes Bad bietet andere Möglichkeiten. Ziel ist es jedoch meist, einzelne Funktionsbereiche zu schaffen und die Privatsphäre zu erhöhen. So kann ein geschickt platzierter Schrank verhindern, dass der erste Blick beim Betreten des Raumes auf das WC fällt. „Die Ausstattung und das Mobiliar sollten den Zonen und dem Bedarf an diesen Orten gerecht werden“, sagt Wadsack. Das erfordere eine umfassende und geschickte Planung und lasse sich besser in großen als in beengten Bädern umsetzen.

Kleine Bäder als Herausforderung

Zwar werden in Neubauten die Bäder heute größer geplant und gebaut, doch wer in Bestandsgebäuden wohnt, muss oft mit einem kleinen Bad auskommen. Dann ist es sinnvoll, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Bevor es an die Badezimmerplanung geht, empfiehlt Hansen, sich eingehend Gedanken darüber zu machen, was im Bad wirklich benötigt wird. „Ein einfaches Beispiel: Medikamente gehören wirklich nicht ins Badezimmer.“

Zudem gelte sowohl für kleine als auch für große Räume: „Im Bad sind Schränke praktisch, die nicht sehr tief sind. Schließlich will man im Alltag leicht an Shampooflaschen und Co. herankommen. Alles, was hinten in der dritten Reihe steht, wird leicht vergessen“, sagt Hansen. Da derlei Produkte auch nicht sonderlich viel Platz einnehmen, reicht eine Tiefe von 15 bis 20 Zentimetern für einen hohen Schrank aus. Gerade in kleineren Badezimmern sei es zudem empfehlenswert, möglichst alle Schränke als an der Wand hängende Variante zu wählen. „Da der Boden durchgängig ist, wirkt das Bad großzügiger. Außerdem erleichtert es das Putzen enorm, weil man vorher nichts wegstellen muss“, erklärt die Badexpertin.

Erfahren Sie, wie Sie mithilfe einer intelligenten Raumeinteilung, den passenden Möbeln und effektvollen Farben ein kleines Bad größer erscheinen lassen – und sich darin wohler fühlen können.

Geschickte Raumeinteilung macht kleine Bäder groß

Eine effiziente Planung ist wichtig für kleine Badezimmer. Dabei sollten Sie den Raum in Funktionsbereiche wie etwa Duschen, Waschen und Ankleiden aufteilen. Die richtigen Kleinmöbel wie Eckregale oder Unterschränke können aus Ecken, Nischen und Schrägen das Optimum an Stellfläche herausholen.

Weniger ist auch dann mehr, wenn es um die Frage „Bad und Dusche?“ geht. Lieber sollten Sie auf eine Sache verzichten und dafür einen vernünftigen Ort zum Duschen oder Baden schaffen. Wenn möglich, sollten Sie eine Schiebetür installieren. So benötigen Sie beim Öffnen weniger Platz. Falls das Badezimmer über kein Fenster verfügt, sollten Sie unbedingt die Bildung von Schimmelpilz im Blick behalten.

Draufsicht auf eine Planung der Firma Kaldewei für ein Minibad
© Cayonoplan Multispace / www.kaldewei.de

Spezielle Möbel für kleine Badezimmer

Weil die meisten Badezimmer in Deutschlands Wohnungen klein sind, bieten Hersteller inzwischen vielfältige Möbel für das kleine Bad an. So hat Ikea zum Beispiel Waschtische mit seitlich angebrachten Armaturen im Programm. Damit lassen sich einige Zentimeter Platz sparen. Ohnehin sollte eher ein kleiner Waschtisch angebracht werden. Statt Badewanne empfiehlt sich eine barrierefreie Dusche. Wer die Dusche in einer Ecke unterbringen möchte, sollte eine Viertelkreis-Duschwanne wählen, die platzsparend ist.

Ein Hänge-WC lässt im Gegensatz zu einem Stand-WC den Fußboden frei. Praktisch sind auch Badschränke mit Schiebetüren. Grundsätzlich gilt: Bringen Sie lieber wenige Schränke und stattdessen kleine Ablageflächen oder Haken an. Auch ein Handtuchhalter nimmt unnötig viel Platz weg. Stattdessen empfiehlt sich der Einbau eines Heizkörpers mit Streben, über den man die Handtücher hängt.

Optische Tricks: Transparenz und Querstreifen

Eine transparente Duschabtrennung – zum Beispiel aus Echtglas oder Glasbausteinen in Duschen oder als Lichtspender in der Außenwand – lässt den Raum größer erscheinen. Ein weiterer Trick sind halbhoch gezogene Fliesenbänder oder Bordüren, die den gleichen Effekt erzielen. Helle Fliesen lassen kleine Bäder optisch wachsen, denn mit kühlen Farben wirkt der Raum allgemein größer. Warme und intensive Farben hingegen können schnell beengend wirken.

Unkonventionelle Lösungen für ein Mini-Bad

Misst ein Badezimmer weniger als vier Quadratmeter, spricht man von einem Mini-Bad. Die Einrichtung eines so kleinen Raumes zum funktionalen Bad erfordert eine unkonventionelle Lösung, beispielsweise einen Waschtisch mitten im Raum. Wenn sich dadurch Dusche und Toilette besser unterbringen lassen oder so vielleicht der Einbau einer Badewanne möglich wird, kann diese Raumeinteilung die Lösung sein. Kleiner Wermutstropfen: Ein schickes Standwaschbecken schlägt schnell mit einigen hundert Euro zu Buche.

Tipp: Statten Sie eine Wand mit einer Lamellen-Fläche aus, in die Sie so viele Haken hängen, wie Sie benötigen.

Einer der entscheidenden Faktoren für die Atmosphäre im Badezimmer ist die Beleuchtung. Eine bewusste Lichtplanung sorgt dafür, dass alle wichtigen Bereiche hell genug ausgeleuchtet werden, die passenden Lichtquellen zum Einsatz kommen und auch indirektes Licht verwendet wird. Doch welche Alternativen gibt es, wenn die Möglichkeiten im Bestandsbau eingeschränkt sind? Lesen Sie hier, wie das Licht im Bad richtig zur Geltung kommt.

Lichtplanung unabhängig vom Tageslicht vornehmen

Ein Badezimmer mit Tageslicht ist zwar für die meisten ein Pluspunkt in der Wohnung, die Lichtplanung im Bad sollte aber unabhängig davon erfolgen, ob ein Fenster vorhanden ist oder nicht. „Die Hauptnutzung von Bädern findet ohnehin meist zu Zeiten statt, wenn gar kein Tageslicht vorhanden ist: morgens und abends. Vor allem in den Wintermonaten ist es dann schon stockdunkel“, sagt Christian Wadsack vom Büro für Innenarchitektur Hofmann und Wadsack. Er plädiert daher für einen bewussten Umgang mit Licht im Bad. „Eine gute Badezimmerplanung umfasst auch das Licht und schafft genügend Auslässe für Lichtquellen“, sagt Wadsack.

Hell ausgeleuchteter Waschtisch mit zwei Waschbecken der Firma Kaldewei
© www.kaledwei.de

Dunkle Fliesen schlucken Licht

„Im Badezimmer ist es wichtig, eine gute Allgemeinbeleuchtung für die Grundhelligkeit im Raum zu haben. Empfehlenswert ist eine Beleuchtungsstärke von mindestens 300 Lux“, sagt Lichtexpertin Iris Vollmann. „Dunkle Fliesen schlucken Licht, helle Fliesen reflektieren es. Das heißt, dass das Licht in dunkel gefliesten Bädern großzügiger, also heller geplant werden sollte.“

Spiegelbeleuchtung als wichtigste Lichtquelle

Die wichtigste Lichtquelle im Bad ist die Spiegelbeleuchtung. „Sie sollte von links und rechts kommen und die Leuchten nicht zu weit voneinander entfernt sein“, sagt Wadsack. Nur so wird das Gesicht schattenfrei ausgeleuchtet – vor allem beim Rasieren und Schminken ist das wichtig. „Licht ausschließlich von oben ist der Killer und produziert zu viele Schatten im Gesicht. Leider gibt es zu wenige wirklich geeignete Produkte für den Waschbeckenbereich mit Seitenlicht“, stellt Wadsack fest. Er empfiehlt im Zweifel ein bisschen kreativ zu werden und entsprechende Seitenleuchten selbst anzubringen. Wer keine Möglichkeit hat, links und rechts Leuchten zu montieren, sollte zumindest eine langes Linienlicht statt eines einzelnen Strahlers über dem Spiegel anbringen, so Wadsack. „Das kommt zwar immer noch aus der falschen Richtung, verteilt sich aber besser.“

Helligkeit und Gleichmäßigkeit sind die wichtigsten Gradmesser der Lichtqualität. Wadsack empfiehlt daher, mit einem Luxmesser zu prüfen, wie viel Licht tatsächlich an den wesentlichen Stellen ankommt. Denn je weiter die Lichtquelle entfernt ist, umso schwächer ist das Licht auf der angeleuchteten Fläche. „300 bis 400 Lux sollten schon unmittelbar auf der Nasenspitze gemessen werden können. Ältere Menschen brauchen sogar noch mehr Helligkeit.“ Luxmesser sind teils schon recht günstig zu haben und lassen sich auch mieten.

Experten setzen auf verschiedene Lichtquellen

„Eine gute Spiegelbeleuchtung kann in einem sehr kleinen Badezimmer bereits ausreichend sein“, sagt Vollmann. „Für eine gute Atmosphäre tun sie aber noch nichts“, ergänzt Wadsack. Deshalb setzen die Lichtexperten auf zusätzliche Leuchten. „Wohnlichkeit im Bad lässt sich herstellen, wenn verschiedene Lichtquellen eingesetzt werden. Vielfalt und Flexibilität sind angesagt“, so Wadsack. „Zusätzliche Wandleuchten zum Beispiel in Nischen sorgen für ein großzügigeres Raumgefühl. Handelt es sich um ein großes Badezimmer, das als Wohlfühloase dienen soll, kann man mit richtig eingesetztem Licht Zonen gliedern“, sagt Vollmann.

Kleine Bäder können durch Licht visuell größer wirken. „Entscheidend ist nicht nur die Zahl der Lampen oder ihre Helligkeit, sondern auch ihre Positionierung. Die Lichtquelle sollte möglichst dicht an der Wand sein. Das wirkt behaglicher und bietet zudem eine bessere Lichtausbeute“, erklärt Wadsack. Übrigens: „Auch Duschen werden meist leider komplett falsch beleuchtet. Das Licht sollte im Duschbereich nicht von oben direkt auf den Kopf fallen, sondern von der Seite kommen. So fällt das Licht zunächst auf die Wand und reflektiert von dort auf den Körper. Das wirkt angenehmer“, sagt Wadsack.

Zur modernen Badezimmerlichtgestaltung gehört auch indirektes Licht. Das kann zum Beispiel eine Waschtisch-Beleuchtung sein. „Eine Linienleuchte mit LED-Technik eignet sich dafür gut. Man kann sie individuell verlegen oder bereits als Komplettpaket kaufen“, sagt der Bad-Experte. Auch ein indirekt von hinten beleuchteter Handtuchwärmer kann in eine attraktive Lichtplanung integriert werden – das wirkt elegant und ist zudem sehr modern.

Im Trend: Individuelle Beleuchtung

„Energiesparlampen sind out. Sie wurden von modernen LEDs abgelöst. Diese bieten vielfältige Möglichkeiten des Einsatzes und der Gestaltung“, sagt Wadsack. „Der Trend geht dahin, das Licht individuell zu bestimmen und zu gestalten.“ Das beginnt bei der Helligkeit. Ein Dimmer ist die einfachste Lösung, um in einem Badezimmer für die notwendige Atmosphäre zu sorgen. „Morgens sollte das Licht den Menschen aktivieren. Das wäre am Abend aber kontraproduktiv. Wenn man sich für die Nacht fertig macht, benötigt der Körper sanfteres Licht“, erklärt Vollmann.

Entscheidend ist dafür nicht nur die Helligkeit, sondern auch die Lichtfarbe. Auch diese lässt sich bei manchen Leuchten verändern. „Warmweißes Licht mit Rotanteilen ist ideal zum Entspannen, kaltes Licht mit vielen Blauanteilen macht wach“, erläutert die Lichtexpertin. „Wer ausschließlich kaltes Licht im Bad hat, darf sich auch nicht wundern, wenn die Kinder abends nach dem Zähneputzen nicht ins Bett wollen.“ Unterschiedliche Lichtquellen für den Morgen und den Abend sind die einfachste Lösung, um den Bedürfnissen des Körpers gerecht zu werden.

Auch ein Bewegungsmelder im Bad, der an eine kleine gedimmte Leuchte angeschlossen wird, kann sinnvoll sein. Der Bewegungsmelder dient in diesem Fall als Nachtlicht, das beim Betreten des Raumes automatisch aktiviert wird. Das schwache und sanfte Licht trägt dazu bei, ein problemloses Wiedereinschlafen zu erleichtern.

Probleme bei Bestandsbauten

Ein häufiges Problem von Bewohnern älterer Bestandsbauten: Im Bad gibt es überhaupt nur zwei Anschlüsse für Licht – am Spiegel und an der Decke. „Ein mittiger Auslass in der Decke für die Beleuchtung ist vom Ansatz schon grundverkehrt“, sagt Wadsack. Der Weg, den das Licht bis zur Wand nehmen müsse, sei zu weit und das Licht verliere daher an Kraft und Wirkung.

Wer seine Deckenbeleuchtung in einer bestehenden Wohnung verändern möchte, kann zum Beispiel eine Deckenabhängung aus Gipskarton dafür nutzen und so die Auslässe für das Licht neu positionieren. „So eine Decke ist relativ einfach umzusetzen. Es muss aber genug Raumhöhe da sein“, sagt Wadsack.

Vollmann schlägt eine weitere Option vor: „Schienensysteme können eine gute Wahl sein. Diese können mit unterschiedlichen Strahlern, Deckenflutern oder Pendelleuchten ausgestattet werden, um den unterschiedlichen Funktionsbereichen gerecht zu werden. Ein weiterer Vorteil: Die Lichtregie kann auch im Nachhinein immer wieder verändert und neu gestaltet werden.“ Strom im Bad ist eine heikle Sache und so rät Vollmann dazu, die Elektroinstallation immer von einem Fachmann durchführen zu lassen.

Mietern, deren Möglichkeiten hinsichtlich des Badezimmerlichts stark eingeschränkt sind, empfiehlt Wadsack einen Umweg über die Steckdose. Auch so lassen sich weitere Lichtquellen ins Bad bringen. Wichtig ist dabei nur, dass die Leuchte für den Gebrauch in Feuchträumen zugelassen und die Lichtfarbe angenehm ist.

Belüftung im Bad

Licht und Luft sind für ein gemütliches und gesundes Bad unerlässlich. Besonders das regelmäßige Lüften beeinflusst die Raumqualität stark. Schließlich ist das Bad der Ort, an dem die meiste Luftfeuchtigkeit entsteht – und die kann zu Schimmel führen. Das physikalische Prinzip dahinter ist einfach: „Warme Luft nimmt mehr Wasser auf als kalte Luft. Die Feuchtigkeit lagert sich dann an den kältesten Stellen ab, also an den Außenwänden. Dort bildet sich Schimmel“, erklärt Wadsack.

Der größte Fehler, der im Bad gemacht wird, ist laut Wadsack der Versuch, lediglich die warme Luft im Zimmer zu halten. Die Grundregel lautet: Zwei- bis dreimal täglich mit breit geöffnetem Fenster stoßlüften. Vor allem nach dem Baden und Duschen muss für einen Luftaustausch gesorgt werden, damit die Feuchtigkeit hinausgelangen kann. „Es sollte aber auch nicht so lange gelüftet werden, bis alle Materialien komplett ausgekühlt sind“, sagt Wadsack. Das Bad sollte der wärmste Raum in der Wohnung sein. Sich mit Feuchtigkeit beschlagende Flächen – etwa Spiegel, Duschwände und Wandfliesen – kann man mit einem Fensterwischer abziehen und so die Feuchtigkeit reduzieren.

„Wer sein Bad renoviert, sollte nicht mehr so viele Fliesen verbauen, sondern diese nur dort einsetzen, wo sie wirklich notwendig sind“, rät Wadsack. Im Normalfall also hinter der Dusche und Wanne. Ansonsten setze man besser auf atmungsaktive Materialien. „Sie bieten einen Atmungsaktivitätspuffer. Das Wasser lagert sich dort nicht an, sondern wird aufgenommen und kann wieder ausdiffundieren“, sagt Wadsack. „Das entbindet aber natürlich nicht davon, für einen regelmäßigen Luftaustausch zu sorgen.“ Geeignete Materialien für die Wand sind beispielsweise Oberflächenanstriche mit Baumwollbeflockung oder Putz. „Glasfasertapeten oder Latexfarben sind hingegen gar nicht geeignet, da sie die Wand hermetisch abschließen“, so der Badexperte.

Wer in einer Wohnung mit fensterlosem Bad lebt, hat kaum Optionen. „Dann ist eine gute Entlüftungsanlage wichtig. Sie darf nur eingesetzt werden, wenn die Badezimmertür Lüftungsschlitze hat.“ Zusätzlich empfiehlt Wadsack, die Tür zum Bad so oft wie möglich offen stehen zu lassen und die Nachbarräume gut quer zu lüften.

An der Dusche führt im Badezimmer kein Weg vorbei. Hinsichtlich der Beliebtheit laufen Duschen den Badewannen mittlerweile sogar den Rang ab, haben Umfragen ergeben. Ob das am Zeitmangel der Menschen liegt, ob Wasser gespart werden soll oder ein anderes Motiv ursächlich ist, lässt sich indes nicht sagen. Doch der Markt reagiert mit neuen Produkten auf die erhöhte Nachfrage – wir stellen Ihnen die aktuellen Trends bei Duschen vor.

Duschen liegt voll im Trend

Ob man sich am Morgen vor der Arbeit die Müdigkeit vom Körper spülen oder sich nach dem Sport oder der Gartenarbeit frisch machen möchte – die Dusche ist wichtig fürs Wohlbefinden. Zwei von drei Deutschen duschen Umfragen zufolge mindestens einmal täglich. Noch vor wenigen Jahrzehnten galt ein Badezimmer ohne Wanne als schwer vermietbar. Mittlerweile bestehen die meisten Mieter auf eine Dusche im Bad. Bei einer immowelt-Umfrage gaben 85 Prozent der Befragten an, bei der Wohnungssuche auf eine Dusche zu achten. Eine Badewanne war hingegen nur 57 Prozent wichtig.

Große Duschwanne mit Glastüren von einem Wandposter mit Strassenszene
© Adana / HOESCH

Die einfachste Variante einer Dusche

Die einfachste und zugleich meist kostengünstigste Ausführung der Dusche besteht aus einer Duschtasse mit einem Schutz gegen Spritzwasser und einer einfachen Handbrause an einem Schlauch. Die Duschtasse ist in der Regel etwa 30 Zentimeter hoch und häufig aus Sanitäracryl oder Stahlemaille gefertigt. Die Duschtür schützt vor Wasser auf dem Fußboden oder den Fliesen. Im Handel sind verschiedene Varianten erhältlich, etwa Schiebe-, Falt oder auch Pendeltüren.

Duschköpfe haben eine Vielzahl von Strahlarten

Komplettiert wird die Standard-Dusche in der Regel mit einer Schlauchbrause. Der große Vorteil: Sie ist flexibel in der Anwendung. Mit ihr kann man das Wasser gezielt an jeden Punkt des Körpers leiten. Doch heutzutage kommt aus der Handbrause nicht einfach nur Wasser gelaufen. „Moderne Duschköpfe haben mittlerweile bis zu sieben verschiedene Strahlarten“, sagt Andreas Braun, Referent Sanitär beim ZVSHK (Zentralverband Sanitär Heizung Klima). Der Druck lässt sich nach eigenem Belieben einstellen, die Düsen zu- oder abschalten. So entsteht zum Beispiel der wohltuende Massagestrahl, der weiche Regenstrahl oder der harte Monostrahl.

Ein Teil, viele Funktionen: Das Duschpaneel

Immer beliebter werden sogenannte Duschpaneele. Sie bestehen aus einem großen Duschkopf und einer zusätzlichen Handbrause. Viele Modelle weisen darüber hinaus auch seitliche Düsen oder Auslässe auf, die eine Massagefunktion haben. Bei solchen Paneelen kommt das Wasser nicht nur von oben, sondern trifft auf Wunsch auch von der Seite oder von vorne auf den Körper. 

Und weil Duschen heutzutage neben der Körperreinigung auch der Entspannung dienen, sind bei manchen Duschpaneelen neben der gezielten und verstellbaren Beleuchtung durch LED-Technik (light-emitting diode) auch Lautsprecher für die passende Musik integriert. „Das Highlight sind dann Duschen, die zu den verschiedenen Strahlbildern auch noch eine Farb- oder Musikkulisse bilden“, sagt Sanitärexperte Braun.

Duscharmaturen mit Thermostat sind gefragt

Bei den Duscharmaturen hat sich der Einhebelmischer mittlerweile als Standard etabliert. „In der Dusche, wo es auf erhöhten Komfort ankommt, nehmen jetzt Thermostat-Batterien zu“, sagt Braun. Hier kann man die Wassertemperatur vorwählen und neu einstellen. Das erhöht zugleich die Sicherheit: So können sich etwa Kinder nicht mehr so leicht verbrühen. Gleichzeitig sind moderne Armaturen auch ins Design eingepasst. Sie dienen beispielsweise gleichzeitig als Ablage für die Seife und das Shampoo und haben griffige, aber optisch dennoch ansprechende Bedienelemente.

Der Trend geht zu bodengleichen Duschen

Ein großes Thema bei einer Hausrenovierung oder einem Neubau ist die Barrierefreiheit. Das gilt auch im Badezimmer. Die Aufbauhöhen von Wanne oder Dusche werden immer geringer. „Der Trend geht stark in Richtung bodengleiche Dusche“, sagt Andreas Braun. Bei dieser Lösung ist die Dusche in den Badezimmerboden eingearbeitet. Duschen gelten dann als bodengleich, wenn ihr Rand maximal zwei Zentimeter hoch ist. Hatten 2011 gerade einmal sieben Prozent aller Bäder eine ebenerdige Dusche, waren es 2017 nach Angaben der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft bereits 17 Prozent.

  1. Variante 1: Ultraflache Duschtassen
    Um eine bodengleiche Dusche zu erhalten, kann man sehr flache Duschtassen verwenden, die meistens nur vier bis fünf Zentimeter hoch sind und im Boden versenkt werden. Diese Duschwannen lassen sich direkt an die Fliesen des Fußbodens anschließen. „Man merkt nur den Wechsel zwischen Fliesenbelag und der leicht rauen Oberfläche der Dusche“, so Braun.
  2. Variante 2: Duschboards
    Soll die Dusche ebenerdig liegen und sich bezüglich des Bodenbelags überhaupt nicht mehr vom restlichen Bad unterscheiden, kann ein sogenanntes Duschboard eingebaut werden. Hierbei handelt es sich um ein flaches Element aus EPS (Expandiertes Polystyrol), das mit Glasfasergewebe verstärkt ist und leicht unter Bodenhöhe eingebaut wird. Das Board lässt sich anschließend mit Fliesen bekleben.

Art des Wasserablaufs lässt sich oft frei wählen

Damit bei bodengleichen Duschen das Wasser problemlos ablaufen kann, haben die meisten im Handel erhältlichen Duschboards ein Gefälle integriert. Wo sich der eigentliche Ablauf innerhalb der Dusche befindet und welche Art zum Einsatz kommt, kann die Kundin oder der Kunde häufig frei wählen. Auch diese Individualität sei ein Trend bei modernen Duschen, meint Andreas Braun vom ZVSHK. Etwa bei den Abläufen: Es gibt Punktabläufe, die mittig platziert werden können, in einer Ecke oder sogar in der Wand.

Doch sie müssen nicht zwangsläufig rund mit Edelstahlrost sein: „Mittlerweile gibt es auch sehr schicke Ablaufrinnen, etwa aus Metall, die ein Muster haben oder mit einer Glasabdeckung versehen sind“, berichtet Braun. Manche Modelle sind – wie das Duschboard – befliesbar und können im gleichen oder einem anderen Muster als die Dusche gefliest werden.

Größe der Dusche ist auch eine Frage des Geschmacks

Die meisten deutschen Badezimmer sind mit durchschnittlich acht Quadratmetern nicht besonders groß. Was die Größe einer Duschkabine angeht, gelten 80 mal 80 Zentimeter als Mindestmaß, damit man sie noch komfortabel nutzen kann. Als Standardmaß hat sich eine Fläche von 90 mal 90 Zentimetern etabliert. Doch auch die verwendeten Materialien nehmen Einfluss darauf, ob ein Badezimmer beengt wirkt oder nicht. „Eine Klarglasabtrennung an der Dusche macht den Raum optisch nicht kleiner“, so Experte Braun.

Wer ein Badezimmer mit einer Wanne saniert, die nicht mehr benötigt wird, hat den Vorteil, dass genügend Raum für eine größere Dusche vorhanden ist. Wie groß die Dusche im Bad sein darf, hängt in erster Linie vom persönlichen Befinden ab. „Ein Merkmal der modernen Dusche ist, dass es für jeden Anwendungsfall und jeden Geschmack eine eigene Lösung gibt“, sagt Braun. Wer sich vor der Badrenovierung in Ruhe umschaut, findet viele Möglichkeiten, um die Dusche nach den eigenen Vorstellungen zu bauen.

Ein Bad zu nehmen ist für viele Menschen wohltuend und entspannend. Eine freistehende Wanne verleiht dem Badeerlebnis dabei eine ganz besondere Note. Welche Modelle der Markt bietet und was man bei der Auswahl und beim Einbau beachten sollte, lesen Sie hier bei uns.

Baden steigert das seelische Wohlbefinden

In der Badewanne erfährt der Mensch die wohltuende Wirkung von Wasser und Wärme. Bei vielen steigert das Eintauchen in die Wanne ganz entscheidend das seelische Wohlbefinden. Einer Studie der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft zufolge ist ein Wannenbad zum Stressabbau wirksamer als beispielsweise ein längeres Ausruhen auf der Couch.

Weisse schlichte Badewanne der Firma Kaldewei steht freistehend in einem braunen Badezimmer
© www.kaldewei.de

Freistehende Badewannen sind ein Hingucker

Wer nicht nur entspannen, sondern beim Schaumbad auch einen Hauch Extravaganz erleben möchte, setzt im Badezimmer auf eine freistehende Badewanne. Denn im Gegensatz zur klassischen, an die Wand gerückten Badewanne oder der platzsparenden Eckbadewanne wirkt eine freistehendes Wanne als besonderer Blickfang.

Klassische und moderne Modelle

Zu den klassischen Modellen gehören Wannen mit Füßen wie beispielsweise die berühmte Löwenklaue aus der Anfangszeit des modernen Wannenbads im frühen 19. Jahrhundert. Doch nicht nur antike Modelle ziehen die Blicke auf sich, auch die zeitlosen Exemplare mit Einfassung sind etwas Besonderes im Bad. Zahlreiche Extras der fest montierten Badewanne sind auch für die freie Badewanne zu haben – etwa Massagedüsen, eine Wasserheizung oder eine integrierte Beleuchtung für jede Stimmung.

Das Material: Stahl-Emaille vs. Sanitäracryl

Die Wanne aus reinem Metall ist heute eher selten zu finden. Viel gebräuchlicher sind Modelle aus Stahl-Emaille. Hierbei wird die Wanne mit dem glasartigen Stoff überzogen. Für solche Wannen sprechen die Unempfindlichkeit der Oberfläche, die leichte Reinigung und der relativ günstige Preis. Sie beginnen bei etwa 500 Euro. Manche Menschen empfinden Stahl-Emaille allerdings als kalt.

Besonders beliebt ist deshalb mittlerweile Sanitäracryl als Werkstoff. Er wirkt warm, ist ein Leichtgewicht und somit ideal für Bäder in Altbauten. Zudem lässt sich Acryl in sehr viele Formen bringen und beliebig einfärben. Die Oberfläche ist im Vergleich zur Stahl-Wanne aber empfindlicher gegenüber scharfen Reinigungsmittel. Wannen aus Acryl sind ab rund 550 Euro zu haben.

Wannen aus Holz oder Beton fallen auf

Die Vielfalt der Materialien ist jedoch weitaus größer. Freistehende Badewannen gibt es auch aus Mineralharz, Beton oder Holz. Solche Ausführungen sind nachhaltig und wirken besonders edel. Diese Qualität hat allerdings ihren Preis: Holz-Wannen beispielsweise kosten mehrere Tausend Euro.

Freistehende Badewannen benötigen genügend Raum

Damit sie gut zur Geltung kommt, platzieren Wasserliebhaber eine freistehende Badewanne möglichst in der Mitte des Raumes. Das Badezimmer muss daher eine gewisse Größe haben. Badausstatter empfehlen mindestens acht Quadratmeter Grundfläche bei einem Standard-Wannenmaß von 170 mal 80 Zentimetern. Ihren größten Vorteil – die Benutzbarkeit von allen Seiten – kann die freistehende Badewanne am besten ausspielen, wenn ringsherum genügend Platz zum Ein- und Aussteigen vorhanden ist. 55 Zentimeter Abstand zu den Wänden, dem Waschbecken oder anderen Badezimmereinrichtungen sollte man mindestens einplanen.

Doch auch im kleinen Bad muss man nicht unbedingt auf eine freistehende Badewanne verzichten. Man kann sie sogar gezielt einsetzen. Modelle mit Füßen geben den Blick auf den Boden darunter frei. Der Effekt: Das Badezimmer wirkt gleich viel größer. Ob ein kleines Badezimmer für eine freistehende Wanne geeignet ist, hängt letztlich vom persönlichen Empfinden ab.

Fürs Abduschen nur bedingt geeignet

Freistehende Badewannen eignen sich besonders für Genießer, die das Badezimmer als Wellness- und Regenerationsort betrachten. Wer die Wanne in seinem Bad hauptsächlich zum schnellen Duschen benutzt, muss mit Spritzwasser rechnen. Das Problem lässt sich häufig nur mit einem umlaufenden Duschvorhang lösen – was zu Lasten der Ästhetik geht. Duschliebhaber:innen sollten sich daher vor der Anschaffung fragen, ob sich eine freistehende Wanne wirklich für sie lohnt.

Installation der Leitungen häufig ein Problem

Wer eine freistehende Badewanne einbauen lassen möchte, muss sich Gedanken um die Wasserleitungen und Abwasserrohre machen. In der Regel verlaufen die Leitungen unter dem Fliesenboden, statt nur in der Wand. Das macht mehr Arbeit beim Verlegen und erhöht den Planungsaufwand. Nicht jeder Boden ist geeignet, insbesondere in Altbauten ist oft kein Platz für die Installation. Abhilfe könnte ein Podest schaffen, auf dem die Wanne ruht und welches die Leitungen verdeckt.

In Altbauten spielt außerdem die Tragfähigkeit des Bodens eine Rolle. Je nach Größe und Material können freistehende Badewannen recht schwer sein. Bevor man eine Badewanne mittig im Raum platziert, zieht man im Zweifel einen Statiker zurate – besonders dann, wenn an der Stelle noch nie eine vergleichbare Wanne stand.

Test vor dem Kauf erleichtert die Entscheidung

Bevor man mitunter mehrere Tausend Euro für eine freistehende Badewanne ausgibt, sollte man unbedingt im Modell der Wahl probeliegen. Nur so erfährt man, ob zum Beispiel der Abfluss stört, die Ränder zu kantig sind und die Wanne ausreichend groß ist. So stört es beispielsweise, wenn man beim Baden ständig nach unten rutscht. Manche Hersteller und Händler bieten dazu in ihrer Badausstellung spezielle Wannen-Testcenter an.

Deutsche Badezimmer sind im Durchschnitt nicht besonders groß und liegen zwischen sieben und acht Quadratmetern. Wer dennoch nicht auf eine Badewanne verzichten möchte, ist mit einer Eckvariante oft gut beraten. Hier bekommen Sie eine Übersicht der Vorteile von Eckbadewannen und Tipps für den Einbau.

Eckbadewanne eignet sich für kleine Räume

Es reinigt, fördert die Gesundheit und entspannt zugleich: Die Vorzüge eines Vollbades weiß der Mensch schon seit Jahrtausenden zu schätzen. Doch die wenigsten Badezimmer der heutigen Zeit besitzen die Weitläufigkeit eines antiken Badehauses. Im Durchschnitt ist das Badezimmer in Deutschland weniger als acht Quadratmeter groß. Ein Drittel aller Bäder misst sogar nur drei bis sechs Quadratmeter.

Für diese geringe Fläche kommt oft keine rechteckige Standard-Badewanne mit einer Länge von 1,80 Metern in Betracht. Bade-Enthusiasten mit wenig Platz müssen aber nicht zwangsläufig auf ihre Freuden verzichten: Mit der Eckbadewanne steht eine platzsparende und zugleich funktionale Alternative zur Verfügung.

LandEine weise Eckbadewannvon HOESCH steht auf einem dunklen Holzfussboden
© Squadra / HOESCH

Eckbadewannen nutzen den Platz effektiv

Der große Vorteil von Eckbadewannen: Sie füllen den oft ungenutzten Platz in der Ecke. Das schafft in kleinen Räumen mehr Bewegungsfreiheit und lässt noch ausreichend Spielraum für andere Sanitäreinrichtungen wie die Toilette und das Waschbecken. Zudem lassen sich Eckbadewannen in der Kombination als Wanne und Dusche benutzen. Auch deshalb können sie für die Badsanierung im Altbau die beste Wahl sein – etwa dann, wenn die Grundfläche eher klein oder unvorteilhaft geschnitten ist.

Klassische Eckbadewanne: Kürzer, aber breiter

Die klassische Eckbadewanne hat ein Schenkelmaß von 1,20 Metern. Sie ist damit kürzer als herkömmliche Wannen, dafür aber breiter. Eine Person findet dort genug Platz für ein angenehmes Badeerlebnis. Modelle mit längeren Abmessungen bieten noch mehr Volumen und lassen sich dann auch zu zweit bequem nutzen. Solche Eckbadewannen kommen allerdings eher für große Zimmer in Betracht.

Die Ausstattung fördert das Wohlbefinden

In puncto Ausstattung muss sich die Eckbadewanne vor den rechteckigen Modellen nicht verstecken. Aussparungen, in denen man die Arme ablegen kann, erhöhen den Komfort beim Baden. Spezielle Varianten für Seniorinnen und Senioren bieten zudem Einstiegshilfen oder Sitzbänke. Und für den ultimativen Wellness-Faktor ist bei manchen Herstellern auch eine Whirlpool-Funktion erhältlich.

Wannen sind meist aus Stahl oder Acryl

Wie bei allen Wannenarten kommen auch bei der eckigen Ausführung hauptsächlich zwei Materialen zum Einsatz. Bewährt und weit verbreitet ist Stahl-Emaille. Diese Wannen sind unter anderem leicht zu reinigen und wegen der Robustheit des Materials recht langlebig. Vermehrt werden heute auch Wannen aus Acryl oder anderen Verbundstoffen angeboten. Sie haben ein geringeres Gewicht als Stahl-Wannen und lassen sich dementsprechend leichter transportieren und einbauen. Da sich Acryl nach Belieben formen lässt, gibt es eine Vielzahl von Wannentypen und die optischen Möglichkeiten sind vielfältig.

Einbau: Wannenträger oder Mauer

Die meisten Eckbadewannen werden auf einen sogenannten Wannenträger aufgesetzt und anschließend an den Wänden befestigt. Der Vorteil eines Wannenträgers besteht darin, dass die waagerechte Ausrichtung der Badewanne leichter fällt. Anschließend verkleidet man die sichtbare Seite – zum Beispiel mit einer Schürze aus Kunststoff, die sich flexibel anpassen lässt. Dadurch ist der Einbau durch Fachpersonal verhältnismäßig einfach und schnell zu erledigen. In einer anderen Variante wird gemauert, die Wanne darauf gelegt und die Mauer zum Schluss mit Fliesen verkleidet. Das ist aufwendiger, lässt aber zugleich mehr Freiraum für die kreative Gestaltung, etwa durch den Einbau von zusätzlichen Ablageflächen.

Darauf muss man bei der Installation achten

Unabhängig von der gewünschten Einbauvariante ist es wichtig, die gewünschte Ecke im Badezimmer auf ihren rechten Winkel hin zu überprüfen. Passen die Wände nicht zum 90-Grad-Winkel der Badewanne, gibt es später Probleme mit der Dichtheit am Anschluss zwischen Wannenrand und Wand. Da bei vielen Modellen der Abfluss raumseitig angebracht ist, ist es nötig, die Abwasserrohre zu verlängern. Hierbei ist darauf zu achten, dass genügend Gefälle herrscht und das Badewasser problemlos abfließen kann.

Preisspanne bei Eckbadewannen enorm

Je nach Ausstattung, Größe und Material bewegen sich die Preise für eine Eckbadewanne zwischen rund 200 und 1.500 Euro. Komplettsets mit Schürze, Wannenträger und Siphon gibt es schon ab etwa 300 Euro. Hinzu kommen die Anschaffungskosten für Armaturen und gegebenenfalls das Material für den Einbau. Modelle aus dem Baumarkt oder vom Versandhandel sind zwar günstiger als solche vom Fachhandel, allerdings lässt sich in deren Badausstellungen häufig in verschiedenen Wannen probeliegen. Auch die ausführliche Beratung ist nur im Fachhandel möglich. Durch das Gespräch mit den Expert:innen vor Ort lässt sich vielleicht leichter die Eckbadewanne finden, die gleichermaßen zum persönlichen Geschmack und zum Badezimmer passt.

Ausdrucksstarke Formen und innovative Materialien – auf diese Schlagworte lässt sich bringen, was moderne Waschbecken zu bieten haben. Vorbei die Zeiten, in denen schlichte Emaille-Becken ihren Dienst im Badezimmer taten. Moderne Waschbecken sind nicht nur funktional, sondern auch eine Frage des Stils. Wir geben Ihnen einen Überblick der aktuellen Trends.

Vielfalt an Materialien

Die Palette an Materialien von Waschbecken ist groß. Zwar gehören Keramik und Porzellan noch immer zu den Klassikern, doch auch Stahl, Glas, Beton, Kunststoff, Naturstein und sogar Holz werden für moderne Waschbecken eingesetzt. Die Materialvielfalt ist möglich, weil innovative Beschichtungen nahezu jeden Werkstoff wasserfest und damit als Waschbecken einsatzfähig machen.

Für welches Material Sie sich entscheiden, ist auch eine Frage der Gesamteinrichtung des Badezimmers. Wer zeitgemäß einrichtet, verwischt die Grenzen zwischen Bad und Wohnzimmer und richtet das Bad hinsichtlich der Möbel und Accessoires ähnlich ein. So fügt sich das Waschbecken in die gesamte Badeinrichtung ein – beispielsweise kühl aus Glas, Stahl und Beton oder warm und wohnlich, etwa aus Holz.

Zwei weisse Aufsatzwaschbecken auf einem Holzboard mit Schubladen
© Leros / HOESCH

Formenspiel im Badezimmer

Von gestern sind Standard-Waschbecken im 08/15-Oval, heutzutage ist Formenvielfalt angesagt. Dabei sind der Fantasie der Designer keine Grenzen gesetzt. Ob rund oder eckig, frei schwebend oder in einen massiven Waschtisch eingearbeitet – die Auswahl an Formen und Designs ist sehr groß. Eine Renaissance erleben auch alte Waschtische. Mit ihrer Kombination aus rundlichem Waschbecken auf schlichtem Holzgestell erinnern sie an die Zeit, in der eine Porzellanschüssel mit Wasser zur morgendlichen Toilette bereit stand. Im Gegensatz zu damals bieten nostalgisch angehauchte Modelle allerdings den Komfort des 21. Jahrhunderts.

Vielfältige Montagemöglichkeiten

Je nach bevorzugtem Design gibt es im Wesentlichen drei Möglichkeiten, um das Waschbecken im Bad anzubringen oder aufzustellen. Allen gemeinsam ist die Kombination mit einem Waschtisch oder Unterschrank. Frei hängende Waschbecken, die an die Wand montiert werden, sind selten geworden.

  • Aufsatzbecken: Darunter versteht man Waschbecken die entweder auf eine Platte gestellt oder darin eingebaut werden. Auch die Kombination von Aufsatzbecken und Unterschrank ist möglich. Die Armaturen können bei diesen Modellen entweder auf das Becken montiert oder in die Wand eingelassen werden. Besonders stylisch wirken Stelen, die auf dem Boden stehen und an die die Armaturen angebracht werden. Doppelte Freude am Waschen bieten überdimensionale Aufsatzbecken, die wahlweise mit zwei Armaturen ausgestattet werden.
  • Waschschalen: Moderne Waschschalen kommen dem Vorgänger der Waschbecken, den Porzellanschüsseln, am nächsten. Sie können entweder auf eine Trägerplatte aufgebracht oder auch in Kombination mit einem Unterschrank verwendet werden. Der Unterschied zu den Aufsatzbecken: Während diese mit ihrem Untergrund stärker verbunden sind, wirken Waschschalen wie einfach darauf gestellt, als könnte man sie jederzeit verschieben. Die Armaturen werden in diesem Fall entweder auf der Trägerplatte befestigt oder als Wand- beziehungsweise Standarmatur verarbeitet.
  • Schalenbecken: Die dritte Variante moderner Waschbecken sind Schalenbecken. Sie wirken noch filigraner als Waschschalen, da zwischen Waschbecken und Trägerplatte ein Sockelring aufgebracht wird. Die Armaturen können wie bei anderen Waschbecken auch auf einer Trägerplatte oder als Wand- beziehungsweise Standarmatur angebracht werden.

Das sollten Sie beim Kauf beachten

Bevor Sie sich für ein besonders filigranes Waschbecken entscheiden, sollten Sie sich bewusst machen, welchen Ansprüchen das Waschbecken genügen muss. Eine Familie mit kleinen Kindern ist in der Regel eher mit großformatigen Waschbecken gut beraten, die auf einem pflegeleichten Untergrund angebracht werden. Je kleiner und ausgefallener das Waschbecken in seiner Form ist, umso eher geht nämlich auch etwas daneben. Filigrane Schalenbecken sehen zwar klasse aus, erfordern von ihren Nutzern aber auch ein hohes Maß an Aufmerksamkeit, wenn sie unliebsame Spritzer vermeiden möchten.

Wie so oft im Leben hat auch beim Waschbecken ein guter Geschmack seinen Preis. Hausbesitzer:innen sollten im Bad allerdings nicht am falschen Ende sparen. Weil die Sanitär-Artikel fest eingebaut werden und über viele Jahre im Bad ihren Dienst tun, sollten Sie auf robuste und langlebige Modelle setzen, auch wenn diese in der Erstanschaffung teurer sind.

Hier geht es zu unserem Impressum, den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, den Hinweisen zum Datenschutz und nutzungsbasierter Online-Werbung.