Graffiti als Wanddeko im Kinderzimmer

Graffiti als Deko im Kinderzimmer

© MAISONS-DU-MONDE-FRANCE

Gerahmte Bilder oder bunte Tapeten sind im Kinderzimmer längst nicht mehr angesagt. Wer seinem Nachwuchs ein cooles Kinderzimmer bieten möchte, lässt ein Graffiti auf die Wand sprühen. Immonet erklärt, worauf es dabei ankommt.

Welches Graffiti eignet sich im Kinderzimmer?

Bevor man einen Graffiti-Künstler beauftragt, sollte man sich zunächst Gedanken über das Motiv machen. „Setzen Sie sich mit Ihrem Kind zusammen und überlegen Sie sich gemeinsam, was auf die Wand gesprüht werden soll“, rät Sebastian Rolf, Chef-Sprayer von buntewaende.de.

Gerne genommene Motive sind die Figuren aus Filmen wie Spiderman, Madagaskar, Toy Story oder Cars. Viele Familien entscheiden sich aber auch für das Wappen des Lieblingsvereins oder für ein Bild vom Hobby des Kindes. „Wenn man eine genaue Vorstellung davon hat was an die Wand soll oder sogar schon eine Vorlage vom Motiv hat, ist das am einfachsten für uns umzusetzen“, so Rolf. So kann man sichergehen, dass das Bild genau so umgesetzt wird, wie man es sich vorgestellt hat. Viele Sprayer entwerfen auch individuelle Motive nach den Wünschen der Kunden.

So bereiten Sie das Kinderzimmer für das Graffiti vor

Man kann auf Raufasertapete und auf gestrichenem Putz malen. Die Farben lassen sich später ganz einfach überstreichen.

Zunächst muss die Wand freigeräumt werden, auf der das Graffiti gesprayt werden soll. Die Wand sollte möglichst frei von Flecken oder Schäden sein, sodass das Bild gut aufgetragen werden kann.

Besprechen Sie am besten vor der Umsetzung, was Sie vorbereiten müssen. „Ich vereinbare mit jedem unserer Kunden individuell, ob etwas abgeklebt oder beispielsweise mit Folie ausgelegt werden muss“, sagt Rolf, der die Vorbereitung in der Regel selbst übernimmt.

Wie findet man einen guten Graffiti-Künstler?

In fast jeder Stadt gibt es mittlerweile Graffiti-Sprayer, die nicht nur Außenfassaden, sondern auch Kinderzimmer verschönern. Einen ersten Überblick gibt die Internetseite des Künstlers.

„In erster Linie sollten einem die Bilder auf der Internetseite des Künstlers gefallen. Wichtig ist auch, dass auf der Seite  Kunden als Referenzen angegeben sind“, sagt Rolf, der sein Unternehmen seit ein paar Jahren im münsterländischen Ibbenbüren betreibt und mittlerweile Kunden aus ganz Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus hat. „Eine gute Beratung im Vorfeld räumt letzte Fragen aus. Vorab sollte auf jeden Fall das Motiv besprochen und  ein verbindlicher Preis vereinbart werden“. Außerdem solle man darauf achten, dass der Künstler auf Rechnung arbeitet, empfiehlt Rolf.

Was kostet ein Graffiti?

Die Preise variieren je nachdem, wie aufwändig die Gestaltung ist. „ Der Preis hängt von Detailreichtum und Größe des Bildes ab. Auf eine durchschnittliche Wand kann man 200 Briefmarken in Originalgröße oder ein Fußballwappen malen. Das Fußballwappen wird deutlich billiger“, nennt Rolf ein Beispiel.

Am besten fragt man mehrere Künstler nach einem Kostenvoranschlag und vergleicht die Preise. Dabei muss der günstigste Graffiti-Maler nicht der beste sein. Häufig verstecken sich hinter zu günstigen Angeboten unqualifizierte Anfänger. „Für ein gutes Graffiti im Kinderzimmer sollte man schon ein bisschen Geld investieren“, rät Rolf. Der Arbeitslohn lasse sich mit dem eines Handwerksbetriebs vergleichen. Bei renommierten Künstlern kann er aber auch deutlich darüber liegen.