Ein Haus mieten – Darauf sollten Sie achten

Haus mieten:
Alternative zur Wohnung

© acilo / iStock

Ein Haus zu mieten ist ein großer Schritt und unterscheidet sich deutlich von einer Wohnungsmiete. Die Vorteile liegen auf der Hand: Entschieden mehr Platz und eventuell sogar ein eigener Garten und ein Pool. Ein Haus zur Miete anstelle einer Wohnung ist für gewöhnlich allerdings auch mit einer höheren finanziellen Belastung sowie einigen zusätzlichen Pflichten verbunden. Bei uns erfahren Sie, was Sie bedenken sollten, wenn Sie ein Haus mieten möchten.

Für die Besichtigung eines Hauses sollten Sie sich gut vorbereiten, um eventuelle Mängel gleich zu entdecken. Die sogenannten versteckten Mängel sind häufig erst auf den zweiten Blick erkennbar und können die Freude über das neue Zuhause schnell schmälern. Fallen dann noch die Nebenkosten höher aus als gedacht, kann sich das gemietete Haus sogar zur Kostenfalle entwickeln.

Um das zu vermeiden sollten Sie bei der Hausbesichtigung insbesondere auf die Qualität der Heizungsanlage sowie die Isolierung der Außenwände achten – vor allem bei freistehenden Häusern. Da man bei einem Haus zur Miete allerdings meist selbst die Versorgerverträge abschließt, können Mieter die Preise vergleichen und den günstigsten Versorger auswählen. Bei einer Mietwohnung hingegen ist man in der Regel an einen bestimmten Anbieter gebunden.

Bei einer Hausbesichtigung sind Sie gut beraten, wenn Sie sich bereits im Vorfeld Gedanken über Ihre persönlichen Präferenzen machen. Hier finden Sie eine kostenlose Checkliste zur Immobilienbesichtigung mit den wichtigsten Punkten. Nehmen Sie am besten einen sachkundigen Bekannten zur Besichtigung mit oder notieren Sie Fragen, die Sie zu einem späteren Zeitpunkt mit einem Sachverständigen klären möchten.

Bei einer Mietwohnung greift das Mietrechtsgesetz und man ist vor willkürlichen und gesetzeswidrigen Zusatzklauseln durch den Vermieter geschützt – anders verhält es sich beim Mieten von Häusern. Hier gilt das Mietrechtsgesetz nicht, sondern es greift das Allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch (ABGB), das viele Fragen des Mietrechts nicht explizit regelt. Jegliche Vereinbarung im Mietvertrag sollten Sie daher auf Rechtmäßigkeit überprüfen lassen, etwas durch einen Mieterschutzverein. Insbesondere das Kleingedruckte sollten Sie in rechtlicher Hinsicht prüfen lassen.

Beispiel: Wie wird der Umgang mit Investitionen im Mietvertrag geregelt? Muss der Vermieter dem Mieter beim Auszug die Ausgaben für Anschaffungen – zum Beispiel eine Sauna oder eine Duschkabine – erstatten? Fehlt im Vertrag eine entsprechende Vereinbarung, darf der Vermieter sogar verlangen, dass das Haus nach dem Auszug wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt wird.

Grundlegend ist auch die Frage, was mit dem Mietvertrag passiert, wenn der Vermieter das Haus verkauft. Um im Falle eines Eigentümerwechsels vor einer Kündigung geschützt zu sein, muss das Mietverhältnis im Grundbuch eingetragen werden. Sprechen Sie den Besitzer am besten bereits vor der Vertragsunterzeichnung darauf an.

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Bei der Anmietung eines Hauses ergeben sich im Vergleich zu einer Mietwohnung nicht nur andere Rechte, sondern es entstehen meist auch zusätzliche Pflichten. Dazu zählen in der Regel sowohl kleine Schönheitsreparaturen als auch die Reinigung von Straße und Gehweg sowie der Winterdienst. Die Kosten für kleine Reparaturen dürfen allerdings den Urteilen der Gerichte zufolge in der Regel 100 Euro (maximal 120 Euro) für eine Reparatur nicht übersteigen. Dem Deutschen Mieterbund zufolge sind sogar nur 75 Euro pro Reparatur zulässig. Viele Gerichte halten Kosten zwischen 75 und 100 Euro für angemessen. 

Die rechtliche Grundlage dafür ist die sogenannte Kleinreparaturklausel im Mietvertrag. Soll die Klausel rechtlich zulässig sein, muss eine Obergrenze genannt werden für alle Kleinreparaturen innerhalb eines Jahres. Laut dem Deutschen Mieterbund müssen Mieter höchstens 100 bis 200 Euro für alle Reperaturen pro Jahr oder maximal acht Prozent der Jahresmiete bezahlen. Unwirksam sind Vereinbarungen, die den Mieter dazu verpflichten, sich an allen Reparaturen mit einem bestimmten Betrag zu beteiligen.

Genauso unwirksam sind auch Vertragsklauseln, nach denen der Mieter die Reparaturarbeiten selbst in Auftrag geben muss – das ist und bleibt immer Aufgabe des Vermieters. Gehört zu dem Haus auch ein Garten, sind Mieter meist auch für dessen Instandhaltung verantwortlich. Lassen Sie auch in diesem Fall die vertraglichen Vereinbarungen von einem Fachmann überprüfen.

Haus mieten: Passt die Umgebung zu mir?

Wenn Sie ein Haus mieten möchten, sollten Sie sich nicht nur in den eigenen vier Wänden, sondern auch in der Umgebung wohlfühlen. Daher sollten Sie sich vor oder nach der Hausbesichtigung noch ein wenig Zeit nehmen und die Wohngegend erkunden. Berücksichtigen bei Ihrer Entdeckungstour insbesondere folgende Fragen:

  • Sind genug Parkplätze vorhanden?
  • Gibt es Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe?
  • Ist das Haus an den öffentlichen Nahverkehr angebunden?
  • Können Sie Ihren Arbeitsplatz gut erreichen?
  • Wie ausgeprägt ist der Verkehrslärm?
  • Gibt es eine Geruchsbelästigung?
  • Ist der Garten gepflegt?

Wer mit Kindern umzieht, sollte zudem darauf achten, ob es einen Kindergarten, eine Schule und einen Spielplatz in der Nähe gibt.

Tipp:

Wenn Sie herausfinden möchten, wie es sich wohnt und ob es irgendwelche Probleme mit dem Vermieter gibt, sollten Sie am besten mit den Nachbarn sprechen. So können Sie auch einen Eindruck davon gewinnen, ob die Hausgemeinschaft zu Ihnen passt.

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