Hausboote: Wohnen auf dem Wasser

Wohnen
auf dem Hausboot

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Aus dem Fenster sehen, aufs Wasser blicken und dem leichten Schwappen gegen die vier Wände lauschen: Immer mehr Menschen wollen auf einem Hausboot leben. Neben der Nähe zur Natur locken oft auch begehrte Lagen im Zentrum, dessen Festland-Wohnungen kaum noch zu bezahlen sind. Lesen Sie hier, was Sie beim Wohnen auf dem Hausboot beachten müssen und welche Herausforderungen es zu umschiffen gibt.

  • Vergleichsweise günstige Kaufpreise

  • Naturverbunden und zentral wohnen

  • Mobilität bei Hausbooten mit Antrieben

  • Oft eingeschränkter Platz

  • Teure und aufwändige Erschließung

  • Hohe laufende Kosten für Instandsetzung und Unterhalt 

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Welche Bauweise bevorzugen Sie?

Mitten in der Stadt und dennoch mit der Natur verbunden – so stellen sich viele Hausboot-Fans das perfekte Wohnen vor. Im besten Fall kann man mit dem Hausboot auch direkt in den Urlaub fahren. Meistens handelt es sich bei den schwimmenden Residenzen allerdings um nicht-motorisierte schwimmende Häuser. Sie nennen sich etwa Floating Home, Floating House, Floating Residence oder Wohnschiff. Das Problem: Jeder Hersteller nutzt andere Begriffe für die Typen, die er vertreibt. „Es gibt keine offizielle Definition“, sagt Rolf Gast, Hafenmeister der privaten Marina Düsseldorf und Vertriebsleiter des Hausbootherstellers Cruising Homes.

Hausboot

  • Ist maximal 24 Meter lang
  • Hat einen eigenen Motor und kann selbst fahren
  • Benötigt eine CE-Seetauglichkeitseinstufung
  • Darf meist nur mit Sportführerschein bewegt werden 

Die CE-Seetauglichkeitseinstufung gibt die Schwimmfähigkeit des Bootes an, also etwa für welchen Wellengang und welche Windstärke es ausgelegt ist. CE ist die französische Abkürzung für Communauté Européenne (Europäische Gemeinschaft) und steht für einheitliche Vorschriften innerhalb der Europäischen Union.

Schwimmende Häuser

  • Sind auf Pontons gebaut
  • Werden an festen Liegestellen angebracht und fest verankert
  • Haben selbst keinen Antrieb und werden bei Bedarf von einem Boot geschleppt

Mit dem Haus in den Urlaub fahren: Was sich verlockend anhört, ist oft gar nicht so leicht. Für motorisierte Hausboote gelten andere rechtliche Bestimmungen als für schwimmende Häuser mit einem festen Liegeplatz.

Welche Hausboote gibt es?

Hausboote gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen und Größen. Auch bei Bauweise und Ausstattung ist die Bandbreite groß. Die Hersteller bieten standardisierte Modelle, aber auch individuelle Sonderanfertigungen an. In der Regel sind Hausboote für die Nutzung auf Binnengewässern ausgelegt. Mittlerweile gibt es aber auch Modelle, die hohem Seegang standhalten. Und nicht jedes Hausboot eignet sich für ganzjähriges Wohnen. So gibt es Boote, die vor allem als Sommerresidenz dienen und andere, die mit modernster Haustechnik ausgestattet sind und auch im Winter hohen Komfort bieten.

Größe von Hausbooten

Viel Platz gibt es auf Hausbooten nicht. Die meisten Modelle sind zwischen 15 und 24 Meter lang. Auch in der Breite sind sie eingeschränkt, schließlich müssen sie – zumindest theoretisch – durch Schleusen passen. Wenn Sie sich für ein Hausboot interessieren, darf Wohnen auf wenig Platz also kein Problem für Sie sein.

Weniger gespart als beim Platz wird meist bei der Ausstattung. Sie ist meist hochwertig, auch Luxusküchen werden in Hausbooten verbaut. Falls Sie ein Hausboot fürs Reisen und einen temporären Aufenthalt suchen, finden Sie auch dafür viele Angebote.

Nutzungsdauer und Instandhaltung

Modell, Hersteller und die Qualität der verbauten Materialien sind entscheidend für die Lebenserwartung des Hausboots. „Diese kann zwischen 20 und 100 Jahren liegen“, schätzt Gast. Auch die kontinuierliche Pflege ist ein entscheidender Faktor. Der Aufwand für Antifouling (Maßnahmen gegen den Bewuchs des Bootes) und die technische Instandhaltung darf nicht unterschätzt werden.

Liegeplätze für Hausboote

Der Typ des Hausboots hat großen Einfluss auf den Liegeplatz. Denn nicht jeder Hafen muss oder will jedes Boot aufnehmen. Gast zufolge ist es in vielen Häfen schwerer, mit einem einfachen Hausboot, das dem Camping oder als Zweitwohnsitz dient, einen dauerhaften Liegeplatz zu finden. Mit einem hochwertigen Hausboot, das als professionelles Sportboot konzipiert ist, sei dies einfacher.

Kosten für ein Hausboot

Hausboote sind ab etwa 50.000 Euro zu haben, nach oben gibt es kaum Grenzen. Je nach Modell und Ausstattung kann der Preis eines Hausbootes sogar mit dem Wert einer Luxusvilla mithalten.

Unterhaltungskosten

Entscheidender als der Kaufpreis sind meist die laufenden Kosten. „Unterhaltskosten für ein Hausboot unterscheiden sich deutlich von denen eines Bungalows“, sagt Gast. Schließlich greifen Wind, Sonne und Luftfeuchtigkeit das Boot permanent an. „Der Unterhalt für ein konventionelles Hausboot kostet für Versicherung und Pflege rund 5.000 Euro im Jahr“, schätzt Gast. Dieser hängt immer auch vom Pflegeaufwand und der Größe des Boots ab.

Außerdem werden Gebühren für den Liegeplatz fällig, die zwischen den verschiedenen Regionen stark schwanken. Sie bewegen sich zwischen 2.000 und 8.000 Euro im Jahr für ein 15-Meter-Boot. Auch die Kosten für Energie sollten Interessenten einkalkulieren: „Sie sind teurer als am Festland. Strom kostet durch den erhöhten Aufwand rund 40 Cent pro Kilowattstunde, also mehr als das Doppelte“, so Gast. Ein 50 Quadratmeter großes Hausboot benötige rund 1.500 Liter Heizöl.

Hausboote erfordern einen Sportbootführerschein

Hausboote erfordern hierzulande (fast) überall einen Sportbootführerschein für Binnengewässer (SBF Binnen). „Damit kann man in Deutschland Boote bis 20 Meter Länge fahren“, erklärt Gast. Für den Rhein, die Wasserautobahn Deutschlands, gilt aber eine Ausnahme: Wer dort Boote über 15 Meter Länge bewegen möchte, muss das Rheinpatent erwerben. Es ist deutlich schwieriger und aufwändiger als der Sportbootführerschein.

Mit dem Hausboot reisen: Regionale Bedingungen kennen

Wer mit seinem Hausboot reisen möchte, muss die Anlegeplätze auf der Route kennen und sich vorher nach freien Kapazitäten erkundigen. Außerdem ist es wichtig, sich mit dem Seegang auseinanderzusetzen. „Das ist eine wichtige Frage. Denn die Herausforderungen, die jedes Gebiet stellt, sind sehr unterschiedlich. In und rund um Berlin kann man entspannt schippern. Wer in Düsseldorf auf Deutschlands meist befahrene Wassertrasse rausfährt, ist mit 7 km/h Strömung und über Ein-Meter-Wellen konfrontiert. Das ist eine viel größere Herausforderung, die ganz andere Fähigkeiten von Skipper und Hausboot verlangt“, sagt Gast. Bedeutung hat das Revier auch für die möglichen Maße des Hausbootes. „Mit einer Breite von fünf Metern passt man nicht durch die Schleusen im Berliner Umland“, gibt Gast ein Beispiel.

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Fest vor Anker statt auf freiem Gewässer: Fürs dauerhafte Wohnen kommen Hausboote ohne eigenen Antrieb infrage. Die schwimmenden Häuser sind meist auf einem Ponton verankert. Dafür ist ein fester Liegeplatz erforderlich, der wie ein Grundstück erschlossen werden muss.

Das Angebot

Das schwimmende Haus hat einen festen Standort und kann nicht so einfach bewegt werden – ganz im Gegensatz zu Hausbooten. „Schwimmende Häuser haben keinen eigenen Antrieb, sondern müssen geschleppt werden“, sagt Benedikt Fischer von der Firma Floating Homes, die schwimmende Häuser baut. Die Optik unterscheidet sich in der Regel nicht groß von der eines gewöhnlichen Hauses. Dementsprechend bieten schwimmende Häuser auch deutlich mehr Platz als ein Hausboot.

Die Größe

Bei den meisten Herstellern sind Modelle ab 60 Quadratmetern zu haben. „Der Vorteil eines schwimmenden Hauses ist, dass man zwar auf dem Wasser wohnt, aber nicht eingeschränkt ist, was die Wohnfläche angeht“, so Fischer. Die Bandbreite an Typen, Bauweise, Größe, Ausstattung und Qualität ist sehr groß. Viele Hersteller bieten sowohl standardisierte Modelle als auch individuelle Lösungen an.

Kosten für ein schwimmendes Haus

Der Anschaffungspreis schwankt nach Modell und Größe. Ein kleines Floating Home mit dem Standard eines Niedrigenergiehauses ohne Innenausbau ist ab etwa 200.000 Euro zu haben. Hinzu kommen die Kosten für die Erschließung, die größtenteils von den örtlichen Gegebenheiten abhängen. „Das können im Einzelfall bis zu 100.000 Euro werden“, schätzt Sorina Weiland vom Bezirksamt Hamburg Mitte. „Denn die Ver- und Entsorgung muss über den Landweg erfolgen.“ Entscheidend für die Kosten ist das Grundstück, die benötigte Länge der Leitungen und auch, ob diese für mehrere Lieger genutzt werden, die sich die Kosten teilen.

Die laufenden Kosten setzen sich aus verschiedenen Posten zusammen. „Ein Liegeplatz für ein schwimmendes Haus in der Größe von rund 115 Quadratmetern kostet in Hamburg zum Beispiel rund 1.000 Euro im Jahr“, sagt Fischer. Zu den laufenden Kosten zählen auch Aufwendungen für Versicherungen. „Notwendig sind etwa eine Haus- und Haftpflichtversicherung sowie eine Flusskaskoversicherung. Diese springt zum Beispiel ein, wenn ein Schaden am Haus entsteht, weil Treibgut oder ein Wasserfahrzeug dagegen stößt“, erklärt Fischer.

 „Der Energieverbrauch ist bei unseren Häusern vergleichbar mit dem eines normalen Hauses, wenn eine feste Erschließung erfolgt“, so Fischer. Möglich sei auch eine autarke Lösung. Dann werden etwa Wasseraufbereitungsanlagen integriert und Photovoltaik zur Energiegewinnung genutzt. „Der Aufwand ist für den Kunden später in der Nutzung und Haltung aber höher“, so Fischer. Auch ist eine autarke Lösung nicht überall gern gesehen. „Eine feste Erschließung ist in der Regel die zufriedenstellendere Lösung. Die Leitungen werden unterhalb der Steganlage in den Ponton geführt. Die Steganlage schwimmt synchron mit dem schwimmenden Haus auf.“

Rechtliche Vorgaben für schwimmende Häuser

Da das Haus keinen Antrieb besitzt, ist auch kein Sportbootführerschein notwendig. Allerdings ist ein dauerhafter Liegeplatz nötig. „Für schwimmende Häuser benötigt man eine dafür ausgewiesene Fläche im Bebauungsplan. Wenn eine solche Fläche vorhanden ist, kann direkt ein Bauantrag gestellt werden. Wenn nicht, muss zuerst ein Bebauungsplan-Änderungsverfahren angeschoben werden, was bis zu zwei Jahre dauern kann“, erklärt Fischer.

Auch wichtig: Nicht überall, wo schwimmende Häuser schon angesiedelt sind, ist ein dauerhafter Wohnsitz erlaubt. „Wo ein Industrie- oder Mischgebiet ausgeschrieben ist, dürfen Menschen nicht dauerhaft wohnen. Dort wäre dann nur die Nutzung des schwimmenden Hauses als Büro oder Gewerbefläche möglich“, sagt Fischer. Man müsse sich das wie beim Wohnungsbau vorstellen: In einem Industriegebiet ist die Bebauung mit Wohnhäusern nicht erlaubt. Ähnlich funktioniert das auf dem Wasser.

 

Die Entscheidung für oder gegen ein Leben auf dem Wasser zieht viele Konsequenzen nach sich und sollte daher erst nach intensiver Recherche – und möglichst einer längeren Testphase – getroffen werden. Folgende Punkte sollten Sie beachten:

Liegeplätze sind in Deutschland Mangelware

Was Hausboote und schwimmende Häuser eint: Es ist nicht immer einfach, überhaupt einen Liegeplatz zu finden. Diese sind in Deutschland immer noch begrenzt und finden sich vor allem an der Ostsee, in Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Berlin, Düsseldorf und an einigen kleineren Seen vor allem in der Nordhälfte Deutschlands.

Dauerhaftes Wohnen nur begrenzt möglich

Hinzu kommt: Auch wer einen Liegeplatz für sein Hausboot oder sein schwimmendes Haus gefunden hat, darf dort nicht automatisch das ganze Jahr wohnen. Hausboote oder schwimmende Häuser sind in der Regel als Meldeadresse nicht erlaubt, sagt Fischer: „In Deutschland Plätze für dauerhaftes Wohnen auf dem Wasser zu finden, ist sehr schwer.“ Gast stimmt dem zu: „Die meisten Häfen wehren sich dagegen, die Wasserflächen für das Wohnen zu öffnen.“

Das zeigt sich etwa im privaten Düsseldorfer Medienhafen, wo Hausboot-Vertreiber Gast Hafenmeister ist: „Wir wollen keine Wohnsiedlung sein.“ Dauerhaftes Wohnen auf dem Wasser ist dort wie in den meisten Häfen nicht gestattet. Sprich: Wem es gelingt, ein Domizil auf dem Wasser zu realisieren, braucht in den meisten Fällen zusätzlich eine Meldeadresse auf dem Land. Eine Sonderstellung hat Hamburg. Dort gibt es einige Liegeplätze, die für dauerhaftes Wohnen ausgeschrieben sind. „Die Menschen haben eine feste Adresse mit eigenem Briefkasten“, sagt Fischer. „Doch das ist die absolute Ausnahme.“

Hamburg als Vorreiter

Die Stadt Hamburg nimmt beim Thema Wohnen auf dem Wasser eine Vorreiterrolle ein. „Hamburg steht dem Wohnen auf dem Wasser grundsätzlich positiv gegenüber, da es sich um eine attraktive und individuelle Wohnform handelt“, sagt Weiland. Die Stadt hat schon vor ein paar Jahren einen Hausbootkoordinator eingesetzt und einen Genehmigungsleitfaden entwickelt. Dieser erlaubt es Interessenten, sich im Behörden- und Zulassungsdschungel zurechtzufinden. Auch existiert ein Rahmenplan, in dem bereits viele Flächen auf eine Eignung als Liegeplatz geprüft sind. „Das ermöglicht Interessenten einen ersten Überblick, wo Wohnen auf dem Wasser infrage kommen könnte“, so Weiland.

Bevor Sie eine Entscheidung für oder gegen ein Hausboot treffen, sollten Sie sich folgende Fragen stellen:

  • Wollen Sie fahren oder das Hausboot in erster Linie liegen lassen?
  • Wie viele Personen sollen auf dem Hausboot leben?
  • Wie viele Quadratmeter Wohnfläche benötigen Sie?
  • Können Sie auf einen Garten verzichten?
  • Können Sie sich die laufenden Kosten für Unterhalt und Instandsetzung des Hausbootes dauerhaft leisten?
  • Haben Sie kleine Kinder, sodass Schutzvorrichtungen nötig sind? 

Manche Hausboot-Anbieter geben ihren potenziellen Kunden die Möglichkeit zum Probewohnen. Interessenten können so testen, ob ihnen das Wohnen auf dem Wasser zusagt oder ob sie dauerhaft doch lieber festen Boden unter den Füßen haben. 

Finanzierung eines Hausboots

Die Finanzierung eines Hausbootes ist deutlich schwieriger als die eines Hauses. Banken werten Hausboote häufig als Freizeitobjekte, die Wertentwicklung ist schwieriger zu schätzen und ein Grundbucheintrag, der den Kredit absichert, existiert nicht.

Dennoch gibt es Möglichkeiten, so Gast: „Es gibt spezielle Banken, die auf die Finanzierung von Schiffen und Booten spezialisiert sind. Dort ist es leichter, einen Kredit zu bekommen.“ Entscheidend sei für den Kreditgeber, wie er das Objekt verwerten kann. Dabei spielt nicht nur der Wertverfall eine Rolle. „Boote als Freizeitobjekte werden schlechter bewertet als Gewerbeobjekte. Für Schiffe, die durch ihre Größe und einen Stahlkörper als solche charakterisiert sind, wird ein Schiffsgutachten verlangt“, erklärt Gast.

Steuern sparen mit einem Hausboot

Ein Hausboot kann auch ein Steuersparmodell sein. Nämlich dann, wenn es professionell vermietet wird, etwa als Ferienanlage oder Event-Location. „Als mobiles Wirtschaftsgut kann ein Hausboot oder schwimmendes Haus steuerlich abgeschrieben werden. Zudem kann man die Zinsen für die Anschaffung ebenfalls steuerlich geltend machen. Voraussetzung ist ein tragfähiges Businesskonzept“, sagt Gast.

 

Wer überlegt, auf ein Hausboot oder schwimmendes Haus zu ziehen und dort dauerhaft zu wohnen, stellt sich jede Menge Fragen. Hier finden Sie Antworten.

Falls Sie ein motorbetriebenes Hausboot bewegen wollen, benötigen Sie in fast allen Regionen den Sportführerschein Binnen. Mit diesem können Sie Hausboote mit einer Länge von bis zu 20 Metern steuern. In manchen Regionen wie zum Beispiel der Mecklenburgischen Seenplatte ist für kleinere Boote kein Führerschein nötig. Fürs Wohnen auf einem Hausboot mit festem Liegeplatz – man spricht von schwimmenden Häusern – brauchen Sie ebenfalls keinen Führerschein.

Wassergrundstücke bzw. Liegeplätze gehören der jeweiligen Stadt oder Gemeinde und können in der Regel nicht gekauft, sondern nur gepachtet werden. In Hamburg zum Beispiel gibt es Pachtverträge für bis zu 90 Jahre.

Die Kosten für den Liegeplatz hängen von der Größe des Hausboots ab und schwanken je nach Region. In Hamburg zahlen Sie für ein schwimmendes Haus mit einer Wohnfläche von circa 115 Quadratmeter um die 1.000 Euro pro Jahr. Andernorts können Sie – wieder je nach Größe des Bootes – mit bis zu 6.000 Euro rechnen.

Zur jährlichen Pacht für den Liegenplatz kommen Kosten für den Unterhalt und die Versicherung des Hausbootes. Sie betragen bis zu 5.000 Euro pro Jahr. Die Ausgaben für Energie-, Wasser- und Abwasserversorgung sind meist höher als auf dem Festland. Strom kostet zum Beispiel rund rund 40 Cent pro Kilowattstunde. Ist die Müllentsorgung nicht in der Pacht für den Liegeplatz integriert, kommen monatlich 150 Euro obendrauf.
Insgesamt können Sie mit etwa 600 bis 1.000 Euro für Liegeplatz und laufende Kosten pro Monat rechnen. Für Hausboote, die Sie bewegen, kommen höhere Kosten für die Versicherung und der Kraftstoffverbrauch hinzu.

Ein Hausboot hat einen eigenen Motor und kann bewegt werden. Meist ist ein Sportbootführerschein dafür nötig. Ein schwimmendes Haus dagegen liegt fest verankert an einem dauerhaften Liegeplatz.

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