Zwangsversteigerung von Immobilien

Zwangsversteigerung von Immobilien

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Es ist zwar ein schmerzlicher Anlass für jeden Eigentümer, aber es ist auch die Chance für Schnäppchenjäger. Eine Zwangsversteigerung ist die Gelegenheit, günstig an eine Immobilie zu kommen. Tausende Immobilien werden jedes Jahr in Deutschland zwangsversteigert und viele Häuser wechseln dabei unter Verkehrswert den Besitzer.

Immonet sagt Ihnen, wann es sich wirklich lohnt, bei Zwangsversteigerungen mit zu bieten, wie Sie Schnäppchen ergattern können und wo Sie Vorsicht walten lassen sollten. Termine für Zwangsversteigerungen finden Sie entweder bei Ihrem Amtsgericht oder bei Immonet.

Keine Zwangsversteigerung ohne Gutachten


Über jedes Objekt liegt bei Gericht ein entsprechendes Dokument vor, welches den amtlichen Verkehrswert bestimmt und Hinweise auf eventuelle Baumängel enthält. Schauen Sie bei dieser Gelegenheit am besten auch in den Grundbuchauszug. Dieser liegt der Versteigerungsakte bei. Darin sind mögliche Belastungen wie Dauerwohnansprüche oder Wegerechte Dritter verzeichnet. Notieren Sie sich für Rückfragen das Aktenzeichen des Objekts.

Profis zur Besichtigung mitnehmen


Besichtigen Sie die Immobilie von innen, möglichst in Begleitung eines Architekten oder eines Bauingenieurs. Die Gläubigerbank ist meist bereit, Interessenten einen Termin für die Innenbesichtigung anzubieten. Der künftige Ex-Eigentümer ist dagegen nicht verpflichtet, Ihnen Einlass zu gewähren. Ganz wichtig: Finger weg von Objekten, die Sie nicht inspizieren konnten. Ohne Besichtigung gehen Sie gerade bei Zwangsversteigerungen ein zu großes Risiko ein.


Sachverständige für die Begutachtung und Bewertung von Immobilien

Trainieren und Taktieren


Bevor es „ernst“ wird und Sie wirklich bei einer Zwangsversteigerung mit bieten sollten, ist es ratsam, probeweise zwei bis drei Versteigerungstermine zu besuchen, um den Ablauf kennenzulernen. Und dieses „Training“ kann sich lohnen. Sie können dabei beispielsweise Kontakt mit der Gläubigerbank aufzunehmen. Ebenfalls wichtig: beim Ersttermin darf die Gläubigerbank u. a. Gebote unter 70 Prozent ablehnen. Rufen Sie deshalb kurz vor dem Termin beim Amtsgericht an, ob der Termin auch stattfindet.


Bei Zwangsversteigerungen ist auch taktisches Geschick gefragt. Gehen Sie besonnen in den Termin. Bringen Sie auf jeden Fall Ihren Ausweis mit und setzen Sie sich vor allem ein Limit – möglichst knapp oberhalb einer bestimmten runden Summe (z. B. 207.000 Euro). Wenn Sie in ungeraden Beträgen und ungleichen Schritten bieten, verwirrt das die Mitbieter. Auch auf Preistreibereien sollten Sie sich nicht einlassen.

Finanzierungskonzept muss stehen


Wer bei einer Zwangsversteigerung mitbieten will, braucht ein solides Finanzierungskonzept. Klären Sie deshalb vor dem Versteigerungstermin die Gesamtfinanzierung des Objekts. Sie müssen nach Ihrem ersten Gebot die Sicherheitsleistung in Höhe von 10 Prozent des Verkehrswerts hinterlegen. Das geht per vorheriger Überweisung an die Gerichtskasse, selbstschuldnerischer Bankbürgschaft oder mit einem von Ihrer Bank ausgestellten Verrechnungsscheck. Der volle Kaufpreis ist nach vier bis sechs Wochen fällig.


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