Ein Mann im Anzug prüft und unterschreibt ein Dokument

Zwangsversteigerung:
Finanzierung und Gebühren

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Ebenso wie auf dem freien Markt müssen Sie vor dem Erwerb einer Immobilie durch eine Zwangsversteigerung die Finanzierung abklären. Immonet hat die passenden Tipps zusammengestellt und informiert Sie außerdem über die vorab zu leistenden Sicherheiten und Gebühren.

Informieren Sie sich über die Vergabe eines Kredits


Da kaum jemand das Geld für den Kaufpreis auf der hohen Kante liegen hat, besteht der erste Schritt darin, sich über die Vergabe eines Kredits bei ihrer Bank zu informieren. Voraussetzungen, die Sie hier in der Regel erfüllen müssen: Sie sollten über ein Eigenkapital von etwa 20 bis 30 Prozent der Kaufsumme verfügen (Bargeld, Rückwert von Lebensversicherungen, Bausparverträge oder sonstige Vermögenswerte). Darüber hinaus spielen Ihre persönlichen Verhältnisse wie monatliches Einkommen, Schuldenfreiheit oder sonstige Verbindlichkeiten eine wichtige Rolle.

Der Kaufpreis ist vier bis acht Wochen nach der Versteigerung fällig


Sollten Sie in der Zwangsversteigerung den Zuschlag bekommen, ist der gesamte Kaufpreis spätestens am sogenannten Verteilungstermin, etwa vier bis acht Wochen nach der Versteigerung fällig. Der Termin wird vom Amtsgericht festgelegt. Je früher Sie bezahlen, desto günstiger wird es für Sie, denn zuzüglich zum Kaufpreis zahlen Sie vier Prozent Zinsen.

Sicherheitsleistung vor der Versteigerung


Zehn Prozent des von einem Gutachter geschätzten Immobilienwertes müssen Sie übrigens schon vor der Versteigerung als Sicherheitsleistung hinterlegen. Beachten Sie: Bargeld wird dabei nicht akzeptiert! Sie können entweder einen Bietungscheck vorlegen, der nicht älter als drei Tage ist, oder eine Vorab-Einzahlung auf das Konto der Gerichtskasse tätigen. Wenn Sie den Zuschlag erhalten haben, wird die Summe mit dem später zu zahlenden Betrag verrechnet, ansonsten erhalten Sie das Geld zurück.

Sonstige Gebühren


Weitere Kosten entstehen Ihnen durch die Grunderwerbssteuer (3,5 Prozent) und die Eintragung ins Grundbuch sowie durch die Zuschlagsgebühr. Die Kosten für einen Notar entfallen.


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