Fachwerkhaus: Traditionelle Handwerkskunst

Fachwerkhaus:
Traditionelle Handwerkskunst

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Kaum einen anderen Haustyp bringen Menschen auf der ganzen Welt so sehr mit Deutschland in Verbindung wie das Fachwerkhaus. Die traditionellen Häuser mit den Holzbalken stehen für jahrhundertelange Handwerkskunst und werden je nach Region mit spezifischen Materialien oder Schmuckformen gebaut. Wenn Sie ein Fachwerkhaus bauen wollen, finden Sie hier einen Überblick über Bauweise, Vor- und Nachteile sowie Kosten.

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Welche Bauweise bevorzugen Sie?

  • Fachwerkhäuser stehen für jahrhundertlange Handwerkskunst
  • Häuser in Fachwerk-Optik sind auch als Fertighäuser möglich 
  • Die natürlichen und nachhaltigen Baustoffe sorgen für guten Wärme- und Schallschutz
  • Aufgrund ihrer besonderen Optik ist eine Baugenehmigung für ein Fachwerkhaus nicht überall leicht zu erhalten
  • Fachwerkhäuser punkten mit einem hohen Wiederverkaufswert – vor allem in zentralen Lagen

Der Begriff Fachwerkhaus hat seinen Ursprung vermutlich im mittelhochdeutschen Wort „vach“, das so viel wie Geflecht bedeutet und die Bauweise eines Fachwerkes treffend beschreibt.  

Die Bauweise von Fachwerkhäusern
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Fachwerkhäuser in Skelettbauweise

Die Konstruktion eines Fachwerkhauses besteht aus horizontalen, vertikalen und diagonalen Holzbalken. Man spricht vom Skelettbau. Die Räume dazwischen werden als Gefache bezeichnet und mit einem anderen Material gefüllt. In Norddeutschland sind dies in der Regel Ziegel, im Schwarzwald Holzbohlen und in Ost- sowie Süddeutschland ist es Lehm.

Neben den tragenden Holzbalken gibt es Schmuckhölzer, die lediglich eine dekorative Funktion erfüllen. Sie können geschwungen sein, Rauten und andere Schmuckelemente bilden. Historische Fachwerkhäuser sind meist künstlerisch verziert und die Balken mit Schnitzereien versehen.

Werden Fachwerkhäuser heute noch gebaut?

Es gibt zwar deutlich weniger Fachwerkhaus-Anbieter als dies zum Beispiel für Massivhäuser oder Fertighäuser der Fall ist, aber sie werden immer noch gebaut. Meist handelt es sich aber nicht mehr um historisch exakt nachempfundene Fachwerkhäuser. Der Begriff an sich ist nicht geschützt, sodass sich auch solche Häuser so nennen dürfen, die lediglich eine Fassade in Fachwerkoptik haben. Fachwerkhäuser werden heutzutage auch als Fertighaus gebaut.

Fachwerkhaus sanieren

Als Alternative zum Neubau können Sie auch ein Fachwerkhaus kaufen und sanieren. Viele Gemeinden bieten dafür sogar finanzielle Förderungen. Da die Häuser teilweise unter Denkmalschutz stehen, gibt es für die Sanierung oft strenge Auflagen.

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Fachwerkhäuser sind nicht nur Paradebeispiele traditioneller Handwerks- und Hausbaukunst, sondern haben noch weitere Vorteile. Lesen Sie hier, was für ein Fachwerkhaus spricht.

Natürliche und nachhaltige Baumaterialien

Die Verwendung hochwertiger Baustoffe aus der Natur sorgt für Wohngesundheit, Behaglichkeit und ist nachhaltig in der Bauweise. Holz, Lehm und Ziegel nehmen Feuchtigkeit aus der Luft auf und geben sie wieder ab, sobald es im Inneren zu trocken wird. Das sorgt für ein angenehmes Raumklima.

Geringer Energieverbrauch

Dank der natürlichen Dämmeigenschaften ist der Energieverbrauch gering. Erdwärme und Wärmepumpe, innovative Lüftungssysteme sowie weitere Maßnahmen wie eine Photovoltaikanlage mit leistungsstarker Hausbatterie sorgen dafür, dass aus einem Fachwerkhaus ein Passivhaus oder Plusenergiehaus wird, das nahezu unabhängig von der externen Energieversorgung ist.

Hoher Wiederverkaufswert

Fachwerkhäuser sind nicht nur im Hinblick auf ihre Statik äußerst robust. Sie verlieren über die Jahre kaum an Wert und können somit eine Investition in die Zukunft sein. Das gilt vor allem für Fachwerkhäuser in zentralen Lagen. 

Historisch anmutende Fachwerkhäuser haben nicht nur Vorteile. Länger Bauzeit, höhere Kosten und mögliche Probleme bei der Baugenehmigung: Diese (möglichen) Nachteile sollten Sie kennen.

Längere Bauzeit, höhere Kosten

Sowohl beim Grundriss als auch bei den Materialien haben Sie meist weniger Gestaltungsmöglichkeiten als bei der Massivbauweise. Sonderwünsche lassen sich zwar realisieren, sind meist aber meist mit hohen Zusatzkosten verbunden.

Mögliche Probleme bei der Baugenehmigung

Fachwerkhäuser ragen heraus – sowohl mit ihrer Höhe als auch in ihrer historischen Erscheinung. Nicht überall gibt es für sie eine Baugenehmigung. Vor allem in Neubaugebieten, in denen meist moderne Bauweisen dominieren, sind die Chancen gering.   

Die Kosten für ein traditionelles Fachwerkhaus beginnen bei etwa 2.000 Euro pro Quadratmeter. Sie haben allerdings die Möglichkeit, selbst Hand anzulegen – zum Beispiel bei der Ausfachung, dem Füllen der Lücken zwischen den Holzbalken –, um Kosten zu sparen.

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