Fachwerkhaus – auch in fertigbauweise möglich

Fachwerkhaus – auch in fertigbauweise möglich
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Fachwerkhäuser entstehen in Skelettbauweise (im Unterschied zur Massivbauweise). Das heißt, es gibt ein Gerüst aus Holz und Zwischenräume, die mit einem verputzten Holzgeflecht oder Mauerwerk ausgefüllt werden. Bis in das 19. Jahrhundert war diese Bauweise die am weitesten verbreitete in Europa. Moderner Nachfolger des Fachwerkbaus ist die Holzrahmenbauweise oder der Holzständerbau. Das Prinzip ist dasselbe. In Nordamerika ist sie nach wie vor die vorherrschende Bauweise. In Deutschland ist sie weniger verbreitet, wird aber von einigen Unternehmen nach wie vor angeboten – auch als Fertighäuser. 

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Vorteile von Fachwerkhäusern

Fachwerkhäuser sind Schmuckstücke der Handwerkskunst. Zimmermänner fertigen das Balkengerüst. Daher punkten Fachwerkhäuser mit geringer Einsturzgefahr. Da damit die Statik schon komplett ist, kann man im Inneren des Hauses auf Wände weitgehend verzichten. Es entstehen großzügige, lichtdurchflutete Wohnlandschaften.

An Charme überbietet kaum eine andere Bauweise das Fachwerkhaus. Die Verwendung hochwertiger Baustoffe aus der Natur sorgt dafür. Die Lebendigkeit und Einzigartigkeit von Holz und Lehm schafft Wohlbehagen, das mit den Jahren noch zunimmt.

Die ursprünglichen Materialien machen aus dem Fachwerkhaus außerdem ein Vorbild biologischen Bauens. Holz und Lehm haben sich über Jahrhunderte  bewährt, ein angenehmes Raumklima zu schaffen. Sie nehmen Feuchtigkeit aus der Luft auf und geben sie wieder ab, sobald das Klima zu trocken wird.

Nachteile von Fachwerkhäusern

Der einzige bauliche Nachteil von Fachwerkhäusern liegt in der im Vergleich zu Massivhäusern erhöhten Brandgefahr.

Ansonsten ist es vor allem eine Frage der finanziellen Mittel, ob ein Fachwerkhaus für Bauherren in Frage kommt. Natürlich bestimmen Lage, Grundstücksgröße und Ausführung den Preis individuell. Generell sind Fachwerkhäuser jedoch eher im oberen Preissegment angesiedelt.

Die Kosten für den Bau eines Fachwerkhauses können 1500 Euro pro Quadratmeter schnell übersteigen. Fertighausangebote sind günstiger als individuelles Bauen. Bezugsfertige Fachwerkhäuser werden ab rund 200.000 Euro angeboten. Zum Vergleich: Ein in Massivbauweise errichtetes Haus ähnlicher Größe gibt es schon ab rund 125.000 Euro.

Für wen eignet sich ein Fachwerkhaus?

Liebhaber ungewöhnlicher Wohnformen werden in einem Fachwerkhaus sicher glücklich. Wer individuell wohnen möchte und die Gestaltungsmöglichkeiten großer, hoher Räume zu nutzen weiß, profitiert von Fachwerkbauten am meisten. Hier ist das Engagement des Bauherren gefragt – und ein gewisses Budget.

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