Umzugstipps für Tierbesitzer

Umzugstipps für Tierbesitzer
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Nach wie vor haben es Tierhalter oft schwer, eine Wohnung zu finden, in die ihre Lieblinge mit einziehen dürfen. Viele Vermieter sträuben sich davor, gerade große oder laute Tiere in ihren Mietwohnungen zuzulassen. Immonet hat für Sie einmal die wichtigsten Rechtsfragen zum Thema Haustierhaltung zusammengefasst und gibt Tipps, wie Sie Ihren Vermieter vielleicht doch von sich und Ihrem besten Freund überzeugen können.

Diese Rechte und Pflichten haben Haustierbesitzer:

  • Bei größeren Haustieren wie Hunden und Katzen wird die Haltung im Mietvertrag geregelt. Hier hat der Vermieter das Recht, Verbotsklauseln einzubauen. Wenn eine solche Klausel fehlt, heißt das aber noch nicht, dass ein Hund ohne Zustimmung des Vermieters gehalten werden darf. Wenn solche Fälle vor Gericht landen, bekommen Vermieter zumindest in städtischen Gegenden häufig Recht.
    Achtung: Blindenhunde sind von dieser Klausel nicht betroffen und dürfen in jedem Fall gehalten werden.
  • Kleintiere (Wellensittich, Meerschweinchen, Zierfische, etc…) dürfen grundsätzlich immer in der Wohnung gehalten werden. Ein generelles Haustierverbot im Mietvertrag ist daher unwirksam.
  • Der Vermieter kann sich das Recht vorbehalten, bei jedem Haustier im Einzelfall zu entscheiden, ob er die Haltung zulässt oder nicht. In diesem Fall darf er die Haltung aus triftigen Gründen ablehnen, zum Beispiel bei Kampfhunden oder potentiell gefährlichen Exoten.
  • Hat der Vermieter die Tierhaltung einmal erlaubt, hat er es schwer, diese Erlaubnis zu widerrufen. In Einzelfällen ist dies aber möglich, zum Beispiel wenn von dem Tier Ruhestörung, Gefahr oder unzumutbare Verschmutzung ausgehen.
  • Achtung: Wenn der Vermieter die Tierhaltung untersagt hat und Sie sich trotzdem einen Hund oder eine Katze zulegen, hat der Vermieter das Recht, auf Unterlassung zu klagen. Bei Verstoß gegen das Urteil kann sogar eine fristlose Kündigung drohen.

Tipps - So überzeugen Sie den Vermieter von Ihrem Haustier

  • Schließen Sie eine Haftpflichtversicherung für Hund oder Katze ab. Das ist wichtig, falls Bello oder Minka Parkett oder Wände zerkratzen.
  • Schon bei der Wohnungssuche können Sie prüfen, ob Hunde oder Katzen willkommen sind. Option „Haustiere erlaubt“ auf Immonet anklicken.
  • Bei der Haus-/Wohnungsbesichtigung gleich mit offenen Karten spielen und den Hund mit zum Termin nehmen.
  • Schreiben vom ehemaligen Vermieter anfertigen lassen, in dem steht, dass das Tier keine Probleme gemacht hat.
  • Mit den Nachbarn sprechen, die bereits einen Hund oder eine Katze haben. Wie haben sie den Vermieter „rumgekriegt“?
  • Passt das Tier überhaupt in die Wohnung? Achten Sie darauf, dass ihr Liebling genug Platz hat und in der Nähe genug Auslaufflächen zur Verfügung stehen.

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