Eigenheimzulage - viele wollen sie zurück

Eigenheimzulage - viele wollen sie zurück
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Die Eigenheimzulage war eine der großen Säulen zur Unterstützung von Bau-und Kaufwilligen. Mit ihr wurde die Schaffung von selbst genutztem Wohneigentum gefördert und durch sie wurden zahlreiche Familien und Paare ermuntert, sich ein eigenes Zuhause zu schaffen. Die große Koalition hat diese Säule dann jedoch per Gesetz zur Abschaffung der Eigenheimzulage mit Wirkung zum 01. Januar 2006 abgeschafft.

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Auch heute gibt es zahlreiche Programme und Initiativen, die der Förderung von selbst genutztem Wohnraum dienen, doch nach wie vor trauern viele Deutsche der alten Eigenheimzulage hinterher. Denn sie war einfach und effektiv.

Die Eigenheimzulage auf einen Blick:

Was wurde gefördert?

Die Eigenheimzulage konnte unter anderem für den Kauf oder den Neubau einer Wohnimmobilie genutzt werden. Dies bezog sich sowohl auf Einfamilienhäuser als auch auf Eigentumswohnungen.

Wie lange wurde gefördert?


Die frühere Eigenheimzulage war auf einen Zeitraum von acht Jahren ausgelegt. Sie wurde ausgezahlt, sobald die Wohnimmobilie fertig gestellt bzw. bezogen wurde und wurde ab dann sieben Jahre lang gezahlt. Verlängerungen der Eigenheimzulage waren nicht möglich. Auch konnte die Förderung nur einmalig in Anspruch genommen werden.

Wer wurde gefördert?

Wie bei den meisten anderen Förderungen, galt es auch bei der Eigenheimzulage, bestimmte Einkommensgrenzen zu beachten bzw. nicht zu überschreiten. So konnte die Zulage nur von Personen erfolgreich beantragt werden, deren Einkünfte die folgenden Beträge nicht überstiegen:

  • 70.000 Euro für Alleinstehende
  • 140.000 Euro bei Ehegatten
  • zuzüglich 30.000 Euro für jedes zum Haushalt zugehörige Kind.

Wie hoch war die Förderung?

Gefördert wurde ein maximaler Kauf- bzw. Herstellungsbetrag in Höhe von 125.000 Euro. Diese Gesamtkosten konnten zu einem Prozent durch die Eigenheimzulage bezuschusst werden. Im Falle der Maximalsumme also mit 1.250 Euro pro Jahr. Weiterhin wurde pro Kind eine Kinderzulage in Höhe von 800 Euro gewährt.

Hinweis: Alle Förderbegünstigten, die noch die alte Eigenheimzulage erhalten, bekommen auch weiterhin diese Zulage, bis ihr Kind das 27. Lebensjahr vollendet hat – vorausgesetzt, der Sprössling verdient nicht mehr als 7.680 Euro p.a.

Niedrigere Grunderwerbsteuer als Ersatz für Eigenheimzulage ?

Dass es den Kauf- und Bauwilligen in Deutschland so schwer bzw. teuer gemacht wird, sich ein Eigenheim zu finanzieren, liegt nicht zuletzt an den hohen Nebenkosten, die mit Erwerb und Bau einer Immobilie einhergehen. Dabei rückt nun die Grunderwerbsteuer in den Fokus – so soll sich demnächst der Bundesfinanzhof in München  mit der Frage befassen, ob die Grunderwerbsteuer nach der Streichung der Eigenheimzulage unverändert fortbestehen darf (Az. II R 4/09). Im Falle eines positiven Ausgangs könnte die ungeliebte Steuerlast um 1,5 Prozentpunkte auf 2,0 Prozent sinken.

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