Kostenlose SCHUFA-Auskunft

Kostenlose Datenübersicht nach Art. 15 DSGVO

 

Jeder Verbraucher hat nach Artikel 15 DSGVO (EU-Datenschutz-Grundverordnung) das Recht, eine kostenlose Auskunft darüber zu verlangen, welche Daten ein Unternehmen über die eigene Person gespeichert hat. 

 

Nach Art. 15 DSGVO muss die SCHUFA auf Anfrage eine kostenlose Auskunft ausstellen. Diese kostenlose SCHUFA-Auskunft legt alle Daten offen, die zur Person bei der SCHUFA gespeicherten sind, woher diese bezogen wurden, an welche Unternehmen diese in den letzten 12 Monaten weitergegeben wurden und welche Wahrscheinlichkeitswerte zur Bonität der Person ermittelt wurden. Zudem wird die Bedeutung der Wahrscheinlichkeitswerte erläutert und wie diese ermittelt worden sind. Auf Grund dieser Ausführlichkeit ist diese Auskunft keine Bonitätsauskunft, die für die Weitergabe an Geschäftspartner wie Vermieter und Makler geeignet ist.

 

Immonet.de erklärt, warum Sie regelmäßig eine kostenfreie Datenauskunft anfordern sollten und wie Sie diese bestellen.

Die Daten bei der SCHUFA

 

Was die SCHUFA Holding AG über einen Verbraucher erfasst hat, entscheidet oft darüber, ob jemand eine Mietwohnung oder einen Kredit erhält – selbst dann, wenn die Bewertung auf falschen oder veralteten Daten basiert. Deshalb ist es wichtig, sich zu informieren, welche Daten die SCHUFA über die eigene Person gespeichert hat. Falsche Daten sollten Sie in jedem Fall korrigieren lassen.

 

Tipp: Verlangen Sie deshalb regelmäßig bzw. rechtzeitig (zum Beispiel vor einer Kreditanfrage) Ihre kostenlose SCHUFA-Selbstauskunft und kontrollieren Sie ihre Daten. Lassen Sie falsche Informationen korrigieren. Wie Sie dabei vorgehen, lesen Sie in unserem Ratgeber Die SCHUFA Auskunft im Abschnitt 'Daten kontrollieren'.


Wichtig: Die kostenlose Eigenauskunft ist nur für den eigenen Gebrauch vorgesehen. Geben Sie sie nicht an Geschäftspartner wie Vermieter oder Makler weiter. Das offizielle Dokument zur Offenlegung Ihrer Bonität und Weitergabe an Vermieter ist die kostenpflichtige SCHUFA-Bonitätsauskunft.

Warum ist die SCHUFA-Selbstauskunft nicht für den Vermieter geeignet?


Die kostenlose SCHUFA-Auskunft nach Art. 15 DSGVO enthält alle über einen Person gespeicherten Informationen – eben auch solche, die nicht an Dritte weitergegeben werden sollten. Zum Beispiel, welche Konten bei welcher Bank existieren. Die kostenpflichtige SCHUFA-Bonitätsauskunft enthält dagegen nur für Geschäftspartner relevante Informationen und ist für die Weitergabe an Vermieter oder Makler geeignet.

 

Zum Vergleich der Auskünfte...

 

 

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Bonitätsauskunft und Kostenlose Datenübersicht im Vergleich

Kostenpflichtig versus Kostenlos


In der folgenden Übersicht haben wir die wichtigsten Vor- und Nachteile der Bonitätsauskunft und kostenlosen Selbstauskunft von der SCHUFA gegenübergestellt.

Bonitätsauskunft

  • Enthält nur Daten, die für Geschäftspartner relevant sind: Daten auf positive Vertragsdaten und Zahlungsausfälle
  • Ist für die Weitergabe an Geschäftspartner vorgesehen
  • Kann schnell und einfach online bestellt werden
  • Direkt verfügbar: Als PDF Online-Download sofort erhältlich
  • Die Echtheit des Dokumentes kann über einen Verifizierungscode online geprüft werden
  • Kostet knapp 30,- Euro

Kostenlose Datenübersicht

  • Enthält alle Daten, die Datenherkunft und Scoringwerte, die über eine Person gespeichert sind
  • Informiert, an welche Unternehmen die Daten weitergegeben wurden
  • Ermöglicht die Kontrolle und Korrektur der eigenen gespeicherten Daten
  • Die Auskunft ist kostenlos und gesetzlich geregelt
  • Ist wegen Ihrer Ausführlichkeit nicht für die Weitergabe an Dritte geeignet
  • Nicht sofort verfügbar: Wird nach Beantragung auf dem Postweg zugeschickt

Fazit

  • Verbraucher sollten in jedem Fall darauf achten, keine Daten weiterzugeben, die rein privater Natur sind.

  • Für welche Variante Sie sich auch entscheiden: Es handelt sich bei der Auskunft um eine Momentaufnahme. Als Wohnungsinteressent sollten Sie also auf eine entsprechend aktuelle und damit aussagekräftige SCHUFA-Auskunft achten.

Kostenlose Auskunft verlangen

 

Verbraucher haben zwei Möglichkeiten, die kostenlose SCHUFA-Auskunft zu verlangen:

  1. Sie richten ein formloses Schreiben an die SCHUFA und bitten darin um eine entsprechende Auskunft. Damit Ihre Identität festgestellt werden kann, sollten Sie Name, Geburtstag, die aktuelle und bei Bedarf frühere Adressen angeben.

  2. Alternativ können sie ein entsprechendes Formular nutzen, das die SCHUFA auf ihrer Webseite über www.meineSCHUFA.de zur Verfügung stellt. Dort suchen Sie das Produkt "Datenkopie (nach Art. 15 DS-GVO)".

 

„Die Auskunft sollte immer ohne Personalausweiskopie angefordert werden“, rät Beate Wagner von der Verbraucherzentrale NRW. „Der Nachweis der Identität des Anfragenden ist nur erforderlich, wenn diese nicht zweifelsfrei festgestellt werden kann, etwa wenn die Anschrift in der Anfrage von der bei der Auskunftei gespeicherten abweicht. Dann kann eine Kopie des Personalausweises an die Auskunftei geschickt werden. Da Name, Anschrift und Geburtsdatum zur Identifizierung ausreichen, sollten alle anderen Daten, wie zum Beispiel die Personalausweisnummer, auf der Kopie geschwärzt werden.“