Was versteht man unter Grundschuldbestellung?

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Grundschuldbestellung© istock/ inxti

Durch die Grundschuldbestellung gibt der Eigentümer eines Grundstückes sein Einverständnis zum Eintrag einer Grundschuld in Form eines Grundpfandrechtes in das Grundbuch. Dem Kreditgeber dient die Grundschuldbestellung als Sicherheit für ein bewilligtes Darlehen, das der Kreditnehmer zur Baufinanzierung benötigt. Kann der Kreditnehmer nicht mehr zahlen, kann die Bank die Grundschuld verwerten und erhält so die geliehenen Geldmittel zurück. 

Da der Kreditnehmer das Grundstück theoretisch als Kreditsicherheit für mehrere Kredite verwenden könnte und der Grundstückswert somit keine ausreichende Sicherheit mehr böte, ist die Grundschuldbestellung für die Bank ein wichtiger Bestandteil der Kreditsicherung. Der Darlehensnehmer kann durch die Grundschuld auch mehrere Darlehen absichern, allerdings ausschließlich bei dem einen eingetragenen Gläubiger. Die Grundschuldbestellung ist die gängigste Form des Grundpfandrechts innerhalb der privaten Baufinanzierung, während Hypotheken inzwischen eher zur Absicherung staatlicher Darlehen dienen.

Der Weg zur Grundschuldbestellung

Mit der Grundschuldbestellung wird ein Antrag auf die Eintragung der Grundschuld ins Grundbuch gestellt. Bevor die Grundschuldbestellung abgewickelt werden kann, muss der Darlehensvertrag zwischen Darlehensnehmer und Kreditinstitut ausgehandelt und von beiden Parteien unterzeichnet sein. Dann führt der nächste Weg zum Notar, der die Grundschuldbestellung beglaubigt und einleitet. Der Eintrag der Grundschuld ins Grundbuch findet nach notarieller Beglaubigung beim Grundbuchamt des Amtsgerichtes statt.

Da der Kreditnehmer einen Termin beim Notar benötigt und die Grundschuldbestellung danach beim Amtsgericht bearbeitet wird, kann es eine Weile dauern, bis Grundschuldbestellung rechtskräftig ist. Schlimmstenfalls können bis dahin bis zu sechs Wochen vergehen. Daher sollte der Kreditnehmer seinen Notar fragen, wie lange die Grundschuldbestellung bei ihm und bei dem zuständigen Amtsgericht erwartungsgemäß dauern wird.

Ein paar Tipps

Der Kreditnehmer sollte bei der Grundschuldbestellung darauf achten, dass die Grundschuld nicht verzinslich bestellt wird. Ansonsten drohen dem Grundstückseigentümer im Haftungsfall höhere Kosten als die Summe, die bei der Grundbuchbestellung eingetragen wurde. In der Urkunde des Notars muss beziffert sein, in welcher Höhe die Grundschuld bestellt wird. Genauso muss darin stehen, wie hoch der Zinssatz im Falle der Zwangsversteigerung ausfällt. Vor dem Gang zum Notar sollte sich der Kreditnehmer Fragen zur Grundschuldbestellung notieren und sich diese beantworten lassen.

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