Bauzinsen: Vergleichen und Sparen
Die Finanzierung eines Eigenheims ist für viele die wohl größte Entscheidung und Investition des Lebens. Daher sollte insbesondere die Finanzierung dieses Vorhabens auf soliden Beinen stehen. Ein wesentlicher Faktor der Baufinanzierung sind die Bauzinsen, die entscheiden, wie viel Sie Ihr Eigenheim am Ende tatsächlich kostet.
Bei einer Baufinanzierung benötigt man im Normalfall Beträge im sechsstelligen Bereich, was dafür sorgt, dass das Zinsniveau der Bauzinsen eine tragende Rolle spielt. Anders als bei normalen Klein- und Dispositionskrediten bewegen sich die Zinsen für einen Immobilienkredit im unteren einstelligen Bereich. So bieten Banken und Bausparkassen mit besonders günstigen Konditionen bereits Bauzinsen in Höhe von 2 bis 4 Prozent.
Bauzinsen vergleichen
Wenn Sie auf der Suche nach dem passenden Baukredit sind, sollten Sie rechtzeitig Informationen einholen und vor allem die Bauzinsen verschiedener Institute vergleichen. Damit Sie dabei nicht die berühmten Äpfel mit Birnen vergleichen müssen, gibt es einige Besonderheiten, die Sie beachten sollten. So werden die Bauzinsen der Institute immer als Nominal- und als Effektivzinssatz angegeben. Ausschlaggebend ist hierbei stets der Effektivzinssatz, denn nur dieser enthält alle tatsächlichen Kosten des Darlehens und die anschließende Tilgung. Interessieren Sie sich für die Bauzinsen im Rahmen von Kombikrediten, beispielsweise von Bausparkassen, ist der Gesamteffektivzins ausschlaggebend. Diese so genannten Gesamtkosten in Prozent enthalten zusätzlich die Sparbeiträge und Gebühren für den zugrunde liegenden Bausparvertrag.
Bauzinsen in Abhängigkeit zur Laufzeit
Ein wesentlicher Aspekt, der Einfluss auf die Höhe der jeweiligen Bauzinsen nimmt, ist die Laufzeit des Baukredites sowie etwaige Sondertilgungen, die vereinbart werden. So unterscheiden sich klassische Hypothekendarlehen mit einer durchschnittlichen Laufzeit von 10 bis 20 Jahren natürlich erheblich von einer Finanzierung mit variablem Zinssatz. Und auch die Bauzinsen von Bausparkassen und Förderdarlehen unterscheiden sich in Höhe und Ausgestaltung. Während man jedoch beim Bausparvertrag auf die Zuteilung des Kredites warten muss, müssen beim Förderdarlehen zusätzliche Bedingungen erfüllt werden. So lohnt es sich durchaus, beim Vergleich der Bauzinsen sehr genau hinzuschauen. Denn nicht immer ist der vermeintlich günstigste Zinssatz auch wirklich der beste für ihre persönlichen Anforderungen.
Bei Bauzinsen entscheidet jeder Prozentpunkt
Nur wenige Hausbauer verfügen über umfassendes Finanzwissen und somit selten über die erforderliche Geduld und Ausdauer, um sich ausgiebig über die individuell passende Finanzierung zu informieren. Oft wird auch vergessen, dass bei derart hohen Kreditbeträgen jeder Prozentpunkt der Bauzinsen entscheidend sein kann. Denn auch wenn die Bauzinsen bei Ihrer altbewährten Hausbank nur einen Prozentpunkt höher liegen als bei einem anderen Anbieter mit gleicher Laufzeit und Zusatzleistung, kann Sie dies bei einer Darlehenssumme von 120.000 Euro bereits eine monatliche Zusatzbelastung von 100 Euro darstellen. Seien Sie also ruhig kleinlich, wenn es um Ihre Bauzinsen geht.
