Immobilienverkauf: So schreiben Sie ein gutes Exposé

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© Sygun:Fotografie

Wer ein Haus oder eine Wohnung verkaufen möchte, muss die Werbetrommel für sein Objekt rühren. Dazu gehört ein ansprechendes Exposé. Immonet gibt Tipps für ein erstklassiges Exposé. 

Diese Angaben gehören in ein gutes Exposé

Ein gutes Exposé liefert einem potenziellen Interessenten die wichtigsten Angaben zur Immobilie auf einen Blick. Es soll jedoch nicht nur Informationen zum Haus oder zur Wohnung bieten, sondern auch auf die Immobilie aufmerksam machen und deren Vorzüge unterstreichen. Andererseits darf man nicht zu viel versprechen, um Enttäuschungen beim Besichtigungstermin zu vermeiden.

Diese Informationen sollten sie zwingend in Ihr Exposé schreiben:

Lage der Immobilie: Stadtrand oder Innenstadt, Siedlung oder ländliche Gegend? Nennen Sie möglichst präzise, wo sich das Objekt befindet. Der Name der Stadt oder der Gemeinde gehören zwingend dazu. Schließlich muss ein Interessent erfahren, wo die Immobilie steht.

Tipp: Veröffentlichen Sie die genaue Adresse des Objektes, dann wird Ihre Immobilie auch in der Kartenansicht der Immonet iPad-App angezeigt.

Angaben zur Größe: Nennen Sie im Exposé die Wohnfläche der Immobilie sowie die Grundstücksfläche. Wer sich für ein freistehendes Einfamilienhaus mit großzügigem Garten interessiert, muss wissen, was die entsprechende Immobilie zu bieten hat.

Ausstattung der Immobilie: Angaben zur Ausstattung eines Hauses oder einer Wohnung sind ein weites Feld. Dazu gehören das Baujahr, Informationen zur Bauausführung, gewisse Extras (zum Beispiel Loggia oder Wintergarten), sowie Informationen zur Art der Heizungsanlage, der Wasserversorgung, der Fenster und Türen, der Küchenausstattung, etwaiger Einbauten, der Bodenbeläge, der Beschaffenheit von Badezimmer und Gäste-WC und des Daches. Besondere Einbaumöbel oder ein ausgebauter Dachboden sollten ebenfalls beschrieben werden. Auch die Art des Balkons, der Terrasse sowie des Gartens können kaufentscheidend sein.

Energieausweis: Der Energieausweis (Bedarfs- oder Verbrauchsausweis) muss grundsätzlich verpflichtend vorgelegt werden. Verkäufern, die einen Energieausweis nicht, nicht rechtzeitig oder unvollständig vorlegen, droht ein Bußgeld von bis zu 15.000 Euro.

Angaben zur Baubeschreibung: Vor allem bei jüngeren Objekten sind Angaben zur Baubeschreibung von Interesse. Nennen Sie möglichst alle Einzelheiten zur Bauausführung und Art der Herstellung. Sollten Sie in jüngster Zeit renoviert oder saniert haben, gehört diese Informationen ebenfalls ins Expose.

Hausgeld: Wer eine Eigentumswohnung ersteht, muss in der Regel ein monatliches Hausgeld an die Eigentümergemeinschaft zahlen. Immobiliensuchende möchten von Anfang an über die zu erwartenden Kosten informiert werden.

Bezugstermin: Eigentlich selbstverständlich, aber wichtig: Ab wann steht die angebotene Immobilie zur Verfügung?

Kaufpreis: Machen Sie genaue Angaben zur Höhe des Kaufpreises und etwaiger zusätzlicher Kosten. Sollte der Preis verhandelbar sein, geben Sie dies ebenfalls an.

Das Beste gehört an den Anfang

Nicht kleckern, sondern klotzen: Das gilt zumindest für die Vorzüge Ihrer Immobilie. Das Besondere gehört deshalb auch an den Anfang. Nennen Sie schon in der Überschrift die Stärke Ihrer Immobilie. Das weckt Interesse und macht deutlich: Hier geht es nicht um irgendein Objekt, sondern um ein besonders interessantes. Beispiel: „Zentrale Einzimmerwohnung in Altona“ oder „Sanierte Dachgeschosswohnung in Kreuzberg“

Bilder sagen mehr als Worte

Kein Exposé ohne Foto. Achten Sie auf die Qualität der Bilder, sowohl beim Motiv als auch bei der Auflösung. Stellen Sie Ansichten von außen sowie Aufnahmen ausgesuchter Innenräume in Ihr Exposé ein. Dabei sollten Sie besonderes Augenmerk auf die Schokoladenseiten Ihrer Immobilie legen. Wenn Sie zum Beispiel eine luxuriöse Badausstattung oder eine moderne Einbauküche vorzuweisen haben, sollten Sie das auch zeigen.

Tipp: Machen Sie die Außenaufnahmen ausschließlich bei schönem Wetter und hellem Tageslicht. Ein grauer Regentag wirkt nicht gerade verkaufsfördernd. Vermeiden Sie Aufnahmen von Menschen auf den Fotos, so können Sie einen Missbrauch von Persönlichkeitsrechten ausschließen.

Der Grundriss

Der Grundriss liefert entscheidende Informationen für Interessenten. Wenn Sie den Grundriss scannen, wählen Sie die Grauskala an. Achten Sie auf eine entsprechende Auflösung. Der Grundriss sollte gut lesbar sein.

Das sollten Sie im Exposé vermeiden

Im Exposé sollen Sie sachlich und ehrlich bleiben. Das gilt sowohl für die Texte wie auch für die Fotos. Vermeiden Sie allzu blumige Beschreibungen und wenig aussagekräftige Adjektive wie „unglaublich“ oder „einmalig“. Auch Ihre ganz persönlichen Gefühle, die Sie mit dem Haus oder der Wohnung verbinden, sind für Käufer uninteressant. Bleiben Sie bei den Fakten, denn das Exposé muss zu Ihrer Immobilie passen.

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