Hausverkauf zur Deckung der Pflegekosten

Haus verkaufen
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Das Eigenheim stellt für die meisten Hausbesitzer noch immer einen wichtigen Bestandteil der Altersvorsorge dar. Kosten für die erforderliche Pflege im Alter oder die Unterbringung in einer Senioreneinrichtung, können oft nur durch den Verkauf von Immobilien bestritten werden. Immonet hat alle Infos zusammengestellt, wie man bei einem Verkauf am besten vorgeht. 

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Erforderliche Unterlagen und Vollmachten für den Verkauf

In der Regel können Eigenheimbesitzer nur selbst ihre Immobilie verkaufen. Nur sie sind berechtigt, Kaufverträge zu unterzeichnen und ihr Besitzrecht zu übertragen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, dass Immobilienbesitzer einer anderen Person eine Vollmacht ausstellen. Wer eine solche ausstellt, sollte folgende Informationen darin berücksichtigen:

  • seinen Namen, Anschrift
  • Namen und Anschrift der bevollmächtigten Person
  • Erlaubnis für den Bevollmächtigten, die eigenen Interessen gegenüber Privatpersonen, Unternehmen und Behörden zu vertreten, um den Verkauf der Immobilie abzuwickeln
  • Anschrift und Beschreibung der Immobilie
  • Kaufpreisspanne
  • weitere Details 

Ratsam ist es, vorab mit einem Anwalt oder Notar über erforderliche Formalitäten zu sprechen. Wer eine Immobilie veräußern möchte, sollte so viele Informationen wie möglich zum Objekt sammeln. In jedem Fall muss man einen Grundbuchauszug vorweisen können.

Gerichtlich bestellter Betreuer

Krankheit oder Pflegefall sorgen häufig dafür, dass Betroffene selbst nicht mehr in der Lage sind, ihre Angelegenheiten zu regeln. Um einen pflegebedürftigen Menschen vor Betrug zu schützen, gelten in Deutschland strenge rechtliche Vorgaben. Kommt es zum Pflegefall und kann sich der Betroffene nicht mehr selbst um seine Belange kümmern, bestellt das zuständige Amtsgericht einen Betreuer. Das kann ein naher Angehöriger oder eine außenstehende Person sein.

Sind sich die Angehörigen des Betroffenen einig, übernimmt in der Regel der Ehepartner oder eines der Kinder die Aufgaben des Betreuers. Dieser kann dann im Namen des Betroffenen tätig werden. Dabei muss er sicherstellen, dass er bei all seinen Entscheidungen im Sinne des Betroffenen handelt. Rechtspfleger kontrollieren die Betreuer auch, wenn es sich um Familienangehörige handelt.

Vorweggenommene Erbfolge hält Immobilie im Pflegefall außen vor

Eigenheimbesitzer haben die Möglichkeit, ihre Immobilie im Zuge der sogenannten vorweggenommenen Erbfolge zu Lebzeiten an ihre Erbberechtigten weiterzugeben. In der Regel machen davon Eltern Gebrauch, die zu Lebzeiten ihre Immobilie auf eines oder mehrere Kinder übertragen. Tritt dann ein Pflegefall ein, kann diese Immobilie nicht mehr zur Aufwendung der Kosten herangezogen werden. Voraussetzung ist allerdings, dass die Schenkung mindestens zehn Jahre zurückliegt.

Ist diese Frist noch nicht verstrichen, können Pflegekosten gegen den Beschenkten geltend gemacht werden. Wichtig für etwaige Auswirkungen auf die Steuer: Die Schenkung sollte ohne Verpflichtungen und Geldleistung erfolgen. Nur dann können sich die Beteiligten sicher sein, keinerlei Steuerpflichten zu unterliegen.

Achtung Erbschaftssteuer

Der Erlös aus dem Verkauf eines zuvor selbstgenutzten Hauses ist in der Regel steuerfrei. Das heißt: Ein Gewinn muss nicht versteuert werden, ein Verlust kann aber auch nicht abgeschrieben werden. Voraussetzung: Die Immobilie muss mindestens drei Jahre vor dem Verkauf vom Besitzer selbst bewohnt worden sein. Anders sieht es mit vermieteten Objekten aus, die zur Finanzierung der Pflege veräußert werden sollen. Für Verkaufserlöse muss unter Umständen eine Steuer abgeführt werden. Auch etwaige Abschreibungen könnten rückwirkend steuerlich von Belang sein. In solchen Fällen sollten die Verkäufer oder die mit dem Verkauf Bevollmächtigten Fachleute zu Rate ziehen.

Makler helfen beim Verkauf

Liegen die Vollmachten und gerichtlichen Nachweise vor, geht es an den Verkauf des Hauses. Je mehr Zeit bleibt, umso größer sind die Chancen, einen guten Preis für das Objekt zu erzielen.

Vor einem Verkauf gilt es, den angestrebten Verkaufspreis festzulegen. Das ist für Laien nicht leicht, denn sie kennen die Immobilie eigentlich kaum. Technische Eigenheiten, Schwachstellen, aber auch die letzten aufwendige Renovierungen sind ihnen oftmals nicht bekannt.

Hier kann ein Makler helfen: Er versteht die Unterlagen, so sie denn vorhanden sind, und kann ansonsten am Objekt selbst gut feststellen, welche Punkte ausschlaggebend sein können. Hilfreich ist es, einen Gutachter, beziehungsweise einen Makler mit Zusatzausbildung zum Sachverständigen zu engagieren.

Steht der Wunschpreis fest, geht es – wie bei jeder anderen Immobilie auch – an die Vermarktung. Dazu gehört die Erstellung eines Exposés ebenso, wie das Schalten von Anzeigen auf Immobilienportalen. Wichtig ist es, die entscheidenden Informationen über das Objekt bereit zu halten: Größe, Alter, Lage, Preis, Grundriss und möglichst vorteilhafte Fotos. Seit einigen Jahren benötigen Verkäufer von Immobilien auch einen Energieausweis des Gebäudes, dieser muss Interessenten vorgelegt werden. Immobilienverkäufer werden diesen Ausweis in der Regel neu erstellen lassen müssen, da Besitzer selbst genutzter Immobilien diesen nur für den Verkauf benötigen, die Eigentümer diesen also vermutlich noch nicht haben.

Wer einen Immobilienmakler beauftragt, kann die Vermarktung ganz in seine Hände geben. Er übernimmt auch die Funktion der Kontaktperson und führt die Besichtigungstermine mit den Interessenten durch.

Wer diese selbst übernehmen möchte, sollte bedenken, dass der Aufwand oft größer ist als geschätzt. Er lohnt sich allenfalls, wenn man in direkter Nähe zum Objekt wohnt oder arbeitet.

Wertauskunft von Immonet

Eine preiswerte Alternative zum Gutachter bietet die Wertauskunft von Immonet. Einfach in der Handhabung ermittelt dieses Tool, welcher Verkaufswert auf dem Markt zu erzielen ist. Dabei werden Faktoren wie die Lage, der Objekttyp, das Alter, Modernisierungsstand, Energieeffizienz und Marktsituation berücksichtigt. In die Berechnung fließen Informationen aus einer flächendeckenden und ständig aktualisierten Immobilien-Datenbank ein.

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