Alles Wissenswerte rund ums Thema Garage

Sicher parken:
Tipps zur Garage

© in4mal / iStock

Mit einem eigenen Stellplatz vor der Tür lässt sich die lästige Parkplatzsuche am Feierabend vermeiden. Noch besser ist eine eigene Garage, die das Auto vor Unwetterschäden, Vandalismus und Diebstahl schützt. Wer ein eigenes Haus besitzt, kann auch nachträglich eine Garage oder einen Carport anbauen. Günstiger wird es mit einer Fertiggarage. Immonet informiert rund ums Thema Garage – finden Sie heraus, welche Lösung am besten zu Ihnen passt und ob Sie selbst Hand anlegen können, um Kosten zu sparen.

Auto sicher parken: Garage oder Stellplatz?

Man kommt nach einem anstrengenden Arbeitstag mit dem Auto nach Hause und dann das: Alle Parkplätze sind besetzt. Wer in einer größeren Stadt wohnt, kennt dieses Szenario wahrscheinlich. Da bleibt einem nicht viel anderes übrig, als geduldig einen Häuserblock nach dem anderen abzufahren, um eine Parklücke zu finden. Diesen Stress kann man sich ersparen, indem man eine Garage oder einen Stellplatz mietet. Das ist meist nicht ganz günstig, kann sich aber dennoch lohnen. Immonet fasst die wichtigsten Tipps zusammen.

Auto sicher parken: Garage oder Stellplatz?
© Scott Donald / Pixabay

Eine Garage bietet viele Vorteile

Autobesitzer ohne Garage kennen das Problem: Man parkt sein Fahrzeug über Nacht am Straßenrand und am nächsten Morgen ist der Lack an der Tür zerkratzt, der Außenspiegel abgebrochen oder im schlimmsten Fall die Scheibe eingeschlagen und das Autoradio weg. Wer sich diesen Ärger ersparen will, mietet besser eine Einzelgarage. Das ist statistisch gesehen der sicherste Unterbringungsort für ein Auto, denn die Garage nutzt man alleine und sie lässt sich abschließen. Außerdem können hier auch Alltagsgegenstände wie Gartengeräte oder Fahrräder verstaut werden.

Allerdings ist es häufig nicht ganz einfach, eine passende Einzelunterbringung in der Nähe der Wohnung zu bekommen. Man braucht ein bisschen Glück und meist auch viel Geduld, um die ideale Garage zu finden. Zudem ist eine Einzelgarage häufig teurer als Stellplätze in der Tiefgarage oder Außenstellplätze.

Tiefgarage als günstigere Alternative zur Einzelgarage

Ein Platz in der Tiefgarage ist eine günstigere Alternative zur Einzelgarage. Hier müssen Sie im Winter ihr Auto nicht von Schnee und Eis befreien oder Hagelschäden fürchten. Auch der Einbruchschutz ist höher als auf regulären Parkplätzen an der Straße. Allerdings steht ihr Auto auch nicht ganz so komfortabel. Hier teilen Sie sich die Parkfläche mit anderen, da sind Kratzer im Lack nicht ausgeschlossen und auch in Tiefgaragen kommt es immer wieder zu Diebstählen. Auch vermieten einige Parkhäuser Stellplätze. Die sind zwar häufig gut überwacht, aber eben auch für jeden zugänglich.

Außenstellplätze: Nicht überdacht, aber preiswert

Noch günstiger als Tiefgaragen sind Außenstellplätze. Häufig sind diese eingezäunt, beleuchtet und gelegentlich auch bewacht. Dieser Parkplatz hat aber einen entscheidenden Nachteil: Das Auto ist nicht vor äußeren Einflüssen geschützt. Das heißt, dass Sie zwar auch im Winter nicht nach einem Parkplatz suchen müssen, dafür kommen Sie aber nicht umhin, die Scheiben zu kratzen und Schnee zu entfernen.

Garagenplatz kann Kfz-Versicherungsbeitrag senken

Das beste Argument für die Miete einer Garage ist der Beitragsvorteil bei den Versicherungskonzernen. Daher sollte man immer einen Mietvertrag für seine Garage abschließen, denn der gilt bei Kfz-Versicherern als Nachweis, dass das Auto nicht in einem äußeren Gefahrenbereich steht. Dadurch werden die Beiträge günstiger, weil das Risiko eines Schadens sinkt. Wenn ihr Auto in einer Tiefgarage oder einem eingezäunten Gelände steht, ist allerdings nicht gewährleistet, dass die Versicherung das ebenfalls honoriert – fragen Sie im Zweifelsfall nach.

Schnell aufgebaut und günstig: Fertiggaragen

Das neue Auto steht vor der Tür und soll auch nach Jahren noch so strahlen wie am ersten Tag. Am besten geschützt ist das Fahrzeug in einer Garage. Gute und günstige Alternativen zur gemauerten Variante sind Stahl- oder Betonkonstruktionen. Finden Sie mit Immonet heraus, welche Garage am besten zu Ihnen passt.

Schnell aufgebaut und günstig: Fertiggaragen
© Fotolia / eyecat

Was sollte die Garage können?

Bevor es an den Kauf geht, sollte man sich überlegen, welche Anforderungen die Garage erfüllen muss. Dazu ist die Beantwortung der folgenden Fragen sinnvoll:

  • Soll eines oder sollen mehrere Autos untergebracht werden?

  • Muss Platz für Fahrräder, Gartengeräte oder Gartenmöbel vorhanden sein?

  • Wird die Garage als Partyraum oder Hobby-Werkstatt genutzt?

  • Benötig die Garage ein Fenster?

Zudem muss geklärt werden, wo die Garage stehen soll. Wird sie freistehend montiert, müssen Grenzabstände zum Grundstück eingehalten werden. Eine Garage als Anbau hat den Vorteil, dass sie direkt mit dem Haus verbunden werden kann und man bei schlechtem Wetter trockenen Fußes zum Auto gelangt.

Unterschiede zwischen Stahl- und Betongaragen

Die Betongarage wird bereits vorgefertigt angeliefert und an Ort und Stelle zusammengesetzt. An Größe und Form bieten die Hersteller eine große Auswahl. Die Modelle haben allerdings auch Nachteile. Eine Betongarage wird in der Regel mit einem Lkw angeliefert und mit einem Kran auf das Grundstück gesetzt. Das bedeuet, dass Ihr Grundstück gut zugänglich sein muss. Steht ihre Garage erst einmal, kann sie – ähnlich wie die gemauerte Variante – nur schwer umgesetzt oder vergrößert werden.

Stahlgaragen haben den Vorteil, dass sie sehr flexibel sind. Möchten Sie ihre Garage umsetzen oder erweitern, ist das viel unkomplizierter als bei der Betonvariante. Zudem sieht man Stahlgaragen heutzutage nicht mehr an, aus welchem Material sie bestehen. Häufig sind sie mit einer Schicht Spritzputz, einer Holzverkleidung oder einfach Kunststoff überzogen. Die Auswahl ist dadurch sehr groß, folglich dürfte sich leicht ein Modell finden lassen, das genau zum Stil Ihres Hauses passt.   

Strom- und Wasseranschlüsse lassen sich bei beiden Garagentypen installieren. Die Garagen halten je nach Qualität bis zu 30 Jahre lang. Allerdings ist bei einigen Varianten ein regelmäßiger Schutzanstrich nötig. Das gilt vor allem für Garagen mit Holzverkleidung. Die günstigsten Modelle sind bereits für 1.000 Euro zu haben. Aber Vorsicht: Bei Garagen gibt es nicht nur optische, sondern auch erhebliche Qualitätsunterschiede. Lassen Sie sich diesbezüglich besser von einem Fachmann beraten. 

Baugenehmigung für eine Garage erforderlich

Wer sich eine Garage auf sein Grundstück setzen lässt, braucht dafür eine Genehmigung. Einige Anbieter von Fertiggaragen übernehmen für ihre Kunden das Beantragen und die Abwicklung der Baugenehmigung.

Carport: Optimaler Schutz fürs Auto

Ein Carport bietet nicht nur idealen Schutz für das Fahrzeug – er ist auch besonders preisgünstig, wandlungsfähig und ein praktischer Wetterschutz für die nächste Gartenparty. Immonet zieht einen Vergleich zwischen Garagen und Carports und gibt einen Überblick darüber, welches Material sich für ein Carport eignet und was man beim Bau beachten muss.

Carport: Optimaler Schutz fürs Auto
© Thanyakan Thanapanprasert / iStock

Vergleich zwischen Carport und Garage

Regen, Schnee oder Sturm – es gibt gute Gründe, sich einen Unterstand für das eigene Fahrzeug zuzulegen. Eine Garage lässt sich zwar abschließen und sichert das Auto effizient gegen Witterungseinflüsse und Diebstahl, ist aber im Vergleich zum Carport teurer und benötigt zudem mehr Platz.

Neben dem verhältnismäßig günstigen Anschaffungspreis bietet der Carport noch weitere Vorteile: Die Überdachung eignet sich auch als Sichtschutz. Zudem wirken die meisten Ausführungen luftiger als Garagen. Bei Modellen mit Abstellraum können zudem Fahrräder, Gartengeräte und Winterreifen verstaut werden.

Grundsätzlich kann ein Carport überall aufgebaut werden. Der wandlungsfähige Unterstand lässt sich sogar als überdachte Terrasse nutzen und ist somit vielseitig nutzbar.

Materialien und Ausführungen

Die Hersteller bieten Carports in vielen verschiedenen Designs, Farben und Ausführungen an. Die günstigsten Varianten bestehen aus einem Dach, das auf Pfeilern ruht. Einige Modelle sind zu allen Seiten offen, während andere über geschlossene Seitenwände verfügen, die aus witterungsbeständigem Holz bestehen. Neben Holz können Carports auch aus Stahl oder Aluminium hergestellt und mit einem Flach-, Tonnen- oder Satteldach ausgestattet sein.

Achtung: Manche Dachkonstruktionen benötigen ein Entwässerungssystem. Anregungen und eine große Auswahl gibt es bei carporte.de.

Das sollten Sie bei der Planung beachten

Bei der Standortwahl muss bedacht werden, dass eine befestigte Zufahrt bis zur Straße gebaut werden muss. Aus praktischer Sicht ist es sinnvoll, den Carport neben der Hauswand zu errichten, denn so sind Autobesitzer auf dem Weg in die eignen vier Wände vor Regen geschützt. Zwar benötigt ein Carport kein umlaufendes Betonfundament, die Holzverankerung muss aber mit Fertigbeton aufgefüllt werden.

Achtung: Da einige Bundesländer eine Baugenehmigung verlangen, ist vor dem Kauf des Carports eine Anfrage an das Bau- oder Stadtplanungsamt sinnvoll. Der Bau dachbegrünter Carports unterliegt mitunter Bebauungsplänen.

Carport: Ein Selbstbau ist möglich

Wer Kosten sparen möchte und über handwerkliche Fähigkeiten verfügt, kann sein Carport selbst bauen. Man wählt dafür am besten einen vorgefertigten Bausatz, der ab etwa 1.200 Euro zu haben ist. Modelle mit Satteldach und Aufbewahrungsschuppen kosten etwa 2.000 Euro. Wer sich eine Holzlattung wünscht, muss bedenken, dass Kiefer und Fichte zwar günstig sind, aber gegen Witterungseinflüsse geschützt werden müssen. Mehr Geld lässt sich sparen, wenn der Bausatz selbst abgeholt wird. Im folgenden Absatz gibt Immonet weitere Tipps zum Eigenbau eines Carports.

Carport selbst bauen

Carports sind eine preisgünstige Alternative zur Garage und können meist in Eigenregie gebaut werden. Im Handel sind komplette Bauteile für Carports erhältlich. Immonet gibt eine Übersicht, wie Sie Ihren Carport Schritt für Schritt selbst bauen können.

Tipps zum Eigenbau des Carports
© carport.de

So bauen Sie Ihren Carport selbst:

  • Wichtig ist vor allem, ein Betonfundament zu gießen. In Vorbereitung dessen müssen Löcher in den Boden gebohrt werden, um die Ständer des Carports später eingießen zu können. Es empfiehlt sich, die hierfür nötigen Bohrer bei einem Maschinen-Leihservice zu mieten.

  • Legen Sie nun alle Einzelteile für ein vollständiges Seitenteil Ihres Carports aus, so dass Sie diese problemlos an den dafür vorgesehen Stellen verbinden können. Ebenso verfahren Sie mit der gegenüberliegenden Seite. Sind beide Seiten fertig montiert und aufgestellt, gilt es, die Seitenteile mittels Querverstrebungen fest zu verbinden. Die in den meisten Fällen bereits ausgefrästen Verbindungen erleichtern hierbei die Arbeit.

  • Anschließend folgt die Dachkonstruktion. Hilfreich sind hierbei ebenfalls vorgefertigte Aussparungen, die es ermöglichen, dass die Einzelteile, die die Dachkonstruktion bilden, nur noch zusammengesteckt werden müssen. Bedenken Sie, dass Sie im Anschluss erneut alle Schrauben prüfen und gegebenenfalls nachziehen müssen. Auch eine Dachrinne ist einzusetzen.

  • Nachdem Sie alle Verbindungen nochmals überprüft und den Carport auf seine Standfestigkeit hin getestet haben, können Sie die Bodenanker einbetonieren. Zu beachten ist hierbei, dass Sie dem Beton mindestens drei Tage Zeit lassen sollten, damit er ausreichend aushärten kann.

  • Was im ersten Moment abstrakt klingt, gelingt mittels einer genauen Anleitung, die dem Carportbausatz beiliegt, recht schnell und einfach. Wer ein wenig handwerkliches Geschick mitbringt, wird beim Aufbau eines Carports keine allzu großen Schwierigkeiten haben. Wer sich trotzdem nicht allein auf das Abenteuer Carport-Aufbau einlassen oder sich nicht mit einem Standard-Modell „von der Stange“ zufrieden geben möchte, kann auch einen Zimmerei-Fachbetrieb beauftragen.

Optimale Planung der Garagenzufahrt

Die Zufahrt zur Garage sollte mit dem Stil des Hauses harmonieren und sich problemlos befahren lassen. Wer lange Zeit Freude an seiner Garagenzufahrt haben möchte, sollte bereits in der Planungsphase auf einen stabilen Untergrund achten. Immonet gibt eine Übersicht der wichtigsten Maßnahmen für eine langlebige Garagenzufahrt.

Garagenzufahrt
© Fotolia / cobia

Vorarbeiten für die Zufahrt

Beim Anlegen einer Zufahrt ist einiges zu beachten, damit der Untergrund eben bleibt und sich nicht nach kurzer Zeit unschöne Spurrillen zeigen. Dafür ist ein tragfähiger Unterbau besonders wichtig. Im Vorfeld müssen die lockeren Bodenschichten sorgfältig abgetragen werden, bis ein fester Untergrund zum Vorschein kommt. Der Aushub sollte mindestens dreißig Zentimeter unterhalb der oberen Pflasterkante liegen, damit genügend Platz für Füllmaterialien bleibt. Der vorbereitete Untergrund wird mit einer Rüttelplatte aus dem Baustoffhandel verdichtet. Um Beschädigungen vorzubeugen, sollte man unbedingt einen Rüttler mit Gummischutz verwenden.

Den Untergrund auffüllen

Zu den bevorzugten Materialien für den Unterbau zählen kleinkörnige Bruchsteine wie Splitt oder Schotter, die zugleich emsige Ameisen vom Nestbau abhalten. Der Baustoff muss in jedem Fall frostfest sein, damit sich das Bodenniveau der Auffahrt im Winter nicht verändert. Auch diese Schicht wird mit dem Rüttler so lange bearbeitet, bis der Untergrund eben ist. Ob die Fläche tatsächlich gleichmäßig ist, lässt sich leicht mit einer Richtlatte kontrollieren, die über die Fläche gezogen wird.

TIPP:

Am Rand der Zufahrt sorgt eine Einfassung aus Steinen dafür, dass das Pflaster nicht abwandert.

Maßnahmen zur Entwässerung

Die Zufahrt sollte über ein Gefälle von mindestens zwei Prozent verfügen, damit sie sich entwässern kann. Das Gefälle muss vom Haus weg führen, damit Fassade und Keller nicht vom abfließenden Regenwasser beschädigt werden. Soll das Gefälle größer als vier Prozent sein, muss das Pflaster mit einem rutschhemmenden Belag ausgestattet werden. Besonders im Winter kann das Auto sonst leicht ins Schlingern geraten. Drainage-Konstruktionen in Form von Gräben längsseits der Auffahrt oder Entwässerungsrinnen können den Abfluss von Regenwasser zusätzlich verbessern.

Die Zufahrt abrütteln und verdichten

Sobald der Unterbau mit Sand aufgeschüttet wurde, können die Pflastersteine verlegt werden. Zwischen den Fugen sollte etwa drei Millimeter Platz bleiben, damit das Wasser versickern kann. Sind die Fugen mit Sand aufgefüllt, wird die Garagenzufahrt mehrmals abgerüttelt. Während des Verdichtungsprozesses wird abwechselnd Fugensand eingekehrt und mit Wasser aus dem Gartenschlauch berieselt, bis der Untergrund stabil ist.

Tipps zum Pflastern der Auffahrt

Mit etwas handwerklichem Geschick können Hausbesitzer die Auffahrt zur Garage oder zum Carport selbst verlegen und damit viel Geld sparen. Immonet informiert darüber, welches Material sich eignet, welches Werkzeug benötigt wird und wie man praktisch am besten vorgeht.

Tipps zum Pflastern der Auffahrt
© Katarzyna Bialasiewicz / iStock

Das ist bei der Planung der Auffahrt zu beachten

Bei der Planung der Auffahrt sind ein paar grundsätzliche Regeln zu beachten. So sollte der Mindestabstand zwischen Garagentor und Straße fünf Meter betragen, damit das Fahrzeug während des Toröffnens nicht den Straßenverkehr blockiert. Zudem müssen die ausgewählten Pflastersteine frostsicher sein, damit sich das Bodenniveau im Winter nicht verändert. Auch die Beschaffenheit des Bodens selbst spielt eine Rolle für die weitere Planung. Ist er sehr locker, wird ein tieferer Aushub benötigt als bei einem festeren Boden, wo für gewöhnlich 30 Zentimeter veranschlagt werden. Durchschnittlich kann man von einem Unterbau von 40 Zentimetern ausgehen.

Material: Natursteine oder Betonpflastersteine

Ob Natursteine oder Betonpflastersteine verwendet werden, hängt meist nicht nur von der Optik, sondern auch vom Budget ab. Naturstein eignet sich besser für eine grüne Umgebung, ist jedoch teurer. Pro Quadratmeter fallen etwa Kosten zwischen 16 und 20 Euro an. Betonsteine gibt es in der Regel schon zwischen 6 und 12 Euro pro Quadratmeter. Die meisten Heimwerker entscheiden sich deshalb für Betonpflastersteine.

Eine charmante Alternative sind gerumpelte Betonpflastersteinen in unterschiedlichen Farbnuancen. Durch ihre leichten Unebenheiten sehen sie natürlicher aus. Eine versetzte Verlegung sorgt einerseits für eine weniger strenge Optik und andererseits für Stabilität. Beim sogenannten wilden Verband werden verschiedene Steinformate ohne Richtungsbetonung miteinander verlegt – die scheinbare Willkür sorgt für eine naturbelassene Optik. Tipp: Heben Sie bei der Steinverarbeitung längliche Steine für die Umrandungen auf. Infos zu verschiedenen Verlegemustern gibt es beispielsweise auf pflastersteine.de.

Dieses Werkzeug ist für eine Auffahrt notwendig

Um eine Auffahrt selbst verlegen zu können benötigen Sie folgende Gerätschaften und Werkzeuge: Mini-Bagger (schon ab 100 Euro auszuleihen) zum Ausheben des Bodens, Rüttelmaschine zur Festigung des Unterbaus, Schaufel, Winkelschneider und Steinscheibe, Gummihammer, Alulatte, Steinknacker und einen Besen zum Glattfegen. So sparen Sie Zeit und schonen Ihren Rücken.

Tipps für Selbstverleger

Wichtig ist bei einer Auffahrt, dass der Untergrund solide ist, damit unter dem Gewicht eines abgestellten Fahrzeuges der Boden und die Pflasterdecke nicht nachgeben. Ansonsten könnten mit der Zeit Bodenwellen entstehen. Um bei starken Regenfällen zu verhindern, dass sich das Regenwasser sammelt und das Wasser auf der Auffahrt steht, sollte man ein Gefälle von zwei bis fünf Prozent im Aushub einplanen – dann kann das Regenwasser gut ablaufen.

Bei angrenzenden Gebäudeteilen ist darauf zu achten, dass das Gefälle vom Gebäude wegführt, damit keine Feuchtigkeitsschäden entstehen. Der Aushub wird anschließend mit einem Unterbau aus grobem Kies oder Schutt und einem Sandbett befüllt. Wichtig: Je weicher die Bodenbeschaffenheit, desto umfangreicher sollte der Unterbau ausfallen. Mithilfe einer Rüttelmaschine vom Werkzeugverleih wird der Unterbau verdichtet und gefestigt. Das Gefälle muss dabei erhalten bleiben. Mittels einer langen Latte wird die Pflasterbettung gleichmässig abgezogen. Um Unebenheiten zu vermeiden, sollte man die Fläche dann nicht mehr betreten.

Daraufhin werden die Pflastersteine bei einem Fugenabstand von zwei bis drei Millimetern angelegt. Sobald die Fugen mit feinkörnigem Brechsand aufgefüllt und mit einem Besen glattgefegt sind, ist die Auffahrt fertig. Die Pflastersteine müssen übrigens nicht mehr festgeklopft werden. Während sich das Material innerhalb der nächsten Tage setzt, kann weiterhin Sand nachgefüllt werden. Eine detaillierte Schritt für Schritt-Anleitung gibt es z.B. bei selbst.de oder bei wawerko.de.