Das Loft (übersetzt Dachboden oder Speicher) war lange vor allem bei Künstlern und Freiberuflern beliebt, da sich in den ehemaligen Lagerräumen oder Fabrikhallen Arbeiten und Wohnen ideal kombiniert lässt.
Das Konzept der Lofts ist denkbar einfach. Eine nicht mehr genutzte Lagerhalle wird mit Sofa, Esstisch & Co. in eine Wohnung verwandelt. Das macht den besonderen Reiz aus: Man lebt auf einer ganzen Etage. Genau darin liegt auch der Reiz. Die Wohnung wirkt großzügig, alle Wohnbereiche gehen fließend ineinander über. Lofts waren in den 40er-Jahren günstiger Wohnraum. Angesiedelt in der Nähe von Industrieanlagen, war die Wohnlage wenig attraktiv.
Mittlerweile ist aus den günstig umfunktionierten Lagerhallen begehrter Wohnraum mit Industriecharme worden. Die Mischung aus altem Gebäude und moderner Einrichtung macht das Wohnen im Loft besonders. Inzwischen werden aber nicht mehr nur alte Nutzräume umgewandelt, sondern auch neue Wohnungen im Loft-Stil gebaut. Den Improvisationscharakter der ersten Lofts haben neu erschlossene oder gebaute Fabrikwohnungen nicht mehr: So ist beispielsweise das Badezimmer heute in der Regel durch eingezogene Wände vom Rest der Wohnfläche getrennt.
Wer in ein klassisches Loft ziehen will, der sollte einige Dinge beachten. In der Regel muss die ehemalige Lagerhalle oder Industrieanlage aufwendig saniert werden, bevor sie zum Loft wird. Mieter sollten sich darüber informieren, ob ihr zukünftiges Zuhause den neusten energietechnischen Standards entspricht. Das gilt vor allem für die Wärmeisolierung. Bei steigenden Energiekosten kann es sonst am Ende des Winters teuer werden. Wer sich für einen Kauf entscheidet, sollte sich zusätzlich erkundigen, ob das alte Industriegebäude unter Denkmalschutz steht. Umbauten sind dann nur unter Auflagen möglich.