Gewerbeimmobilien - Gastronomie in Deutschland

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Gastronomie in Deutschland: Erfolg durch Wandel

Nach Flauten im deutschen Gastgewerbe in den Jahren 2008 und 2009 stiegen die Umsätze ab 2010 langsam an. Dieser Trend setzt sich weiterhin fort, wobei die Erlebnisgastronomie und die Bediengastronomie die größten Zuwächse verzeichnen können. Zusätzlich haben sich die Voraussetzungen für Gastronomen verändert: Durch verschiedene Lebensmittelskandale und die Bereitschaft der Gäste, mehr für‘s Ausgehen auszugeben, sind die Ansprüche gestiegen. Gäste sind wählerischer geworden und probieren auch mal Neues aus. Gastwirte müssen daher flexibler denn je auf die Wünsche der Gäste reagieren.

Checkliste: Persönliche Qualifikationen für Gastronom und Personal

  • Bereitschaft, täglich lange zu arbeiten, auch in den Abendstunden und Nachts.
  • Kompetenz in der Personalführung und im Management.
  • Fähigkeit, als Gastgeber Gäste zu unterhalten und professionell zu bedienen.
  • Alle rechtlichen Vorschriften von Hygiene bis Buchführung im Auge zu behalten.
  • Bereitschaft zur Erweiterung fehlender Kenntnisse durch Schulungen.

Lage und Ausstattung eines Gastronomiebetriebes

Wer einen gastronomischen Betrieb eröffnen will, muss sich zunächst über die Art des Lokals klar werden. Gastronomie umfasst sämtliche Betriebe, die Gäste mit Speisen und/oder Getränken versorgen. Neben Cafés und Bars aller Art, Restaurants, Kneipen und Diskotheken fallen auch Eisdielen, Kantinen, Imbissbuden und Biergärten in diese Kategorie. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, mit einem Lieferservice oder Cateringdienst seinen Gastronomiebestrieb mobil zu gestalten. Die Art der Gastronomie und die Standortwahl gehen Hand in Hand. Diese Fragen helfen bei der Auswahl:

  1. - Welche gastronomischen Betriebe gibt es bereits im Umkreis? Konkurrenz belebt zwar das Geschäft, die fünfte Imbissbude auf einhundert Metern Straße hat jedoch keine gute Prognose.
  2. - Wie gut besucht sind die bereits vorhandenen Betriebe? Gähnende Leere über einige Tage oder Wochen zeugt von wenig Bedarf an neuen Lokalen.
  3. - Wie sind Angebot und Qualität der Speisen? Was kann man im eigenen Betrieb besser machen?
  4. - Wie ist die Wohnbevölkerung bezüglich Alter und Einkommen zusammengesetzt? Kommt Publikum aus anderen Stadtteilen, um hier zu essen oder sogar zu feiern?
  5. - Ist das Ladenlokal für das geplante Angebot geeignet beziehungsweise zugelassen? Dies betrifft vor allem Küchenausstattungen.
  6. - Wird Schallschutz benötigt oder ist dieser ausreichend vorhanden?
  7. - Gibt es gute Anfahrt- und Parkmöglichkeiten?

Gastronomen sind Allrounder

Diese und viele weitere Aspekte sollten in einem gut durchdachten Businessplan niedergelegt werden. Hierbei helfen unter anderem Steuerberater und die zuständigen Kammern und Berufsverbände. Gastronomie ist kein Gewerbe für Nichtskönner, sondern für Alleskönner. Der Spruch “wer nichts wird, wird Wirt” gilt nicht: Personalplanung, Buchhaltung, Warenwirtschaft und viele Dingen mehr sind Voraussetzung für den dauerhaften Erfolg eines Gastronomiebetriebes in Deutschland. Vieles davon kann man lernen, wenn man bereit ist, von Experten Hilfe anzunehmen.