Heizung - regelmäßige Wartung lohnt sich

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© istock/ JamaicaPlain

Die Forderung, Energie zu sparen, ist angesichts des Klimawandels und der hohen Preise für Öl und Gas in aller Munde. Trotzdem sind in Deutschland Millionen Heizgeräte in Betrieb, die teure Primärenergie nur unzureichend in die gewünschte Wärme umsetzen.

Dabei rentiert sich eine regelmäßige Wartung und Einstellung schnell. Dass rund 5,5 Millionen Heizgeräte in Deutschland nicht regelmäßig gewartet und damit die Heizkosten für die Nutzer noch weiter erhöht werden, hat der Zentralverband Sanitär, Heizung, Klima in einer repräsentativen Befragung herausgefunden.

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Heizung am besten jährlich warten

Heizkesselhersteller und der Gesetzgeber empfehlen eine regelmäßige Wartung von Heizungsanlagen. Ein Heizkessel mit Brenner, Regelung und Anbauteilen ist mit dem Motor eines Autos zu vergleichen. Bei den gleichen Betriebszeiten wie der Heizkessel, würde der Wagen jährlich rund 100.000 Kilometer zurücklegen. Genau wie das Auto sollte deshalb auch die Heizungsanlage mindestens einmal jährlich gewartet werden. So bleibt die Zuverlässigkeit der Anlage erhalten, und die eingesetzte Energie wird optimal genutzt. Das schont die Umwelt und den Geldbeutel.

Vor allem aus Sicherheitsgründen ist es erstrebenswert seine Heizungsanlagen vom Fachmann warten zu lassen. Doch kann auch jeder Hausbesitzer, der die notwendigen Fähigkeiten und Fertigkeiten besitzt, seine eigene Heizungsanlage in Eigenverantwortung warten und überprüfen.

Entlastung der Umwelt

Nicht nur die geringeren Ausgaben für Heizung und Warmwasser sind eine erwünschte Folge der Wartung dieser Heizgeräte. Zusätzlich würde auch die Umwelt nachhaltig entlastet: Rund 4,3 Millionen Tonnen Kohlendioxid könnten so eingespart werden.Und nicht nur das: Schlechte Wartung kommt den Betreiber teuer zu stehen. So verursacht jeder Millimeter Rußbelag auf den Wärmetauscherflächen im Heizgerät einen um fünf Prozent höheren Brennstoffverbrauch. Alleine durch die Reinigung der Heizflächen im Brennraum rentiert sich die professionelle Wartung quasi sofort. Natürlich ist auch die Betriebssicherheit eines regelmäßig gewarteten Heizgerätes höher: Wer will schon gerade dann, wenn das Heizgerät besonders stark beansprucht wird, also in der kalten Jahreszeit, auf die gewohnte Zimmerwärme und warmes Wasser verzichten?

Staub entfernen

Neben der regelmäßigen Wartung kann man aber auch selbst einiges tun, damit die Heizkosten niedrig bleiben. So sollte man Staubansammlungen zwischen den Rippen der Heizkörper entfernen. Der Staub sorgt für eine geringere Wärmeübertragung und damit längere Aufheizzeiten - und nicht zuletzt für Allergien. Wenn im Laufe des Sommers die Heizkörper mit Möbeln oder sonstigen Einrichtungsgegenständen zugestellt worden sind, empfiehlt es sich, die Heizkörper wieder freizuräumen, um die Wärmeverteilung im Raum nicht zu behindern.

Heizregler und Einstellungen prüfen

An der zentralen Regelung sind die Zeiten für die Nachtabsenkung, und -abschaltung zu prüfen und gegebenenfalls neu einzustellen. Die Höhe des Wasserdrucks in der Anlage kann sich in den Sommermonaten verringert haben, also sollte man Wasser bis zum empfohlenen Wasserdruck wieder auffüllen. Luft in den Heizkörpern verschlechtert ihre regelmäßige Erwärmung, deshalb sollte man sie überprüfen und mit einem Spezialschlüssel entlüften. Wichtig: Dies sollte man nur bei ausgeschalteter Heizungspumpe erledigen, weil sonst neue Luft in die Anlage nachgezogen wird.

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