Rip-Deals – schmutzige Geschäfte mit Immobilien
Immobilienportale wie beispielsweise Immonet.de unterstützen Sie beim Verkauf Ihrer Immobilie. Dennoch bleiben noch der Verwaltungsaufwand, die Besichtigungen, die vielen Verhandlungen – einfach viel lästige Bürokratie.
Angenommen, Sie erhalten nun die Anfrage eines Interessenten, der Ihr Objekt ohne jegliche Verhandlungen oder Besichtigung kaufen will. Am Telefon klingt die Person durchaus seriös und kompetent und tritt als Vermittler eines ausländischen Käufers auf. Ein bisschen suspekt, aber doch sehr verlockend. Der Haken: Der potenzielle Käufer geht aktuell wichtigen Geschäften nach, die ihm eine Reise nach Deutschland unmöglich machen. Daher müsse das Geschäft im Ausland abgewickelt werden. Unangenehm, aber das Interesse ist geweckt.
Der Köder ist ausgeworfen …
Variante 1:
Wenn Sie sich dafür entschieden haben, dem Interessenten zu vertrauen, werden Sie zunächst ins Ausland „eingeladen“. Meist wird dort ein Treffen im exklusiven Ambiente eines Luxus-Hotels vereinbart. Während des Gespräches wird „gebeichtet“, dass das Geschäft einen Haken habe. Der Kauf könne nur abgewickelt werden, wenn Sie sich bereit erklären, Schwarzgeld anzunehmen. Als Vertrauensbeweis wird zunächst ein kleineres Geschäft abgewickelt, bei dem beispielsweise Schweizer Franken in Euro umgetauscht werden. Sie machen Gewinn! Der nächste Deal soll nun bereits im großen Stil stattfinden – nicht selten im sechsstelligen Eurobereich. Sie reisen also erneut ins Ausland – im Gepäck die Hoffnung auf das große Geld und einen Koffer voll Euros. Treffpunkt ist das Luxushotel, das Ihnen schon bekannt ist und ein Gefühl von Sicherheit vermittelt. Nun werden die Geldkoffer ausgetauscht und ehe Sie es sich versehen, sind Ihre „Geschäftspartner“ auch schon mit Ihrem Koffer aus der Hotel-Lobby verschwunden. Sie bleiben zurück – mit einem Koffer voll Falschgeld!
Variante 2:
Zunächst werden Sie auch in diesem Fall in ein schickes Hotel im Ausland „eingeladen“. Statt der „Schwarzgeld-Beichte“ werden Sie nun jedoch unter einem Vorwand dazu aufgefordert, einen höheren Geldbetrag zu wechseln. Ehe Sie es richtig wahrnehmen können, sind die vermeintlichen Immobilieninteressenten über alle Berge und lassen Sie allein im Hotel sitzen – mit einer Handvoll Falschgeld im Portemonnaie! Umgehend die Polizei einschalten Sollten Sie Opfer eines solchen Falschgeld-Betruges geworden sein, ist es wichtig, umgehend die Polizei einzuschalten. Nur bei sofortiger Meldung haben die Beamten eine Chance, die Betrüger dingfest zu machen.
Weitere Artikel zum Thema:
Niemals in Vorkasse gehen | Vorsicht vor Telefonabzocke | Immobilienbetrug mit Falschgeld