Studieren mit 17 Jahren: Wie findet man eine Wohnung?

Wohnung mit 17© Fotolia/Hannes Eichinger

Minderjährige, die studieren, haben auf dem Wohnungsmarkt keinen leichten Stand. Hinzu kommt: Wegen des doppelten Abiturjahrgangs ist die Nachfrage nach Unterkünften in den Universitätsstädten entsprechend groß. Das Immobilienportal Immonet hat Tipps zusammengestellt, wie junge Studenten trotzdem ein geeignetes Zuhause finden.

Eigene Wohnung mieten?

Die größte Hürde bei einem Studium mit 17 Jahren ist die Tatsache, dass man noch nicht geschäftsfähig ist. Ohne die Unterschrift der Eltern geht also nichts. Das gilt auch für die Miete eines WG-Zimmers oder einer eigenen Wohnung. Die Eltern müssen den Mietvertrag unterschreiben – sie sind somit auch die Mieter der Wohnung. Gleiches gilt für einen Platz im Studentenwohnheim.

Wie finde ich eine Wohnung?

Wer mit 17 eine Wohnung mieten will, muss zunächst den Vermieter überzeugen. Denn auch wenn die Eltern den Vertrag unterschreiben, wird nicht jeder Wohnungsbesitzer einen minderjährigen Bewohner akzeptieren. Einfacher ist es, in einer Wohngemeinschaft unterzukommen. Am ehesten bietet sich eine Erstsemester-WG an, denn hier haben alle mit den gleichen Startschwierigkeiten zu kämpfen und die Altersunterschiede sind für junge Studenten meist nicht groß. Geeignete WGs findet man bei Immonet.
Ein Wohnheimplatz ist für viele Studienanfänger besonders attraktiv, da die Zimmer oder Wohnungen günstig und nah an der Uni gelegen sind. Um einen Platz sollte man sich allerdings frühzeitig kümmern. Häufig bieten Studentenwerke offene Wartelisten an, auf die man sich bis zu einem halben Jahr vorher eintragen lassen kann – auch wenn man noch gar keine Zusage von der Uni erhalten hat.

Eine Alternative können auch Wohnheime konfessioneller Träger oder Stiftungen sein. Wer hier wohnen will, muss sich allerdings mit einem Motivationsschreiben bewerben und meist auch bestimmte Bedingungen erfüllen.

In welchen Städten kann die Wohnungssuche schwierig werden?

Nicht ganz einfach wird es vor allem in klassischen Universitätsstädten. Wer sich in Heidelberg, Freiburg, Marburg oder Tübingen nicht rechtzeitig um ein Dach über dem Kopf bemüht, muss im schlimmsten Fall die ersten Wochen auf der Pritsche in Turnhallen oder sonstigen Notunterkünften für „obdachlose“ Studenten verbringen. Auch in beliebten Großstädten wie München, Hamburg und Köln kann es eng werden, denn hier ist der Wohnungsmarkt ohnehin angespannt.

Besser sieht es im Osten Deutschlands aus. In Dresden, Leipzig, Erfurt oder Berlin lässt sich in der Regel immer ein nettes und günstiges Zuhause finden.

 

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