Unistädte Mietpreisvergleich

Unistädte Mietpreisvergleich
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In vielen Studentenstädten ist der Wohnraum knapp – und das zeigt sich bei den Preisen. Gerade Studenten müssen mit ihren Einnahmen haushalten. So standen den Hochschülern laut der 21. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks monatlich im Schnitt 930 Euro (West) beziehungsweise 839 Euro im Osten zur Verfügung. Rund 35 Prozent davon fließen wiederum in Mietzahlungen. Aber: Gibt es in deutschen Studentenstädten überhaupt Wohnungen in dieser Preisklasse? Und welche Alternativen gibt es?

Stuttgart, Frankfurt und München – hier wohnen Studenten besonders teuer

In einem Mietpreisvergleich von 1-Zimmer-Single-Wohnungen zu WG-tauglichen 3-4-Zimmer-Wohnungen zeigt Immonet, eines der führenden Immobilienportale in Deutschland, welche Universitätsstädte ihren Studenten die höchsten Mieten zumuten und wo sich die größten Ersparnisse durch die Gründung von Wohngemeinschaften erzielen lassen.

Wer sein Studium in München beginnt, muss am meisten Geld für seine Unterkunft einkalkulieren: Der Angebotspreis für eine Single-Wohnung lag hier zuletzt im Schnitt bei 21,97 Euro pro Quadratmeter, für eine Wohnung in WG-Größe hingegen bei 20,13 Euro. Dicht dahinter folgen Hessens Metropole Frankfurt sowie die Hauptstadt Baden-Württembergs Stuttgart. In Frankfurt Am Main kostet eine Single-Wohnung im Schnitt 17,49 Euro, am Neckar hingegen 17,12 Euro. Mit einer WG-tauglichen Wohnung können Studenten dort rund 23 Prozent bzw. 20 Prozent einsparen. Zum günstigsten Markt für Single-Wohnungen gehört Leipzig. Mit einem Quadratmeterpreis von rund 7,80 Euro müssen Hochschüler für eine Wohnung mit bis zu 40 Quadratmetern 312 Euro kalt bezahlen.

Wohnung teilen zahlt sich aus

Allerdings ziehen auch die Mieten in einigen kleineren Studentenstädten an: So liegt in Tübingen der Preis für eine kleine Wohnung bei 14,70 Euro pro Quadratmeter. Wer sich für eine Wohngemeinschaft entscheidet, lebt hier etwas günstiger: In Tübingen liegt der Preis für eine WG-Wohnung bei 12,25 Euro pro Quadratmeter (Ersparnis: 32 Prozent). Noch mehr Sparen mit einer Wohngemeinschaft können Studenten in Karlsruhe: Gut 37 Prozent lassen sich bei einem Quadratmeterpreis von 10,78  Euro für eine große Wohnung einsparen.

Uni-Städte mit großem Sparpotential 2016

  Single-Wohnung WG-Wohnung Ersparnis
Karlsruhe 17,22 € 10,78 € 37 %
Nürnberg 14,07 € 10,04 € 29 %
Köln 14,63 € 10,98 € 25 %
Stuttgart 17,12 € 13,17 € 23 %
Münster 13,70 € 10,64 € 22 %
Erlangen 12,90 € 10,03 € 22 %
Bonn 12,26 € 09,80 € 20 %
Frankfurt a.M. 17,49 € 14,03 € 20 %
Kiel 11,15 € 09,03 €  19 %
Hamburg 14,37 € 12,81 € 11 %
München21,97 €20,13 €  8 %

 

 

Quelle: Mietspiegel der Immowelt AG. Datenbasis für die Berechnung der durchschnittlichen Angebotspreise waren die im Oktober 2017 auf immowelt.de inserierten Angebote bei Wohnungen bis 40 Quadratmeter (hier Singlewohnung genannt) sowie Wohnungen zwischen 80 und 120 Quadratmeter (WG-Wohnung) in den größten Uni-Städten. Die Mietpreise sind Netto-Kaltmieten bei Neuvermietung für unmöblierte Wohnungen.

Hinweis: Die Daten für den Mietspiegel (Preise in €) sind nicht repräsentativ für den deutschen Immobilienmarkt. Sie basieren auf einer Auswertung über das Immobilienportal www.immowelt.de angebotenen und nachgefragten Wohnungen.