Metropolen im Vergleich: Sozialwohnung gesucht

Sozialwohnung© istock/deepblue4you

Wie stellt sich die Situation für Wohnungssuchende mit geringem Einkommen ganz konkret dar? Inzwischen greifen 98 Prozent aller Immobiliensuchenden auf Portale zu – diese Auswertung der Immobiliendatenbanken vom Immowelt und Immonet zeigt, wie umfangreich das Angebot an Immobilien ist, die einen Wohnungsberechtigungsschein (WBS) erfordern.

Den Wohnungsberechtigungsschein erhalten Personen bzw. Haushalte, die nur über ein sehr geringes Jahreseinkommen verfügen: Im Länderdurchschnitt liegt die Grenze für Singlehaushalte bei 12.000 Euro (netto), bei 2-Personen-Haushalten bei 18.000 Euro.

  • Hamburg: Wer in Hamburg nach einer günstigen Bleibe sucht, hat schlechte Karten, denn der durchschnittliche Mietpreis pro Quadratmeter (Angebotspreise auf Immowelt und Immonet) lag im ersten Quartal 2015 bei 11,20 Euro pro Quadratmeter. Lediglich 7,7 Prozent der Wohnungen waren für Interessenten mit Wohnungsberechtigungsschein verfügbar. In Vorjahr lag das Angebot höher.

  • Berlin: In Berlin haben Geringverdiener keine besseren Chancen, zwischen 2010 und 2015 ist der durchschnittliche Mietpreis pro Quadratmeter um 45 Prozent gestiegen. Gleichzeitig lag auch das Angebot an geförderten Wohnungen mit 7,3 Prozent des Gesamtangebotes ähnlich hoch wie in Hamburg.

  • Dresden: Besser ist die Ausgangssituation in Dresden – hier lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis bei rund 6,70 Euro und rund 50 Prozent der angebotenen Wohnungen hatten einen günstigen Preis. Für die 22 Prozent Haushalt mit Wohnberechtigungsschein eine gute Quote.

  • Frankfurt: In Frankfurt a.M. lag der durchschnittliche Quadratmeterpreis für Mietwohnungen sogar bei 13,30 Euro – keine guten Voraussetzungen für Geringverdiener. Zumal hier nur 8,7 Prozent angemessene Wohnungen für Mieter mit Berechtigungsschein verfügbar waren.

  • Köln: Mit einem Mietniveau von mehr als 29 Prozent über dem Bundesdurchschnitt ist Köln ein schwieriges Umfeld für finanzschwache Haushalte. Hier kommen 7,5 Prozent des gesamten Wohnungsangebotes für Mieter mit Berechtigungsschein in Frage.

  • Stuttgart: Süddeutschland ist ein teures Pflaster mit wenigen Sozialwohnungen. Rund 12,30 Euro müssen Mieter in Stuttgart für den Quadratmeter im ersten Quartal 2015 zahlen. Wer die nicht aufbringen kann, ist auf die wenigen Sozialwohnungen der Stadt angewiesen – diese umfassten 2015 etwa 15 Prozent. Das Angebot blieb in den vergangenen Jahren konstant gering, auf einen Ausbau hoffen nicht wenige Mieter.

  • München: München bestätigt seinen Ruf als teures Pflaster mit einer Mietpreissteierung von 28 Prozent zwischen 2010 und 2015. Die Stadt kann nur mit einer vergleichsweise geringen Anzahl von Sozialwohnungen aufwarten: 11,5 Prozent sind für Mieter mit Berechtigungsschein zugänglich.

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