Die richtigen Umzugshelfer – mit Freunden umziehen oder eine Umzugsfirma engagieren?

Endlich ist es soweit: Sie haben Ihr neues Zuhause gefunden und der Einzugstermin steht fest. Den bevorstehenden Umzug können Sie entweder komplett von einer Spedition erledigen lassen oder aber Freunde als Umzugshelfer organisieren. Immonet zeigt die Vor- und Nachteile beider Varianten auf, die Sie vor dem Umzug genau gegeneinander abwägen sollten.

Umzugshelfer trägt Kiste
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Umzug auf eigene Faust: günstig, aber aufwendig

Wenn Sie innerhalb einer Stadt oder in der näheren Region umziehen, können Sie den Wohnsitzwechsel auf eigene Faust schaffen – vorausgesetzt Sie haben nicht zu viele Möbel und finden im Freundes- oder Bekanntenkreis Umzugshelfer. Mit privater Umzugshilfe fällt als großer Kostenpunkt lediglich die Miete eines Kleintransporters an.

Diese Dinge sollten Sie beim Umziehen auf eigene Faust auf jeden Fall beachten:

  • Umzugshelfer organisieren: Fragen Sie rechtzeitig bei Freunden und Bekannten nach Unterstützung.
  • Mit dem Einpacken zeitnah beginnen und darauf achten, die Umzugskartons ausreichend zu beschriften. So weiß jeder Helfer, in welchen Raum welcher Karton gehört.
  • Kleine Helfer wie zum Beispiel Kissen, Luftpolsterfolien, Klebeband, Edding, Decken, Müllsäcke, Werkzeugkoffer und Sackkarre erleichtern Ihnen den Umzug zusätzlich. Eine umfassende Materialliste für den Umzug finden Sie hier.
  • Halteverbotszone vor alter und neuer Wohnung einrichten, um in Ruhe ein- und ausladen zu können.
  • Reservieren Sie außerdem rechtzeitig einen Transporter mit ausreichendem Ladevolumen.
  • Stellen Sie ihren privaten Helfern am Umzugstag Essen und Getränke bereit.

Stressfrei umziehen mit Umzugsunternehmen: Leistungen und Service-Modelle

Ein Umzugsunternehmen nimmt Ihnen viel Arbeit ab, geht aber auch ins Geld. Die Kosten für das Umzugzugsunternehmen können Sie jedoch steuerlich absetzen. Die Preise der Speditionen können stark schwanken. Holen Sie vorab Kostenvoranschläge ein und vergleichen Sie mehrere Angebote. Recherchieren Sie möglichst auch Kundenbewertungen im Internet, denn nicht alle Umzugsunternehmen arbeiten seriös und manche schwarze Schafe lassen den Umzug kurzfristig platzen.

Bei einer größeren Wohnung ist ein Besichtigungstermin ratsam, damit der Dienstleister den Aufwand besser einschätzen kann. Hier können Sie auch überprüfen, ob das Umzugsunternehmen seriös wirkt und Ihnen „angenehm“ ist. Schließlich transportiert es Ihre privaten Besitztümer.

Umzugshelfer oder Umzug in Eigenregie?

Das hilft bei der Entscheidung:

  • Habe ich genug Manpower und Zeit, um den Umzug ohne professionelle Hilfe durchzuführen?
  • Brauche ich ein oder zwei Teams, weil ich von meiner alten Heimat in eine andere Stadt umziehe?
  • Wie weit ist die Entfernung zwischen alter und neuer Wohnung?
  • Wie viele Stockwerke liegen jeweils zwischen Erdgeschoss und Wohnung?
  • Will ich das gesamte Risiko, dazu gehören auch Schäden im Treppenhaus, alleine tragen und dafür haften?
  • Lohnt es ein professioneller Umzug für mich steuerlich?

Beruhigt umziehen – die Haftung der Spedition

Hat ein Umzugshelfer während des Umzugs etwas beschädigt, ist dies ärgerlich. Eine Spedition haftet für etwaige Schäden. Allerdings nur dann, wenn sie die Schuld an der Verspätung oder Beschädigung trägt und höchstens für die Summe von 620 Euro pro Kubikmeter benötigtem Laderaum. Klären Sie im Vorfeld die geltenden Haftungsbegrenzungen und -ausschlüsse ab und halten Sie diese schriftlich fest. Auch eine eventuelle Versicherung der Umzugsgüter sollten Sie ins Auge fassen. Informieren Sie sich hier umfassend, bevor Sie einen Vertrag unterzeichnen.

 

Umzugsunternehmen finden

Studentische Umzugshelfer finden

Wer Freunde und Familie nicht nötigen will, aber kein Budget für ein Umzugsunternehmen hat, kann Studenten bzw. Minijobber als Umzugshilfe engagieren. Studentische Helfer finden Sie über Jobportale für Studierende oder Aushänge am „Schwarzen Brett“ der Uni. Diese Hilfskräfte sind nicht fachmännisch ausgebildet, haben aber praktische Erfahrungen mit Umzügen. Sie können Aufgaben wie den Ab- und Aufbau von Möbeln oder das Tragen von Kartons und anderen Umzugsgütern erledigen. Helfer mit Führerschein Klasse B können kleinere Umzugstransporter fahren.

Achtung: Diese Helfer sind meist nicht über den Vermittler versichert. Erkundigen Sie sich sicherheitshalber beim Vermittler.