Selfstorage – Schnelle Hilfe gegen Platzmangel

Selfstorage© Fotolia/ Photomika

Die Abstellkammer quillt schon wieder über, Schuhe fallen einem entgegen. Wegschmeißen kommt nicht in Frage. Umziehen und eine größere Wohnung aber auch nicht. Platzprobleme in der heimischen Wohnung kennen viele. Die Lösung gegen zu kleine Abstellkammern und einen wachsenden Hausrat heißt Selfstorage, zu Deutsch Selbsteinlagerung.

Erbstücke zwischengelagert

Flexibilität ist in unserer Gesellschaft gefragt. Daher eignen sich die Selbstlagerboxen auch nicht nur für Großstädter, die an zu kleinen Wohnungen leiden, sondern auch für junge Berufstätige, die häufig umziehen, und viele andere Situationen: Die Wohnung wird zwischenvermietet, weil man für eine Zeit ins Ausland geht, aber die besten Stücke möchte man sicher verwahrt wissen. Erbstücke, die man behalten möchte, für die aber einfach kein Platz ist. Dinge, die man gut und sicher aufbewahren möchte, kann man in Selbstlagerboxen für eine kurze oder längere Zeit unterstellen.  

Größe und Mietdauer sind flexibel

Das System der Selbstlagerboxen ist flexibel und für fast alle Bedürfnisse geeignet. Die kleinsten Lagerboxen sind nur ein Quadratmeter große Kammern, aber auch große Räume kann man mieten. Sie befinden sich in der Regel in einem großen Lagerkomplex, sind alte, nun umgenutzte Industriehallen, modernisierte Lager oder neue Hallen. 

Mietbar sind die Selbstlagerboxen in der Regel bereits für kurze Zeiträume von vier Wochen. „Bei uns beträgt der Listenpreis für einen Quadratmeter 36 Euro“, sagt Catherine Adler, Mitarbeiterin des in Hamburg und Berlin mit Lagerhäusern vertretenen Anbieters Pickens Selfstorage. „Je größer die Box ist und je länger sie genutzt wird, desto günstiger ist die Flächeneinheit. Im Schnitt zahlen Kunden rund 22 Euro pro Quadratmeter“, sagt Adler. Ähnlich wird das auch bei Anbietern gehandhabt.

Mindeststandards dank DIN-Norm

Seit Anfang des Jahrtausends wächst die Zahl der Selbstlagerboxen in Deutschland. Vorbild war das in den USA bereits lang bekannte Selfstorage. Die Selbstlagerboxen sind mittlerweile unter verschiedenen Namen in allen deutschen Großstädten zu finden. Die größten Anbieter haben sich zum Verband der deutschen Selfstorage Unternehmen zusammengeschlossen. „Für unsere Mitglieder gelten festgelegte Mindeststandards“, sagt Wolfgang Köhnk, Vorsitzender des Verbandes.

Um der geltenden DIN-Norm zu entsprechen, müssen die Unternehmen Mindestvoraussetzungen erfüllen und bieten ihren Kunden ähnliche Bedingungen: Die Räume müssen sicher, sauber und trocken sein. Sie sind bis auf die Nachtstunden immer für die Mieter erreichbar. Wo mehrere Etagen vorhanden sind, gibt es auch Aufzüge und zusätzliche Transportmöglichkeiten. Zudem werben viele Anbieter damit, vor Ort Material für das Einlagern, etwa Umzugskartons zur Verfügung zu stellen.

Die Lagerboxen selbst sind leer. Wer nicht unbedingt eine Kiste über die andere stapeln möchte, kann aber Regale oder ähnliches mitbringen. Nur eine Befestigung an der Wand ist nicht erlaubt.

Einschränkungen gelten auch für das Lagergut: Lebensmittel, die verderben können, Lebewesen oder brennbare Stoffe sind nicht gestattet. Kontrollieren können die Anbieter das freilich nicht, schließlich wird die Wahrung der Privatsphäre großgeschrieben. Zwar gibt es in der Regel Videoüberwachung und Schließdienste, die Mitarbeiter dürfen die Abteile aber nicht betreten. „Aber die Verwalter kümmern sich natürlich, wenn Probleme auftauchen“, sagt Köhnk. In akuten Notfällen müssten Polizei oder Feuerwehr die Räume öffnen.

Wer seine Dinge vor möglicherweise doch mal auftretenden Gerüchen schützen möchte, sollte sie entsprechend einpacken. Zwar versprechen die Anbieter für Belüftung zu sorgen, die Qualität der Belüftungssysteme sind jedoch sehr unterschiedlich.

Versicherungsschutz

Beim Thema Sicherheit spielt auch der Versicherungsschutz eine Rolle. „Unserer Erfahrung nach schließen die meisten privaten Hausratversicherungen extern zwischengelagerte Gegenstände mit ein, sofern die Lagerräume eine bestimmte Größe und Entfernung nicht überschreiten. Das sollten Nutzer aber vorher genau mit ihrer Versicherung abklären“, sagt Köhnk. Darüber hinaus können zusätzliche Lagergutversicherungen abgeschlossen werden, deren Preis sich in der Regel nach der Größe der Box, der Mietdauer und dem Versicherungswert der eingelagerten Dinge richtet.

Die zertifizierten Selfstorage Anbieter finden sich vor allem in Großstädten. Dort sind sie häufig in mehreren Stadtteilen vertreten. In kleineren Orten und ländlichen Gebieten sind die großen Anbieter bisher kaum zu finden. Dort ist Wohnraum günstiger und häufig größer, die Bevölkerungsdichte nicht so hoch. „Für viele Anbieter sind diese Regionen nicht so rentabel, aber einige ziehen dennoch nach“, sagt Köhnk. Im ländlichen Raum kann man aber häufig dennoch kleinere Lagerraumanbieter finden. Wenn dieser nicht zertifiziert ist, sollten Interessenten selbst auf die Bedingungen vor Ort achten.

Vor dem Einlagern beachten

Einige Punkte sind für alle, die etwas einlagern möchten, wichtig:

  • Wie ist der Raum beschaffen, in dem persönliche Dinge aufbewahrt werden?
  • Ist er trocken, gelüftet, herrscht dort eine gleichbleibende Temperatur?
  • Möbel dürfen nicht in feuchte Räume gestellt werden.
  • Ist der Raum sicher?
  • Kann nur ich ihn betreten?
  • Wie leicht komme ich an meine Sachen?
  • Kann ich ständig an das Lager heran, muss ich mich erst anmelden oder brauche ich die Hilfe des Vermieters?

Das sind entscheidende Fragen.

Wer sich für ein Zwischenlager entscheidet, sollte auch immer die eigenen Bedürfnisse im Blick haben: Wer für ein halbes Jahr ins Ausland geht, kann nicht regelmäßig den Raum kontrollieren, für den sind also Sicherheit und Sauberkeit des Raums und Vertrauen in den Anbieter wichtiger als die ständige Zugangsmöglichkeit. Wer dort persönliche Dinge lagert, braucht einen leichten und unkomplizierten Zugang, kann dafür aber auch häufiger kontrollieren, ob vor Ort alles stimmt.

Selfstorage-Anbieter finden

Selfstorage-Anbieter finden Sie hier bei Immonet – klicken Sie einfach in das Gebiet auf der Deutschlandkarte, in dem Sie einen Anbieter suchen.

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