Ein Paar steht Arm in Arm vor einem Haus in der Abendsonne

Zwangsversteigerung:
Die perfekte Immobilie

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Was dem einen Kummer bereitet, kann für einen anderen zum Glücksfall werden. So verhält es sich auch bei einer Zwangsversteigerung. Wenn ein Besitzer sich wegen finanzieller Schwierigkeiten von seinem Eigenheim trennen muss, kann die Zwangsversteigerung für jemand anders der Schlüssel zum Traumhaus sein.

Grundsätzlich preiswert

Preiswert sind Immobilien aus einer Zwangsversteigerung in jedem Fall. Das macht sie für potenzielle Käufer grundsätzlich interessant. In der Regel sind die Gläubigerbanken froh, mit der Zwangsversteigerung wenigstens einen Teil ihrer Außenstände wieder eintreiben zu können. Andererseits birgt der Immobilien-Erwerb via Zwangsversteigerung auch seine Risiken. Ideal ist, wenn Sie die Möglichkeit haben, vor dem Zwangsversteigerungstermin möglichst viele Informationen über die Immobilie zu sammeln. Ein gutes Objekt zeichnet sich auch dadurch aus, dass Sie überhaupt an die erforderlichen Informationen kommen.


Ein perfektes Ersteigerungsobjekt ist darüber hinaus ein Gebäude jüngeren Datums. So können Sie von vornherein einen Sanierungsstau ausschließen. Oftmals sind es gerade jüngere Einfamilienhäuser, die unter den Hammer kommen.

Informationen finden

Von offizieller Seite gibt es in der Regel nur sehr wenige Infos über Immobilien in der Zwangsversteigerung. Die wichtigste dürfe das Wertgutachten des Amtsgerichtes sein. Im Auftrag der Justizbehörden erstellt ein unabhängiger Sachverständiger ein Gutachten über den Verkehrswert der Immobilie. Interessierte Bieter können einen Blick in das Gutachten werfen. Auch den Gang zum Grundbuchamt sollten Sie auf jeden Fall gehen, um sich über etwaige Rechte Dritter an der Immobilie zu informieren. Am besten ist es natürlich, wenn Sie vor einer Zwangsversteigerung die Immobilie selbst in Augenschein nehmen können. Knackpunkt: In vielen Fällen ist eine Besichtigung nicht möglich, weil der Noch-Besitzer oder etwaige Mieter ihr Einverständnis verweigert.

Versuchen Sie es in diesem Fall mit einer freundlichen Anfrage bei der Gläubigerbank. Vielleicht kann sie eine Besichtigung vermitteln. Manch ein Mieter hat möglicherweise nichts dagegen, wenn Sie um Einlass bitten. Diese Chance sollten Sie nutzen. Vielleicht verfügen Sie über weitere Kanäle im Bekanntenkreis, um Informationen über das Gebäude zu sammeln? Nutzen Sie sie. Auf jeden Fall sollten Sie ihre Traum-Immobilie von außen in Augenschein nehmen. Denn auch ein erster Eindruck kann einiges über das Gebäude und dessen Grundstück aussagen.

Vorsicht vor einem Blind-Kauf

Bleibt Ihnen der Einblick in die Immobilie verwehrt, sollten Sie Vorsicht walten lassen. Denn gerät die Zwangsversteigerung zum Blind-Kauf, kann das für Sie viele unliebsame Überraschungen bringen. Vor allem, wenn es sich um eine ältere Immobilie handelt und sie sich keinen Überblick über etwaige Modernisierungsmaßnahmen verschaffen können. Oder wenn sich erst nach der Zwangsversteigerung herausstellt, dass erhebliche Rechte Dritter den Wert Ihrer Immobilie nachhaltig mindern. Und anders als die viel zitierte Katze im Sack werden Sie ein blind ersteigertes Haus nicht so einfach wieder los.

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