Tipps zur Wohnungsbauprämie

Mehr zur Wohnungsbauprämie
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Traditionell fördert der Staat in Deutschland die Schaffung von Wohneigentum mit Prämien und gezielten Programmen. Ein Instrument der staatlichen Wohnungsbauförderung ist die sogenannte Wohnungsbauprämie. Damit belohnt der Staat Sparer, die mit einem Bausparvertrag Geld zur Wohnungsbaufinanzierung zurücklegen.

Wer hat Anspruch auf die Wohnungsbauprämie?

Anspruch auf Wohnungsbauprämie hat jeder Sparer ab 16 Jahren, der mindestens 50 Euro pro Jahr auf seinen Bausparvertrag einzahlt. Dabei darf das zu versteuernde Jahreseinkommen einen bestimmten Betrag nicht übersteigen, um die Wohnungsbauprämie zu erhalten. Die Grenze liegt bei 25.600 Euro für Alleinstehende und bei 51.200 Euro für verheiratete Paare und eingetragene Lebensgemeinschaften. Das zu versteuernde Jahreseinkommen ist dabei nicht mit dem Bruttoeinkommen gleichzusetzen, das in der Regel wesentlich höher ist.

Wohnungsbauprämie und ihre Verwendung

Für Verträge ab 2009 erhalten Bausparer die Wohnungsprämie nur noch dann, wenn sie das gesparte Geld tatsächlich für wohnwirtschaftliche Zwecke verwenden. Als wohnwirtschaftliche Zwecke im Sinne der Wohnungsbauprämie gelten: Neubau, Kauf oder Sanierung bzw. Modernisierung von Wohnraum. Dazu gehören zum Beispiel auch der Kauf einer Einbauküche oder das Verlegen neuer Bodenbeläge.

Ausnahmeregelungen

Für junge Menschen gewähren Bausparkassen einen sogenannten Welpenschutz. Wer bei Abschluss seines Bausparvertrags noch unter 25 Jahren ist, darf die Wohnungsbauprämie der zurückliegenden sieben Jahre auch im Falle einer vorzeitigen Kündigung seines Bausparvertrags behalten. Allerdings darf die Kündigung in diesem Fall frühestens sieben Jahre nach Vertragsabschluss erfolgen.

Auch bei sogenannten Härtefällen wie Tod, Erwerbsunfähigkeit oder Arbeitslosigkeit des Vertragsnehmers wird die Wohnungsbauprämie für die zurückliegenden sieben Jahre gewährt, wenn die Sparmittel alternativ eingesetzt werden.

Bausparvertrag ist ein echter Klassiker

Auch wer keinen Anspruch auf die Wohnungsbauprämie hat, sollte über den Abschluss eines Bausparvertrags nachdenken. Denn das mehr als 125 Jahre alte Sparmodel ist ein Klassiker, der viele Vorteile für angehende Immobilienbesitzer bietet. So sind die Spareinlagen der Kunden in unbegrenzter Höhe gesichert. Neben einer festen Guthabenverzinsung haben Bausparer auch einen langfristigen Anspruch auf niedrige Finanzierungszinsen, wenn sie das Bauspardarlehen nutzen möchten.

Angesichts von mehr als 150 angebotenen Tarifen sollten Interessierte aber vor Vertragsabschluss genau prüfen, welches Sparmodell zu ihnen und ihren Vorstellungen passt. Wer in naher Zukunft eine Immobilie erwerben möchte, benötigt einen ganz anderen Sparvertrag als jemand, der langfristig plant.

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